GEW Schleswig-Holstein
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26. Fachtagung für Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen

Online-Veranstaltung

30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention – Kinder beteiligen, fördern, schützen. Der Kinderrechtsansatz im Alltag der Kita

Programm:

Die Veranstaltung findet über die Videokonferenz Plattform ZOOM statt. Anmeldeschluss ist der 31.10.2020. Die Teilnahme ist kostenlos. Nach der Anmeldung erfolgt eine Anmeldebestätigung. Die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung erhaltet ihr am 09.November.

09.30 Uhr Begrüßung Astrid Henke (GEW-Landesvorsitzende)
09.45 Uhr Vortrag: 30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention – Kinder beteiligen, fördern, schützen. Der Kinderrechtsansatz im Alltag
der Kita Prof. Dr. Jörg Maywald (Deutsche Liga für das Kind, Fachhochschule Potsdam); anschließend: Nachfragen und Diskussion
10.45 UhrAktive Pause
11.00 UhrArbeitsgruppen
12.30 UhrEnde der Veranstaltung

Arbeitsgruppen:

AG 1: Schritt für Schritt auf dem Weg zur Kinderrechte-Kita
Leitung: Prof. Dr. Jörg Maywald
Jedes Kind hat das Recht auf Beteiligung, Förderung und Schutz. Welche Konsequenzen hat dies für den Alltag in der Kita? Wie sind junge Kinder altersgerecht an den sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen? Was bedeutet Kindeswohl und welche Bedeutung hat der Kindeswille? Was tun, wenn der Wille eines Kindes nicht seinem Wohl entspricht? Welches Verhältnis besteht zwischen Kinderrechten und Elternrechten? In dem Vortrag wird dargestellt,wie Kitas den Kinderrechtsansatz einführen und sich zur Kinderrechte-Kita weiterentwickeln können.

AG 2: Zusammenarbeit mit KitaFamilien … eine Herausforderung nicht nur in Krisenzeiten!
Leitung: Silke Pumpenmeier
Kitas und Familien waren schon immer vielen Anforderungen von außen ausgesetzt. Die Corona-Krise stellt aber nun allevor völlig neue Aufgaben und Herausforderungen. Viele Eltern durften lange nicht die Kitas betreten. Die Frage stellt sich nun, ob es gelungen ist, den Kontakt und das Vertrauensverhältniszueinander zu erhalten? In diesem Live-Online-Seminar suchen wir nach Ideen zur konstruktiven Kooperation und Kommunikation mit Familien, auch in Krisenzeiten. Neben fachlichen Impulsen, werden Sie aktiv eingebunden und erhalten Gelegenheit für einen kollegialen Austausch.

AG 3: Das Recht von Kindern auf Individualität
Leitung: Torsten Krey-Gerve
»Was kannst du, was willst du können, was erwartest du von mir, damit du können kannst, was du können willst? … Dafür muss ich wissen, was das Kind versteht und worauf es eine Antwort sucht, und ich sollte
wissen, dass es mehr als nur eine Antwortmöglichkeit gibt. Erzieherinnen arbeiten als Beobachter, als Aktivitätsanreger und Umweltgestalter, als Dialogpartner, aktiverTeilhaber an Lernprozessen von Kindern als Verhaltensmodell, als Spielpartner und Lehrmeister und eben auch als Streitpartner (Aushandlungspartner).« (Quelle: Gero Scholz in: »Lernen ja – Verschulung nein«, Verlag an der Ruhr 2006, S. 19) Ziel des täglichen pädagogischen Handelns sollte sein, dass aufgrund von Beobachtungen des Kindes und einer daraufgründenden Einschätzung des Bildungsprozesses,in dem sich das Kind befindet, der Erwachsene dem Kind einen Impuls zur Weiterentwicklung geben sollte, der das Kind herausfordert. So leitet der Referent die Anforderung aus den Leitlinien zum Bildungsauftrag in Kindertagesstätten ab. Es ist auch ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des einzelnen Kindes und ein Recht, das wir Kindern in den Kitas zugestehen müssen. Gerade in dieser Zeit und gerade wegen der Einflüsse von außen im Jahr 2020.

AG 4: Weitermachen wie bisher?
Leitung: Stephan Rehberg
In diesem Seminar geht es um folgende Inhalte:
• Welche Einsichten und Ängste beschäftigen mich in meiner Arbeit?
• Was belastet mich gerade besonders?
• Wie kann ich meine Bedenken und Ideen in meinem Betrieb / im Team artikulieren?
• Was tut mir in der aktuellen Situation gut, was stärkt mich ganz persönlich?
Wir werden uns über die Themen austauschen und konstruktive Lösungen zu den Fragestellungen erarbeiten. Auch wenn die Methoden in einem Online-Seminar eingeschränkt sind, werden wir die persönlichen Anliegen reflektieren und zielorientiert bearbeiten.

AG 5: Einführung in die Traumapädagogik
Leitung: Sibylle Friedrich
Traumatisierte Kinder begegnen pädagogischen Fachkräften gar nicht so selten, man denke beispielsweise an die hohe Dunkelziffer beim Thema ›sexueller Missbrauch‹, an familiäre Gewalt und Pflegschaften aufgrund von Kindeswohlgefährdung. Geflüchtete Kinder sind eine weitere Gruppe potenziell betroffener Kinder und Jugendlicher. Flucht und Migration beinhalten ein hohes Traumatisierungsrisiko.
Auch wenn nicht alle Kinder und ihre Familien traumatisiert sind, ist ein solides Grundlagenwissen unabdingbar für (Regel-) Einrichtungen, die geflüchtete Kinder aufnehmen werden oder bereits aufgenommen haben. Ebenso für Pädagog *innen, die Kinder mit Beeinträchtigungen betreuen und unterrichten, denn auch in dieser Gruppe gibt es aus unterschiedlichen Gründen ein erhöhtes Traumatisierungsrisiko. In diesem Workshop wird pädagogischen Fachkräften vermittelt, was genau ein Trauma ist (und was, davon abgegrenzt,»nur« eine Belastung), wie es im Gedächtnis abgespeichert wird, was es für psychische Folgen hat und welche Symptome betroffene Kinder zeigen. Dadurch werden die Pädagog*innen für die Thematik sensibilisiert und sicherer in ihren Einschätzungen. Weiterhin vorgestellt werden die vier Säulen der Traumapädagogik sowie zentrale Do’s and Don’ts im Umgang mit traumatisierten Kindern in den Regeleinrichtungen. Das schließt auch die Frage ein, was nicht in den Aufgabenbereich der  Pädagog*innen fällt, also wo Traumapädagogik aufhört und Traumatherapie beginnt.

Termin
14.11.2020, 09:30 - 12:30 Uhr
Veranstaltungsort
Online-Veranstaltung

Teilnahmebeitrag
kostenlos
Anmeldeschluss
31.10.2020
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