GEW Schleswig-Holstein
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Länder-Tarifrunde 2019

Nach der Tarifrunde ist vor der Tarifrunde

Die Tarifrunde für die Beschäftigten beim Bund und bei den Kommunen ist gerade gelaufen. Schon starten die Vorbereitungen auf die Länder-Tarifrunde 2019. Wie der Name schon sagt, geht es in im nächsten Jahr um alle Landesbeschäftigten an Schulen, Hochschulen, Kindertagesstätten vom Land, Verwaltungen, Behörden, und anderen Landeseinrichtungen.

Viel erreicht – noch viel zu tun

Wir haben als GEW in den letzten Jahren viel bewegt und einiges erreicht. Aber wenn wir selbstkritisch sind, dann müssen wir zugeben: Wir wollten wesentlich mehr. Wir haben 2017 endlich eine Entgeltordnung für tarifbeschäftigte Lehrkräfte mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) abgeschlossen. Mit unseren ursprünglichen Ideen für eine gerechtere und bessere Bezahlung aller tarifbeschäftigten Lehrkräfte hat diese aber leider nicht allzu viel gemein. Deshalb müssen an dem Thema weiter arbeiten!

Einsatz und auch Hartnäckigkeit lohnen sich

Wir haben in den letzten Jahren viele kleine Schritte in die richtige Richtung gemacht und dabei auch den einen oder anderen größeren Erfolg errungen. Die Besserstellung der Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Förderzentren für geistige und körperlich/motorische Entwicklung ist ein solcher Erfolg. Durch den Einsatz besonders engagierter Kolleginnen und Kollegen konnte die GEW hier nach jahrelangem Kampf endlich eine finanzielle Besserstellung und Anerkennung erreichen. Das zeigt: Einsatz und auch Hartnäckigkeit lohnen sich. Gemeinsam sind wir eben doch stark!

Besseren Bezahlung im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder dringend notwendig

Im Sozial- und Erziehungsdienst ist die Bezahlung beim Land immer noch deutlich schlechter als bei den Kommunen. Auch da haben wir in der letzten Tarifrunde einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Für eine wirkliche Angleichung der Bezahlung ist aber noch viel zu tun und ebenfalls viel durchzusetzen.

Tarifrunden werden nicht durch Argumente gewonnen

Und das bringt uns zu der kommenden Länder-Tarifrunde. Verbesserungen – auch in Tarifrunden – werden eben in der Regel (leider) nicht mit den besseren Argumenten gewonnen. Wenn die Beschäftigten rufen „Unsere Arbeit ist Mehrwert“ und die Arbeitgeber antworten „Unsere Kassen sind leer“ und am Ende doch „irgendwas dazwischen“ rauskommt, dann kann gelegentlich in Vergessenheit geraten, dass am Ende doch entscheidend ist, mit welcher Vehemenz wir uns organisieren und hinter unsere Forderungen stellen.

Lehrkräfte sind die größte Beschäftigtengruppe beim Land

Und da müssen und wollen wir besser werden. Die Beschäftigten in den Schulen sind mit Abstand die größte Gruppe der Landesbeschäftigten. Der Bildungsbereich insgesamt spielt eine immer größere Rolle im Land. Wenn wir bei Länder-Tarifrunden unsere Interessen durchsetzen wollen, dann müssen wir es schaffen, deutlich mehr Beschäftigte aus den Schulen, aus den Kindertagesstätten des Studentenwerks und auch aus den Hochschulen für gewerkschaftliche Aktionen und Warnstreiks in den Tarifrunden zu mobilisieren.

Warnstreiks im Bildungsbereich sorgen für große Resonanz

Warnstreik? In der Schule? Fragen sich anscheinend auch immer noch viele GEW-Mitglieder. Während die Streikbereitschaft in den Kindertagesstätten bei den Kommunen, aber auch beim Studentenwerk, in den letzten Jahren enorm zugelegt hat, ist die Mobilisierung für einen gewerkschaftlichen Warnstreik in der Schule nach wie vor sehr schwierig. In den Schleswig-Holsteinischen  Schulen arbeiten zu ca. 89 Prozent Beamtinnen und Beamte. Natürlich ist es schwierig, mit den wenigen Tarifbeschäftigten eine große Wirkung vor Ort in der Schule zu erzeugen. Aber sind unsere Warnstreiks in den Bildungseinrichtungen nun deshalb vergebens? Ist es dann eine Alternative zu sagen: Dann machen wir eben gar keinen Druck und warten ab, welches Ergebnis in den Verhandlungen raus kommt?

Gemeinsam sind wir stark

Wir finden nein! In den letzten Tarifrunden haben sich eine größere Zahl sozialpädagogischer Fachkräfte, Pädagogischer MitarbeiterInnen an Förderzentren , aber eben auch Lehrerinnen und Lehrer mit Warnstreiks für ihre Interessen eingesetzt. Darauf wollen wir aufbauen. Die Erfahrungen zeigen, dass wir mit unseren Aktionen in Bildungseinrichtungen eine große Aufmerksamkeit erzeugen können.

Landestarifkommission der GEW stellt sich vor

In der E&W und hier auf unserer Website werden sich in einer Artikelserie die Kolleginnen und Kollegen der GEW-Landestarifkommission vorstellen und erzählen, was sie mit dem Thema Streik verbinden. Wir wollen euch diese Kolleginnen und Kollegen – die ehrenamtlich in der GEW die Tarifarbeit vorantreiben – vorstellen und dadurch auch den abstrakten Themen Tarifarbeit und Streik ein Gesicht geben. Denn streiken tut nicht weh. Und kann sogar Spaß machen.

Dir brennt ein bestimmtes Thema unter den Nägeln? Du möchtest mitreden oder mitmachen? Dann melde dich bei mir: Philipp Westphal; westphal(at)gew-sh(dot)de oder unter 0431-5195132.

Oder du kommst zu einem unserer regionalen Treffen. Alle Interessierten sind herzlich willkommen am:

Kiel
1.November, 17 Uhr
Carla-Petersen-Raum, GEW-Geschäftsstelle
Kieler Gewerkschaftshaus, Legienstr. 22

Lübeck
verschoben auf den
9. Januar 2019, 17 Uhr
Ort wird noch bekannt gegeben

Informationen und Anmeldung unter westphal(at)gew-sh(dot)de.

Philipp Westphal
Tarifsekretär
0431 5195132
Geschäftsstelle
Jürgen Morlang
Tarifpolitik
Geschäftsführender Landesvorstand
Treffen zur Tarifarbeit

Ihr seid  beim Land angestellt? Wollt etwas an der Situation der Tarifbeschäftigten verbessern? Oder habt eine Forderung für die nächste Tarifrunde, die euch besonders am Herzen liegt?

Dann kommt einfach mal vorbei und bringt euch ein:

 

Kiel 1. November 2018, 17 Uhr Carla-Petersen-Raum, GEW Geschäftsstelle im Kieler Gewerkschaftshaus Forderungsdiskussion

 

Lübeck
verschoben auf den
9. Januar 2019, 17 Uhr
Vorstellung der Forderungen und Planung der Aktivitäten

 

Die weiteren Orte werden noch bekanntgegeben. Informationen und Anmeldung unter westphal(at)gew-sh(dot)de.

Jürgen Morlang - Mitglied der Tarifkommission

Wenn wir etwas erreichen wollen, dann müssen Angestellte und Beamte gemeinsam an einem Strang ziehen.

Anja Scharnweber - Mitglied der Tarifkommission

Der Mehrzahl der Lehrkräfte ist die Diskrepanz zwischen angestellten Verhältnis und Verbeamtung nicht bewusst.