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GrundschulenGEW: A13 jetzt! Lehrkräftemangel an Grundschulen erfordert bessere Besoldung

Aus Sicht der GEW darf die Landesregierung die höhere Besoldung für GrundschullehrerInnen nicht weiter auf die lange Bank schieben. "A13 jetzt!" lautete die Forderung der GEW-Landesvorsitzenden Astrid Henke vor Personalratsmitgliedern.

29.11.2018

Hindernisse aus dem Weg geräumt
Spielerisch überwanden rund 50 GEW-Personalratsmitglieder aus Grundschulen die Hindernisse schon, die einer höheren Besoldung von Grundschullehrkräften im Wege stehen. Vorurteile wurden abgeworfen (minderwertige Arbeit, Kuschelpädagogik), Hindernisse übersprungen (Landeshaushalt, mangelnde Wertschätzung) sowie Politikerinnen und Politiker bei Seite geschoben. Das Ganze passierte bei einer GEW-Aktion in der Mittagspause einer GEW-Personalratsschulung am 29.11.2018 in Neumünster.


Tippelschritte reichen nicht
„Sieben lange Jahre will sich die Landesregierung noch Zeit lassen bis zur endgültigen Besoldung nach A13. Das geht gar nicht. Solange können die Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer aber nicht mehr warten“, sagte die schleswig-holsteinische GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke. „Jetzt muss es losgehen mit A13. Nicht in langsamen Tippelschritten, sondern mit großen und schnellen Schritten. Sonst geraten wir im Wettbewerb um junge Lehrkräfte gegenüber Bundesländern wie Berlin, Brandenburg und Sachsen, die jetzt schon A13 (Angestellte entsprechend) bezahlen, ins Hintertreffen.“ Wegen seiner generell höheren Beamtenbesoldung sei auch Hamburg ein harter Konkurrent im Wettbewerb um Lehrkräfte.


A13 im Landeshaushalt für das Jahr 2019 berücksichtigen
Die Verabschiedung des Landeshaushalts für das Jahr 2019 im Landtag in 14 Tagen sei aus Sicht der GEW ein günstiger Zeitpunkt für ein klares Signal, da die Landeskasse ordentlich gefüllt sei. „Gleichwertige Arbeit gehört gleich bezahlt. Der Mangel an Lehrkräften ist schon jetzt enorm. Immer mehr Schulen schaffen es nicht, die Stellen mit ausgebildeten Lehrkräften zu besetzen“, so die GEW-Landesvorsitzende. „Wenn wir bei der Besoldung weiter rumtrödeln, wird sich diese Lage noch verschärfen. Um mehr ausgebildete Lehrkräfte nach Schleswig-Holstein zu holen und junge Menschen zu einem Lehramtsstudium zu bewegen, müssen wir den Beruf attraktiver machen. Und dazu gehört eine Besoldung nach A13!“, forderte die Gewerkschafterin.


Bundesweite Kampagne
Die GEW-Aktion reiht sich in Aktivitäten aller GEW-Landesverbände für A13 in diesem Monat. Das Studium für das Grundschullehramt dauert genauso lange wie für die übrigen Schularten (5 Jahre), ebenso der Vorbereitungsdienst (18 Monate). Der Besoldungsunterschied zwischen A12 (jetzige Besoldung für Grundschullehrkräfte) und A13 liegt bei rund 4oo Euro. Auch die Landesregierung will Grundschullehrerinnen und – lehrer in Zukunft nach A13 besolden. Ihr Stufenplan startet aber erst 2020 und endet 2025.

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