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Schule unter besonderen Herausforderungen

GEW-Bildungstag

Schulen stehen vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Es begegnen uns zunehmend Kinder mit sozial-emotionalen Auffälligkeiten. Die Kommunikation mit Elternhäusern ist schwierig. Unser GEW Bildungstag soll Lehrkräften Handlungsstrategien und Hilfestellungen bieten um diese Herausforderungen im Berufsalltag zu meistern.

Programm

9:00 Uhr Begrüßung
9:30-11:30 Uhr

Hauptvortrag: Pädagogisches Handeln bei Schulangst und Depressivität,

Prof. Dr. Armin Castello (Universität Flensburg)

11:30-11:45 Uhr Pause
11:45-12:45 Uhr Worldcafé
12:45-13:45 Uhr Mittagessen
13:45-15:15 Uhr Workshops
15:15-16:00 Uhr Plenum

Die Veranstaltung ist als Fortbildung für Lehrkräfte durch das IQSH anerkannt.

Workshops

Workshop 1: Einführung in „ich schaff’s“

Referentin: Adelheid Lücke

ich schaff’s von Ben Furman ist ein attraktives, lösungsorientiertes Motivationsprogramm, das Kinder und Jugendliche darin unterstützt, neue Verhaltensweisen und Fähigkeiten zu lernen, um besser zurechtzukommen. Es wird seit ca. 20 Jahren international in Kinder- und Jugendeinrichtungen, Förderzentren und Regelschulen, Kindertagesstätten, Kinder- und Jugendpsychiatrien usw. erfolgreich eingesetzt. Veränderungswillige Erwachsene können das Programm in leicht abgewandelter Form für ein motivierendes Selbstcoaching nutzen. Die Teilnehmer*innen lernen einige Grundlagen des ich schaff’s Programms kennen und erhalten praxiserprobte Tipps, wie sie mit dem ich schaff’s - Ansatz in ihrem Einflussbereich arbeiten können.

Adelheid Lücke ist systemische Therapeutin und Supervisorin (SG), sowie zertifizierte Trainerin für das ich schaff’s Programm. In ihrer Praxis bietet sie Einzelberatung und Coaching für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Zusätzlich arbeitet sie in der Supervision, Coaching und Fortbildung für Eltern, Lehrkräfte, Erzieher*innen und Teams.

Workshop 2: Ohne Eltern geht es nicht! Zusammenarbeit mit Eltern in Schule

Referent: Thomas Pletsch

Familien, deren Kinder in Schulen als problematisch definiert werden, fühlen sich häufig stigmatisiert, ausgegrenzt und alleingelassen. Oft entwickeln sie ein Selbstbild: „wir sind mal wieder die mit dem schwierigen Kind“. Umgekehrt haben Professionelle in Schulen immer wieder den Eindruck, Familien für eine konstruktive Zusammenarbeit nicht erreichen zu können. Eine Dynamik der gegenseitigen Enttäuschungen. Schon seit Jahren werden multifamilientherapeutische Modelle auf die Praxis in Schulen angewendet. Dabei geht es darum, die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule zu stärken und tragfähige Strukturen zu etablieren. Dieser Workshop skizziert bewährte und praxistaugliche Möglichkeiten mit Familien in Schule zu arbeiten. Die Struktur von FiSch-Familie in Schule wird praxisnah dargestellt, ebenso gibt es Impulse zu den Themen „Grundhaltung“ und „Scham“ in der Elternarbeit.

Thomas Pletsch ist Transaktionsanalytiker (CTA), Heilpraktiker für Psychotherapie und systemischer Berater (DGSF). Er ist Lehrender für Multifamilientherapie (BAG-MFT, DGSF), Trainer Neue Autorität und Multiplikator Menschenwürde und Scham nach Stephan Marks. Seit 2000 bietet er gemeinsam mit seiner Frau am IWES - Institut für Weiterbildung und Entwicklung Schleswig Fortbildungen für die Arbeit mit Familiengruppen an.

Workshop 3: Trauma im Kontext Schule

Referent: Eric Matern

Traumatisierte Kinder und Jugendliche brauchen Halt und Geborgenheit. Wir leben in ausgeprägt schnelllebigen Zeiten und werden mit einer Vielfalt an Herausforderungen konfrontiert. Dies zieht vielenorts Überforderungen, Ausweichverhalten und auch Extremverhalten nach sich. In diesem Workshop geht es sowohl um den methodischen Umgang mit dem Ort Schule als „Äußerer Sicherer Ort“ als auch um den eigenen Umgang mit erlebten An- und Überforderungen.

Eric Matern ist Traumapädagoge und bietet in seiner eigenen Praxis Erziehungs- und Elternberatung, Paar- und Einzelberatung an.

Workshop 4: Resilient bleiben als Lehrkraft

Referentin: Finja Sander

Lehrkräfte sind unterschiedlichen äußeren und inneren Anforderungen ausgesetzt und es braucht genügend Ressourcen, diesen Anforderungen gelassen gegenüberzustehen und langfristig in Balance zu bleiben. In diesem Workshop erfahren die Teilnehmer*innen, wie sie ihre Resilienz in Bezug auf ihre Ressourcen bewahren können. Außerdem gibt Finja Sander Impulse, wie sich Resilienz langfristig stärken lässt.

Finja Sander ist systemische Beraterin und Teil des Teams der HOLZRICHTER-BERATUNGEN.  Bisher hat das Team mit über 1000 verschiedenen Auftraggebern zu Themen wie Stressmanagement, Burnout-Prophylaxe, Stärkung von Ressourcen, Wertschätzung, Kommunikation und Selbstfürsorge zusammengearbeitet. Das übergeordnete Ziel ist es, Potentiale zu entwickeln und über ein individuelles Gesundheitsmanagement die Motivation und Leistung im Einklang mit der Zufriedenheit und dem Wohlbefinden zu erhöhen.

Workshop 5: Die neue (verbindende) Autorität

Referentin: Melanie Hubermann

Neue Autorität ist ein Ansatz, der Eltern, Lehrkräften, Sozialpädagog*innen und Führungskräfte stärkt und eine wertvolle Möglichkeiten ist, respektvolle Beziehungskultur und positive Entwicklungsprozesse zu erschließen. In diesem Workshop werden die essentiellen Methoden und Werkzeuge der new authority vorgestellt. Die Teilnehmenden können anhand von einem realen Fall aus dem Berufsalltag erste Handlungsoptionen erarbeiten.

Melanie Hubermann ist systemische Therapeutin und zertifizierte „New Authority“-Trainerin am Balagan Therapiezentrum in Berlin. Sie bietet Elternberatung im Einzelsetting oder als Workshop an. Außerdem berät sie Jugendliche und junge Erwachsene.

Workshop 6: Unterstützungsmöglichkeiten bei der sprachlichen Bildung/ DaZ/ Migration 

Referentin: Dana Gora

In dem Workshop sollen Handlungsoptionen und Kontakte vorgestellt werden. Die kollegiale Beratung steht dabei im Vordergrund, um Herausforderungen zu benennen und Ressourcen aufzuzeigen.

Dana Gora ist Lehrerin an einer Gemeinschaftsschule. Sie ist Teil des DaZ-Teams am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein (IQSH).

 

 

Termin
- Uhr
Veranstaltungsort
Veranstaltungszentrum Kiel
Faluner Weg 2
24109 Kiel
Teilnahmebeitrag
GEW-Mitglieder kostenfrei / Nicht GEW-Mitglieder 30 Euro
Anmeldeschluss
09.03.2023