GEW Schleswig-Holstein - Medieninformationen https://www.gew-sh.de GEW Schleswig-Holstein - Medieninformationen de-DE GEW Schleswig-Holstein - Medieninformationen Sat, 17 Feb 2018 18:47:35 +0100 Sat, 17 Feb 2018 18:47:35 +0100 TYPO3 EXT:news news-13486 Thu, 15 Feb 2018 13:46:00 +0100 A13 für GrundschullehrerInnen - Jetzt zählen nur noch Taten https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/a13-fuer-grundschullehrerinnen-jetzt-zaehlen-nur-noch-taten/ "Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Taten sehn!" Mit diesem Goethe-Zitat brachte GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zum Ausdruck, dass sie von der JAMAIKA-Koalitionjetzt konkrete Schritte zu A13 erwarte. Nur rhetorische Unterstützung durch JAMAIKA
Über mangelnde rhetorische Unterstützung für ihre Forderung nach A13 für Grundschullehrkräfte kann sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kaum noch beklagen. Ministerpräsident Daniel Günther schon vor der Landtagswahl, Bildungsministerin Karin Prien bei mehrfacher Gelegenheit, die FDP in ihrem Wahlprogramm und nun ganz aktuell auch die grüne Fraktionschefin Eka von Kalben: Im Grundsatz sprechen sie sich alle für eine Besoldung der Grundschullehrkräfte nach der Besoldungsgruppe A13 aus. Aber eben bloß im Grundsatz. Passiert ist bislang nichts.

Nur Unkonkretes
„Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Taten sehn!“ Die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke bemühte am Dienstag, 13. Februar 2018 in Kiel Goethe, um das Ende ihrer Geduld mit unkonkreten Ankündigungen seitens der Regierungsparteien zum Thema A13 auszudrücken.

„Für die Grundschullehrerinnen und –lehrer geht es um den Wert ihrer pädagogischen Arbeit. Mit schönen Absichtserklärungen  nach dem Motto ‚Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann‘ ist ihnen nicht geholfen. Wir werden die Landesregierung an ihren Taten und nicht an ihren vermeintlich oder tatsächlich guten Absichten messen“, kündigte die GEW-Landesvorsitzende an.

Haushaltsberatungen wären Chance für A13
In der kommenden Woche will die JAMAIKA-Koalition ihren ersten gemeinsam zu verantwortenden Landeshaushalt verabschieden. Für die GEW-Landesvorsitzende  wäre das „ein ausgesprochen günstiger Zeitpunkt, um ein konkretes Signal bei A13 für Grundschullehrkräfte und eine entsprechende Erhöhung für Grundschulleitungen zu setzen“. Was in Berlin und Brandenburg möglich sei, müsse auch in Schleswig-Holstein möglich sein.

Aus ihrer Sicht gebe es keine stichhaltigen Argumente mehr, die Grundschullehrerinnen und –lehrer schlechter zu bezahlen als ihre Kolleginnen und Kollegen an den anderen allgemeinbildenden Schulen. Das Studium sei gleichlang, der Vorbereitungsdienst habe denselben Umfang und die Tätigkeit an den Schulen sei gleichwertig trotz der Unterschiede im Alter der Kinder, bei den Schulformen und Fächern.

 

Verantwortlich:
Bernd Schauer, 13.02.2018

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Bildungsbereiche Schule Bildung weiter denken Bildungsqualität Gute Arbeit Gleichstellung TV-L Beamte Presse Schleswig-Holstein
news-13363 Wed, 31 Jan 2018 15:00:04 +0100 Mangel an Grundschullehrerinnen und –lehrern wird dramatisch https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/mangel-an-grundschullehrerinnen-und-lehrern-wird-dramatisch/ Der Mangel an Grundschullehrerinnen und – lehrern in Schleswig-Holstein wird krasser als bislang angenommen. Das ergeben Zahlen einer Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Danach werden bis zum Jahr 2025 bundesweit 35.000 Lehrkräfte fehlen. Das Fehl in Schleswig-Holstein dürfte nach Überschlagsrechnungen der GEW bei um die 1.500 Grundschullehrerinnen und -lehrern liegen.

„Das sind alarmierende Zahlen. Wenn ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer fehlen,  geht das ganz klar zu Lasten von Schülerinnen und Schüler sowie zu Lasten der vorhandenen Lehrkräfte“, kommentierte Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW am Mittwoch, 31.01.2018 in Kiel die Ergebnisse.

Sie verwies darauf, dass der Mangel an ausgebildeten Lehrkräften an den Grundschulen aber keineswegs ein Zukunftsproblem sei. „Vor allem im Hamburger Umland beobachten wir, dass die Grundschulen in immer stärkerem Maße auf nicht ausgebildete Lehrkräfte zurückgreifen. Das ist für die Qualität des Unterrichts sicherlich nicht förderlich.“

Astrid Henke hob hervor, dass der Einsatz nicht qualifizierter Lehrkräfte nicht allein die Grundschulen betreffe. „Die Mangelsituation trifft alle Schulformen, Grundschulen aber am stärksten. Nach Zahlen des Bildungsministeriums wird an den allgemeinbildenden Schulen Unterricht im Umfang von rund 700 Stellen durch nicht ausgebildete Lehrkräfte erteilt.“ 

Um dem Mangel zu begegnen, schlägt die GEW vor, die Attraktivität des Berufs der Grundschullehrerin und des Grundschullehrers u.a. dadurch zu steigern, dass auch sie endlich nach A13 (Beamte) und E13 (Angestellte) bezahlt werden. Außerdem sollten die Zahl der Studienplätze und der Plätze im Vorbereitungsdienst erhöht werden.

Als Notmaßnahmen für die vom aktuellen Lehrkräftemangel betroffenen Schulen forderte Astrid Henke:

  • Qualifikationen für alle nicht voll ausgebildeten Lehrkräfte
  • Zeitressourcen für das Kollegium zur Unterstützung bzw. für das Mentoring
  • Intensivierung von Quereinsteigerprogrammen in ausgewählten Fächern/Lehrämtern

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 31.01.2018

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Schule Bildung weiter denken Bildung & Geschlecht Bildungsgerechtigkeit Bildungssystem LehrerInnenbildung Gute Arbeit Presse Schleswig-Holstein
news-13281 Mon, 22 Jan 2018 15:54:20 +0100 Schulen mit besonderen Herausforderungen jetzt besser ausstatten https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/schulen-mit-besonderen-herausforderungen-jetzt-besser-ausstatten/ „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“ Diesem alten Sprichwort folgend empfiehlt die GEW Bildungsministerin Karin Prien, bereits jetzt die Schulen mit besonderen Herausforderungen personell besser auszustatten. Nicht bis zum Jahr 2019 warten
„Es gibt keinen Grund mit einer besseren personellen Ausstattung bis zum Jahr 2019 zu warten. Je länger das Bildungsministerium damit zögert, desto länger werden Kinder und Jugendliche um Bildungschancen gebracht und Lehrkräfte weiterhin weit über ihre Kräfte hinaus beansprucht“, nahm die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Montag, 22. Januar 2018 in Kiel zu Plänen der Bildungsministerin Stellung. 

Arbeit oberhalb der Belastungsgrenze
Sie verwies darauf, dass die Lehrkräfte überall, aber ganz besonders an den Schulen mit besonderen Herausforderungen in ihrer Arbeit über die Belastungsgrenzen hinausgingen. Deshalb müsse in einem ersten Schritt die Arbeitszeit dieser Lehrkräfte gesenkt werden. Aus Sicht der GEW-Landesvorsitzenden bieten sich dafür mehrere Wege an: eine konkrete Pflichtstundensenkung, die Einführung einer Klassenlehrerstunde oder die Einrichtung eines Entlastungspools an Stunden für die gesamte Schule.

Arbeit schwieriger
„Wie auch immer: Es muss auf jeden Fall endlich gehandelt werden! Denn die Arbeit an den Schulen mit besonderen Herausforderungen ist ungleich schwieriger als an den übrigen Schulen. Lehrkräfte benötigen dort viel mehr Zeit für Gespräche mit Eltern, Kindern und Jugendamt. Höheren Aufwand erfordert ebenfalls der differenzierende Unterricht mit einer sehr gemischten Schülerschaft“, sagte Astrid Henke.

Richtig: Mehr gebundene Ganztagsschulen
Zustimmung gibt es von der GEW für die Idee der Bildungsministerin, mehr gebundene Ganztagsschulen einrichten zu wollen. Für die GEW ist das „ein richtiger Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit“.

 

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Presse Schleswig-Holstein
news-13229 Tue, 16 Jan 2018 14:09:25 +0100 Beamtenstreik - Verfassungsgericht verhandelt auch über Fall aus dem Norden https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/beamtenstreik-verfassungsgericht-verhandelt-auch-ueber-fall-aus-dem-norden/ Am Mittwoch, 17. Januar 2018 verhandelt das Bundesverfassungsgericht über das Streikverbot für Beamtinnen und Beamte. Dabei wird auch der Fall einer Grundschullehrerin aus Schleswig-Holstein aufgerufen, die mit Unterstützung der GEW klagt. Rund 2.000 Lehrkräfte streikten
Rund 2.000 verbeamtete Lehrkräfte hatten im Juni 2010 gegen eine Pflichtstundenerhöhung gestreikt. Wegen der Teilnahme an diesem Beamtenstreik erhielten sie vom Bildungsministerium einen Disziplinarverweis. Gegen diesen Verweis erhoben mehrere Kolleginnen und Kollegen stellvertretend für alle anderen Betroffenen mit Unterstützung der GEW Klage. Nach einem langen Weg durch die juristischen Instanzen bleibt davon nun ein Fall vor dem Bundesverfassungsgericht nach.  

Streikrecht ist ein Grundrecht
„Das Streikrecht ist ein Grundrecht. Es gibt keinen Grund dieses elementare Recht den Beamtinnen und Beamten vorzuenthalten. Auch Beamtinnen und Beamte haben ein Recht auf faire Chancen, um mit der Landesregierung auf Augenhöhe die Arbeitsbedingungen aushandeln zu können. Bisher unterliegen sie dem Diktat der Landesregierungen“,  sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am heutigen Dienstag (16. Januar 2018) in Kiel.

Streik letztes Druckmittel
Streikwellen sieht sie nicht auf die Schulen zukommen, falls das Verfassungsgericht im Sinne der GEW urteilen sollte. „Der Streik ist bei allen Gewerkschaften immer nur das letzte Druckmittel. Auch bei angestellten Lehrkräften ist die GEW mit diesem Instrument bisher immer sehr verantwortungsbewusst umgegangen. Insofern wird unser Rechtsstaat es auch überleben, wenn beamtete Lehrerinnen und Lehrer die Arbeit niederlegen, um beispielsweise Arbeitszeitverlängerungen abzuwenden oder für bessere Arbeitsbedingungen zu streiten.“

Deutschland verstößt gegen internationales Recht
Die GEW-Landesvorsitzende verwies darauf, dass Deutschland nach Auffassung der GEW mit dem bisherigen Streikverbot für Beamtinnen und Beamte gegen internationales auch Deutschland bindendes Recht verstoße. „Das Beamtenrecht muss weiterentwickelt und neu interpretiert werden. Wir dürfen nicht bei den sogenannten hergebrachten Grundsätzen des Berufsbeamtentums, die teilweise auf das 19. Jahrhundert zurückgehen, stehenbleiben“, führte Astrid Henke aus. 

 

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 16.01.2018

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Bildungsbereiche Schule Beamte Presse Schleswig-Holstein
news-13230 Fri, 12 Jan 2018 13:41:43 +0100 Wann kommen bessere Arbeitsbedingungen in den Kindertagesstätten? https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/wann-kommen-bessere-arbeitsbedingungen-in-den-kindertagesstaetten-1/ Land und Kommunen haben sich gestern (11. Januar 2018) auf ein umfangreiches Finanzpaket geeinigt. Danach erhalten Städte und Gemeinde mehr Geld zur Finanzierung von Kindertagesstätten. Die GEW bemängelt, dass nicht klar ist, wie sich aus dieser neuen Finanzverteilung bessere Rahmenbedingungen für die Kindertagesstätten erwachsen sollen.

„Wir gönnen Städten und Gemeinden von ganzem Herzen mehr Geld in den Kassen. Für uns stehen aber bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und mehr Bildungsqualität in den Kindertagesstätten an erster Stelle. Die scheinen aber bei diesem Finanzdeal keine Rolle gespielt zu haben“, äußerte sich die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Freitag, 12. Januar 2017 zur Vereinbarung von Land und Kommunen. 

Die Beschäftigten in den Kindertagesstätten litten unter schlechten Arbeitsbedingungen. Überforderungen seien an der Tagesordnung, beschrieb Astrid Henke die gegenwärtige Situation. „Erzieherinnen und Erzieher sowie die anderen sozialpädagogischen Fachkräfte können nicht länger am Limit arbeiten. Wir brauchen endlich einen besseren Fachkraft-Kind-Schlüssel, zum Beispiel durch die Festschreibung von zwei Fachkräften pro Elementargruppe, und zwar am Vormittag genauso wie am Nachmittag. “ Darüber hinaus machte sich die GEW-Landesvorsitzende für mehr Vor- und Nachbereitungszeiten sowie Leitungszeiten stark.

Verantwortlich: Bernd Schauer, 12.01.2018
Bei Nachfragen: 0175-2622987

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Kita Bildung weiter denken Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Gute Arbeit Presse Schleswig-Holstein
news-13185 Fri, 12 Jan 2018 09:02:43 +0100 Keine Ahnung oder gelogen? Ministerium zu nichtausgebildeten Lehrkräften https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/keine-ahnung-oder-gelogen-ministerium-zu-nichtausgebildeten-lehrkraeften/ Tricksereien und Dehnungen der Wahrheit sind bei Antworten der Landesregierung auf Kleine Anfragen nicht unüblich. Jüngste Antworten des Bildungsministeriums zum Unterricht durch nichtausgebildete Lehrkräfte übertreffen aber weit das Normalmaß. Lehrerinnen und Lehrer ohne Ausbildung unterrichten in Schleswig-Holstein im Umfang von mehr als 900 Stellen (Landtagsdrucksache 19/419). Das steht in der Antwort des Bildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Martin Habersaat (SPD). Da diese Personen in der Regel nicht auf vollen Stellen arbeiten, dürften mehr als 2.000 Personen ohne Lehramtsausbildung in den Schulen tätig sein.   

Nichtausgebildete Lehrkräfte müssen absolute Ausnahme bleiben
„Nichtausgebildete Lehrkräfte dürfen in der Schule nur eine absolute Ausnahme bleiben. Sonst droht die Qualität der Bildung in erheblichem Maße zu leiden“, sagte  Astrid Henke, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Donnerstag, 11. Januar 2018 dazu in Kiel.

Nichtausgebildete Lehrkräfte erhalten keine Vorbereitung und Unterstützung
Richtig auf die Palme bringen die GEW-Landesvorsitzende die Antworten der Landesregierung zur Unterstützung der nichtausgebildeten Lehrkräfte in den Schulen: „Was das Bildungsministerium antwortet, hat mit der Realität in den Schulen nichts, aber auch wirklich gar nichts zu tun. Weder gibt es eine Vorbereitung der nicht ausgebildeten Personen, noch gibt es eine Begleitung dieser Personen durch Ausbildungslehrkräfte. Das Ministerium weiß nämlich nicht einmal, ob an den jeweiligen Schulen Ausbildungslehrkräfte arbeiten. Fehlanzeige auch bei der Mentorenschaft in den zu unterrichtenden Fächern“, sagte die Gewerkschafterin.

Notmaßnahmen erforderlich
Statt das Problem abzustreiten und zu verharmlosen, erwartet die GEW von der Bildungsministerin umgehend die Einleitung von Notmaßnahmen. Konkret forderte Astrid Henke:

•          Qualifikationen für alle nicht voll ausgebildeten Lehrkräfte

•          Zeitressourcen für die Kollegien zur Unterstützung bzw. für das Mentoring

•          Intensivierung von Quereinsteigerprogrammen in ausgewählten Fächern/Lehrämtern

Beruf muss attraktiver werden
„Notmaßnahmen reichen aber allein nicht aus“, so die GEW-Landesvorsitzende. „Der Beruf der Lehrerin und des Lehrers muss einfach wieder attraktiver werden, zum Beispiel durch eine Absenkung der Arbeitsbelastung und eine Anhebung der Besoldung für Grundschullehrkräfte auf A13.“


Verantwortlich: Bernd Schauer, 11.01.2018
 

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Bildungsbereiche Schule Thema Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem LehrerInnenbildung Presse Schleswig-Holstein
news-13115 Tue, 19 Dec 2017 12:44:09 +0100 Berufliche Bildung: Schlechte Chancen für Schleswig-Holsteins Jugendliche https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/berufliche-bildung-schlechte-chancen-fuer-schleswig-holsteins-jugendliche/ Ausbildungsplatzsuche ist für Jugendliche in Schleswig-Holstein schwerer als woanders. Das zeigt der Ländermonitor Berufliche Bildung der Bertelsmann-Stiftung. Die GEW appelliert an Arbeitgeber ihrer Verantwortung gerecht zu werden. 2.000 Ausbildungsplätze seit 2008 abgebaut
Jugendliche auf Ausbildungsplatzsuche haben in Schleswig-Holstein schlechtere Karten als in anderen Bundesländern. 2.000 Ausbildungsplätze haben die Arbeitgeber im nördlichsten Bundesland seit dem Jahre 2008 abgebaut. Obwohl die Wirtschaft boomt, stieg der Anteil erfolgloser Ausbildungsplatznachfragen bei uns im Norden von 14 Prozent auf 17 Prozent. Im gleichen Zeitraum sank er im Bundesdurchschnitt von 17 Prozent auf 13 Prozent.

GEW für mehr Ausbildungsplätze in Zukunftsberufen
„Die jungen Menschen in Schleswig-Holstein brauchen mehr Ausbildungsplätze, am besten in Zukunftsberufen. Unsere Gesellschaft ist auf hochqualifizierte Fachkräfte angewiesen. Weder aus sozialen noch aus ökonomischen Gründen können wir es uns erlauben, jungen Leuten die Chance auf eine Ausbildung zu verwehren“, nahm Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, am Dienstag, 19. Dezember 2017 zu den Ergebnissen des Ländermonitor Berufliche Bildung von der Bertelsmann-Stiftung Stellung.  

Arbeitgeber müssen ihrer Verantwortung stärker gerecht werden
„Die Arbeitgeber müssen endlich ihrer Verantwortung in stärkerem Maße gerecht werden. Obwohl sie stets den Eindruck eines „Ausbildungsparadieses“ erwecken und vor Fachkräftemangel warnen, nutzten sie die gute wirtschaftliche Lage nicht, um ein deutliches Plus an Ausbildungsplätzen zu schaffen. Das geht gar nicht“, so die Gewerkschafterin. „Stattdessen dürfen wir uns immer wieder die Litanei von angeblich nicht ausbildungsreifen und ausbildungswilligen Jugendlichen anhören. Dabei wird doch niemand im Ernst behaupten, dass die Jugendliche in Schleswig-Holstein dümmer und desinteressierter als in anderen Bundesländern sind.“

Politik mit sich selbst beschäftigt
Nach Auffassung der GEW-Landesvorsitzenden strandeten immer noch zu viele Jugendliche im sogenannten Übergangssystem. „Statt aber dieses Problem energisch anzugehen, reißt die Landesregierung  die Verantwortung für die Berufliche Bildung auseinander. Weder der Transfer der Beruflichen Bildung vom Bildungs-  ins Wirtschaftsministerium noch die nicht zu Ende gedachte Gründung des sogenannten SHIBBs (Schleswig-Holsteinisches Institut für Berufliche Bildung) bringt Jugendliche in Ausbildung.“

 

    

 

 

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Bildungsbereiche Berufliche Bildung Thema Gesellschaftspolitik Bildungsgerechtigkeit Bildungssystem Presse Schleswig-Holstein
news-13088 Thu, 14 Dec 2017 16:31:06 +0100 Schleswig-Holstein: Oben auf der Landkarte, unten bei den Bildungsausgaben https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/schleswig-holstein-oben-auf-der-landkarte-unten-bei-den-bildungsausgaben/ Auf der Landkarte ist Schleswig-Holstein in Deutschland ganz oben. Ganz anders bei den Bildungsausgaben. Da liegt das nördlichste Bundesland ganz unten. Das belegt der neueste Bildungsfinanzbericht des Statistischen Bundesamtes. Ausgaben weit unter dem Bundesdurchschnitt
Schleswig-Holstein lässt sich danach die Ausbildung einer Schülerin oder eines Schülers an allgemeinbildenden öffentlichen Schulen durchschnittlich 5.800 Euro pro Jahr (2014) kosten. Das sind 900 Euro weniger als der Bundesdurchschnitt, der 6.700 Euro beträgt. Thüringen, Spitzenreiter unter den Flächenländern, gibt sogar 8.300 Euro pro Schülerin/Schüler aus. 2.500 Euro mehr als Schleswig-Holstein!

Rote Laterne auch bei den Personalausgaben
Bei den Personalausgaben sieht es nicht besser aus. Hier hält Schleswig-Holstein mit 4.800 Euro die Rote Laterne (Bundesdurchschnitt: 5.500 Euro). An der Spitze steht Thüringen mit 7.200 Euro. Selbst Nordrhein-Westfalen, jahrelang gemeinsames Schlusslicht mit Schleswig-Holstein, konnte sich jetzt absetzen. Das größte Bundesland gibt 5.100 Euro pro Schüler/Schülerin pro Jahr aus.

Schleswig-Holstein investiert zu wenig in Bildung
„Die Zahlen sind absolut deprimierend. Deutschland investiert schon weniger in Bildung als die meisten europäischen Länder. Und innerhalb Deutschlands bleibt Schleswig-Holstein Jahr für Jahr wie festgeklebt auf dem letzten Platz. Zwar ist Geld nicht alles, trotzdem ist klar: Die unzureichende finanzielle Ausstattung erschwert Schülerinnen und Schülern den Bildungserfolg. Bei Lehrerinnen und Lehrern führt sie zu einer zu hohen Arbeitsbelastung“, kommentierte Bernd Schauer, Landesgeschäftsführer der Bildungsgewerkschaft GEW, am Donnerstag, 14.12.2017 in Kiel die neuesten Zahlen aus Wiesbaden. Trotz einiger positiver Ansätze reichten die im Landeshaushalt für das Jahr 2018 bereit gestellten Mittel für die Bildung bei weitem nicht aus, um Schleswig-Holstein den anderen Bundesländern bei den Bildungsausgaben wirkungsvoll näher zu bringen. 

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 14.12.2017

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Schule Bildung weiter denken Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Presse Schleswig-Holstein
news-13010 Fri, 08 Dec 2017 15:11:54 +0100 Inklusion: Landesrechnungshof stützt GEW-Forderung nach mehr Stellen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/inklusion-landesrechnungshof-stuetzt-gew-forderung-nach-mehr-stellen/ Um an den Schulen in Schleswig-Holstein die sonderpädagogische Förderung sicherzustellen, fehlen 1568 Stellen. Das sagt der Landesrechnungshof und stützt damit jahrelange Forderungen der GEW. 1568 Stellen fehlen
Seit vielen Jahren setzt sich die Bildungsgewerkschaft GEW für eine bessere personelle Ausstattung der Inklusion an den Schulen in Schleswig-Holstein ein. Jetzt erhält sie Unterstützung von unerwarteter Seite. Der Landesrechnungshof hat nämlich festgestellt, dass 1568 Lehrerstellen fehlen, um an den Schulen die sonderpädagogische Förderung sicherzustellen. „Landesrechnungshof und GEW liegen bei Berechnungen ja nicht oft auf einer Linie. Deshalb erfüllt es uns natürlich mit einer gewissen Genugtuung, dass der Landesrechnungshof unsere jahrelange Forderung nach zusätzlichen Stellen für Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen mit seinem Bericht untermauert“, äußerte sich die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zum Rechnungshofbericht. 

Schlappe Zielmarken von Jamaika
Die bisherigen Pläne der schwarz-grün-gelben Regierungskoalition reichen aus ihrer Sicht nicht aus, um die sonderpädagogische Förderung in Regelschulen und Förderzentren zu stärken. „Die Jamaika-Koalitionäre wollen innerhalb von sieben Jahren nur rund ein Drittel der benötigten Sonderschullehrerinnen und –lehrer einstellen. Das ist einfach zu wenig. Mit dieser schlappen Zielmarke dürfen wir uns nicht zufrieden geben. Schließlich geht es um Kinder und Jugendliche, die Anspruch auf sonderpädagogische Förderung haben“, so Astrid Henke wörtlich.

Schaffung neuer Stellen reicht nicht
Mit der Schaffung von Stellen allein sei es aber nicht getan, denn Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen fehlten an allen Ecken und Kanten, sagte die GEW-Landesvorsitzende. Um dem Mangel abzuhelfen, plädierte sie für:

  • die Bereitstellung von höheren Ausbildungskapazitäten,
  • die Etablierung eines qualifizierenden weiterbildenden Studiums während der Arbeitszeit für Lehrkräfte anderer Schularten,
  • die Schaffung besserer Arbeitsbedingungen, zum Beispiel durch die Einführung von Kooperationsstunden für Grundschulen und Gemeinschaftsschulen.

Bessere Arbeitsbedingungen müssen obenan stehen
„Wir müssen die Arbeitsbedingungen in Schleswig-Holstein für Sonderpädagoginnen und –pädagogen so attraktiv gestalten, dass alle Lust haben, in Schleswig-Holstein zu bleiben oder nach Schleswig-Holstein zu kommen.“

Zustimmung findet bei der GEW-Landesvorsitzenden der Vorschlag des Landesrechnungshofs die Prävention in den Grundschulen unabhängig vom festgestellten Förderbedarf zu stärken. Das sei ein guter Ansatz, dürfe aber nicht zu Lasten der Kinder in den Förderzentren oder in den Gemeinschaftsschulen gehen. Interessant sei auch die Anregung des Rechnungshofs, Modelle für Schulbegleitung und Schulassistenz zu entwickeln.

 

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 08.12.2017

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Schule Gesellschaftspolitik Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Inklusion Gute Arbeit Presse Schleswig-Holstein
news-13008 Thu, 07 Dec 2017 16:14:29 +0100 Bildungspaket: Gut für G9, zu spät für Schulen mit besonderen Herausforderungen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/bildungspaket-gut-fuer-g9-zu-spaet-fuer-schulen-mit-besonderen-herausforderungen/ Zu spät kommen für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die zusätzlichen Mittel für Schulen mit besonderen Herausforderungen. Für die GEW drohen hier verschenkte Jahre, die zu Lasten von SchülerInnen und LehrerInnen gehen. Bildungschancen bleiben auf der Strecke
„Diese Schulen brauchen schon jetzt bessere Bedingungen. Bis zum Jahr 2020 können dort weder Schülerinnen und Schüler, noch Lehrerinnen und Lehrer warten. Das sind verschenkte Jahre. Bildungschancen werden weiterhin auf der Strecke bleiben, Überlastungen der Lehrkräfte an der Tagesordnung“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Donnerstag, 7. Dezember 2017 in Kiel. Sie bezog sich dabei auf Ankündigungen der Regierungsfraktionen vom gestrigen Tage. 

Sofort mehr Stellen für Schulen mit besonderen Herausforderungen
Nach Auffassung der GEW-Landesvorsitzenden muss mit der zusätzlichen Unterstützung nicht bis zum Vorliegen eines detaillierten Gesamtkonzepts gewartet werden. „Fangen Sie mit der Förderung schon zum kommenden Schuljahr an!“, appellierte sie an die Jamaika-Koalitionäre. 

Konkret forderte Astrid Henke:

  • eine zusätzliche Lehrerstelle für jede Schule, an der mindestens 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen einen Migrationshintergrund haben oder der Anteil von Kindern und Jugendlichen  mit sonderpädagogischem Förderbedarf mindestens 10 Prozent beträgt (Grundschulen  4 Prozent). An Schulen mit insgesamt weniger als 200 Schülerinnen und Schülern könnte mit einer halben Stelle begonnen werden.
  • eine zusätzliche halbe Stelle für Schulentwicklung an den Schulen, an denen der Anteil an Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund mehr als 30 Prozent beträgt

Positiv: Stellen für Umstellungsprozess von G8 auf G9
Positiv bewertete die GEW-Landesvorsitzende, dass die Jamaika-Koalition den Gymnasien zusätzliche Stunden für den Umstellungsprozess von G8 auf G9 bereitstellen will. „Wir finden es richtig, den Gymnasien für neue Aufgaben im Zuge der Umstellung zusätzliche Stunden zu geben“, so Astrid Henke. Das müsse jedoch für alle Schulen gelten, die sich mit neuen Aufgaben konfrontiert sähen. Aktuell im Auge hat die Gewerkschafterin dabei vor allem die Schulen, die in besonderem Maße den Unterricht für geflüchtete und zugewanderte Kinder und Jugendliche zu gestalten haben. Ebenso seien die Schulen zu entlasten, die gegenwärtig von einem Augenblick auf den anderen den Unterricht in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes für Geflüchtete konzipieren müssen.

Sechste Differenzierungsstunde an Gemeinschaftsschullassen zurückgeben
Aus Sicht der GEW wird die Rückkehr von G8 zu G9 den Andrang von Schülerinnen und Schülern auf die Gymnasien weiter forcieren. „Um dem entgegen zu wirken, halten wir es für dringend erforderlich, für die Gemeinschaftsschulen wieder bessere Startbedingungen zu schaffen“, so Astrid Henke.  Konkret fordert sie die Wiedereinführung der sechsten Differenzierungsstunde für jede Gemeinschaftsschulklasse. Diese Anzahl gab es auch beim Start der Gemeinschaftsschulen, um Schülerinnen und Schüler besser fördern zu können.

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Schule Bildung weiter denken Migration Gesellschaftspolitik Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Presse Schleswig-Holstein
news-12953 Thu, 30 Nov 2017 16:12:50 +0100 GEW bei Anhörung im Bildungsausschuss: Konturen von G9 bleiben völlig nebulös https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-bei-anhoerung-im-bildungsausschuss-konturen-von-g9-bleiben-voellig-nebuloes/ Zu viele Unklarheiten bei der Wiedereinführung von G9 bemängelte die GEW bei der Anhörung im Bildungsausschuss des Landtages am 30. November 2017 in Kiel. Negative Folgen bei den Kosten und für die Gemeinschaftsschulen würden ausgeblendet. Beteiligte sollen Katze im Sacke kaufen
„Bei der geplanten Rückkehr von G8 zu G9 an den Gymnasien ist vieles noch völlig nebulös“, sagte Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW am Donnerstag, 30. November 2017 in Kiel bei der Anhörung durch den Bildungsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtags zum entsprechenden Gesetzentwurf. „Im Grunde genommen ist es die berühmte Katze im Sack, die Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern, aber auch Schulträger hier kaufen sollen.“

Viele Fragen, kaum Antworten
Es bleibe unklar, unter welchen Bedingungen G9 in Zukunft umgesetzt werden solle, so die Gewerkschafterin. „Wann soll die zweite Fremdsprache starten? Wie hoch ist die Stundenzuweisung? Was wird aus Ganztagsbereich und Mittagstisch? Wer trägt die Kosten für erforderliche neue Schulbücher und zusätzlich benötigte Klassenräume? Wie viele Lehrerstellen werden gebraucht? Welche Folgen gibt es für andere Schularten durch veränderte Schülerströme? Viele Fragen, kaum Antworten.“

Harsche Kritik an CDU-Wirtschaftsrat
Harsche Kritik übte Astrid Henke an Vorschlägen des CDU-Wirtschaftsrates zur Einführung von Eingangstests an Gymnasien. „Es ist erschreckend, dass im Jahr 2017 ein derartiger Vorschlag ernsthaft vorgetragen wird. Den Bildungsgang von der Tagesform eines zehnjährigen Kindes abhängig zu machen  - das ist ein krasser Rückschritt in die sechziger Jahre. Diese Prüfungen wurden in Schleswig-Holstein Anfang der siebziger Jahre zu Recht abgeschafft. Übrigens von einer CDU-Landesregierung.“ Es bleibe doch sehr zu hoffen, dass es sich hier um eine „reaktionäre Einzelmeinung“ handele.  

GEW für zweite Fremdsprache ab Klassenstufe 7
Für einen entscheidenden Punkt bei der Rückkehr zu G9 hält die GEW den Zeitpunkt des Beginns der zweiten Fremdsprache. „Die zweite Fremdsprache sollte erst wieder in der siebenten Klassenstufe beginnen“, schlug Astrid Henke vor. Der frühere Beginn der zweiten Fremdsprache bei G8 sei für viele Schülerinnen und Schüler ein großes Problem gewesen. Auch um die Durchlässigkeit des Bildungssystems zu erhalten, sei der Beginn in der siebenten Klassenstufe zwingend erforderlich. Nur dann sei in Zukunft noch ein Wechsel für Schülerinnen und Schüler von Gemeinschaftsschulen zum Gymnasium möglich.

Keine faktenbasierte Diskussion
Die GEW-Landesvorsitzende bedauerte, dass die Regierungsfraktionen sich bei der Diskussion nicht an wissenschaftlichen Fakten orientierten. „Entscheidungen des Landtages sollten faktenbasiert sein. Der hier vorgelegte Gesetzentwurf ist es leider nicht. Jedenfalls basiert er nicht auf nachvollziehbaren Fakten. Wissenschaftliche Kriterien für eine Verlängerung des gymnasialen Bildungsweges gibt es nämlich nicht, wie uns die Studie von Professor Köller vom Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) zeigt.“ Übrigens werde es aller Wahrscheinlichkeit nach auch keinen von der Rückkehr zu G9 ausgelösten Run auf Sportvereine, Musikschulen und Jugendfeuerwehren geben. Die Zeiten und damit auch das Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen hätten sich schlichtweg geändert.

Zu hohe Hürde für Schulkonferenzen
Astrid Henke erneuerte ebenfalls ihre Kritik an der hohen Hürde für die Schulen von 75 Prozent für den Verbleib bei G8. „Wenn der Landtag den Schulkonferenzen Mitsprache ermöglichen will -  dann richtig. Das heißt: einfache Mehrheit in der Schulkonferenz. Wenn keine Mitsprache gewünscht ist, dann sollte der Landtag dazu auch stehen.“

 

Foto: Finn Blunck

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Schule Bildungssystem Presse Schleswig-Holstein
news-12926 Tue, 28 Nov 2017 15:55:56 +0100 Aufstiegs-BAFöG für angehende ErzieherInnen - Pragmatische Lösung sinnvoll https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/aufstiegs-bafoeg-fuer-angehende-erzieherinnen-pragmatische-loesung-sinnvoll/ Die GEW hält den pragmatischen Ansatz von Bildungsministerin Karin Prien für die Finanzierung des dritten Ausbildungsjahrs bei angehenden ErzieherInnen für sinnvoll. Lösungen dürften aber nicht zu Lasten von Lernenden und Lehrenden gehen. Aufatmen bei angehenden ErzieherInnen
„Bei den betroffenen Schülerinnen und Schülern in Schleswig-Holstein wird die Ankündigung für Aufatmen sorgen. Es ist gut, dass die Bildungsministerin die Probleme von angehenden Erzieherinnen und Erziehern mit der Finanzierung ihres dritten Ausbildungsjahres pragmatisch lösen will“, kommentierte Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW am Dienstag, 28. November 2017 in Kiel die heutige Presseerklärung von Bildungsministerin Karin Prien.

Lösungen nicht zu Lasten von Lernenden und Lehrenden
Aus Sicht der GEW dürften die Lösungen jedoch nicht zu Lasten von Lernenden und Lehrenden gehen. Die Qualität der Ausbildung müsse ebenfalls in vollem Umfang erhalten bleiben, so die GEW-Landesvorsitzende. Als „wenig sinnvoll“ erachtete sie die Idee, Praktika in den Ferien auszuweiten, während die meisten Einrichtungen geschlossen hätten.    

Aufstiegs-BAFöG für gesamte Ausbildung sichern
Astrid Henke plädierte dafür, die Finanzierung der schulischen Weiterbildung an den Fachschulen für Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege generell so zu regeln, dass das Aufstiegs-BAFöG (Meister-BAFöG) für die gesamte Ausbildungszeit von bis zu 36 Monaten für die Lernenden gesichert ist. Die Ausbildungsförderung müsse dabei den Lerninhalten und dem besonderen Theorie-Praxis-Verhältnis der Fachschulen untergeordnet sein. Maßgaben der Kultusministerkonferenz zu den Anforderungen an die Ausbildung dürften dabei nicht auf der Strecke bleiben.

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 28.11.2017

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Kita Berufliche Bildung Bildungsfinanzierung Presse Schleswig-Holstein
news-12905 Fri, 24 Nov 2017 12:48:55 +0100 GEW-Aktion gegen Lehrkräftemangel vor dem Bildungsministerium https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-aktion-gegen-lehrkraeftemangel-vor-dem-bildungsministerium/ Bei einer Aktion hat die GEW heute am Freitag, den 24.11.2017 mit rund einhundert Pappkameradinnen und -kameraden vor dem Kieler Bildungsministerium auf den in Schleswig-Holstein herrschenden Mangel an qualifizierten Lehrkräften aufmerksam gemacht. "Ich bin Mathelehrerin und fehle an einer Grundschule!“
Dieser Satz prangt auf der Brust einer lebensgroßen Pappkameradin. Bei dem Pappkameraden daneben heißt es: „Ich bin Sonderschullehrer und fehle in der Inklusion!“ Nach demselben Muster präsentieren sich rund einhundert fehlende Pappkameradinnen und -kameraden auch für Gymnasien, Gemeinschaftsschulen und Berufliche Schulen vor dem Kieler Bildungsministerium. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sie dort am Freitag, 24.11.2017 aufgestellt, um auf den auch in Schleswig-Holstein herrschenden Mangel an qualifizierten Lehrkräften aufmerksam zu machen. 

11.528 Schulstunden durch nicht-ausgebildete Lehrkräfte
Die Zahlen der Landesregierung haben es in sich: 29.545 Unterrichtsstunden werden an den Grundschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien in Schleswig-Holstein pro Woche von Personen ohne Zweite Staatsprüfung gegeben. In 11.528 Stunden stehen sogar Personen ohne jegliche Lehramtsausbildung vor den Klassen. Viel zu viele, findet die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke. Die Qualität von Bildung drohe dabei auf der Strecke zu bleiben.

Länder haben Lehrkräftemangel verschlafen
„Die Länder haben in den vergangenen Jahren den Lehrkräftemangel verschlafen. Sie haben sich von ihren eigenen alten Zahlen und Prognosen einlullen lassen, sei es aus Bequemlichkeit oder um aus finanziellen Gründen weniger Lehrerinnen und Lehrer einstellen zu müssen. Das rächt sich jetzt“, sagte die GEW-Landesvorsitzende in einer kurzen Rede vor etwa 50 Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern. „Schleswig-Holstein braucht mehr ausgebildete junge Lehrerinnen und Lehrer.  Vor allem an Grundschulen und Sonderschulen sieht es zunehmend schlecht aus, Lehrerstellen mit ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern zu besetzen.

700 Stellen mit Personen ohne Lehramtsausbildung besetzt
Die Lücken würden überwiegend mit Menschen gefüllt, die kein Lehramtsstudium abgeschlossen hätten oder über andere Lehramtsausbildungen verfügten, berichtete Astrid Henke. In Schleswig-Holstein seien gegenwärtig etwa 700 Stellen auf diese Art und Weise besetzt. „Ein mehr als problematischer Weg! Lautet die Botschaft doch: Lehrerin kann jede, Lehrer kann jeder. Wenn Zahnärzte fehlen, käme doch auch kein Mensch auf die Idee, diese durch Tierärzte zu ersetzen. Grundschulkinder würden aber heute teilweise von Latein-, Geschichts- oder Französischlehrerinnen und -lehrern in Deutsch, Mathe und HSU (Heimat- und Sachunterricht) unterrichtet.“

Appell an Bildungsministerin
Vor diesem Hintergrund appellierte Astrid Henke direkt an Bildungsministerin Karin Prien: „Geben Sie den Kindern und den Lehrerinnen und Lehrern  eine Chance! Sorgen Sie umgehend für eine berufsbegleitende Qualifikationen und ein Mentoringprogramm! Schaffen Sie attraktivere Bedingungen durch A13 in den Grundschulen und bessere Arbeitsbedingungen!“

Beruf muss wieder attraktiver werden
Um Zustände wie in Sachsen und Berlin zu vermeiden, wo teilweise nur noch ein Fünftel der zu besetzenden Stellen mit dafür ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern besetzt werden könnten, müsse auch Schleswig-Holstein mehr tun, sagte die GEW-Landesvorsitzende. „Unser Beruf muss einfach wieder attraktiver werden, damit mehr junge Menschen als bisher Lehrerin oder Lehrer werden wollen.“

GEW macht Vorschläge
Konkret schlug die GEW-Landesvorsitzende ein Bündel an Maßnahmen vor:

  • Bedarfsanalyse und entsprechende Erhöhung der Studienplätze
  • Erhöhung der Plätze für den Vorbereitungsdienst
  •  Anhebung der Besoldung für Grundschullehrkräfte auf A13 (Angestellte E13)
  • Senkung der Arbeitsbelastungen
  • Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes für Beamtinnen und Beamte

Ideen für Notmaßnahmen
Als Notmaßnahmen für die vom aktuellen Lehrkräftemangel betroffenen Schulen forderte Astrid Henke abschließend:

  • Qualifikationen für alle nicht voll ausgebildeten Lehrkräfte
  • Zeitressourcen für das Kollegium zur Unterstützung bzw. für das Mentoring
  • Intensivierung von Quereinsteigerprogrammen in ausgewählten Fchern/Lehrämtern

 

Und auch in Itzehoe hat es eine GEW-Aktion zu dem Thema gegeben.

Fotos: Ulf Stephan - Arbeiterfotografie

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news-12891 Wed, 22 Nov 2017 17:26:17 +0100 GEW: 400 neue Stellen für Lehrerinnen und Lehrer ein gutes Signal https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-400-neue-stellen-fuer-lehrerinnen-und-lehrer-ein-gutes-signal/ Als "sinnvolle und notwendige Investition in die Bildung in Schleswig-Holstein" bezeichnete die GEW die Schaffung von 400 neuen Stellen für Lehrerinnen und Lehrer. Dennoch bleibe noch viel zu tun. „400 neue Stellen für Lehrerinnen und Lehrer im Haushaltsentwurf für das Jahr 2018 sind eine sinnvolle und notwendige Investition in die Bildung in Schleswig-Holstein. Das ist eine gute Maßnahme der Landesregierung. Unser ständiges Drängen hat sich also gelohnt. Vor allem die Schulen mit besonderen Herausforderungen warten dringend auf eine bessere personelle Ausstattung“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Mittwoch, 22. November 2017  in Kiel zum gestern von der Landesregierung präsentierten Haushaltsentwurf.  „Wir befürchten allerdings, dass für diese Stellen nicht genügend ausgebildete Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung stehen werden. Jahrelang wurde der sich abzeichnende Mangel an Lehrkräften bundesweit verschlafen. Jetzt ist der Mangel da und gefährdet die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen.“

Zustimmung gab es von der Bildungsgewerkschaft für die Bereitstellung von fünf Millionen Euro für die Sprachförderung in den Kindertagesstätten. „Hier warten wir allerdings darauf, dass die Landesregierung die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Kitas konkret in Angriff nimmt. Zwei Fachkräfte pro Gruppen halten wir erforderlich, und zwar auch am Vormittag. Dafür muss Geld locker gemacht werden“, verlangte die Gewerkschafterin.    

Bei aller Anerkennung für die genannte positiven Maßnahmen, machte Astrid Henke aber auch deutlich, dass im Bildungsbereich noch viel mehr getan werden müsse. Als Beispiele nannte sie die überfällige Bezahlung der Grundschullehrkräfte nach A13, die viel zu hohen Arbeitsbelastungen an den Schulen, die Unterfinanzierung der Hochschulen und die Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes für Beamtinnen und Beamte.

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Presse Schleswig-Holstein
news-12866 Mon, 20 Nov 2017 16:29:59 +0100 GEW macht mobil für A13 an Grundschulen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-macht-mobil-fuer-a13-an-grundschulen/ "Schluss mit der Diskriminierung von Grundschullehrerinnen! A13 jetzt!" Das war die Botschaft auf einer Veranstaltung der GEW-Landesfachgruppe Grundschulen am 20.11.2017 im Neumünsteraner Gewerkschafthaus. 91 Prozent der Lehrkräfte an Grundschulen in Schleswig-Holstein sind Frauen. Im Gegensatz zu den Lehrkräften in den anderen Schularten erhalten die Lehrerinnen und Lehrer an den Grundschulen keine Besoldung nach der Gruppe A13, sondern nur nach A12. Monatlich macht das einen Unterschied von rund 400 bis 500 Euro aus. 

Für die Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW Astrid Henke ist die Sache klar: „Die Besoldungsunterschiede stellen nicht nur eine gravierende Ungerechtigkeit dar. Frauen werden auch durch die schlechtere Bezahlung mittelbar wegen ihres Geschlechts diskriminiert. CDU und FDP sollten sich an ihre Ankündigungen von vor der Landtagswahl erinnern und diesen untragbaren Zustand endlich beenden“, sagte sie auf einer GEW-Veranstaltung im Neumünsteraner Gewerkschaftshaus am Montag, 20.11.2017. „Die Pleite-Stadt Berlin und Brandenburg haben einen Anfang mit A13 gemacht. Da darf Schleswig-Holstein nicht mit einem Hinweis auf die finanzielle Lage zurückbleiben.“       

Unterstützung erhielte die Gewerkschaft von der Jura-Professorin Dr. Eva Kocher von der Europa-Universität Frankfurt/Oder. „Die Voraussetzung einer mittelbaren Diskriminierung des Geschlechts sind erfüllt, weil Frauen durch die Besoldungsregelungen in besonderer Weise nachteilig betroffen sind: der Frauenanteil unter den Grundschullehrkräften ist wesentlich größer als der Frauenanteil bei den Gymnasiallehrkräften. Und die beiden Tätigkeiten sind hinreichend vergleichbar. Die sich daraus ergebende Vermutung einer Geschlechtsbezogenheit der niedrigen Besoldung wird noch dadurch gestützt, dass sowohl die unterschiedlichen Frauenanteile als auch die unterschiedlichen Besoldungen mit Geschlechterstereotypen erklärt werden können“, führte die Juristin aus.

Astrid Henke ergänzte: „Die Zeiten, in denen der Spruch ‚Kleine Kinder – kleines Gehalt, große Kinder – großes Gehalt‘ galt, sind historisch längst überholt. An unseren Schulen wird zwar nicht überall die gleiche Arbeit gemacht, aber es wird gleichwertige Arbeit geleistet - und die muss gleich bezahlt werden!“ Es sei nicht akzeptabel, dass die Politik pädagogische Arbeit an Grundschulen geringer wertschätze als an den anderen Schularten. Das seien „Ansichten von vorgestern“, die es endlich zu überwinden gelte.

Unter dem Motto „JA13“ setzt sich die GEW gegenwärtig bundesweit für eine Anhebung der Besoldung von Grundschullehrkräften auf die Besoldungsgruppe A13 (Entgeltgruppe E13 für Angestellte) ein.

 

 

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Schule Bildung weiter denken Bildung & Geschlecht GEW Gute Arbeit Gleichstellung Recht Beamte Presse Schleswig-Holstein
news-12852 Sat, 18 Nov 2017 15:19:24 +0100 GEW-Erzieherinnentag: Erzieherinnen arbeiten am Limit - GEW für mehr Personal https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-erzieherinnentag-erzieherinnen-arbeiten-am-limit-gew-fuer-mehr-personal/ Mehr als 250 Erzieherinnen und andere sozialpädagogische Fachkräfte kamen 18.11.2017 nach Neumünster zum GEW-Fachtag für sozialpädagogische Berufe. Die GEW erneuerte dabei ihre Forderung nach zwei Fachkräften pro Elementargruppe. Arbeitsbedingungen müssen an erster Stelle stehen
„Die Beschäftigten in den Kindertagesstätten arbeiten am Limit. Deshalb müssen bei der Diskussion über die Neuregelung der Kita-Finanzierung in Schleswig-Holstein die Arbeitsbedingungen in den Kitas an erster Stelle stehen. Konkret brauchen wir zwei Fachkräfte pro Elementargruppe, und zwar nicht nur, wie geplant, am Nachmittag, sondern gerade auch am Vormittag.“ Diese Botschaft gab die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Birgit Mills Sozialminister Dr. Heiner Garg beim 23. GEW-Erzieherinnentag (Fachtag für sozialpädagogische Berufe) mit auf den Weg.
Positiv: Geld für Qualitätsverbesserungen
Grundsätzlich positiv bewertete die Gewerkschafterin die Bereitstellung von siebzig Millionen Euro für Qualitätsverbesserungen in den Kitas durch die Landesregierung in den kommenden fünf Jahren: „Es wird aber keine bessere Qualität in den Kitas geben ohne bessere Arbeitsbedingungen. Deshalb muss dieses Geld in einen besseren Fachkraft-Kind-Schlüssel, großzügigere Vor- und Nachbereitungszeiten, mehr Fortbildungstage und angemessene Leitungszeiten gesteckt werden.“ 
Gruppengrößen ausgereizt
Seit Jahren erscheine den Beschäftigten in den Kindertagesstätten ihr Arbeitsplatz als Dauerbaustelle, sagte Birgit Mills. Gruppengebäude würden geplant und gebaut, alte Gebäude saniert und energetisch renoviert, um die Rechtsansprüche der Eltern auf einen Kindertagesstättenplatz zu erfüllen. „Auf dieser Baustelle kommen die Belange der Beschäftigten jedoch zu kurz. Die Anzahl der Beschäftigten ist bei weitem nicht in dem Maße gestiegen wie erforderlich. Stattdessen werden vielerorts die Regelungen zu den Gruppengrößen ausgereizt bis zum Geht-nicht-mehr.“
Anstieg der Krankheitstage
Eine Folge dieser ständigen Überbeanspruchung  sei ein Anstieg der Krankheitstage auf 17,2 Tage pro Jahr (Studie für das Kita-Bündnis Schleswig-Holstein), führte Birgit Mills aus. Es verließen außerdem immer mehr Beschäftigte den Beruf, um der Überbeanspruchung zu entgehen. Darüber hinaus blieben Stellen unbesetzt. Mancherorts arbeiteten Kindertagesstätten unterhalb der gesetzlichen Mindeststandards.
Wie klarkommen mit Anspruch und Wirklichkeit
Die Hauptreferentin der Veranstaltung, die Berliner Pädagogik-Professorin Iris Nentwig-Gesemann, beleuchtete in ihrem Vortrag die Frage, wie sich die Frühpädagogik im Spannungsfeld zwischen Rahmenbedingungen, Professionalisierungsanspruch und Alltagswirklichkeit entwickelt.
Breites Fortbildungsangebot
Nach der Eröffnungsveranstaltung ging es in Arbeitsgruppen und Workshops um konkrete Hilfestellungen für den beruflichen und pädagogischen Alltag. Die Palette reichte in diesem Jahr von Themen wie „Die Ideale meiner pädagogischen Arbeit – wo bleiben sie im Alltag?“ über „Wie bleibe ich bei Stimme“ oder „Andere Länder – andere Sitten“ bis hin zu „Yoga mit Kindern“.
Zahlen
Zum 1. März 2016 gab es 1.754 Einrichtungen mit 110.086 Plätzen. Dort wurden 106.560 Kinder betreut. Die Anzahl der Beschäftigten betrug 21.599 Personen. Insgesamt 21.877 Kinder unter drei Jahren wurden in Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen betreut. Das entspricht einer Versorgungsquote von 30,9 Prozent (Kinder- und Jugendhilfestatistik 2016).

Foto: Archivfoto

 

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Presse Schleswig-Holstein
news-12589 Fri, 13 Oct 2017 10:52:00 +0200 Grundschulstudie: Schleswig-Holstein schneidet gut ab – Wie lange noch? https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/grundschulstudie-schleswig-holstein-schneidet-gut-ab-wie-lange-noch/ Kiel – Überwiegend gut schneidet Schleswig-Holstein bei der neuen Grundschul-Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) ab. Für die GEW ist das allerdings kein Anlass, sich zufrieden zu geben. Schule Presse Schleswig-Holstein news-12425 Thu, 21 Sep 2017 14:03:13 +0200 Zurück zu G9: 75-Prozent-Hürde muss fallen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/zurueck-zu-g9-75-prozent-huerde-muss-fallen/ "Die Hürde von 75 Prozent der abgegebenen Stimmen für den Verbleib bei G8 liegt einfach zu hoch. Das ist mehr als für eine Änderung des Grundgesetzes", sagte Astrid Henke, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Schule Bildungsqualität Presse Schleswig-Holstein news-12403 Tue, 19 Sep 2017 13:43:16 +0200 Digitalisierung an Schulen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/digitalisierung-an-schulen/ Schulen sollen Schülerinnen und Schüler auf die aktuelle Welt vorbereiten. Die altersgerechte Nutzung digitaler Medien im Unterricht ist da nur folgerichtig. Dafür müssen die Schulen aber viel besser ausgestattet sein. Schule Bildungsqualität Presse Schleswig-Holstein news-12336 Fri, 08 Sep 2017 12:58:13 +0200 Lehrermangel zum Schuljahresbeginn https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/lehrermangel-zum-schuljahresbeginn/ Zum Schuljahresbeginn fehlen an vielen Schulen qualifizierte Lehrkräfte. „So kann das doch nicht gehen. Im Krankenhaus will man ja auch nicht von Ärzten operiert werden, die noch im Studium sind und keine praktischen Erfahrungen haben." Schule Presse Schleswig-Holstein news-12335 Fri, 08 Sep 2017 12:54:12 +0200 Berufliche Bildung: Landesregierung schafft neue Probleme https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/berufliche-bildung-landesregierung-schafft-neue-probleme/ Mit dem Regierungswechsel ist in Schleswig-Holstein die Zuständigkeit für die Gründung eines schleswig-holsteinischen Instituts für Berufsbildung (SHIBB) auf das Wirtschaftsministerium übertragen worden. Die Gewerkschaften kritisieren dies deutlich. Berufliche Bildung Presse Schleswig-Holstein news-12189 Thu, 20 Jul 2017 11:45:00 +0200 G9:Zurückbeamen ins Jahr 2007 mit Jamaika? https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/g9zurueckbeamen-ins-jahr-2007-mit-jamaika/ Die Welt sah im Jahre 2007 anders aus. Die Gymnasien sahen im Jahre 2007 anders aus. Wir können doch nicht so tun, als seien die vergangenen zehn Jahre spurlos an Schleswig-Holstein vorübergegangen. Deshalb reicht es auch nicht, sich einfach nur der alten G9-Vorgaben zu bedienen. Schule Bildungsqualität Bildungssystem Gute Arbeit Presse Schleswig-Holstein news-12175 Wed, 12 Jul 2017 11:47:00 +0200 Höchste Zeit zum Umsteuern https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/hoechste-zeit-zum-umsteuern/ Wir wissen es schon längst: überall im Land fehlen Lehrkräfte - dank der Studie "Demografische Rendite ade" der Bertelsmann-Stiftung gibt es das jetzt schwarz auf weiß. Im Jahr 2030 braucht Schleswig-Holstein 2.000 Lehrkräfte mehr. Berufliche Bildung Schule Gesellschaftspolitik Bildungsfinanzierung Presse Schleswig-Holstein news-12174 Mon, 10 Jul 2017 11:45:00 +0200 Für globale Gerechtigkeit und grenzenlose Solidarität https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/fuer-globale-gerechtigkeit-und-grenzenlose-solidaritaet/ Viele GewerkschafterInnen gingen dafür friedlich beim G20-Gipfel auf die Straße. GEW Gesellschaftspolitik Internationales Privatisierung & Lobbyismus Presse Schleswig-Holstein news-12468 Fri, 23 Jun 2017 11:17:00 +0200 Krasse Fehlentscheidung: Berufliche Bildung gehört ins Bildungsministerium https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/krasse-fehlentscheidung-berufliche-bildung-gehoert-ins-bildungsministerium-1/ Die zukünftige Jamaika-Koalition will die Berufliche Bildung ins Wirtschaftsministerium verschieben. Berufliche Bildung ist aber ein öffentliches Gut, das nicht unter die Fuchtel der Wirtschaft geraten darf. Berufliche Bildung Bildungssystem Presse Schleswig-Holstein news-10315 Thu, 23 Mar 2017 15:38:00 +0100 Gespenst der "Einheitsschule" wieder da https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gespenst-der-einheitsschule-wieder-da/ Kiel – „Das Bild, das Oppositionsführer Daniel Günther (CDU) heute im Landtag von den Schulen in Schleswig-Holstein gezeichnet hat, entspricht nicht der Realität“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Donnerstag, 23. März 2017 in Kiel. „Tag für Tag mühen sich Lehrerinnen und Lehrer unter oft schwierigen Umständen durch engagierten Unterricht Schülerinnen und Schülern etwas beizubringen. Da haben sie es nicht verdient, dass der Oppositionsführer behauptet, an den schleswig-holsteinischen Schulen sei in den vergangenen Jahren der Leistungsgedanke verbannt worden.“ Presse Schleswig-Holstein Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungsqualität news-10316 Mon, 20 Mar 2017 15:37:00 +0100 Neuordnung der Kita-Finanzierung: Mehr Geld für bessere Arbeitsbedingungen nicht vergessen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/neuordnung-der-kita-finanzierung-mehr-geld-fuer-bessere-arbeitsbedingungen-nicht-vergessen/ Landesregierung und kommunale Verbände haben sich auf eine Neuordnung der Kita-Finanzierung ab 2019 geeinigt. GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke sagte dazu am Montag, 20. März 2017 in Kiel: "Eine reine Neuordnung reicht nicht. Es muss auch gleich mehr Geld locker gemacht werden für eine bessere Kita-Qualität und bessere Arbeitsbedingungen für die Erzieherinnen." Presse Schleswig-Holstein Kita news-10317 Fri, 17 Mar 2017 15:39:00 +0100 Equal Pay Day - A13 auch für Grundschullehrerinnen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/equal-pay-day-a13-auch-fuer-grundschullehrerinnen-1/ Kiel – Die gleiche Bezahlung für alle Lehrerinnen und Lehrer hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit Blick auf den Equal Pay Day am morgigen Sonnabend angemahnt. „Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit ist an den Schulen überfällig." Presse Schleswig-Holstein Bildung weiter denken Gleichstellung Beamte