GEW Schleswig-Holstein - Medieninformationen https://www.gew-sh.de GEW Schleswig-Holstein - Medieninformationen de-DE GEW Schleswig-Holstein - Medieninformationen Fri, 22 Jun 2018 14:26:36 +0200 Fri, 22 Jun 2018 14:26:36 +0200 TYPO3 EXT:news news-14439 Fri, 22 Jun 2018 13:47:00 +0200 OVG-Urteil zu StudienleiterInnen - GEW weiterhin für Reduzierung der Arbeitszeit https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/ovg-urteil-zu-studienleiterinnen-gew-weiterhin-fuer-reduzierung-der-arbeitszeit/ Das OVG in Schleswig hat über die Arbeitszeit von StudienleiterInnen geurteilt. Die GEW bleibt dabei: Die Arbeitszeit muss reduziert werden. Immer weniger Lehrerinnen und Lehrer verspüren Lust, ihr Know-how als Studienleiterin oder Studienleiter weiter zu geben. Die Arbeitsbelastungen sind einfach zu hoch. Darunter leidet auch die Ausbildungsqualität für angehende Lehrkräfte. Geht es nach der Bildungsgewerkschaft GEW soll das Bildungsministerium deshalb ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Schleswig zum Anlass nehmen, die Arbeitszeit für Studienleiterinnen und Studienleiter beim IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein) zu senken.

 „Obwohl das Gericht die Bemessung der Vor- und Nachbereitungszeiten nicht bemängelt hat, bleiben wir dabei: Die Arbeitsbelastung muss runter. Studienleiterinnen und Studienleiter arbeiten zu viel. Sie haben nicht genügend Zeit, um ihre Ausbildungsgruppen wirklich angemessen betreuen zu können“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Freitag, 22. Juni 2018 in Kiel.

Dass das Schleswiger Gericht die pauschalen Regelungen zu den Fahrtzeiten einkassiert hat, überrascht sie nicht. „Die pauschalen Stundenberechnungen werden der im Lande herrschenden Verkehrssituation nicht gerecht. Stauzeiten und eine schlechte Verkehrsanbindung gehen voll zu Lasten der Beschäftigten“, so die GEW-Landesvorsitzende. 

 „Die Arbeit ist für nebenamtliche Studienleiterinnen und -leiter kaum noch leistbar. Nur Personen mit anderen Stundenentlastungen, wie zum Beispiel Schulleiterinnen und Schulleiter, können Unterrichtsbesuche bei den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst noch mit ihren eigenen Unterrichtsverpflichtungen unter einen Hut bekommen. Die Entlastung für Studienleitertätigkeit ist zu gering, wenn eine normale Ausbildungsgruppe betreut werden soll“, bemängelte Astrid Henke. Auch Zeiten für eigene Fortbildungen, die Einarbeitung von Kolleginnen und Kollegen sowie die Arbeit in Teams würden zu wenig berücksichtigt.

Urteil:

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Justiz/OVG/Presse/PI_OVG/2018_06_22_Arbeitszeit%20von%20Studienleitern.html

 

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Bildungsbereiche Schule Gute Arbeit Recht Presse Schleswig-Holstein
news-14374 Thu, 14 Jun 2018 14:42:28 +0200 Erhöhung der Anwärterbezüge richtiger Schritt – A13 und Weihnachtsgeld fehlen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/erhoehung-der-anwaerterbezuege-richtiger-schritt-a13-und-weihnachtsgeld-fehlen/ Die GEW begrüßt die Erhöhung der Anwärterbezüge für Lehrkräfte im Entwurf eines Gesetzes zur Änderung besoldungs- und beamtenrechtlicher Vorschriften. Aber es fehlen zentrale Themen wie A13 für Grundschullehrerinnen oder das Weihnachtsgeld. Die Erhöhung der Anwärterbezüge für Lehrkräfte um monatlich 60 Euro sieht die GEW als lange überfälligen Schritt an. „Wenn Lehrkräfte in Ausbildung nach einem fünfjährigen Studium die zweite Phase der Ausbildung mit ca. 1.300 Euro bestreiten müssen, schreckt das Interessentinnen ab und entspricht auch in keiner Weise der verantwortungsvollen Tätigkeit der angehenden Lehrerinnen und Lehrer.“, sagte dazu GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke.  Die Erhöhung sei deshalb richtig, reiche aber bei weitem nicht aus. Aus Sicht der GEW müssen in einem ersten Schritt die Anwärterbezüge auf 1.500 Euro monatlich und dann wie für andere Anwärter im öffentlichen Dienst auch auf 50 % der Eingangsbesoldung angehoben werden.

Schwer wiegt, dass aus Sicht der GEW im Entwurf zwei zentrale Themen fehlen. „Wer in Zeiten des Lehrkräftemangels und voller Kassen über die Attraktivität des öffentlichen Dienstes diskutiert, darf über die Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes für die Beamten und die bessere Besoldung der Grundschullehrerinnen nach A13 nicht schweigen.“, kommentierte Henke. Die Landesregierung müsse hier dringend nachbessern. Die GEW erwarte, dass die Jamaika-Koalition zügig einen Gesetzentwurf zu der von ihr geplanten Besoldungserhöhung für Grundschullehrerinnen einbringe und den Zeitplan dafür deutlich verkürze. „Wenn wir schnell etwas für die Attraktivität und gegen den Lehrkräftemangel erreichen wollen, dann müssen die Regierungsparteien jetzt handeln und dürfen die Lehrkräfte an Grundschulen nicht bis 2026 vertrösten“, führte Henke aus.

 

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Schule Gute Arbeit Gleichstellung Recht Mitbestimmung Beamte Presse Schleswig-Holstein
news-14342 Tue, 12 Jun 2018 14:41:09 +0200 Bundesverfassungsgericht bestätigt Streikverbot für Beamte https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/bundesverfassungsgericht-bestaetigt-streikverbot-fuer-beamte-1/ Das Bundesverfassungsgericht hat geurteilt: Beamtinnen und Beamte dürfen auch weiterhin nicht streiken. Die GEW zeigt sich enttäuscht. „Das ist ein Schwarzer Tag für Demokratie und Menschenrechte“, sagte GEW-Chefin Marlis Tepe in Karlsruhe. GEW: „Von Urteil enttäuscht – Schwarzer Tag für Demokratie und Menschenrechte“

Bildungsgewerkschaft zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Streikrecht für Beamtinnen und Beamte

Karlsruhe – Mit „Enttäuschung“ hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zum Streikrecht für Beamtinnen und Beamte reagiert. „Das ist ein schwarzer Tag für Demokratie und Menschenrechte“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Dienstag in Karlsruhe in einer ersten Reaktion.

Es wurde die Chance vertan etwas für die Modernisierung des Beamtenrechts auf den Weg zu bringen. Das Gericht beruft sich an verschiedenen Stellen auf die hergebrachten Grundsätze des  Beamtenrechts und die jahrzentelang gewachsene Rechtsprechung. „Angesichts der Eingriffe in die Besoldung in den  letzten Jahren durch Streichung von Weihnachtsgeld, Verzögerungen bei der Übertragung der Tarifergebnisse oder Erhöhung der Pflichtstundenzahl wäre es wichtig gewesen den Beamtinnen das Streikrecht für die Durchsetzung ihrer Interessen zu gewähren.“, kommentierte GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke in Kiel das Urteil.

In Karlsruhe ging es bei dem heutigen Urteil auch um eine Lehrerin aus Schleswig-Holstein. Hier hatten im Juni 2010 rund 2.000 verbeamtete Lehrkräfte gegen eine Pflichtstundenerhöhung gestreikt. Wegen der Teilnahme an diesem Beamtenstreik erhielten sie vom Bildungsministerium einen Disziplinarverweis. Gegen diesen Verweis erhoben mehrere Kolleginnen und Kollegen stellvertretend für alle anderen Betroffenen mit Unterstützung der GEW Klage.

Das Gericht sieht es aber als ausreichend an, dass Beamte über Verhandlungen mit den Spitzenorganisationen für ihre Interessen eintreten können und vor allem stünde ihnen das Recht zu die Amtsangemessenheit der Besoldung gerichtlich überprüfen zu lassen und einzuklagen. „Wie lange der gerichtliche Weg dauert – darüber haben die Beamtinnen in Schleswig-Holstein ein Klagelied zu singen – seit über 10 Jahren warten wir auf die Gerichtsentscheidungen zum Weihnachtsgeld.“ kommentierte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke in Kiel.

„Das Gericht schreibt die bisherige Rechtsprechung fest und macht damit einen Rückschritt ins vergangene Jahrhundert. Im Gegensatz zum Bundesverwaltungsgericht sieht das Verfassungsgericht weder eine Kollision zwischen deutschem und internationalen Recht noch eine Kollision in der deutschen Rechtsprechung.“, führte Tepe  aus. Sie kündigte an, dass die GEW das Urteil jetzt eingehend prüfen und dann über die weiteren Schritte entscheiden werde.

Verantwortlich: Astrid Henke

 

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Schule GEW Gesellschaftspolitik Bildungssystem Gute Arbeit Recht Mitbestimmung Beamte Presse Schleswig-Holstein
news-14320 Thu, 07 Jun 2018 12:06:34 +0200 GEW-Vorsitzende Tepe macht Druck für moderne Bildungseinrichtungen: „Politik muss mehr Geld in die Hand nehmen!“ https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-vorsitzende-tepe-macht-druck-fuer-moderne-bildungseinrichtungen-politik-muss-mehr-geld-in-die-h/ Die Politik muss endlich mehr Geld in Bildung investieren und für moderne Bildungseinrichtungen sorgen. Diese Forderung machte Marlis Tepe, Vorsitzende der GEW, am Donnerstag, 7. Juni, bei einem Besuch in der Stadt Neumünster deutlich. „Wer statt Schimmel und stinkenden Toiletten zeitgemäße und einladende Bildungsgebäude will, muss mehr Geld für Bildung in die Hand nehmen und endlich den Sanierungsstau aufheben!“, so Tepe. Der Besuch der Gewerkschaftsvorsitzenden fand im Rahmen der GEW-Initiative „Bildung. Weiter denken!“ statt. Ziel der Initiative ist es, Druck für zusätzliche Investitionen in Bildung zu machen.

Zusätzliche Anforderungen an Gebäude und Ausstattung

„Moderne Lernformen, der Ausbau von Ganztagseinrichtungen und Inklusion schaffen zusätzliche Anforderungen an Gebäude und Ausstattung. Wir brauchen Lernorte für große, aber auch kleine Gruppen, für unterschiedliche Lernformen, Leseecken, Rückzugsmöglichkeiten und Aufenthaltsräume, aber auch Räume für alle Fachkräfte zur Vorbereitung, zum Austausch und zum Ausruhen.“, machte Tepe deutlich.

Über Möglichkeiten und Wege zur Finanzierung und Umsetzung diskutierten am Nachmittag Lehrkräfte der Schulen Neumünsters mit der GEW-Vorsitzenden Tepe, der GEW-Landesvorsitzenden Astrid Henke und dem Stadtrat Carsten Hillgruber. Bei der Veranstaltung im Gewerkschaftshaus Neumünster sagte GEW-Landesvorsitzende Henke: „Um den Anforderungen an ein modernes Bildungsangebot gerecht zu werden, muss die Kooperation zwischen Bund, Land und Kommune deutlich ausgebaut werden. Natürlich dürfen die Kommunen bei dieser Mammutaufgabe nicht von den Ländern und dem Bund im Stich gelassen werden.“

Investitionen in Bildungseinrichtungen dringend notwendig

Vor diesem Hintergrund ist das von Bildungsministerin Karin Prien (CDU) angekündigte Investitionsprogramm für Schulbauten in Schleswig-Holstein, das 50 Millionen Euro für die Schulen bereitstellt, ein richtiger erster Schritt. Trotzdem muss garantiert sein, dass die Mittel schnell vor Ort eingesetzt werden können und die Kommunen und Schulen nicht mit hohen bürokratischen Hürden alleine gelassen werden. Tepe stellte abschließend klar: „Es kann nicht sein, dass schulische Sanitäreinrichtungen zu ‚No-go-Areas‘ mutieren, nur weil das Geld und Planungskapazitäten fehlen! Angesichts der Lebenszeit, die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte in Schulgebäuden verbringen, ist die Forderung nach ‚Wohlfühlräumen‘ keine Luxusforderung.“

Digitalisierung als Herausforderung

Vor dem Gespräch im Gewerkschaftshaus besuchten Tepe und Henke die Freiherr-vom-Stein-Schule Neumünster, um sich über deren Konzept der „Digitalen Schule“ zu informieren und sich in Gesprächen mit der Schulleitung, dem Personalrat sowie den Kolleginnen und Kollegen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung auszutauschen.

„Es ist beeindruckend, was die Kolleginnen und Kollegen an dieser Schule im Bereich Digitalisierung auf den Weg gebracht haben“, so Henke. Aber in den Gesprächen sei auch klar geworden, dass die Schulen und vor allem die Lehrkräfte mehr Unterstützung brauchten. „Es ist auch eine Frage der Bildungsgerechtigkeit, dass nicht nur den Lehrkräften, sondern auch allen Schülerinnen und Schülern digitale Endgeräte zur Verfügung gestellt werden.“ Dabei müssten auch Service und Administration sichergestellt werden. So führte Henke aus: „Was nützt das schönste Tablet, wenn es nicht funktioniert. Dabei darf es aber nicht zusätzliche Aufgabe einer Lehrkraft sein, statt Unterricht zukünftig einen Klassensatz Tablets zu aktualisieren.“

Verantwortlich: Astrid Henke
Kontakt: 0170 3341746
7. Juni 2018

Ein ausführlicher Bericht folgt in den nächsten Tagen.

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Bildungsbereiche Bildung weiter denken GEW Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Presse Schleswig-Holstein
news-14273 Wed, 30 May 2018 10:08:34 +0200 Schulen mit besonderen Herausforderungen: Lehrkräfte erwarten schnelle Lösungen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/schulen-mit-besonderen-herausforderungen-lehrkraefte-erwarten-schnelle-loesungen/ Soziale Probleme konzentrieren sich immer stärker in wenigen Stadtteilen großer und mittlerer Städte – und damit auch in den Schulen dieser Stadtteile. Auf einer Diskussion im Kieler Gewerkschaftshaus nahm die GEW die Probleme in den Blick. Kiel – Die soziale Spaltung unserer Gesellschaft schreitet auch in Schleswig-Holstein voran. Das hat auch für die Schulen Konsequenzen. Auf ihrer Veranstaltung „Schulen mit besonderen Herausforderungen - Endlich allen Schülerinnen und Schülern gerecht werden!“ am Mittwoch, 30.05.2018 im Kieler Gewerkschaftshaus GEW benannte die GEW die brennenden Probleme dieser Schulen und forderte schnelle Unterstützung von der Landesregierung. 

Von der Politik allein gelassen
„Die Schulen in den betroffenen Stadtteilen stehen wirklich vor besonderen Herausforderungen: Die Anzahl von Schülerinnen und Schülern, deren Eltern Hartz IV beziehen, liegt weit über dem Durchschnitt, ebenfalls die Zahl an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Sie werden im Kern aber wie alle anderen Schulen behandelt, so dass sich die Lehrkräfte von der Politik allein gelassen fühlen“, sagte die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Katja Coordes in ihrer Begrüßungsrede.

Lehrerinnen und Lehrer ständig am Limit – und darüber hinaus
„Das kann so nicht weitergehen. Lehrerinnen und Lehrer können nicht ständig am Limit – und darüber hinaus - arbeiten. Sie brauchen jetzt massive Hilfe und nicht erst im nächsten Jahr, wie es die Landesregierung plant. Für die Schülerinnen und Schüler gilt das im gleichen Maße, weil sonst ihre Bildungschancen auf der Strecke zu bleiben drohen“, so Katja Coordes, die selbst an einer Schulen mit besonderen Herausforderungen in Kiel unterrichtet. 

Konkrete Vorschläge von der GEW
Um Schülerinnen und Schüler besser zu unterstützen und Lehrkräfte zu entlasten, machte sie sich für folgende konkrete Maßnahmen stark:

  • konsequente Doppelbesetzung in den Klassen
  • zusätzliche Vertretungsreserven für die Schulen, damit sie Doppelbesetzungen nicht für Vertretungsunterricht auflösen müssen
  • Ermäßigungsstunden für Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, um deren hohem Beratungspensum (Gespräche mit Eltern, Jugendamt, schulische Erziehungshilfe, Schulsozialarbeit,...) gerecht zu werden
  • Stärkung der Schulsozialarbeit

Schulen brauchen Nachteilsausgleich
In der anschließenden Diskussion wies Bildungsstaatssekretärin Dr. Dorit Stenke auf die geplante Einführung vom „Bildungsbonus“ zugunsten der Schulen mit besonderen Herausforderungen durch die Landesregierung hin. Gerd Möller, ehemaliger Mitarbeiter im Bildungsministerium NRW und Mitautor der Studie Ungleiches ungleich behandeln plädierte dafür, endlich den engen Zusammenhang zwischen individuellem Schulerfolg und sozialstrukturellen Merkmalen des Schulstandorts aufzubrechen. Von besonderer Bedeutung sei dabei eine „sozialindizierte Ressourcensteuerung, die den bedürftigen Schulen zusätzliche Lehrerstellen und finanzielle Mittel als Nachteilsausgleich zur Verfügung stellt, um Fördermöglichkeiten zu erweitern und schulspezifische Entwicklungsprozesse in Gang zu setzen“.

Stimmen aus der Praxis kommen zu Wort
Wie schwierig und herausfordernd die Arbeit in den betroffenen Schulen ist, stellten aus ihrer Sicht Matthias Isecke-Vogelsang, Schulleiter einer Schule mit besonderen Herausforderungen in Lübeck, und Jan Schmid, Schulsozialarbeiter aus Kiel, dar. Die Moderation der Diskussion lag bei Kathrin Fischer, Pressesprecherin der Europa-Universität Flensburg.

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Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Schule Thema Gesellschaftspolitik Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Inklusion Gute Arbeit Presse Schleswig-Holstein
news-14091 Fri, 27 Apr 2018 14:39:48 +0200 GEW-Proteste haben für A13 gesorgt https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-proteste-haben-fuer-a13-gesorgt/ A13 für GrundschullehrerInnen in Schleswig-Holstein kommt. Dafür haben GEW-Proteste gesorgt. Jetzt muss der langwieirge Zeitplan der Landesregierung beschleunigt werden. Zur heutigen (27.04.2018) Debatte im Landtag zur Besoldung von Grundschullehrerinnen und Grundschullehrern nach der Besoldungsgruppe A13 sagte Astrid Henke, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Kiel:

„A13 ist nicht vom Himmel gefallen. Seit vielen Jahren macht sich die GEW für die Besoldung von Grundschullehrerinnen und –lehrern nach A13 stark. Unsere Kolleginnen und Kollegen waren bei Wind und Wetter auf Demos und Protestaktionen für A13, und zwar gegen CDU-geführte und SPD- geführte Landesregierungen. Jetzt ist endlich der Durchbruch erreicht. Die Landesregierung erkennt zum ersten Mal die Gleichwertigkeit der Arbeit von Grundschullehrkräften an. Das ist wirklich gut. Die schrittweise Anhebung der Besoldung dauert jedoch viel zu lange. Damit das schneller geht, werden wir weiterhin massiv Druck machen. Der langwierige Zeitplan verhindert übrigens auch, dass sich Schleswig-Holstein gegenüber anderen Bundesländern eine gute Ausgangsposition im Wettbewerb um Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer verschafft, der sich wegen des Mangels an ausgebildeten Grundschullehrkräften noch verschärfen wird.“  

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Schule Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung LehrerInnenbildung Beamte Presse Schleswig-Holstein
news-13963 Tue, 17 Apr 2018 17:53:00 +0200 Großer Erfolg: A13 für Grundschullehrerinnen - GEW für schnellere Umsetzung https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/grosser-erfolg-a13-fuer-grundschullehrerinnen-gew-fuer-schnellere-umsetzung-1/ Bis zum Jahr 2026 sollen die GrundschullehrerInnen in Schleswig-Holstein schrittweise nach A13 bezahlt werden. Für die GEW ist das ein großer Erfolg. Die Umsetzung muss aber schneller über die Bühne gehen. „Das ist ein großer GEW-Erfolg, aber die Umsetzung muss viel schneller über die Bühne gehen“, sagte die schleswig-holsteinische GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zu den heute (17.04.2018) vorgestellten Plänen der Landesregierung, Grundschullehrkräfte in Schleswig-Holstein bis 2026 schrittweise nach A13 zu bezahlen.

Gleichwertigkeit der Arbeit endlich anerkannt
„Die Arbeit der Lehrkräfte an allen Schulformen ist gleichwertig. Die Ausbildung aller Lehrkräfte ist gleich lang und gleich anspruchsvoll. Die Arbeit einer Grundschullehrerin ist also genauso viel wert wie die eines Gymnasiallehrers. Dass die Landesregierung das jetzt endlich im Grundsatz anerkennt ist ein gewaltiger Fortschritt“, betonte die GEW-Landesvorsitzende. „Darauf können die GEW und alle Kolleginnen und Kollegen stolz sein, die sich seit vielen Jahren mit vielfältigen Aktionen und auf Demonstrationen dafür eingesetzt haben.“

Es dauert zu lange – Landesregierung muss nachbessern
Aus Sicht der GEW-Landesvorsitzenden  hat die Sache allerdings noch einen großen Haken: „Die Landesregierung will sich für die Umsetzung viel zu viel Zeit lassen. Acht Jahre bis zum endgültigen Erreichen von A13 geht gar nicht. Dieser lange Zeitraum relativiert die gute Absicht ganz beträchtlich. Keine Grundschullehrerin und kein Grundschullehrer kann sich damit zufrieden geben, so lange zu warten. Da wird die Landesregierung noch nachbessern müssen. Wir werden ihr den erforderlichen Druck machen.“

Berlin, Brandenburg und Sachsen können es auch schneller
Astrid Henke wies darauf hin, dass der lange Zeitraum auch insofern unverständlich sei, weil gerade in den kommenden Jahren der Beruf der Grundschullehrerin und der des Grundschullehrers für junge Leute attraktiver gemacht werden müsse. Sonst drohe nämlich ein erheblicher Lehrkräftemangel an den Grundschullehrkräften. „Auch gegenüber Bundesländern wie Berlin, Brandenburg und Sachsen, die schon jetzt oder im kommenden Jahr A13 zahlen, bleibt Schleswig-Holstein dann im Wettbewerb um Grundschullehrerinnen und –lehrer zurück“, befürchtete die GEW-Landesvorsitzende.   

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Schule Bildung weiter denken Bildung & Geschlecht Bildungsqualität Bildungssystem LehrerInnenbildung Gute Arbeit Gleichstellung Presse Schleswig-Holstein
news-13953 Tue, 17 Apr 2018 17:30:00 +0200 Lehrkräftebildungsgesetz: „Rückwärts!“ lautet die Devise https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/lehrkraeftebildungsgesetz-rueckwaerts-lautet-die-devise/ Wie schon bei der Grundschulpädagogik lautet auch beim Lehrkräftebildungsgesetz die Devise der Landesregierung: „Rückwärts!“. Mit dieser Richtung ist die Bildungsgewerkschaft GEW in keiner Weise einverstanden. GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zum heute (17.04.2018) zum von Bildungsministerin Karin Prien vorgestellten Entwurf für ein Lehrkräftebildungsgesetz folgendes Statement ab:

„Sowohl Lehrerinnen und Lehrer an den Gymnasien, als auch Lehrkräfte an den Gemeinschaftsschulen sollen Schülerinnen und Schüler zum Abitur führen. Da ist es nur logisch die Lehrkräfte so auszubilden, dass sie gut an beiden Schularten unterrichten können. Deshalb passt die vorgesehene Trennung zwischen einem Lehramt für die Schulart Gemeinschaftsschulen und einem Lehramt für die Schulart Gymnasien nicht zur schulischen Realität. Dies umso weniger, weil wegen der Einstellungssituation in den kommenden Jahren sehr viele der in Zukunft dann wieder ausgebildeten „reinen“ Gymnasiallehrerinnen und –lehrer an Gemeinschaftsschulen unterrichten werden.“

 

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Bildungsbereiche Studium Schule Bildungssystem LehrerInnenbildung Presse Schleswig-Holstein
news-13905 Thu, 12 Apr 2018 15:20:42 +0200 Landesweiter Warnstreik TVöD: 4.000 Streikende in Kiel https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/landesweiter-warnstreik-tvoed-4000-streikende-in-kiel/ Eine klare Ansage an die öffentlichen Arbeitgeber: Gut 4.000 streikende Beschäftigte von Bund und Kommunen zogen am Donnerstag, 12. April 2018 durch die Kieler Innenstadt, darunter auch hunderte Beschäftigte aus dem Sozial- und Erziehungsdienst. Sie folgten alle einem landesweiten Aufruf zum Warnstreik der Gewerkschaften ver.di und GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft). Zahlreiche Kindertagesstätten blieben geschlossen.

Auf der Abschlusskundgebung auf dem Platz der Kieler Matrosen ging die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke hart mit den Arbeitgebern ins Gericht: „Seit 53 Tagen gibt es kein Angebot der Arbeitgeber. Sendepause, obwohl die Steuereinnahmen bei Bund, Ländern und Kommunen sprudeln. Verweigerung, obwohl Fachkräfte fehlen – egal in welchem Beruf.“

In Hinblick auf die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst sagte Astrid Henke: „Ihr habt es nicht nur verdient, fremde Kinder in Kitas und Krippe zu bilden, zu erziehen und zu betreuen, sondern eure eigenen Kinder auch ohne finanzielle Sorge groß werden zu lassen. Darum streiken wir. Wir wollen unseren gerechten Anteil! 6 Prozent mehr – mindestens 200 Euro. Ihr habt es verdient!“

Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 26. Februar 2018 mit dem Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten. In zwei Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 15. und 16. April in Potsdam statt.

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Schulsozialarbeit Kita Gute Arbeit Tarif TVöD Presse Schleswig-Holstein
news-13814 Fri, 23 Mar 2018 10:31:33 +0100 Grundschule: Kinderschutzbund und GEW gegen unnötigen Kurswechsel https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/grundschule-kinderschutzbund-und-gew-gegen-unnoetigen-kurswechsel/ Der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein und die GEW Schleswig-Holstein kritisieren gemeinsam die geplante Wiedereinführung von Notenzeugnissen und schriftlichen Schulübergangsempfehlungen in Klasse 4. KIEL -  Der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein und die GEW Schleswig-Holstein kritisieren gemeinsam die geplanten Änderungen schulrechtlicher Verordnungen durch das Bildungsministerium, die als Umkehr der bisher geltenden Regelung Notenzeugnisse wieder als Normalfall deklarieren und schriftliche Schulübergangsempfehlungen in Klasse 4 erneut einführen sollen.

Ziffernnoten beeinträchtigen Leistungsmotivation
„Die Annahme, Kinder würden ohne Ziffernnoten nicht ausreichend lernen, ist längst überholt“, mahnt die Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes Irene Johns. „Im Gegenteil - Studien belegen, dass gerade in der Grundschule Ziffernnoten die Leistungsmotivation beeinträchtigen – und das nicht nur bei leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern. Sie verstärken Leistungsängste und verringern die Lernfreude“, bemängelt Johns das Vorhaben.

Geplante Veränderungen stören Schulfrieden
Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW argumentiert: „Die geplanten Veränderungen stören den Schulfrieden. Alte, überflüssige und nur Kraft kostende Diskussionen brechen wieder auf. Wer individuelle Förderung und Inklusion ernst nimmt, darf die Schülerinnen und Schüler nicht über einen Kamm scheren. Das geschieht aber bei der Vergabe von Ziffernnoten. Individuelle Rückmeldungen und Förderhinweise eignen sich daher viel besser als Instrumente der Leistungsbewertung.“

Fachfremde Gesichtspunkte spielen Rolle bei Notenvergabe
Die Vorsitzende des DKSB-SH Irene Johns führt weiter aus, dass Ziffernnoten den nötigen Gütekriterien für Messverfahren oft nicht gerecht würden und empirische Erhebungen bewiesen, dass nicht selten fachfremde Gesichtspunkte, wie der Leistungsstand der Klasse, der Bildungs- und Migrationshintergrund und das Geschlecht, bei der Notenvergabe eine wichtige Rolle spielten.

Keine nachvollziehbare Begründung für schriftliche Empfehlungen
„Genauso gibt es keine nachvollziehbare Begründung für die Wiedereinführung von schriftlichen Empfehlungen zum Besuch der Schularten Gemeinschaftsschule oder  Gymnasium, auch wenn diese keine bindende Wirkung haben sollen“, moniert Irene Johns. „Die aktuelle Verordnung bietet Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, den für sie adäquaten Bildungsweg zu verfolgen. Eine schriftliche Schulübergangsempfehlung hingegen droht benachteiligten Kindern, den Zugang zu Gymnasien wieder zu erschweren – das wäre ein Rückschritt in Sachen Bildungsgerechtigkeit“, warnt Johns.

Beratungsgespräche reichen aus
Auch die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke hält die Wiedereinführung von schriftlichen Empfehlungen für einen falschen Weg. „Aus unserer Sicht reichen die bisherigen Beratungsgespräche von Lehrkräften, die den Bildungsweg der Kinder über vier Jahre begleitet haben, völlig aus. Studien belegen, dass trotz größter Gewissenhaftigkeit der Grundschullehrkräfte viele Schulartenempfehlungen daneben liegen. Bei gleicher Leistungsfähigkeit der Kinder, erhalten Kinder von studierten Eltern noch immer deutlich häufiger eine gute Empfehlung als Kinder von Eltern, die nicht studiert haben.“ 

Unnötiger Kurswechsel
Die beiden Landesvorsitzenden stimmen darin überein, dass sich die geplanten Änderungen der schulrechtlicher Verordnungen vor dem Hintergrund der erfreulichen Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2015 und 2016 für Schleswig-Holstein nicht nachvollziehen ließen. Die geltenden Regelungen hätten sich als förderlich für die Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler erwiesen. So eine insgesamt erfolgsversprechende Entwicklung sollte nicht durch erwiesenermaßen unnötige Kurswechsel gefährdet werden, so Johns und Henke.


Ansprechpartnerin für die Pressearbeit des Deutschen Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein e.V.
Mobil 0179-5975062
Mail  breuer(at)jokerpictures(dot)de

Ansprechpartner GEW: Bernd Schauer
0431-5195-1595
schauer(at)gew-sh(dot)de

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Bildungsbereiche Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungsqualität Bildungssystem Inklusion Presse Schleswig-Holstein
news-13792 Tue, 20 Mar 2018 13:10:34 +0100 Warnstreiks: Auch Beschäftigte aus dem Sozial- und Erziehungsdienst machen Druck https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/warnstreiks-auch-beschaeftigte-aus-dem-sozial-und-erziehungsdienst-machen-druck/ Geschlossen blieben heute viele Kindertagesstätten in der Landeshauptstadt Kiel. Andere arbeiteten nur noch mit einer Notbesetzung. In Flensburg und Neumünster bot sich ein ähnliches Bild. GEW und verdi hatten die Beschäftigten von Bund und Kommunen zum Warnstreik aufgerufen, an dem sich auch die Beschäftigten aus dem Sozial- und Erziehungsdienst beteiligten.

In Kiel zogen rund 1.000 Streikende, darunter mehrere hundert Beschäftigte aus Kindertagesstätten, in einem Demonstrationszug vom Gewerkschaftshaus zum Rathaus. GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer zeigte sich mit der Resonanz mehr als zufrieden. „Das war ein Super-Auftakt. Die Beschäftigten haben an die Arbeitgeber das spürbare Signal gesendet, dass sie keine Lust mehr haben, bei den Einkommenssteigerungen hinter der Gesamtwirtschaft zurück zu bleiben“, sagte er am Rande der Demonstration.  

„Beim nächsten Mal werden wir noch eine Schippe drauf packen. Nur wenn der öffentliche Dienst bei den Einkommen mithält, wird es in Zukunft angesichts des Fachkräftemangels gelingen, gute und motivierte junge Leute für den öffentlichen Dienst zu finden. Auch das sollten die Arbeitgeber nicht vergessen.“ 

 

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Schulsozialarbeit Kita Gute Arbeit Tarif TVöD Presse Schleswig-Holstein
news-13765 Fri, 16 Mar 2018 10:49:02 +0100 GEW: A13 für alle Lehrkräfte! - Bildungsgewerkschaft zum Equal Pay Day https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-a13-fuer-alle-lehrkraefte-bildungsgewerkschaft-zum-equal-pay-day/ Die GEW macht mit Blick auf den Equal Pay Day am kommenden Sonntag weiter Druck. Sie will endlich für GrundschullehrerInnen auch in Schleswig-Holstein eine Bezahlung nach A13 (Beamte) bzw. nach E13 (Angestellte) erreichen. 216.000 € weniger
Bisher erhalten Lehrkräfte an Grundschulen eine Besoldungsgruppe weniger, was im Monat einen Unterschied von rund 450 € ausmacht. Auf die Lebensarbeitszeit bezogen summiert sich das auf einen Unterschied von etwa 216.000 €.

Andere Bundesländer machen es vor
„JA13 lautet unser Motto! Die Arbeit der Lehrkräfte an allen Schulformen ist gleichwertig. Das muss sich endlich auch in der Bezahlung widerspiegeln. Unverbindliche Ankündigungen wie von Finanzministerin Monika Heinold in dieser Woche reichen uns nicht. Wir erwarten die konkrete Einführung von A13 für Grundschullehrerinnen und –lehrer zum kommenden Schuljahr“, betonte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke  am Freitag in Kiel. Gerade ist bundesweit ein dritter Dominostein gefallen. Nach Berlin und Brandenburg will jetzt auch Sachsen die Grundschullehrkräfte nach A13 bezahlen.

Mittelbare Diskriminierung von Frauen
Astrid Henke stellte fest, dass die schlechtere Bezahlung an Grundschulen Frauen mittelbar diskriminiere. Der Frauenanteil an Grundschulen liege bei über 90 Prozent. „Das ist nicht mit unserer Verfassung zu vereinbaren. Mit dieser Diskriminierung muss endlich Schluss sein“, unterstrich die GEW-Landesvorsitzende. Von der frühen Kindheit bis zum Schulabschluss und darüber hinaus müsse in gute Bildung investiert werden. Nur so gelinge es, den Menschen bessere Lebens- und Arbeitsperspektiven zu eröffnen, ihnen Teilhabe zu ermöglichen und damit den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken. Gute Lernbedingungen für Kinder und Jugendliche und gute Arbeitsbedingungen der Pädagoginnen und Pädagogen seien zwei Seiten einer Medaille.

Info:
Der Equal Pay Day am 18. März markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Das entspricht in Deutschland - bezogen auf alle Arbeitsplätze - einem Abstand von 21 Prozent oder 77 Tagen. Ziel des Equal Pay Day ist es, die Debatte über die Gründe der unterschiedlichen Bezahlung von Männern und Frauen in Deutschland öffentlich zu diskutieren, zu sensibilisieren und Druck auf Arbeitgeber zu machen, damit sich die Lohnschere schließt.

 

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Bildungsbereiche Schule Bildung weiter denken GEW Gesellschaftspolitik Gute Arbeit Gleichstellung Presse Schleswig-Holstein
news-13679 Wed, 07 Mar 2018 17:40:57 +0100 Je höher die Besoldung in den Schulen, desto weniger Frauen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/je-hoeher-die-besoldung-in-den-schulen-desto-weniger-frauen/ Zum Internationalen Weltfrauentag am 8. März stellt die GEW fest: Was die Gleichberechtigung der Geschlechter betrifft, liegt auch im Bildungsbereich noch vieles im Argen. Die Benachteiligung der Frauen zeigt sich in vielfältiger Weise. Viele Defizite
An den Hochschulen ist der Frauenanteil unter den Hochschullehrkräften mit bundesweit 23,4 Prozent immer noch katastrophal niedrig. Die Beschäftigten in den Kindertagesstätten leiden trotz durch Streik erkämpfter Verbesserungen in den vergangenen Jahren immer noch unter einer unangemessen niedrigen Bezahlung. In den Schulen sinkt der Anteil der Frauen mit der Höhe der Besoldung.

Arbeit von Frauen aufwerten
„Wir brauchen eine Aufwertung der Arbeit von Frauen. Das geht von einer besseren Bezahlung in den Kindertagesstätten über eine Besoldung der Grundschullehrerinnen nach A13 bis zur Berufung von mehr Frauen auf die Lehrstühle in den Hochschulen“, zog Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW am Mittwoch, 7. März 2018 die einzig logische Konsequenz aus den beschriebenen Missständen. Anlass ist der Internationale Weltfrauentag am morgigen 8. März.

Bei A16 liegt der Frauenanteil nur noch bei 26,5 Prozent
Genauer hatte sich die Gewerkschafterin die Situation an den Schulen in Schleswig-Holstein vorgenommen. Ergebnis: „Je höher die Besoldung, desto kleiner wird der Frauenanteil.“ In der niedrigsten Besoldungsgruppe für Lehrkräfte A12 (Lehrkräfte an Grundschulen) liege der Frauenanteil bei 92,9 Prozent, in der höchsten A16 (Schulleiter/-innen an Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe) bei gerade noch 26,5 Prozent. Mit jeder höheren Besoldungsgruppe schwinde der Frauenanteil. Bei A13 seien es noch 68,3 Prozent, bei A14 reduziere sich der Anteil dann auf 52,3 Prozent, bei A15 auf 39,0 Prozent.

Frauenförderplan und gezielte Fördermaßnahmen
Astrid Henke: „Diese Zahlen belegen eindeutig, dass Frauen bei der Vergabe von Führungspositionen in den Schulen immer noch viel zu kurz kommen. Deshalb brauchen wir einen Frauenförderplan und mehr gezielte Fördermaßnahmen, wie zum Beispiel die Erleichterung der Wahrnehmung von Führungsaufgaben in Teilzeit.“   

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Presse Schleswig-Holstein
news-13678 Wed, 07 Mar 2018 17:19:32 +0100 Nicht bis 2019 warten - Schulen mit besonderen Herausforderungen unterstützen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/nicht-bis-2019-warten-schulen-mit-besonderen-herausforderungen-unterstuetzen/ Die Probleme an den Schulen mit besonderen Herausforderungen in Schleswig-Holstein nehmen zu. In einem Interview kündigt Bildungsministerin Karin Prien Hilfe für diese Schulen an – aber erst ab dem Jahr 2019. Zunächst bleibt alles beim Alten. Warum mit Unterstützung bis 2019 warten?
„Prima, dass die Bildungsministerin die Schulen mit besonderen Herausforderungen in den kommenden Jahren besser unterstützen will. Aber warum bis 2019 warten? Schülerinnen und Schüler, aber auch die bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit belasteten Lehrkräfte brauchen jetzt mehr Hilfe“, sagte Katja Coordes, stellvertretende Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW am Mittwoch, 7. März 2018 in Kiel zum Interview der Bildungsministerin.

DaZ-Stellen nicht mit Gießkanne verteilten
Katja Coordes präsentierte auch eine Alternative, um den betreffenden Schulen schon ab kommendem Schuljahr zu helfen: „Statt mit der Gießkanne die für kommendes Schuljahr geplanten DaZ-Stellen zu verteilen, wäre es viel sinnvoller, einen Teil der Stellen an die Schulen zu geben, die es am dringlichsten brauchen. Schließlich haben viele Schulen mit besonderen Herausforderungen auch einen besonders hohen den Bedarf im DaZ-Bereich. Sie könnten dann viel früher gestärkt werden.“ 

Entlastung statt Fortbildung
Ratloses Schulterzucken ruft bei der stellvertretenden GEW-Landesvorsitzenden der Vorschlag der Bildungsministerin hervor, bessere Fortbildungsangebote für die Lehrkräfte an den Schulen mit besonderen Herausforderungen anzubieten. „Soziale Probleme lassen sich nicht durch Fortbildungen für Lehrkräfte lösen. Die betroffenen Lehrkräfte müssen in erster Linie entlastet und nicht fortgebildet werden. Was sollen das denn für Fortbildungen sein? Das ist zunächst mehr Arbeit nachmittags und am Wochenende und hilft den Kolleginnen und Kollegen überhaupt nicht“, so Katja Coordes.

Gemeinschaftsschulen brauchen genauso Unterstützung wie Grundschulen
Auf genauso wenig Zustimmung stößt bei ihr die Schwerpunktsetzung der Bildungsministerin auf die Grundschulen „Warum soll der Schwerpunkt auf den Grundschulen liegen?“,  fragte sie. „Gemeinschaftsschulen haben Hilfe und Entlastung genauso nötig.“

 

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Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungssystem Presse Schleswig-Holstein
news-13611 Tue, 27 Feb 2018 15:19:10 +0100 A13 für GrundschullehrerInnen: GEW fordert Gesetzentwurf anstatt Rhetorik https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/a13-fuer-grundschullehrerinnen-gew-fordert-gesetzentwurf-anstatt-rhetorik/ Koalitionspolitiker haben sich grundsätzlich positiv zu A13 für GrundschullehrerInnen geäußert. Der GEW reicht das nicht. Sie fordert einen Gesetzentwurf. Zeit reif für A13
„Jetzt ist die Zeit reif für A13! Statt Woche für Woche neue unkonkrete Ankündigungen von Koalitionspolitikern brauchen wir einen konkreten Gesetzentwurf, damit wir den guten Absichten auch Glauben schenken können. Wenn die finanzpolitischen Armenhäuser Berlin und Brandenburg allen ihren Grundschullehrerinnen und –lehrern ab dem 1. Januar 2019 A13 zahlen können, müsste auch Schleswig-Holstein dazu in der Lage sein“, äußerte sich Astrid Henke, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Dienstag, 27. Februar 2018 in Kiel zu Überlegungen von Koalitionspolitikern zur Besoldung von Grundlehrkräften.

A13 Gebot der Gerechtigkeit
Für die GEW ist eine Erhöhung der Besoldung für die Lehrkräfte an den Grundschulen ein Gebot der Gerechtigkeit. „Die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen an den Grundschulen verdient die gleiche Wertschätzung wie die Arbeit der Lehrkräfte an den übrigen Schularten. Arbeit an den Grundschulen ist nicht weniger Wert, bloß weil die Kinder jünger sind!“, argumentierte Astrid Henke. Aus ihrer Sicht gibt es keine stichhaltigen Argumente mehr, die Grundschullehrerinnen und –lehrer schlechter zu bezahlen als ihre Kolleginnen und Kollegen an den anderen allgemeinbildenden Schulen. Das Studium sei gleichlang, der Vorbereitungsdienst habe mit 18 Monaten denselben Umfang.

A13 hilft gegen LehrerInnenmangel
Vor dem Hintergrund des immer stärker werdenden bundesweiten Lehrkräftemangels täte Schleswig-Holstein obendrein gut daran, so Astrid Henke, mit der Besoldung nach A13 nicht zu lange zu warten, bis weitere Bundesländer diesen Schritt vollzögen. „Eine Besoldung nach A13 kann ein sehr wirksames Instrument gegen den immer stärker werdenden Lehrkräftemangel sein!“

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Bildungsbereiche Schule Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Gute Arbeit Gleichstellung Beamte Presse Schleswig-Holstein
news-13486 Thu, 15 Feb 2018 13:46:00 +0100 A13 für GrundschullehrerInnen - Jetzt zählen nur noch Taten https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/a13-fuer-grundschullehrerinnen-jetzt-zaehlen-nur-noch-taten/ "Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Taten sehn!" Mit diesem Goethe-Zitat brachte GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zum Ausdruck, dass sie von der JAMAIKA-Koalitionjetzt konkrete Schritte zu A13 erwarte. Nur rhetorische Unterstützung durch JAMAIKA
Über mangelnde rhetorische Unterstützung für ihre Forderung nach A13 für Grundschullehrkräfte kann sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kaum noch beklagen. Ministerpräsident Daniel Günther schon vor der Landtagswahl, Bildungsministerin Karin Prien bei mehrfacher Gelegenheit, die FDP in ihrem Wahlprogramm und nun ganz aktuell auch die grüne Fraktionschefin Eka von Kalben: Im Grundsatz sprechen sie sich alle für eine Besoldung der Grundschullehrkräfte nach der Besoldungsgruppe A13 aus. Aber eben bloß im Grundsatz. Passiert ist bislang nichts.

Nur Unkonkretes
„Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Taten sehn!“ Die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke bemühte am Dienstag, 13. Februar 2018 in Kiel Goethe, um das Ende ihrer Geduld mit unkonkreten Ankündigungen seitens der Regierungsparteien zum Thema A13 auszudrücken.

„Für die Grundschullehrerinnen und –lehrer geht es um den Wert ihrer pädagogischen Arbeit. Mit schönen Absichtserklärungen  nach dem Motto ‚Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann‘ ist ihnen nicht geholfen. Wir werden die Landesregierung an ihren Taten und nicht an ihren vermeintlich oder tatsächlich guten Absichten messen“, kündigte die GEW-Landesvorsitzende an.

Haushaltsberatungen wären Chance für A13
In der kommenden Woche will die JAMAIKA-Koalition ihren ersten gemeinsam zu verantwortenden Landeshaushalt verabschieden. Für die GEW-Landesvorsitzende  wäre das „ein ausgesprochen günstiger Zeitpunkt, um ein konkretes Signal bei A13 für Grundschullehrkräfte und eine entsprechende Erhöhung für Grundschulleitungen zu setzen“. Was in Berlin und Brandenburg möglich sei, müsse auch in Schleswig-Holstein möglich sein.

Aus ihrer Sicht gebe es keine stichhaltigen Argumente mehr, die Grundschullehrerinnen und –lehrer schlechter zu bezahlen als ihre Kolleginnen und Kollegen an den anderen allgemeinbildenden Schulen. Das Studium sei gleichlang, der Vorbereitungsdienst habe denselben Umfang und die Tätigkeit an den Schulen sei gleichwertig trotz der Unterschiede im Alter der Kinder, bei den Schulformen und Fächern.

 

Verantwortlich:
Bernd Schauer, 13.02.2018

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Bildungsbereiche Schule Bildung weiter denken Bildungsqualität Gute Arbeit Gleichstellung TV-L Beamte Presse Schleswig-Holstein
news-13363 Wed, 31 Jan 2018 15:00:04 +0100 Mangel an Grundschullehrerinnen und –lehrern wird dramatisch https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/mangel-an-grundschullehrerinnen-und-lehrern-wird-dramatisch/ Der Mangel an Grundschullehrerinnen und – lehrern in Schleswig-Holstein wird krasser als bislang angenommen. Das ergeben Zahlen einer Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Danach werden bis zum Jahr 2025 bundesweit 35.000 Lehrkräfte fehlen. Das Fehl in Schleswig-Holstein dürfte nach Überschlagsrechnungen der GEW bei um die 1.500 Grundschullehrerinnen und -lehrern liegen.

„Das sind alarmierende Zahlen. Wenn ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer fehlen,  geht das ganz klar zu Lasten von Schülerinnen und Schüler sowie zu Lasten der vorhandenen Lehrkräfte“, kommentierte Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW am Mittwoch, 31.01.2018 in Kiel die Ergebnisse.

Sie verwies darauf, dass der Mangel an ausgebildeten Lehrkräften an den Grundschulen aber keineswegs ein Zukunftsproblem sei. „Vor allem im Hamburger Umland beobachten wir, dass die Grundschulen in immer stärkerem Maße auf nicht ausgebildete Lehrkräfte zurückgreifen. Das ist für die Qualität des Unterrichts sicherlich nicht förderlich.“

Astrid Henke hob hervor, dass der Einsatz nicht qualifizierter Lehrkräfte nicht allein die Grundschulen betreffe. „Die Mangelsituation trifft alle Schulformen, Grundschulen aber am stärksten. Nach Zahlen des Bildungsministeriums wird an den allgemeinbildenden Schulen Unterricht im Umfang von rund 700 Stellen durch nicht ausgebildete Lehrkräfte erteilt.“ 

Um dem Mangel zu begegnen, schlägt die GEW vor, die Attraktivität des Berufs der Grundschullehrerin und des Grundschullehrers u.a. dadurch zu steigern, dass auch sie endlich nach A13 (Beamte) und E13 (Angestellte) bezahlt werden. Außerdem sollten die Zahl der Studienplätze und der Plätze im Vorbereitungsdienst erhöht werden.

Als Notmaßnahmen für die vom aktuellen Lehrkräftemangel betroffenen Schulen forderte Astrid Henke:

  • Qualifikationen für alle nicht voll ausgebildeten Lehrkräfte
  • Zeitressourcen für das Kollegium zur Unterstützung bzw. für das Mentoring
  • Intensivierung von Quereinsteigerprogrammen in ausgewählten Fächern/Lehrämtern

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 31.01.2018

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Schule Bildung weiter denken Bildung & Geschlecht Bildungsgerechtigkeit Bildungssystem LehrerInnenbildung Gute Arbeit Presse Schleswig-Holstein
news-13281 Mon, 22 Jan 2018 15:54:20 +0100 Schulen mit besonderen Herausforderungen jetzt besser ausstatten https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/schulen-mit-besonderen-herausforderungen-jetzt-besser-ausstatten/ „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“ Diesem alten Sprichwort folgend empfiehlt die GEW Bildungsministerin Karin Prien, bereits jetzt die Schulen mit besonderen Herausforderungen personell besser auszustatten. Nicht bis zum Jahr 2019 warten
„Es gibt keinen Grund mit einer besseren personellen Ausstattung bis zum Jahr 2019 zu warten. Je länger das Bildungsministerium damit zögert, desto länger werden Kinder und Jugendliche um Bildungschancen gebracht und Lehrkräfte weiterhin weit über ihre Kräfte hinaus beansprucht“, nahm die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Montag, 22. Januar 2018 in Kiel zu Plänen der Bildungsministerin Stellung. 

Arbeit oberhalb der Belastungsgrenze
Sie verwies darauf, dass die Lehrkräfte überall, aber ganz besonders an den Schulen mit besonderen Herausforderungen in ihrer Arbeit über die Belastungsgrenzen hinausgingen. Deshalb müsse in einem ersten Schritt die Arbeitszeit dieser Lehrkräfte gesenkt werden. Aus Sicht der GEW-Landesvorsitzenden bieten sich dafür mehrere Wege an: eine konkrete Pflichtstundensenkung, die Einführung einer Klassenlehrerstunde oder die Einrichtung eines Entlastungspools an Stunden für die gesamte Schule.

Arbeit schwieriger
„Wie auch immer: Es muss auf jeden Fall endlich gehandelt werden! Denn die Arbeit an den Schulen mit besonderen Herausforderungen ist ungleich schwieriger als an den übrigen Schulen. Lehrkräfte benötigen dort viel mehr Zeit für Gespräche mit Eltern, Kindern und Jugendamt. Höheren Aufwand erfordert ebenfalls der differenzierende Unterricht mit einer sehr gemischten Schülerschaft“, sagte Astrid Henke.

Richtig: Mehr gebundene Ganztagsschulen
Zustimmung gibt es von der GEW für die Idee der Bildungsministerin, mehr gebundene Ganztagsschulen einrichten zu wollen. Für die GEW ist das „ein richtiger Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit“.

 

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Presse Schleswig-Holstein
news-13229 Tue, 16 Jan 2018 14:09:25 +0100 Beamtenstreik - Verfassungsgericht verhandelt auch über Fall aus dem Norden https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/beamtenstreik-verfassungsgericht-verhandelt-auch-ueber-fall-aus-dem-norden/ Am Mittwoch, 17. Januar 2018 verhandelt das Bundesverfassungsgericht über das Streikverbot für Beamtinnen und Beamte. Dabei wird auch der Fall einer Grundschullehrerin aus Schleswig-Holstein aufgerufen, die mit Unterstützung der GEW klagt. Rund 2.000 Lehrkräfte streikten
Rund 2.000 verbeamtete Lehrkräfte hatten im Juni 2010 gegen eine Pflichtstundenerhöhung gestreikt. Wegen der Teilnahme an diesem Beamtenstreik erhielten sie vom Bildungsministerium einen Disziplinarverweis. Gegen diesen Verweis erhoben mehrere Kolleginnen und Kollegen stellvertretend für alle anderen Betroffenen mit Unterstützung der GEW Klage. Nach einem langen Weg durch die juristischen Instanzen bleibt davon nun ein Fall vor dem Bundesverfassungsgericht nach.  

Streikrecht ist ein Grundrecht
„Das Streikrecht ist ein Grundrecht. Es gibt keinen Grund dieses elementare Recht den Beamtinnen und Beamten vorzuenthalten. Auch Beamtinnen und Beamte haben ein Recht auf faire Chancen, um mit der Landesregierung auf Augenhöhe die Arbeitsbedingungen aushandeln zu können. Bisher unterliegen sie dem Diktat der Landesregierungen“,  sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am heutigen Dienstag (16. Januar 2018) in Kiel.

Streik letztes Druckmittel
Streikwellen sieht sie nicht auf die Schulen zukommen, falls das Verfassungsgericht im Sinne der GEW urteilen sollte. „Der Streik ist bei allen Gewerkschaften immer nur das letzte Druckmittel. Auch bei angestellten Lehrkräften ist die GEW mit diesem Instrument bisher immer sehr verantwortungsbewusst umgegangen. Insofern wird unser Rechtsstaat es auch überleben, wenn beamtete Lehrerinnen und Lehrer die Arbeit niederlegen, um beispielsweise Arbeitszeitverlängerungen abzuwenden oder für bessere Arbeitsbedingungen zu streiten.“

Deutschland verstößt gegen internationales Recht
Die GEW-Landesvorsitzende verwies darauf, dass Deutschland nach Auffassung der GEW mit dem bisherigen Streikverbot für Beamtinnen und Beamte gegen internationales auch Deutschland bindendes Recht verstoße. „Das Beamtenrecht muss weiterentwickelt und neu interpretiert werden. Wir dürfen nicht bei den sogenannten hergebrachten Grundsätzen des Berufsbeamtentums, die teilweise auf das 19. Jahrhundert zurückgehen, stehenbleiben“, führte Astrid Henke aus. 

 

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 16.01.2018

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Bildungsbereiche Schule Beamte Presse Schleswig-Holstein
news-13230 Fri, 12 Jan 2018 13:41:43 +0100 Wann kommen bessere Arbeitsbedingungen in den Kindertagesstätten? https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/wann-kommen-bessere-arbeitsbedingungen-in-den-kindertagesstaetten-1/ Land und Kommunen haben sich gestern (11. Januar 2018) auf ein umfangreiches Finanzpaket geeinigt. Danach erhalten Städte und Gemeinde mehr Geld zur Finanzierung von Kindertagesstätten. Die GEW bemängelt, dass nicht klar ist, wie sich aus dieser neuen Finanzverteilung bessere Rahmenbedingungen für die Kindertagesstätten erwachsen sollen.

„Wir gönnen Städten und Gemeinden von ganzem Herzen mehr Geld in den Kassen. Für uns stehen aber bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und mehr Bildungsqualität in den Kindertagesstätten an erster Stelle. Die scheinen aber bei diesem Finanzdeal keine Rolle gespielt zu haben“, äußerte sich die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Freitag, 12. Januar 2017 zur Vereinbarung von Land und Kommunen. 

Die Beschäftigten in den Kindertagesstätten litten unter schlechten Arbeitsbedingungen. Überforderungen seien an der Tagesordnung, beschrieb Astrid Henke die gegenwärtige Situation. „Erzieherinnen und Erzieher sowie die anderen sozialpädagogischen Fachkräfte können nicht länger am Limit arbeiten. Wir brauchen endlich einen besseren Fachkraft-Kind-Schlüssel, zum Beispiel durch die Festschreibung von zwei Fachkräften pro Elementargruppe, und zwar am Vormittag genauso wie am Nachmittag. “ Darüber hinaus machte sich die GEW-Landesvorsitzende für mehr Vor- und Nachbereitungszeiten sowie Leitungszeiten stark.

Verantwortlich: Bernd Schauer, 12.01.2018
Bei Nachfragen: 0175-2622987

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Kita Bildung weiter denken Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Gute Arbeit Presse Schleswig-Holstein
news-13185 Fri, 12 Jan 2018 09:02:43 +0100 Keine Ahnung oder gelogen? Ministerium zu nichtausgebildeten Lehrkräften https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/keine-ahnung-oder-gelogen-ministerium-zu-nichtausgebildeten-lehrkraeften/ Tricksereien und Dehnungen der Wahrheit sind bei Antworten der Landesregierung auf Kleine Anfragen nicht unüblich. Jüngste Antworten des Bildungsministeriums zum Unterricht durch nichtausgebildete Lehrkräfte übertreffen aber weit das Normalmaß. Lehrerinnen und Lehrer ohne Ausbildung unterrichten in Schleswig-Holstein im Umfang von mehr als 900 Stellen (Landtagsdrucksache 19/419). Das steht in der Antwort des Bildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Martin Habersaat (SPD). Da diese Personen in der Regel nicht auf vollen Stellen arbeiten, dürften mehr als 2.000 Personen ohne Lehramtsausbildung in den Schulen tätig sein.   

Nichtausgebildete Lehrkräfte müssen absolute Ausnahme bleiben
„Nichtausgebildete Lehrkräfte dürfen in der Schule nur eine absolute Ausnahme bleiben. Sonst droht die Qualität der Bildung in erheblichem Maße zu leiden“, sagte  Astrid Henke, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Donnerstag, 11. Januar 2018 dazu in Kiel.

Nichtausgebildete Lehrkräfte erhalten keine Vorbereitung und Unterstützung
Richtig auf die Palme bringen die GEW-Landesvorsitzende die Antworten der Landesregierung zur Unterstützung der nichtausgebildeten Lehrkräfte in den Schulen: „Was das Bildungsministerium antwortet, hat mit der Realität in den Schulen nichts, aber auch wirklich gar nichts zu tun. Weder gibt es eine Vorbereitung der nicht ausgebildeten Personen, noch gibt es eine Begleitung dieser Personen durch Ausbildungslehrkräfte. Das Ministerium weiß nämlich nicht einmal, ob an den jeweiligen Schulen Ausbildungslehrkräfte arbeiten. Fehlanzeige auch bei der Mentorenschaft in den zu unterrichtenden Fächern“, sagte die Gewerkschafterin.

Notmaßnahmen erforderlich
Statt das Problem abzustreiten und zu verharmlosen, erwartet die GEW von der Bildungsministerin umgehend die Einleitung von Notmaßnahmen. Konkret forderte Astrid Henke:

•          Qualifikationen für alle nicht voll ausgebildeten Lehrkräfte

•          Zeitressourcen für die Kollegien zur Unterstützung bzw. für das Mentoring

•          Intensivierung von Quereinsteigerprogrammen in ausgewählten Fächern/Lehrämtern

Beruf muss attraktiver werden
„Notmaßnahmen reichen aber allein nicht aus“, so die GEW-Landesvorsitzende. „Der Beruf der Lehrerin und des Lehrers muss einfach wieder attraktiver werden, zum Beispiel durch eine Absenkung der Arbeitsbelastung und eine Anhebung der Besoldung für Grundschullehrkräfte auf A13.“


Verantwortlich: Bernd Schauer, 11.01.2018
 

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Bildungsbereiche Schule Thema Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem LehrerInnenbildung Presse Schleswig-Holstein
news-13115 Tue, 19 Dec 2017 12:44:09 +0100 Berufliche Bildung: Schlechte Chancen für Schleswig-Holsteins Jugendliche https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/berufliche-bildung-schlechte-chancen-fuer-schleswig-holsteins-jugendliche/ Ausbildungsplatzsuche ist für Jugendliche in Schleswig-Holstein schwerer als woanders. Das zeigt der Ländermonitor Berufliche Bildung der Bertelsmann-Stiftung. Die GEW appelliert an Arbeitgeber ihrer Verantwortung gerecht zu werden. 2.000 Ausbildungsplätze seit 2008 abgebaut
Jugendliche auf Ausbildungsplatzsuche haben in Schleswig-Holstein schlechtere Karten als in anderen Bundesländern. 2.000 Ausbildungsplätze haben die Arbeitgeber im nördlichsten Bundesland seit dem Jahre 2008 abgebaut. Obwohl die Wirtschaft boomt, stieg der Anteil erfolgloser Ausbildungsplatznachfragen bei uns im Norden von 14 Prozent auf 17 Prozent. Im gleichen Zeitraum sank er im Bundesdurchschnitt von 17 Prozent auf 13 Prozent.

GEW für mehr Ausbildungsplätze in Zukunftsberufen
„Die jungen Menschen in Schleswig-Holstein brauchen mehr Ausbildungsplätze, am besten in Zukunftsberufen. Unsere Gesellschaft ist auf hochqualifizierte Fachkräfte angewiesen. Weder aus sozialen noch aus ökonomischen Gründen können wir es uns erlauben, jungen Leuten die Chance auf eine Ausbildung zu verwehren“, nahm Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, am Dienstag, 19. Dezember 2017 zu den Ergebnissen des Ländermonitor Berufliche Bildung von der Bertelsmann-Stiftung Stellung.  

Arbeitgeber müssen ihrer Verantwortung stärker gerecht werden
„Die Arbeitgeber müssen endlich ihrer Verantwortung in stärkerem Maße gerecht werden. Obwohl sie stets den Eindruck eines „Ausbildungsparadieses“ erwecken und vor Fachkräftemangel warnen, nutzten sie die gute wirtschaftliche Lage nicht, um ein deutliches Plus an Ausbildungsplätzen zu schaffen. Das geht gar nicht“, so die Gewerkschafterin. „Stattdessen dürfen wir uns immer wieder die Litanei von angeblich nicht ausbildungsreifen und ausbildungswilligen Jugendlichen anhören. Dabei wird doch niemand im Ernst behaupten, dass die Jugendliche in Schleswig-Holstein dümmer und desinteressierter als in anderen Bundesländern sind.“

Politik mit sich selbst beschäftigt
Nach Auffassung der GEW-Landesvorsitzenden strandeten immer noch zu viele Jugendliche im sogenannten Übergangssystem. „Statt aber dieses Problem energisch anzugehen, reißt die Landesregierung  die Verantwortung für die Berufliche Bildung auseinander. Weder der Transfer der Beruflichen Bildung vom Bildungs-  ins Wirtschaftsministerium noch die nicht zu Ende gedachte Gründung des sogenannten SHIBBs (Schleswig-Holsteinisches Institut für Berufliche Bildung) bringt Jugendliche in Ausbildung.“

 

    

 

 

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Bildungsbereiche Berufliche Bildung Thema Gesellschaftspolitik Bildungsgerechtigkeit Bildungssystem Presse Schleswig-Holstein
news-13088 Thu, 14 Dec 2017 16:31:06 +0100 Schleswig-Holstein: Oben auf der Landkarte, unten bei den Bildungsausgaben https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/schleswig-holstein-oben-auf-der-landkarte-unten-bei-den-bildungsausgaben/ Auf der Landkarte ist Schleswig-Holstein in Deutschland ganz oben. Ganz anders bei den Bildungsausgaben. Da liegt das nördlichste Bundesland ganz unten. Das belegt der neueste Bildungsfinanzbericht des Statistischen Bundesamtes. Ausgaben weit unter dem Bundesdurchschnitt
Schleswig-Holstein lässt sich danach die Ausbildung einer Schülerin oder eines Schülers an allgemeinbildenden öffentlichen Schulen durchschnittlich 5.800 Euro pro Jahr (2014) kosten. Das sind 900 Euro weniger als der Bundesdurchschnitt, der 6.700 Euro beträgt. Thüringen, Spitzenreiter unter den Flächenländern, gibt sogar 8.300 Euro pro Schülerin/Schüler aus. 2.500 Euro mehr als Schleswig-Holstein!

Rote Laterne auch bei den Personalausgaben
Bei den Personalausgaben sieht es nicht besser aus. Hier hält Schleswig-Holstein mit 4.800 Euro die Rote Laterne (Bundesdurchschnitt: 5.500 Euro). An der Spitze steht Thüringen mit 7.200 Euro. Selbst Nordrhein-Westfalen, jahrelang gemeinsames Schlusslicht mit Schleswig-Holstein, konnte sich jetzt absetzen. Das größte Bundesland gibt 5.100 Euro pro Schüler/Schülerin pro Jahr aus.

Schleswig-Holstein investiert zu wenig in Bildung
„Die Zahlen sind absolut deprimierend. Deutschland investiert schon weniger in Bildung als die meisten europäischen Länder. Und innerhalb Deutschlands bleibt Schleswig-Holstein Jahr für Jahr wie festgeklebt auf dem letzten Platz. Zwar ist Geld nicht alles, trotzdem ist klar: Die unzureichende finanzielle Ausstattung erschwert Schülerinnen und Schülern den Bildungserfolg. Bei Lehrerinnen und Lehrern führt sie zu einer zu hohen Arbeitsbelastung“, kommentierte Bernd Schauer, Landesgeschäftsführer der Bildungsgewerkschaft GEW, am Donnerstag, 14.12.2017 in Kiel die neuesten Zahlen aus Wiesbaden. Trotz einiger positiver Ansätze reichten die im Landeshaushalt für das Jahr 2018 bereit gestellten Mittel für die Bildung bei weitem nicht aus, um Schleswig-Holstein den anderen Bundesländern bei den Bildungsausgaben wirkungsvoll näher zu bringen. 

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 14.12.2017

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Schule Bildung weiter denken Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Presse Schleswig-Holstein
news-13010 Fri, 08 Dec 2017 15:11:54 +0100 Inklusion: Landesrechnungshof stützt GEW-Forderung nach mehr Stellen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/inklusion-landesrechnungshof-stuetzt-gew-forderung-nach-mehr-stellen/ Um an den Schulen in Schleswig-Holstein die sonderpädagogische Förderung sicherzustellen, fehlen 1568 Stellen. Das sagt der Landesrechnungshof und stützt damit jahrelange Forderungen der GEW. 1568 Stellen fehlen
Seit vielen Jahren setzt sich die Bildungsgewerkschaft GEW für eine bessere personelle Ausstattung der Inklusion an den Schulen in Schleswig-Holstein ein. Jetzt erhält sie Unterstützung von unerwarteter Seite. Der Landesrechnungshof hat nämlich festgestellt, dass 1568 Lehrerstellen fehlen, um an den Schulen die sonderpädagogische Förderung sicherzustellen. „Landesrechnungshof und GEW liegen bei Berechnungen ja nicht oft auf einer Linie. Deshalb erfüllt es uns natürlich mit einer gewissen Genugtuung, dass der Landesrechnungshof unsere jahrelange Forderung nach zusätzlichen Stellen für Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen mit seinem Bericht untermauert“, äußerte sich die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zum Rechnungshofbericht. 

Schlappe Zielmarken von Jamaika
Die bisherigen Pläne der schwarz-grün-gelben Regierungskoalition reichen aus ihrer Sicht nicht aus, um die sonderpädagogische Förderung in Regelschulen und Förderzentren zu stärken. „Die Jamaika-Koalitionäre wollen innerhalb von sieben Jahren nur rund ein Drittel der benötigten Sonderschullehrerinnen und –lehrer einstellen. Das ist einfach zu wenig. Mit dieser schlappen Zielmarke dürfen wir uns nicht zufrieden geben. Schließlich geht es um Kinder und Jugendliche, die Anspruch auf sonderpädagogische Förderung haben“, so Astrid Henke wörtlich.

Schaffung neuer Stellen reicht nicht
Mit der Schaffung von Stellen allein sei es aber nicht getan, denn Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen fehlten an allen Ecken und Kanten, sagte die GEW-Landesvorsitzende. Um dem Mangel abzuhelfen, plädierte sie für:

  • die Bereitstellung von höheren Ausbildungskapazitäten,
  • die Etablierung eines qualifizierenden weiterbildenden Studiums während der Arbeitszeit für Lehrkräfte anderer Schularten,
  • die Schaffung besserer Arbeitsbedingungen, zum Beispiel durch die Einführung von Kooperationsstunden für Grundschulen und Gemeinschaftsschulen.

Bessere Arbeitsbedingungen müssen obenan stehen
„Wir müssen die Arbeitsbedingungen in Schleswig-Holstein für Sonderpädagoginnen und –pädagogen so attraktiv gestalten, dass alle Lust haben, in Schleswig-Holstein zu bleiben oder nach Schleswig-Holstein zu kommen.“

Zustimmung findet bei der GEW-Landesvorsitzenden der Vorschlag des Landesrechnungshofs die Prävention in den Grundschulen unabhängig vom festgestellten Förderbedarf zu stärken. Das sei ein guter Ansatz, dürfe aber nicht zu Lasten der Kinder in den Förderzentren oder in den Gemeinschaftsschulen gehen. Interessant sei auch die Anregung des Rechnungshofs, Modelle für Schulbegleitung und Schulassistenz zu entwickeln.

 

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 08.12.2017

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Schule Gesellschaftspolitik Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Inklusion Gute Arbeit Presse Schleswig-Holstein
news-13008 Thu, 07 Dec 2017 16:14:29 +0100 Bildungspaket: Gut für G9, zu spät für Schulen mit besonderen Herausforderungen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/bildungspaket-gut-fuer-g9-zu-spaet-fuer-schulen-mit-besonderen-herausforderungen/ Zu spät kommen für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die zusätzlichen Mittel für Schulen mit besonderen Herausforderungen. Für die GEW drohen hier verschenkte Jahre, die zu Lasten von SchülerInnen und LehrerInnen gehen. Bildungschancen bleiben auf der Strecke
„Diese Schulen brauchen schon jetzt bessere Bedingungen. Bis zum Jahr 2020 können dort weder Schülerinnen und Schüler, noch Lehrerinnen und Lehrer warten. Das sind verschenkte Jahre. Bildungschancen werden weiterhin auf der Strecke bleiben, Überlastungen der Lehrkräfte an der Tagesordnung“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Donnerstag, 7. Dezember 2017 in Kiel. Sie bezog sich dabei auf Ankündigungen der Regierungsfraktionen vom gestrigen Tage. 

Sofort mehr Stellen für Schulen mit besonderen Herausforderungen
Nach Auffassung der GEW-Landesvorsitzenden muss mit der zusätzlichen Unterstützung nicht bis zum Vorliegen eines detaillierten Gesamtkonzepts gewartet werden. „Fangen Sie mit der Förderung schon zum kommenden Schuljahr an!“, appellierte sie an die Jamaika-Koalitionäre. 

Konkret forderte Astrid Henke:

  • eine zusätzliche Lehrerstelle für jede Schule, an der mindestens 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen einen Migrationshintergrund haben oder der Anteil von Kindern und Jugendlichen  mit sonderpädagogischem Förderbedarf mindestens 10 Prozent beträgt (Grundschulen  4 Prozent). An Schulen mit insgesamt weniger als 200 Schülerinnen und Schülern könnte mit einer halben Stelle begonnen werden.
  • eine zusätzliche halbe Stelle für Schulentwicklung an den Schulen, an denen der Anteil an Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund mehr als 30 Prozent beträgt

Positiv: Stellen für Umstellungsprozess von G8 auf G9
Positiv bewertete die GEW-Landesvorsitzende, dass die Jamaika-Koalition den Gymnasien zusätzliche Stunden für den Umstellungsprozess von G8 auf G9 bereitstellen will. „Wir finden es richtig, den Gymnasien für neue Aufgaben im Zuge der Umstellung zusätzliche Stunden zu geben“, so Astrid Henke. Das müsse jedoch für alle Schulen gelten, die sich mit neuen Aufgaben konfrontiert sähen. Aktuell im Auge hat die Gewerkschafterin dabei vor allem die Schulen, die in besonderem Maße den Unterricht für geflüchtete und zugewanderte Kinder und Jugendliche zu gestalten haben. Ebenso seien die Schulen zu entlasten, die gegenwärtig von einem Augenblick auf den anderen den Unterricht in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes für Geflüchtete konzipieren müssen.

Sechste Differenzierungsstunde an Gemeinschaftsschullassen zurückgeben
Aus Sicht der GEW wird die Rückkehr von G8 zu G9 den Andrang von Schülerinnen und Schülern auf die Gymnasien weiter forcieren. „Um dem entgegen zu wirken, halten wir es für dringend erforderlich, für die Gemeinschaftsschulen wieder bessere Startbedingungen zu schaffen“, so Astrid Henke.  Konkret fordert sie die Wiedereinführung der sechsten Differenzierungsstunde für jede Gemeinschaftsschulklasse. Diese Anzahl gab es auch beim Start der Gemeinschaftsschulen, um Schülerinnen und Schüler besser fördern zu können.

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news-12953 Thu, 30 Nov 2017 16:12:50 +0100 GEW bei Anhörung im Bildungsausschuss: Konturen von G9 bleiben völlig nebulös https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-bei-anhoerung-im-bildungsausschuss-konturen-von-g9-bleiben-voellig-nebuloes/ Zu viele Unklarheiten bei der Wiedereinführung von G9 bemängelte die GEW bei der Anhörung im Bildungsausschuss des Landtages am 30. November 2017 in Kiel. Negative Folgen bei den Kosten und für die Gemeinschaftsschulen würden ausgeblendet. Beteiligte sollen Katze im Sacke kaufen
„Bei der geplanten Rückkehr von G8 zu G9 an den Gymnasien ist vieles noch völlig nebulös“, sagte Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW am Donnerstag, 30. November 2017 in Kiel bei der Anhörung durch den Bildungsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtags zum entsprechenden Gesetzentwurf. „Im Grunde genommen ist es die berühmte Katze im Sack, die Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern, aber auch Schulträger hier kaufen sollen.“

Viele Fragen, kaum Antworten
Es bleibe unklar, unter welchen Bedingungen G9 in Zukunft umgesetzt werden solle, so die Gewerkschafterin. „Wann soll die zweite Fremdsprache starten? Wie hoch ist die Stundenzuweisung? Was wird aus Ganztagsbereich und Mittagstisch? Wer trägt die Kosten für erforderliche neue Schulbücher und zusätzlich benötigte Klassenräume? Wie viele Lehrerstellen werden gebraucht? Welche Folgen gibt es für andere Schularten durch veränderte Schülerströme? Viele Fragen, kaum Antworten.“

Harsche Kritik an CDU-Wirtschaftsrat
Harsche Kritik übte Astrid Henke an Vorschlägen des CDU-Wirtschaftsrates zur Einführung von Eingangstests an Gymnasien. „Es ist erschreckend, dass im Jahr 2017 ein derartiger Vorschlag ernsthaft vorgetragen wird. Den Bildungsgang von der Tagesform eines zehnjährigen Kindes abhängig zu machen  - das ist ein krasser Rückschritt in die sechziger Jahre. Diese Prüfungen wurden in Schleswig-Holstein Anfang der siebziger Jahre zu Recht abgeschafft. Übrigens von einer CDU-Landesregierung.“ Es bleibe doch sehr zu hoffen, dass es sich hier um eine „reaktionäre Einzelmeinung“ handele.  

GEW für zweite Fremdsprache ab Klassenstufe 7
Für einen entscheidenden Punkt bei der Rückkehr zu G9 hält die GEW den Zeitpunkt des Beginns der zweiten Fremdsprache. „Die zweite Fremdsprache sollte erst wieder in der siebenten Klassenstufe beginnen“, schlug Astrid Henke vor. Der frühere Beginn der zweiten Fremdsprache bei G8 sei für viele Schülerinnen und Schüler ein großes Problem gewesen. Auch um die Durchlässigkeit des Bildungssystems zu erhalten, sei der Beginn in der siebenten Klassenstufe zwingend erforderlich. Nur dann sei in Zukunft noch ein Wechsel für Schülerinnen und Schüler von Gemeinschaftsschulen zum Gymnasium möglich.

Keine faktenbasierte Diskussion
Die GEW-Landesvorsitzende bedauerte, dass die Regierungsfraktionen sich bei der Diskussion nicht an wissenschaftlichen Fakten orientierten. „Entscheidungen des Landtages sollten faktenbasiert sein. Der hier vorgelegte Gesetzentwurf ist es leider nicht. Jedenfalls basiert er nicht auf nachvollziehbaren Fakten. Wissenschaftliche Kriterien für eine Verlängerung des gymnasialen Bildungsweges gibt es nämlich nicht, wie uns die Studie von Professor Köller vom Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) zeigt.“ Übrigens werde es aller Wahrscheinlichkeit nach auch keinen von der Rückkehr zu G9 ausgelösten Run auf Sportvereine, Musikschulen und Jugendfeuerwehren geben. Die Zeiten und damit auch das Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen hätten sich schlichtweg geändert.

Zu hohe Hürde für Schulkonferenzen
Astrid Henke erneuerte ebenfalls ihre Kritik an der hohen Hürde für die Schulen von 75 Prozent für den Verbleib bei G8. „Wenn der Landtag den Schulkonferenzen Mitsprache ermöglichen will -  dann richtig. Das heißt: einfache Mehrheit in der Schulkonferenz. Wenn keine Mitsprache gewünscht ist, dann sollte der Landtag dazu auch stehen.“

 

Foto: Finn Blunck

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Schule Bildungssystem Presse Schleswig-Holstein
news-12926 Tue, 28 Nov 2017 15:55:56 +0100 Aufstiegs-BAFöG für angehende ErzieherInnen - Pragmatische Lösung sinnvoll https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/aufstiegs-bafoeg-fuer-angehende-erzieherinnen-pragmatische-loesung-sinnvoll/ Die GEW hält den pragmatischen Ansatz von Bildungsministerin Karin Prien für die Finanzierung des dritten Ausbildungsjahrs bei angehenden ErzieherInnen für sinnvoll. Lösungen dürften aber nicht zu Lasten von Lernenden und Lehrenden gehen. Aufatmen bei angehenden ErzieherInnen
„Bei den betroffenen Schülerinnen und Schülern in Schleswig-Holstein wird die Ankündigung für Aufatmen sorgen. Es ist gut, dass die Bildungsministerin die Probleme von angehenden Erzieherinnen und Erziehern mit der Finanzierung ihres dritten Ausbildungsjahres pragmatisch lösen will“, kommentierte Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW am Dienstag, 28. November 2017 in Kiel die heutige Presseerklärung von Bildungsministerin Karin Prien.

Lösungen nicht zu Lasten von Lernenden und Lehrenden
Aus Sicht der GEW dürften die Lösungen jedoch nicht zu Lasten von Lernenden und Lehrenden gehen. Die Qualität der Ausbildung müsse ebenfalls in vollem Umfang erhalten bleiben, so die GEW-Landesvorsitzende. Als „wenig sinnvoll“ erachtete sie die Idee, Praktika in den Ferien auszuweiten, während die meisten Einrichtungen geschlossen hätten.    

Aufstiegs-BAFöG für gesamte Ausbildung sichern
Astrid Henke plädierte dafür, die Finanzierung der schulischen Weiterbildung an den Fachschulen für Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege generell so zu regeln, dass das Aufstiegs-BAFöG (Meister-BAFöG) für die gesamte Ausbildungszeit von bis zu 36 Monaten für die Lernenden gesichert ist. Die Ausbildungsförderung müsse dabei den Lerninhalten und dem besonderen Theorie-Praxis-Verhältnis der Fachschulen untergeordnet sein. Maßgaben der Kultusministerkonferenz zu den Anforderungen an die Ausbildung dürften dabei nicht auf der Strecke bleiben.

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 28.11.2017

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Kita Berufliche Bildung Bildungsfinanzierung Presse Schleswig-Holstein
news-12905 Fri, 24 Nov 2017 12:48:55 +0100 GEW-Aktion gegen Lehrkräftemangel vor dem Bildungsministerium https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-aktion-gegen-lehrkraeftemangel-vor-dem-bildungsministerium/ Bei einer Aktion hat die GEW heute am Freitag, den 24.11.2017 mit rund einhundert Pappkameradinnen und -kameraden vor dem Kieler Bildungsministerium auf den in Schleswig-Holstein herrschenden Mangel an qualifizierten Lehrkräften aufmerksam gemacht. "Ich bin Mathelehrerin und fehle an einer Grundschule!“
Dieser Satz prangt auf der Brust einer lebensgroßen Pappkameradin. Bei dem Pappkameraden daneben heißt es: „Ich bin Sonderschullehrer und fehle in der Inklusion!“ Nach demselben Muster präsentieren sich rund einhundert fehlende Pappkameradinnen und -kameraden auch für Gymnasien, Gemeinschaftsschulen und Berufliche Schulen vor dem Kieler Bildungsministerium. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sie dort am Freitag, 24.11.2017 aufgestellt, um auf den auch in Schleswig-Holstein herrschenden Mangel an qualifizierten Lehrkräften aufmerksam zu machen. 

11.528 Schulstunden durch nicht-ausgebildete Lehrkräfte
Die Zahlen der Landesregierung haben es in sich: 29.545 Unterrichtsstunden werden an den Grundschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien in Schleswig-Holstein pro Woche von Personen ohne Zweite Staatsprüfung gegeben. In 11.528 Stunden stehen sogar Personen ohne jegliche Lehramtsausbildung vor den Klassen. Viel zu viele, findet die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke. Die Qualität von Bildung drohe dabei auf der Strecke zu bleiben.

Länder haben Lehrkräftemangel verschlafen
„Die Länder haben in den vergangenen Jahren den Lehrkräftemangel verschlafen. Sie haben sich von ihren eigenen alten Zahlen und Prognosen einlullen lassen, sei es aus Bequemlichkeit oder um aus finanziellen Gründen weniger Lehrerinnen und Lehrer einstellen zu müssen. Das rächt sich jetzt“, sagte die GEW-Landesvorsitzende in einer kurzen Rede vor etwa 50 Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern. „Schleswig-Holstein braucht mehr ausgebildete junge Lehrerinnen und Lehrer.  Vor allem an Grundschulen und Sonderschulen sieht es zunehmend schlecht aus, Lehrerstellen mit ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern zu besetzen.

700 Stellen mit Personen ohne Lehramtsausbildung besetzt
Die Lücken würden überwiegend mit Menschen gefüllt, die kein Lehramtsstudium abgeschlossen hätten oder über andere Lehramtsausbildungen verfügten, berichtete Astrid Henke. In Schleswig-Holstein seien gegenwärtig etwa 700 Stellen auf diese Art und Weise besetzt. „Ein mehr als problematischer Weg! Lautet die Botschaft doch: Lehrerin kann jede, Lehrer kann jeder. Wenn Zahnärzte fehlen, käme doch auch kein Mensch auf die Idee, diese durch Tierärzte zu ersetzen. Grundschulkinder würden aber heute teilweise von Latein-, Geschichts- oder Französischlehrerinnen und -lehrern in Deutsch, Mathe und HSU (Heimat- und Sachunterricht) unterrichtet.“

Appell an Bildungsministerin
Vor diesem Hintergrund appellierte Astrid Henke direkt an Bildungsministerin Karin Prien: „Geben Sie den Kindern und den Lehrerinnen und Lehrern  eine Chance! Sorgen Sie umgehend für eine berufsbegleitende Qualifikationen und ein Mentoringprogramm! Schaffen Sie attraktivere Bedingungen durch A13 in den Grundschulen und bessere Arbeitsbedingungen!“

Beruf muss wieder attraktiver werden
Um Zustände wie in Sachsen und Berlin zu vermeiden, wo teilweise nur noch ein Fünftel der zu besetzenden Stellen mit dafür ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern besetzt werden könnten, müsse auch Schleswig-Holstein mehr tun, sagte die GEW-Landesvorsitzende. „Unser Beruf muss einfach wieder attraktiver werden, damit mehr junge Menschen als bisher Lehrerin oder Lehrer werden wollen.“

GEW macht Vorschläge
Konkret schlug die GEW-Landesvorsitzende ein Bündel an Maßnahmen vor:

  • Bedarfsanalyse und entsprechende Erhöhung der Studienplätze
  • Erhöhung der Plätze für den Vorbereitungsdienst
  •  Anhebung der Besoldung für Grundschullehrkräfte auf A13 (Angestellte E13)
  • Senkung der Arbeitsbelastungen
  • Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes für Beamtinnen und Beamte

Ideen für Notmaßnahmen
Als Notmaßnahmen für die vom aktuellen Lehrkräftemangel betroffenen Schulen forderte Astrid Henke abschließend:

  • Qualifikationen für alle nicht voll ausgebildeten Lehrkräfte
  • Zeitressourcen für das Kollegium zur Unterstützung bzw. für das Mentoring
  • Intensivierung von Quereinsteigerprogrammen in ausgewählten Fchern/Lehrämtern

 

Und auch in Itzehoe hat es eine GEW-Aktion zu dem Thema gegeben.

Fotos: Ulf Stephan - Arbeiterfotografie

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Schule Bildung weiter denken Bildungsqualität Bildungssystem LehrerInnenbildung Presse Schleswig-Holstein
news-12891 Wed, 22 Nov 2017 17:26:17 +0100 GEW: 400 neue Stellen für Lehrerinnen und Lehrer ein gutes Signal https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-400-neue-stellen-fuer-lehrerinnen-und-lehrer-ein-gutes-signal/ Als "sinnvolle und notwendige Investition in die Bildung in Schleswig-Holstein" bezeichnete die GEW die Schaffung von 400 neuen Stellen für Lehrerinnen und Lehrer. Dennoch bleibe noch viel zu tun. „400 neue Stellen für Lehrerinnen und Lehrer im Haushaltsentwurf für das Jahr 2018 sind eine sinnvolle und notwendige Investition in die Bildung in Schleswig-Holstein. Das ist eine gute Maßnahme der Landesregierung. Unser ständiges Drängen hat sich also gelohnt. Vor allem die Schulen mit besonderen Herausforderungen warten dringend auf eine bessere personelle Ausstattung“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Mittwoch, 22. November 2017  in Kiel zum gestern von der Landesregierung präsentierten Haushaltsentwurf.  „Wir befürchten allerdings, dass für diese Stellen nicht genügend ausgebildete Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung stehen werden. Jahrelang wurde der sich abzeichnende Mangel an Lehrkräften bundesweit verschlafen. Jetzt ist der Mangel da und gefährdet die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen.“

Zustimmung gab es von der Bildungsgewerkschaft für die Bereitstellung von fünf Millionen Euro für die Sprachförderung in den Kindertagesstätten. „Hier warten wir allerdings darauf, dass die Landesregierung die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Kitas konkret in Angriff nimmt. Zwei Fachkräfte pro Gruppen halten wir erforderlich, und zwar auch am Vormittag. Dafür muss Geld locker gemacht werden“, verlangte die Gewerkschafterin.    

Bei aller Anerkennung für die genannte positiven Maßnahmen, machte Astrid Henke aber auch deutlich, dass im Bildungsbereich noch viel mehr getan werden müsse. Als Beispiele nannte sie die überfällige Bezahlung der Grundschullehrkräfte nach A13, die viel zu hohen Arbeitsbelastungen an den Schulen, die Unterfinanzierung der Hochschulen und die Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes für Beamtinnen und Beamte.

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Presse Schleswig-Holstein
news-12866 Mon, 20 Nov 2017 16:29:59 +0100 GEW macht mobil für A13 an Grundschulen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-macht-mobil-fuer-a13-an-grundschulen/ "Schluss mit der Diskriminierung von Grundschullehrerinnen! A13 jetzt!" Das war die Botschaft auf einer Veranstaltung der GEW-Landesfachgruppe Grundschulen am 20.11.2017 im Neumünsteraner Gewerkschafthaus. 91 Prozent der Lehrkräfte an Grundschulen in Schleswig-Holstein sind Frauen. Im Gegensatz zu den Lehrkräften in den anderen Schularten erhalten die Lehrerinnen und Lehrer an den Grundschulen keine Besoldung nach der Gruppe A13, sondern nur nach A12. Monatlich macht das einen Unterschied von rund 400 bis 500 Euro aus. 

Für die Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW Astrid Henke ist die Sache klar: „Die Besoldungsunterschiede stellen nicht nur eine gravierende Ungerechtigkeit dar. Frauen werden auch durch die schlechtere Bezahlung mittelbar wegen ihres Geschlechts diskriminiert. CDU und FDP sollten sich an ihre Ankündigungen von vor der Landtagswahl erinnern und diesen untragbaren Zustand endlich beenden“, sagte sie auf einer GEW-Veranstaltung im Neumünsteraner Gewerkschaftshaus am Montag, 20.11.2017. „Die Pleite-Stadt Berlin und Brandenburg haben einen Anfang mit A13 gemacht. Da darf Schleswig-Holstein nicht mit einem Hinweis auf die finanzielle Lage zurückbleiben.“       

Unterstützung erhielte die Gewerkschaft von der Jura-Professorin Dr. Eva Kocher von der Europa-Universität Frankfurt/Oder. „Die Voraussetzung einer mittelbaren Diskriminierung des Geschlechts sind erfüllt, weil Frauen durch die Besoldungsregelungen in besonderer Weise nachteilig betroffen sind: der Frauenanteil unter den Grundschullehrkräften ist wesentlich größer als der Frauenanteil bei den Gymnasiallehrkräften. Und die beiden Tätigkeiten sind hinreichend vergleichbar. Die sich daraus ergebende Vermutung einer Geschlechtsbezogenheit der niedrigen Besoldung wird noch dadurch gestützt, dass sowohl die unterschiedlichen Frauenanteile als auch die unterschiedlichen Besoldungen mit Geschlechterstereotypen erklärt werden können“, führte die Juristin aus.

Astrid Henke ergänzte: „Die Zeiten, in denen der Spruch ‚Kleine Kinder – kleines Gehalt, große Kinder – großes Gehalt‘ galt, sind historisch längst überholt. An unseren Schulen wird zwar nicht überall die gleiche Arbeit gemacht, aber es wird gleichwertige Arbeit geleistet - und die muss gleich bezahlt werden!“ Es sei nicht akzeptabel, dass die Politik pädagogische Arbeit an Grundschulen geringer wertschätze als an den anderen Schularten. Das seien „Ansichten von vorgestern“, die es endlich zu überwinden gelte.

Unter dem Motto „JA13“ setzt sich die GEW gegenwärtig bundesweit für eine Anhebung der Besoldung von Grundschullehrkräften auf die Besoldungsgruppe A13 (Entgeltgruppe E13 für Angestellte) ein.

 

 

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