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Die Februar-Unruhen 1919 in Kiel (Spartakus-Aufstand)

Proteste gegen die Gefahr des Militarismus

Die Februar-Unruhen 1919 in Kiel (Spartakus-Aufstand). Proteste gegen die Gefahr des Militarismus.

Auch in Kiel kam es mehrere Wochen nach der Revolution zu Unruhen mit bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Arbeiter der Kieler Werften und Großbetriebe führen einen mehrtägigen Streik, als der Reichswehrminister Noske die in Bremen im Januar etablierte Räterepublik mit Waffengewalt beseitigen lässt. Dabei verüben radikalisierte Arbeiter Überfälle auf Waffengeschäfte und militärische Einrichtungen – in dem Bemühen, die Kieler Arbeiterschaft insgesamt zu einem radikaleren Vorgehen zu bewegen.

Korvettenkapitän Wilfried von Loewenfeld erhält in dieser Zeit die Erlaubnis Noskes, in Kiel ein Freikorps aufzubauen. Er nutzt die Ereignisse, zusammen mit Offizieren in Mannschaftsuniform, die sich der Deckoffizierskompanie des Soldatenrats zur Verfügung stellen, um gegen die militanten Arbeiter vorzugehen.

Klaus Kuhl (Historiker) wird auf der Veranstaltung die Ereignisse auch anhand historischer Fotos Revue passieren lassen.

Benno Stahn (Historiker, Friedensbewegung) wird aus dem Tagebuch des Werftingenieurs Nikolaus Andersen lesen, der die Ereignisse hautnah miterlebt hat.

Frank Heidenreich (Historiker, Bildungsreferent der IG Metall in Berlin) wird die Ursachen der Spaltung der Arbeiterbewegung beleuchten.

Danach gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Veranstalter: DGB, Kieler Friedensforum und Klaus Kuhl.

Termin
26.03.2019, 19:00 Uhr
Veranstaltungsort
Gewerkschaftshaus Kiel, Foyer
Legienstraße 22
24103 Kiel
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