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Gute Bildung braucht Geschlechtergerechtigkeit

Umgang mit sogenannten Spracherlassen

Die sogenannten Spracherlasse, das Verbot von Sonderzeichen um geschlechterbewusst und diskriminierungsfrei zu sprechen und zu schreiben, treibt die Mitgliedschaft und die Mitglieder in GEW-Gremien um. Mit dieser Onlineveranstaltung möchte der Arbeitsbereich Frauen-, Gleichstellungs-, Geschlechterpolitik der GEW und der Organisationsbereich Schule in die Debatte um gendersensible und diskriminierungsfreie Sprache im öffentlichen Dienst einsteigen.

Sprache ist seit jeher in ihrem Gebrauch vielfältig und streitbar. Spätestens seit den 1980iger Jahren wird im deutschsprachigen Raum der grammatikalische Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt diskutiert und das generische Maskulinum von Feministinnen und Linguist*innen massiv kritisiert und als diskriminierend entlarvt.

In einzelnen Bundesländern gibt es nun sog. Sprach-Erlasse, die Vorgaben für Beschäftigte im öffentlichen Dienst in der Nutzung von Sonderzeichen beim schriftlichen Sprachgendern machen.

Dies wirft Fragen auf:

  • Können diskriminierende Ausdrucksweisen gesetzlich legitimiert werden?
  • Welcher Bezug zur Verfassung besteht?
  • Wie steht dies im Verhältnis zu den hoheitlichen Aufgaben von Lehrkräften?
  • Welche Konsequenzen drohen arbeitsrechtlich bei Zuwiderhandlung?

Rechtswissenschaftlerin Ulrike Lembke hat sich intensiv mit geschlechtergerechtem hoheitlichem Sprachhandeln auseinandergesetzt. Sie kritisiert die Sprach-Erlasse vor dem Hintergrund der Gleichberechtigung aller Geschlechter und des Diskriminierungsverbotes.

Ulrike Roth, Referentin im GEW-Hauptvorstand und Justiziarin der Bundesstelle für Rechtsschutz, ordnet die Situation arbeits- und dienstrechtlich ein.

Debatte zur gendersensiblen Sprache am IDAHOBIT

Sprache und Sprachhandeln können sowohl dazu beitragen, diversere Geschlechtsidentitäten abzubilden als auch dazu beitragen, Geschlechterklischees zu manifestieren.

Die GEW setzt sich für geschlechtliche Vielfalt ein und möchte am Tag vor dem 17. Mai, dem Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT), Kolleg*innen stärken, die sich für die Sichtbarkeit aller einsetzen.

Mit dieser Onlineveranstaltung möchte der Arbeitsbereich Frauen-, Gleichstellungs-, Geschlechterpolitik der GEW und der Organisationsbereich Schule in die Debatte um gendersensible und diskriminierungsfreie Sprache im öffentlichen Dienst einsteigen.

Onlineveranstaltung für GEW-Mitglieder und Interessierte am 16. Mai 2024, 18:30 – 20:00 Uhr.

Die Anmeldung erfolgt über die Webseite des GEW-Hauptvorstands unter Gute Bildung braucht Geschlechtergerechtigkeit (gew.de). Dort ist auch nützliche Literatur zur Vorbereitung über das Themenfeld verlinkt. 

Termin
- Uhr
Veranstaltungsort
online