GEW Schleswig-Holstein - Medieninformationen https://www.gew-sh.de GEW Schleswig-Holstein - Medieninformationen de-DE GEW Schleswig-Holstein - Medieninformationen Sat, 22 Sep 2018 16:30:52 +0200 Sat, 22 Sep 2018 16:30:52 +0200 TYPO3 EXT:news news-14941 Fri, 21 Sep 2018 14:54:51 +0200 Da bleibt noch viel zu tun https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/da-bleibt-noch-viel-zu-tun/ Mit einer erheblichen Portion Skepsis betrachtet die Bildungsgewerkschaft GEW den Zwischenbericht des Sozialministeriums zur Neuordnung der Kita-Gesetzgebung. Zu vage bleiben ihr viele Maßnahmen und Ankündigungen. „Besser mag es wohl werden, aber noch nicht gut. Die sinnvolle Festschreibung einer zweiten Kraft pro Gruppe ist ein wichtiger Zwischenschritt hin zu guten Bedingungen in den Kindertagesstätten. Daneben bleibt vieles zu unbestimmt. Anderes genügt nicht den Erfordernissen, wie zum Beispiel die Ausweitung von Vor- und Nachbereitungszeiten und Leitungszeiten“, äußerte sich GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer am Freitag, 21. September 2018 in Kiel. 

Für die personelle Ausgestaltung der Standards in der fiktiven Standard-Kita legte der GEW-Landesgeschäftsführer der Politik Empfehlungen von Fachleuten aus Pädagogik und Wissenschaft ans Herz. Für den Krippenbereich ist das ein Betreuungsverhältnis von 1:3 (Ist-Stand in Schleswig-Holstein: 1:3,7), für den Elementarbereich 1:7,5 (Ist-Stand: 1:8,4). Die Zahlen stammen aus der jüngsten Studie der Bertelsmann-Studie zur frühkindlichen Bildung. Unter Einbeziehung der Ausfallzeiten des Personals stellt sich die gegenwärtige Situation noch düsterer dar.

„Sollte die Landesregierung eine fiktive Standard-Kita bei der Finanzierung zur Referenzgröße machen, kommt es entscheidend darauf an, welche Maßstäbe zugrunde gelegt werden. Wir werden ganz genau darauf achten, dass bessere Arbeitsbedingungen Einzug in die fiktive Standard-Kita erhalten“, so Bernd Schauer. „Unzureichende Arbeitsbedingungen müssen ein Ende haben. Denn sie führen ständig zu krankheitsbedingten Personalausfällen und treiben die Erzieherinnen aus dem Beruf.“

Bei der fiktiven Standard-Kita sei auch zu bedenken, dass hier nicht Unterschiede zwischen reichen und armen Gemeinden in der Ausstattung zementiert würden. Schon aus Gründen der Bildungsgerechtigkeit müssten einheitlich gute Verhältnisse für alle Kitas im Lande zum Standard gemacht werden, sagte Bernd Schauer.

 

 

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Bildungsbereiche Kita Gute Arbeit Presse Schleswig-Holstein
news-14936 Thu, 20 Sep 2018 16:31:40 +0200 Landesregierung bleibt politisch in der Pflicht https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/landesregierung-bleibt-politisch-in-der-pflicht/ Für die verbeamteten LehrerInnen in Schleswig-Holstein hat sich das lange Warten auf ein positives „Weihnachtsgeld-Urteil“ nicht gelohnt. Am Donnerstag, den 20.09.18 wies das Verwaltungsgericht in Schleswig entsprechende Klagen ab. Die Bildungsgewerkschaft GEW hatte Musterklagen von Lehrkräften unterstützt.

„Trotz des Urteils bleibt die Landesregierung in der Pflicht. Schließlich spart das Land seit über zehn Jahren viel Geld auf Kosten der Beschäftigten. Bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen sind notwendig, um gute und engagierte Lehrerinnen und Lehrer für die Schulen zu gewinnen. Die Landeskassen sind gut gefüllt. Da ist es nur recht und billig, dass das Weihnachtsgeld wieder gezahlt wird“, äußerte sich die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zu dem Urteil. 

Schleswig-Holstein hatte das Weihnachtsgeld 2007 trotz heftiger Proteste der Gewerkschaften weitestgehend gestrichen. Zur Begründung hatte die Landesregierung seinerzeit auf die „finanzielle Notlage des Landes“ verwiesen. Wieder und wieder hatte die GEW gemeinsam mit DGB, GdP und ver.di gegenüber den jeweiligen Landesregierungen die Zahlung des Weihnachtsgeldes thematisiert.

 

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Wissenschaft Berufliche Bildung Schule Gute Arbeit Mitbestimmung Beamte Presse Schleswig-Holstein
news-14835 Thu, 13 Sep 2018 13:14:09 +0200 Kinderschutzbund und GEW: Es ist Zeit für mehr Bildungsgerechtigkeit! https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/kinderschutzbund-und-gew-es-ist-zeit-fuer-mehr-bildungsgerechtigkeit/ „Mehr Bildungsgerechtigkeit für ALLE Kinder durch tatsächliche Lernmittelfreiheit“ – mit dieser anhaltenden Forderung trat der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) heute gemeinsam mit der GEW vor die Landespressekonferenz in Kiel. „Es ist nicht länger hinnehmbar, dass viele Kinder und Jugendliche immer noch langfristig auf ihrem Bildungsweg benachteiligt werden, weil ihre Eltern sich die Ausgaben rund um den Schulbesuch schlichtweg nicht leisten können“ kritisierte die DKSB SH Landesvorsitzende Irene Johns. Bereits 2013 hätten der DKSB SH und die GEW SH gemeinsam auf die belastende Kostensituation von Eltern schulpflichtiger Kinder in Schleswig-Holstein hingewiesen. Eine vor drei Jahren vom Landtag in Auftrag gegebene Studie habe längst bestätigt, dass die Kosten zu hoch seien, so Johns weiter. „Allein die Ausgaben für die zur Teilnahme am Schulunterricht notwendige Grundausstattung, die alle Eltern leisten müssen, liegen mit durchschnittlich 400 Euro weit über den dafür vorgesehenen Leistungen des Bildungs-und Teilhabepakets (BuT) von 100 Euro. Und rechnen wir die hier nicht einbezogenen, aber ebenso anfallenden Kosten für Sportschuhe, Taschenrechner, Schulausflüge oder Nachhilfeunterricht dazu, sind wir schnell beim Zehnfachen des BuT Basissatzes – ernüchternde Erkenntnisse, denen jetzt endlich Handeln auf allen Ebenen folgen muss“, mahnte Johns. 

Die sogenannte Lernmittelfreiheit, wie sie in Schleswig‐Holstein und sieben weiteren Bundesländern besteht, reicht nach Ansicht des Kinderschutzbundes bei weitem nicht aus. Anlässlich des Weltkindertages am 20. September setzt sich der Verband daher jetzt auch bundesweit für die tatsächliche Lernmittelfreiheit ein.Die Bundesregierung muss endlich dafür sorgen, dass Bildungs- und Teilhabeleistungen bei allen Kindern ankommen, die einen Anspruch darauf haben“, forderte DKSB-Präsident Heinz Hilgers und führte aus, dass aktuell mehr als 4,4 Millionen in Armut lebten, aber nur ein Bruchteil von Ihnen das Bildungs- und Teilhabepaket bekomme. „Das liegt vor allem an der unglaublichen Bürokratie. Zudem sind einzelne Leistungen viel zu niedrig und willkürlich festgesetzt, so wie der Schulbedarf von 100 Euro. Der wurde seit 2011 nicht mehr erhöht und die Studie aus Schleswig-Holstein zeigt ja, dass das viel zu niedrig ist“, so Hilgers weiter. „Dabei hat das Bundesverfassungsgericht mehrfach entschieden, dass alle Leistungen, auch der Schulbedarf, transparent und nachvollziehbar ermittelt werden und sich an den tatsächlichen Bedarfen von Kindern orientieren müssen“, so der Präsident des Bundesverbands.

Ein starker Kooperationspartner des DKSB SH im Kampf für mehr Bildungsgerechtigkeit im nördlichsten Bundesland ist seit mehr als fünf Jahren die GEW SH. Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW machte deutlich: „Eine echte Lernmittelfreiheit muss endlich auf den Weg gebracht werden. Arbeitsheft, Lektüre, Taschenrechner oder Tuschkasten sind notwendige Lernmittel um erfolgreich in der Schule mitzuarbeiten. Es muss Schluss damit sein, Kinder und Jugendliche zu beschämen, die das nötige Geld nicht oder erst am nächsten 1. haben. Es muss Schluss damit sein, dass Lehrkräfte mit dem Abkassieren von Kopier- oder Zeichengeld beschäftigt sind statt mit den Unterrichtsinhalten.“

Nach Ansicht von DKSB und GEW ist die aktuelle Ausgestaltung von Lernmittelfreiheit und Bildungs- und Teilhabepaket kein geeignetes Instrument, um wirkliche Bildungsgerechtigkeit zu erreichen. „Es sind grundlegende Maßnahmen und eine Sensibilisierung der Beteiligten notwendig, um allen Kindern gute Bildungschancen zu bieten“, betont die Landesvorsitzende Irene Johns.
Bis zur angestrebten Umsetzung der bundesweiten DKSB Forderung der Abschaffung des Bildungs- und Teilhabepaketes und Einführung einer Kindergrundsicherung, werde die Landesregierung SH daher aufgefordert:

  1. einen umfassenden Maßnahmenplan zur Senkung der Schulkosten für Eltern vorzulegen und so zu verabschieden, dass die darin beschlossenen Maßnahmen ab Unterrichtsbeginn des Schuljahres 2019/2020 umgesetzt werden können.
  2. tatsächliche Lernmittelfreiheit zu schaffen. Es müssen ALLE Materialien, die für den Schulalltag notwendig sind kostenfrei zur Verfügung stehen. Lernmittelfreiheit darf keine Mogelpackung bleiben. Es muss eine Anpassung des Schulgesetzes erfolgen.
  3. eine erneute Erhebung der Schulkosten entsprechend der Studie des IPN zur Evaluation des Erfolgs des Maßnahmenplans künftig alle fünf Jahre durchzuführen, beginnend mit dem Schuljahr 2020/2021.
  4. Schulen für die hohen Bildungskosten von Eltern zu sensibilisieren.

Unterstützt wird das Anliegen durch die Landesschülervertreter und den Landeselternbeirat.

„Wir erachten es als wichtig, dass Konzepte entwickelt werden, in denen alle finanziellen Situationen der Erziehungsberechtigten berücksichtigt werden, wenn es darum geht, welche Kosten innerhalb eines Schuljahres anfallen. Soziale Unterschiede dürfen keinen Einfluss auf den Bildungsweg der Kinder haben“, bekräftigte Leon, Mitglied der Landesschülervertretung der Gemeinschaftsschulen SH. Und Christin von der LSV Gymnasien SH fügte hinzu: „Tag täglich erleben wir als Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein, was an Kosten für Schule anfallen. Das heißt, dass wir im Dialog zum Thema Schulkosten unbedingt angehört werden müssen, da wir konkrete Beispiele und somit Verbesserungsvorschläge nennen können. Zum Beispiel müssen oftmals in den Kernfächern sogenannte Arbeitshefte angeschafft werden. Das Problem jedoch ist, dass diese mindestens zehn Euro kosten und in den meisten Fällen kaum beziehungsweise gar nicht genutzt werden“, so die 16jährige.

„Eltern stehen mit langen Listen, die ihnen von den Schulen ausgehändigt worden sind, oft ratlos vor der zahlreichen Auswahl an Schreibutensilien“, bestätigt auch der Vorsitzende des Landeselternbeirats Gymnasien SH Thomas Wulff. „Damit aber noch nicht genug: Teure Fachbücher und Übungshefte, Klassenfahrten und Exkursionen, Taschenrechner, sowie die durch Wachstum bedingte ständig neu anzuschaffende Sportbekleidung für Hallen- und Außensport -  So etwas kann und darf nicht zu finanziellen Lasten der Eltern gehen“, kritisiert Wulff.

„Die Dringlichkeit der Lage ist längst klar – Der Änderungsbedarf ist deutlich formuliert und bereits seit 2017 liegen dem Bildungsausschuss entsprechende Empfehlungen vor. Es ist jetzt also an der Landesregierung, diese Ergebnisse und Empfehlungen auch endlich umzusetzen“, betonte die Landesvorsitzende Johns.

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Schulsozialarbeit Berufliche Bildung Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Presse Schleswig-Holstein
news-14792 Fri, 07 Sep 2018 11:05:34 +0200 GEW: „Kein SHIBB ins Wirtschaftsministerium - beispiellose Aufspaltung der Zuständigkeiten!“ https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-kein-shibb-ins-wirtschaftsministerium-beispiellose-aufspaltung-der-zustaendigkeiten/ Die Zuständigkeit für die Berufsbildenden Schulen des Landes Schleswig-Holstein gehört nicht ins Wirtschaftsministerium. Bestärkt sieht sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Schleswig-Holstein in ihrer Forderung durch ein Gutachten. Bildungsgewerkschaft zu den Plänen der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung, die Zuständigkeit für Berufsbildende Schulen mit einem Institut ins Wirtschaftsministerium zu verlagern

Frankfurt a. M./Kiel – Die Zuständigkeit für die Berufsbildenden Schulen des Landes Schleswig-Holstein gehört nicht ins Wirtschaftsministerium. Bestärkt sieht sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Schleswig-Holstein in ihrer Forderung durch das Gutachten „Berufsbildende Schulen steuern“ (www.gew-sh.de/shibb) des renommierten Rechtswissenschaftlers Prof. Dr. Michael Wrase (Hildesheim/Berlin).

Folglich hat die GEW Schleswig-Holstein die Landesregierung aufgefordert, die Zuständigkeit weiterhin beim Bildungsministerium zu belassen. „Es ist auch aus Sicht des Verfassungsrechts bedenklich, dass die Landesregierung den historisch einmaligen und bislang im Schulgesetz nicht vorgesehenen Schritt zur Aufspaltung der Zuständigkeiten der Schulaufsicht über die allgemeinbildenden und die berufsbildenden Schulen ohne eine vorherige unabhängige und ergebnisoffene bildungs- und organisationswissenschaftliche Begutachtung vornehmen möchte“, heißt es u.a. in dem Gutachten.

„Wir haben genug von politischen Experimenten à la G8/G9 auf dem Rücken von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern. Die Landesregierung soll es bei den bewährten Strukturen im Bildungsministerium belassen. Berufliche Schulen und allgemeinbildende Schulen gehören in ein Ministerium“, fordert Astrid Henke, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Schleswig-Holstein.  Wolle die schleswig-holsteinische Landesregierung die Berufliche Bildung in einem Schleswig-Holsteinischen Institut für Berufliche Bildung (SHIBB) zusammenfassen, so komme als Rechtsform die eines Landesamts infrage, so der Befund des Gutachtens.

„Die proklamierten Ziele des SHIBBs -  die Bündelung der Fragen beruflicher Bildung sowie die effiziente Aufgabenwahrnehmung – können höchstens im Zuständigkeitsbereich des MBWK erreicht werden“, zitiert die Gewerkschafterin aus dem Gutachten. Sie verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass für die Errichtung kein reiner Organisationsakt der Landesregierung ausreiche, sondern es eines Parlamentsgesetzes durch den Schleswig-Holsteinischen Landtag bedürfe.

„Die beabsichtigte Verlagerung der Zuständigkeit für die berufsbildenden Schulen vom Bildungs- ins Wirtschaftsministerium wäre bundesweit einzigartig“, so Ansgar Klinger, im GEW Hauptvorstand für Berufliche Bildung zuständig. „Sie widerspricht in gewisser Weise dem Gedanken der klassischen Dualität beruflicher Bildung, wonach die Schule der betrieblichen Ausbildung in dem Sinne komplementär gegenübertritt, dass sie neben der betrieblichen Ausbildung gerade eine berufsübergreifende und allgemeine Bildung vermittelt, welche sie gegenüber den Verwertungsinteressen der Wirtschaft absichert“, zieht  er das Gutachten heran. Diese beispiellose Aufspaltung führe für Schleswig-Holstein auf Bundesebene  zu  einem erheblichen Repräsentationsproblem in der Kultusministerkonferenz.

Ansgar Klinger: „Bildungsministerin Karin Prien und Wirtschaftsminister Buchholz dürfen dann in Zukunft immer gemeinsam zur Kultusministerkonferenz reisen. Der Wirtschaftsminister vertritt das Land bei Fragen der berufsbildenden Schulen, während die Bildungsministerin weiterhin Repräsentantin für die Angelegenheiten der allgemeinbildenden Schulen bleibt. Und bei Fragen, die alle Schulen betreffen, dürfen sich beide für das Land zu Wort melden.  Selbst wenn man Vertretungs- und Koordinationsmöglichkeiten findet, ist dies mit erheblichem Mehraufwand verbunden und damit völlig unverhältnismäßig.“

An den  aufwendigen Koordinierungsbedarf zwischen den Ministerien knüpft auch Astrid Henke bei ihrer Kritik an: „Alle reden von Bürokratieabbau. Hier wird nun aber gezielt Bürokratieaufbau betrieben. Koordinierungsbedarf, Mehraufwand, inhaltliche Probleme sind vorprogrammiert. Dies betrifft Fachanforderungen und schulaufsichtliche Vorgaben für die zu vergebenden Schulabschlüsse genauso wie sämtliche Erlasse des Bildungsministeriums MBWK zu pädagogischen und schulorganisatorischen Fragen, die allgemein- und berufsbildende Schulen gleichermaßen betreffen.“

 

Info:
Die schleswig-holsteinische Landesregierung will die Berufliche Bildung in einem Schleswig-Holsteinischen Institut für Berufliche Bildung (SHIBB) zusammenfassen und die Zuständigkeit für die Gründung eines Schleswig-Holsteinischen Instituts für Berufsbildung (SHIBB) in den Verantwortungsbereich des Wirtschaftsministeriums übertragen. Die GEW hat heute die Vorabfassung des von der Max-Traeger-Stiftung in Auftrag gegebenen Gutachtens „Berufsbildende Schulen steuern. Verfassungs- und organisationsrechtliche Vorgaben für die Ausgestaltung eines Schleswig-Holsteinischen Instituts für Berufliche Bildung (SHIBB)“ (www.gew-sh.de/shibb) vorgestellt. Es gibt klare Auskunft auf die Frage der verfassungsrechtlichen Zulässigkeit der infrage kommenden Rechtsformen eines SHIBBs und dessen organisatorische Ausgestaltung. Außerdem bewertet es mögliche, letztlich mit dem SHIBB verbundene Zielsetzungen durch den Wechsel der Zuständigkeit vom Bildungs- in das Wirtschaftsressort der Landesregierung.

 

Veranstaltungshinweis der Fachgruppe Berufliche Bildung:

Goldene Zeiten für die berufliche Bildung? Was bringt der Wechsel der Beruflichen Bildung ins Wirtschaftsministerium?

Diskussion mit: Ansgar Klinger (GEW-Hauptvorstand) Astrid Henke (GEW-Landesvorsitzende) Ingo Schlüter (stellv. Vorsitzender DGB Nord)

Termin: 13.09.2018, 16:00 - 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: DGB-Haus Neumünster (Carlstr. 7)

 

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Berufliche Bildung Bildungsqualität Bildungssystem Presse Schleswig-Holstein
news-14744 Mon, 03 Sep 2018 14:17:19 +0200 GEW: Ohne bessere Bedingungen wird das nichts https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-ohne-bessere-bedingungen-wird-das-nichts/ Die GEW erwartet vom Land mehr Anstrengungen bei der Umsetzung der Inklusion. Im bundesweiten Vergleich legt Schleswig-Holstein zwar gut, aber die Belastungen für die LehrerInnen sind zu hoch, worunter auch die SchülerInnen leiden. Kein Grund zum Jubel
Obwohl Schleswig-Holstein im bundesweiten Vergleich gut dasteht, besteht aus Sicht der Gewerkschaft kein Anlass zum Jubel. Die Arbeitsbelastungen für die Lehrkräfte sind aus Sicht der Gewerkschaft viel zu hoch. Die sonderpädagogische Unterstützung für die Schülerinnen und Schüler reicht nicht aus für eine gute Inklusion.

LehrerInnen brauchen mehr Zeit
„Wir finden es gut, dass in Schleswig-Holstein vielen Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf das gemeinsame Lernen in der Regelschule ermöglicht wird. Aber ohne ausreichende personelle Ausstattung, wird das nichts mit der Inklusion. Für eine erfolgreiche Inklusion brauchen die Lehrkräfte einfach mehr Zeit“, forderte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Montag, 3. September 2018 in Kiel mit Blick auf die heute veröffentlichte Studie „Unterwegs zur inklusiven Schule“ der Bertelsmann Stiftung. Nach Berechnungen der GEW fehlen in Schleswig-Holstein etwa 1.000 Stellen für die Inklusion.

Gute Ergebnisse auf dem Rücken der Lehrkräfte
„Die Ergebnisse der Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung zeigen für Schleswig-Holstein einen Fortschritt bei der Inklusion. Das ist gut. Noch besser wäre es, wenn dieser Fortschritt nicht zum großen Teil auf dem Rücken der Lehrkräfte erreicht worden wäre. Die Landesregierung muss für die Lehrkräfte endlich bessere Arbeitsbedingungen schaffen. Wir brauchen mehr Personal sowie Zeit für Austausch und Fortbildung. Das würde die Lehrkräfte entlasten, aber auch den Schülerinnen und Schülern helfen“, betonte die GEW-Landesvorsitzende.

Ein Zurück bei der Inklusion ist keine Antwort
Sie hob jedoch auch hervor, dass gute Inklusion in einer demokratischen Gesellschaft nicht einfach beiseite gewischt werde dürfe. Astrid Henke: „Ein Zurück ist keine Antwort. Die UN-Behindertenrechtskonvention ist anerkannt und gilt auch für Deutschland. Gerade in Zeiten, in denen Ausgrenzung und Diskriminierung von Minderheiten zunehmen, wird gute Inklusion in den Bildungseinrichtungen wichtiger denn je. Sie wird aber nur mit guten Rahmenbedingungen erfolgreich sein.“


Verantwortlich: Bernd Schauer, 03.09.2018

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Bildungsbereiche Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungssystem Inklusion Gute Arbeit Presse Schleswig-Holstein
news-14721 Fri, 31 Aug 2018 09:59:38 +0200 GEW fordert Stundenreduzierung für Lehrkräfte https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-fordert-stundenreduzierung-fuer-lehrkraefte/ Vage Ankündigungen des Bildungsministeriums von zusätzlichen Ressourcen fürs kommende Jahr reichen für die Schulen mit besonderen Heraussforderungen nicht aus. Die GEW fordert für die betroffenen Lehrkräfte eine Reduzierung der Pflichtstunden. Neues Schuljahr – keine Verbesserungen
Ein neues Schuljahr hat begonnen. Für die Schulen mit besonderen Herausforderungen hat sich nichts zum Besseren gewendet.Damit sie ihren schwierigen Aufgaben besser gerecht werden können, fordert die Bildungsgewerkschaft GEW nun für die Lehrkräfte an den entsprechenden Schulen eine Reduzierung der Pflichtstunden.

Lehrkräfte arbeiten am Limit
„Die Lehrerinnen und Lehrer an den Grundschulen und Gemeinschaftsschulen in den von sozialen Problemen besonders betroffenen Stadtteilen arbeiten am Limit – oft auch darüber hinaus. Tag für Tag sehen sie sich mit wachsenden Aufgaben konfrontiert, wie zum Beispiel zahlreichen Gesprächen mit Eltern sowie dem Jugendamt. Um die Lehrkräfte zu entlasten, fordern wir für sie eine Pflichtstundenreduzierung, und zwar umgehend im ersten Schritt für die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Freitag, 31. August 2018 in Kiel. 

Zu viele SchülerInnen werden scheitern
Ohne mehr Ressourcen befürchtet sie für die Schülerinnen und Schülern schlechtere Bildungschancen. „Viel mehr junge Menschen als nötig werden dann auf dem Weg zu einem erfolgreichen Schulabschluss scheitern, weil die Bedingungen für gute Schulleistungen nur sehr mühsam herzustellen sind.“

Soziale Spaltung in Kiel besonders krass
Bestätigt sieht sich die GEW in ihrer Forderung nach besseren Bedingungen für die Schulen mit besonderen Herausforderungen durch den Soziologen Professor Marcel Helbig. Der kommt in seiner Studie zur sozialen Segregation in 74 deutschen Städten zu dem für die Landeshauptstadt Kiel traurigen Resultat, dass die soziale Spaltung in Kiel überdurchschnittlich stark angestiegen ist.

Handeln ist angesagt
„Mag es in Kiel auch besonders krass sein, so stellt die Landeshauptstadt beileibe keinen Einzelfall dar. In anderen schleswig-holsteinischen Orten beobachten wir ebenfalls ein immer stärkeres Auseinanderdriften der Gesellschaft mit den daraus resultierenden Problemen für die Schulen und übrigens auch Kindertagesstätten. Daher reicht es seitens des Bildungsministeriums nicht aus, den Bedarf an zusätzlichen Ressourcen für Schulen mit besonderen Herausforderungen anzuerkennen. Handeln ist angesagt“, so die GEW-Landesvorsitzende.

Bildungsbonus darf nicht zu weiteren Belastungen führen
In Hinblick auf die Tagung des Bildungsministeriums am 12. September zur Umsetzung vom Bildungsbonus ergänzte Astrid Henke:  „Die Tagung ist wichtig, ebenso die vage Ankündigung von Unterstützung durch das Bildungsministerium für das kommende Jahr. In ihrer gegenwärtigen Not hilft das den Schulen aber nicht, genauso wenig wie die Erarbeitung von einem Sozialatlas.“ Bei der Tagung dürfe auf keinen Fall herauskommen, dass die betroffenen Kollegien erst selbst umfangreiche Konzepte schreiben müssten, um in den Genuss von zusätzlichen Ressourcen für ihre Schule zu kommen. Das würde in den Schulen nur zu noch mehr Frust führen. 

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 31. August 2018

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Bildungsbereiche Schule Thema Migration Gesellschaftspolitik Bildungsgerechtigkeit Presse Schleswig-Holstein
news-14704 Tue, 28 Aug 2018 14:07:45 +0200 Bertelsmann-Studie: In Schleswig-Holsteins Kitas fehlen 1.600 Stellen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/bertelsmann-studie-in-schleswig-holsteins-kitas-fehlen-1600-stellen-1/ Knapp 1.600 Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte fehlen in den schleswig-holsteinischen Kindertagesstätten, um wissenschaftlichen Standards in der frühkindlichen Bildung zu genügen. Diese Zahlen stammen aus einer neuen Studie der Bertelsmann-Stiftung.  Die Bildungsgewerkschaft GEW forderte die Landesregierung auf, im geplanten neuen Kita-Gesetz einen besseren Personalschlüssel festzuschreiben.

„Trotz leichter Verbesserungen ist der Unterschied zwischen wissenschaftlich empfohlenem und tatsächlichem Personalschlüssel nach wie vor riesig groß. Weil sie den Kindern wegen der unzureichenden Bedingungen für die pädagogische Arbeit nicht wirklich gerecht werden können, befinden sich viele Erzieherinnen und Erzieher in einer ständigen Überforderungssituation. Viele kehren deshalb ihrem Beruf den Rücken. Wir erwarten von der Landesregierung und den sie tragenden Parteien, dass sie in den Kitas endlich für bessere Bedingungen sorgen, und zwar im Interesse von Kindern und Beschäftigten“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Dienstag, 28. August 2018 in Kiel. „Bei der gegenwärtigen Diskussion über ein neues Kita-Gesetz haben wir allerdings den Eindruck, dass die Arbeitsbedingungen der sozialpädagogischen Fachkräfte keine allzu große Rolle spielen. Das muss sich dringend ändern, wenn in den Kitas weiterhin gute Arbeit geleistet werden soll.“ 

Wie weit Schleswig-Holstein immer noch von pädagogisch vertretbaren Betreuungsverhältnissen entfernt ist, illustrieren die Bertelsmann-Zahlen. Im Krippenbereich kommen, statistisch betrachtet, auf eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft nach wie vor 3,7 ganztags betreute Kinder. Fachleute aus Pädagogik und Wissenschaft  empfehlen hingegen einen Schlüssel von 1:3.

Bei der Betreuung der Kinder zwischen drei und sechs Jahren gibt es eine leichte Verbesserung. Die Empfehlung der Wissenschaft für den Personalschlüssel lautet 1:7,5, während  die Realität in den schleswig-holsteinischen Kitas bei 1:8,4 liegt. Zieht man den noch aussagekräftigeren Fachkraft-Kind-Schlüssel  heran, der zum Beispiel auch Ausfallzeiten des Personals miteinbezieht, so sieht die Wirklichkeit eher noch schlechter aus.

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Kita Bildungsqualität Bildungssystem Presse Schleswig-Holstein
news-14715 Thu, 16 Aug 2018 10:55:00 +0200 Kein Wort der Ministerin zur Arbeitsbelastung der Lehrkräfte https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/kein-wort-der-ministerin-zur-arbeitsbelastung-der-lehrkraefte-1/ Dass für Bildungministerin Karin Prien auf ihrer Pressekonferenz zum Schuljahresbeginn die belastenden Arbeitsbedingungen in den Schulen scheinbar kein Thema sind, stieß bei der GEW besonders auf. Mehr Soll als Haben
Auf der Habenseite der Ministerin verbuchte die Gewerkschaft die Schaffung neuer Lehrerstellen sowie die geplante Stärkung der politischen Bildung. Im teilweise krassen Soll sieht die GEW die CDU-Politikerin bei den Themen: Arbeitsbelastung der Lehrkräfte, mangelhafte Unterstützung für Schulen mit besonderen Herausforderungen, A13 für Grundschullehrkräfte, Lehrkräftemangel und rückwärtsgewandte Grundschulpädagogik.

Reduzierung der Arbeitsbelastung überfällig
„Es überrascht schon sehr, dass für die Ministerin die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte in allen Schularten anscheinend kein Thema ist. Dabei ist eine Reduzierung der Arbeitsbelastung überfällig, zum Beispiel durch die Senkung der Pflichtstunden und Entlastung für die Wahrnehmung von besonderen Aufgaben wie Klassenlehrertätigkeit“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke in Kiel.

Lehrkräftemangel nimmt bedenkliche Ausmaße an
Mehr Nachdruck wünscht sie sich von der Bildungsministerin bei der Bewältigung des Lehrkräftemangels: „Von 320 neuen Grundschulstellen können 40 nicht besetzt werden, von den 192 an Förderzentren zu besetzenden Stellen über ein Viertel nicht. Das nimmt bedenkliche Ausmaße an.“ Schleswig-Holstein habe es wie die anderen Bundesländer in den vergangenen Jahren versäumt, rechtszeitig auf die steigende Schülerzahlen durch Geburtenanstieg und Einwanderung zu reagieren. Nun sei der Mangel da und die Politik müsse sich von Notmaßnahme zu Notmaßnahme hangeln.

Beruf muss attraktiver werden
Mit der Einstellung von Quer- und Seiteneinsteigern ist es für Astrid Henke aber nicht getan. „Der Beruf der Lehrerin oder des Lehrers muss attraktiver werden. Das Anschalten einer neuen Homepages mit dem schönen Titel „Traumjob Lehrer/-in“ reicht da nicht. Eine schnellere Einführung von A13 für Grundschullehrkräfte scheint da viel erfolgversprechender.“ Die Lehrkräfte an den Schulen, die Nicht-Lehrkräften hilfreich zur Seite stünden, müssten dafür wie bei Lehramtsanwärterinnen und –anwärtern Mentorenstunden erhalten. 

Jahr der politischen Bildung gute Idee
Die Ausrufung eines Jahres der politischen Bildung hält die Gewerkschafterin für eine gute Idee. „Damit die Schulen sie auch erfolgreich umsetzen können, brauchen sie genügend Zeit, um neue Ideen aufzugreifen, zu entwickeln und mit Kooperationspartnern zusammenzuarbeiten. Außerdem müssen die Schülerinnen und Schüler dabei voll mit einbezogen werden. Sonst besteht die Gefahr, dass das Ganze auf eine Alibiveranstaltung hinausläuft.“

 

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Berufliche Bildung Schule Bildungsqualität Bildungssystem Gute Arbeit Presse Schleswig-Holstein
news-14439 Fri, 22 Jun 2018 13:47:00 +0200 OVG-Urteil zu StudienleiterInnen - GEW weiterhin für Reduzierung der Arbeitszeit https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/ovg-urteil-zu-studienleiterinnen-gew-weiterhin-fuer-reduzierung-der-arbeitszeit/ Das OVG in Schleswig hat über die Arbeitszeit von StudienleiterInnen geurteilt. Die GEW bleibt dabei: Die Arbeitszeit muss reduziert werden. Immer weniger Lehrerinnen und Lehrer verspüren Lust, ihr Know-how als Studienleiterin oder Studienleiter weiter zu geben. Die Arbeitsbelastungen sind einfach zu hoch. Darunter leidet auch die Ausbildungsqualität für angehende Lehrkräfte. Geht es nach der Bildungsgewerkschaft GEW soll das Bildungsministerium deshalb ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Schleswig zum Anlass nehmen, die Arbeitszeit für Studienleiterinnen und Studienleiter beim IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein) zu senken.

 „Obwohl das Gericht die Bemessung der Vor- und Nachbereitungszeiten nicht bemängelt hat, bleiben wir dabei: Die Arbeitsbelastung muss runter. Studienleiterinnen und Studienleiter arbeiten zu viel. Sie haben nicht genügend Zeit, um ihre Ausbildungsgruppen wirklich angemessen betreuen zu können“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Freitag, 22. Juni 2018 in Kiel.

Dass das Schleswiger Gericht die pauschalen Regelungen zu den Fahrtzeiten einkassiert hat, überrascht sie nicht. „Die pauschalen Stundenberechnungen werden der im Lande herrschenden Verkehrssituation nicht gerecht. Stauzeiten und eine schlechte Verkehrsanbindung gehen voll zu Lasten der Beschäftigten“, so die GEW-Landesvorsitzende. 

 „Die Arbeit ist für nebenamtliche Studienleiterinnen und -leiter kaum noch leistbar. Nur Personen mit anderen Stundenentlastungen, wie zum Beispiel Schulleiterinnen und Schulleiter, können Unterrichtsbesuche bei den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst noch mit ihren eigenen Unterrichtsverpflichtungen unter einen Hut bekommen. Die Entlastung für Studienleitertätigkeit ist zu gering, wenn eine normale Ausbildungsgruppe betreut werden soll“, bemängelte Astrid Henke. Auch Zeiten für eigene Fortbildungen, die Einarbeitung von Kolleginnen und Kollegen sowie die Arbeit in Teams würden zu wenig berücksichtigt.

Urteil:

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Justiz/OVG/Presse/PI_OVG/2018_06_22_Arbeitszeit%20von%20Studienleitern.html

 

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Bildungsbereiche Schule Gute Arbeit Recht Presse Schleswig-Holstein
news-14374 Thu, 14 Jun 2018 14:42:28 +0200 Erhöhung der Anwärterbezüge richtiger Schritt – A13 und Weihnachtsgeld fehlen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/erhoehung-der-anwaerterbezuege-richtiger-schritt-a13-und-weihnachtsgeld-fehlen/ Die GEW begrüßt die Erhöhung der Anwärterbezüge für Lehrkräfte im Entwurf eines Gesetzes zur Änderung besoldungs- und beamtenrechtlicher Vorschriften. Aber es fehlen zentrale Themen wie A13 für Grundschullehrerinnen oder das Weihnachtsgeld. Die Erhöhung der Anwärterbezüge für Lehrkräfte um monatlich 60 Euro sieht die GEW als lange überfälligen Schritt an. „Wenn Lehrkräfte in Ausbildung nach einem fünfjährigen Studium die zweite Phase der Ausbildung mit ca. 1.300 Euro bestreiten müssen, schreckt das Interessentinnen ab und entspricht auch in keiner Weise der verantwortungsvollen Tätigkeit der angehenden Lehrerinnen und Lehrer.“, sagte dazu GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke.  Die Erhöhung sei deshalb richtig, reiche aber bei weitem nicht aus. Aus Sicht der GEW müssen in einem ersten Schritt die Anwärterbezüge auf 1.500 Euro monatlich und dann wie für andere Anwärter im öffentlichen Dienst auch auf 50 % der Eingangsbesoldung angehoben werden.

Schwer wiegt, dass aus Sicht der GEW im Entwurf zwei zentrale Themen fehlen. „Wer in Zeiten des Lehrkräftemangels und voller Kassen über die Attraktivität des öffentlichen Dienstes diskutiert, darf über die Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes für die Beamten und die bessere Besoldung der Grundschullehrerinnen nach A13 nicht schweigen.“, kommentierte Henke. Die Landesregierung müsse hier dringend nachbessern. Die GEW erwarte, dass die Jamaika-Koalition zügig einen Gesetzentwurf zu der von ihr geplanten Besoldungserhöhung für Grundschullehrerinnen einbringe und den Zeitplan dafür deutlich verkürze. „Wenn wir schnell etwas für die Attraktivität und gegen den Lehrkräftemangel erreichen wollen, dann müssen die Regierungsparteien jetzt handeln und dürfen die Lehrkräfte an Grundschulen nicht bis 2026 vertrösten“, führte Henke aus.

 

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Schule Gute Arbeit Gleichstellung Recht Mitbestimmung Beamte Presse Schleswig-Holstein
news-14342 Tue, 12 Jun 2018 14:41:09 +0200 Bundesverfassungsgericht bestätigt Streikverbot für Beamte https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/bundesverfassungsgericht-bestaetigt-streikverbot-fuer-beamte-1/ Das Bundesverfassungsgericht hat geurteilt: Beamtinnen und Beamte dürfen auch weiterhin nicht streiken. Die GEW zeigt sich enttäuscht. „Das ist ein Schwarzer Tag für Demokratie und Menschenrechte“, sagte GEW-Chefin Marlis Tepe in Karlsruhe. GEW: „Von Urteil enttäuscht – Schwarzer Tag für Demokratie und Menschenrechte“

Bildungsgewerkschaft zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Streikrecht für Beamtinnen und Beamte

Karlsruhe – Mit „Enttäuschung“ hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zum Streikrecht für Beamtinnen und Beamte reagiert. „Das ist ein schwarzer Tag für Demokratie und Menschenrechte“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Dienstag in Karlsruhe in einer ersten Reaktion.

Es wurde die Chance vertan etwas für die Modernisierung des Beamtenrechts auf den Weg zu bringen. Das Gericht beruft sich an verschiedenen Stellen auf die hergebrachten Grundsätze des  Beamtenrechts und die jahrzentelang gewachsene Rechtsprechung. „Angesichts der Eingriffe in die Besoldung in den  letzten Jahren durch Streichung von Weihnachtsgeld, Verzögerungen bei der Übertragung der Tarifergebnisse oder Erhöhung der Pflichtstundenzahl wäre es wichtig gewesen den Beamtinnen das Streikrecht für die Durchsetzung ihrer Interessen zu gewähren.“, kommentierte GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke in Kiel das Urteil.

In Karlsruhe ging es bei dem heutigen Urteil auch um eine Lehrerin aus Schleswig-Holstein. Hier hatten im Juni 2010 rund 2.000 verbeamtete Lehrkräfte gegen eine Pflichtstundenerhöhung gestreikt. Wegen der Teilnahme an diesem Beamtenstreik erhielten sie vom Bildungsministerium einen Disziplinarverweis. Gegen diesen Verweis erhoben mehrere Kolleginnen und Kollegen stellvertretend für alle anderen Betroffenen mit Unterstützung der GEW Klage.

Das Gericht sieht es aber als ausreichend an, dass Beamte über Verhandlungen mit den Spitzenorganisationen für ihre Interessen eintreten können und vor allem stünde ihnen das Recht zu die Amtsangemessenheit der Besoldung gerichtlich überprüfen zu lassen und einzuklagen. „Wie lange der gerichtliche Weg dauert – darüber haben die Beamtinnen in Schleswig-Holstein ein Klagelied zu singen – seit über 10 Jahren warten wir auf die Gerichtsentscheidungen zum Weihnachtsgeld.“ kommentierte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke in Kiel.

„Das Gericht schreibt die bisherige Rechtsprechung fest und macht damit einen Rückschritt ins vergangene Jahrhundert. Im Gegensatz zum Bundesverwaltungsgericht sieht das Verfassungsgericht weder eine Kollision zwischen deutschem und internationalen Recht noch eine Kollision in der deutschen Rechtsprechung.“, führte Tepe  aus. Sie kündigte an, dass die GEW das Urteil jetzt eingehend prüfen und dann über die weiteren Schritte entscheiden werde.

Verantwortlich: Astrid Henke

 

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Schule GEW Gesellschaftspolitik Bildungssystem Gute Arbeit Recht Mitbestimmung Beamte Presse Schleswig-Holstein
news-14320 Thu, 07 Jun 2018 12:06:34 +0200 GEW-Vorsitzende Tepe macht Druck für moderne Bildungseinrichtungen: „Politik muss mehr Geld in die Hand nehmen!“ https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-vorsitzende-tepe-macht-druck-fuer-moderne-bildungseinrichtungen-politik-muss-mehr-geld-in-die-h/ Die Politik muss endlich mehr Geld in Bildung investieren und für moderne Bildungseinrichtungen sorgen. Diese Forderung machte Marlis Tepe, Vorsitzende der GEW, am Donnerstag, 7. Juni, bei einem Besuch in der Stadt Neumünster deutlich. „Wer statt Schimmel und stinkenden Toiletten zeitgemäße und einladende Bildungsgebäude will, muss mehr Geld für Bildung in die Hand nehmen und endlich den Sanierungsstau aufheben!“, so Tepe. Der Besuch der Gewerkschaftsvorsitzenden fand im Rahmen der GEW-Initiative „Bildung. Weiter denken!“ statt. Ziel der Initiative ist es, Druck für zusätzliche Investitionen in Bildung zu machen.

Zusätzliche Anforderungen an Gebäude und Ausstattung

„Moderne Lernformen, der Ausbau von Ganztagseinrichtungen und Inklusion schaffen zusätzliche Anforderungen an Gebäude und Ausstattung. Wir brauchen Lernorte für große, aber auch kleine Gruppen, für unterschiedliche Lernformen, Leseecken, Rückzugsmöglichkeiten und Aufenthaltsräume, aber auch Räume für alle Fachkräfte zur Vorbereitung, zum Austausch und zum Ausruhen.“, machte Tepe deutlich.

Über Möglichkeiten und Wege zur Finanzierung und Umsetzung diskutierten am Nachmittag Lehrkräfte der Schulen Neumünsters mit der GEW-Vorsitzenden Tepe, der GEW-Landesvorsitzenden Astrid Henke und dem Stadtrat Carsten Hillgruber. Bei der Veranstaltung im Gewerkschaftshaus Neumünster sagte GEW-Landesvorsitzende Henke: „Um den Anforderungen an ein modernes Bildungsangebot gerecht zu werden, muss die Kooperation zwischen Bund, Land und Kommune deutlich ausgebaut werden. Natürlich dürfen die Kommunen bei dieser Mammutaufgabe nicht von den Ländern und dem Bund im Stich gelassen werden.“

Investitionen in Bildungseinrichtungen dringend notwendig

Vor diesem Hintergrund ist das von Bildungsministerin Karin Prien (CDU) angekündigte Investitionsprogramm für Schulbauten in Schleswig-Holstein, das 50 Millionen Euro für die Schulen bereitstellt, ein richtiger erster Schritt. Trotzdem muss garantiert sein, dass die Mittel schnell vor Ort eingesetzt werden können und die Kommunen und Schulen nicht mit hohen bürokratischen Hürden alleine gelassen werden. Tepe stellte abschließend klar: „Es kann nicht sein, dass schulische Sanitäreinrichtungen zu ‚No-go-Areas‘ mutieren, nur weil das Geld und Planungskapazitäten fehlen! Angesichts der Lebenszeit, die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte in Schulgebäuden verbringen, ist die Forderung nach ‚Wohlfühlräumen‘ keine Luxusforderung.“

Digitalisierung als Herausforderung

Vor dem Gespräch im Gewerkschaftshaus besuchten Tepe und Henke die Freiherr-vom-Stein-Schule Neumünster, um sich über deren Konzept der „Digitalen Schule“ zu informieren und sich in Gesprächen mit der Schulleitung, dem Personalrat sowie den Kolleginnen und Kollegen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung auszutauschen.

„Es ist beeindruckend, was die Kolleginnen und Kollegen an dieser Schule im Bereich Digitalisierung auf den Weg gebracht haben“, so Henke. Aber in den Gesprächen sei auch klar geworden, dass die Schulen und vor allem die Lehrkräfte mehr Unterstützung brauchten. „Es ist auch eine Frage der Bildungsgerechtigkeit, dass nicht nur den Lehrkräften, sondern auch allen Schülerinnen und Schülern digitale Endgeräte zur Verfügung gestellt werden.“ Dabei müssten auch Service und Administration sichergestellt werden. So führte Henke aus: „Was nützt das schönste Tablet, wenn es nicht funktioniert. Dabei darf es aber nicht zusätzliche Aufgabe einer Lehrkraft sein, statt Unterricht zukünftig einen Klassensatz Tablets zu aktualisieren.“

Verantwortlich: Astrid Henke
Kontakt: 0170 3341746
7. Juni 2018

Ein ausführlicher Bericht folgt in den nächsten Tagen.

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Bildungsbereiche Bildung weiter denken GEW Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Presse Schleswig-Holstein
news-14273 Wed, 30 May 2018 10:08:34 +0200 Schulen mit besonderen Herausforderungen: Lehrkräfte erwarten schnelle Lösungen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/schulen-mit-besonderen-herausforderungen-lehrkraefte-erwarten-schnelle-loesungen/ Soziale Probleme konzentrieren sich immer stärker in wenigen Stadtteilen großer und mittlerer Städte – und damit auch in den Schulen dieser Stadtteile. Auf einer Diskussion im Kieler Gewerkschaftshaus nahm die GEW die Probleme in den Blick. Kiel – Die soziale Spaltung unserer Gesellschaft schreitet auch in Schleswig-Holstein voran. Das hat auch für die Schulen Konsequenzen. Auf ihrer Veranstaltung „Schulen mit besonderen Herausforderungen - Endlich allen Schülerinnen und Schülern gerecht werden!“ am Mittwoch, 30.05.2018 im Kieler Gewerkschaftshaus GEW benannte die GEW die brennenden Probleme dieser Schulen und forderte schnelle Unterstützung von der Landesregierung. 

Von der Politik allein gelassen
„Die Schulen in den betroffenen Stadtteilen stehen wirklich vor besonderen Herausforderungen: Die Anzahl von Schülerinnen und Schülern, deren Eltern Hartz IV beziehen, liegt weit über dem Durchschnitt, ebenfalls die Zahl an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Sie werden im Kern aber wie alle anderen Schulen behandelt, so dass sich die Lehrkräfte von der Politik allein gelassen fühlen“, sagte die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Katja Coordes in ihrer Begrüßungsrede.

Lehrerinnen und Lehrer ständig am Limit – und darüber hinaus
„Das kann so nicht weitergehen. Lehrerinnen und Lehrer können nicht ständig am Limit – und darüber hinaus - arbeiten. Sie brauchen jetzt massive Hilfe und nicht erst im nächsten Jahr, wie es die Landesregierung plant. Für die Schülerinnen und Schüler gilt das im gleichen Maße, weil sonst ihre Bildungschancen auf der Strecke zu bleiben drohen“, so Katja Coordes, die selbst an einer Schulen mit besonderen Herausforderungen in Kiel unterrichtet. 

Konkrete Vorschläge von der GEW
Um Schülerinnen und Schüler besser zu unterstützen und Lehrkräfte zu entlasten, machte sie sich für folgende konkrete Maßnahmen stark:

  • konsequente Doppelbesetzung in den Klassen
  • zusätzliche Vertretungsreserven für die Schulen, damit sie Doppelbesetzungen nicht für Vertretungsunterricht auflösen müssen
  • Ermäßigungsstunden für Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, um deren hohem Beratungspensum (Gespräche mit Eltern, Jugendamt, schulische Erziehungshilfe, Schulsozialarbeit,...) gerecht zu werden
  • Stärkung der Schulsozialarbeit

Schulen brauchen Nachteilsausgleich
In der anschließenden Diskussion wies Bildungsstaatssekretärin Dr. Dorit Stenke auf die geplante Einführung vom „Bildungsbonus“ zugunsten der Schulen mit besonderen Herausforderungen durch die Landesregierung hin. Gerd Möller, ehemaliger Mitarbeiter im Bildungsministerium NRW und Mitautor der Studie Ungleiches ungleich behandeln plädierte dafür, endlich den engen Zusammenhang zwischen individuellem Schulerfolg und sozialstrukturellen Merkmalen des Schulstandorts aufzubrechen. Von besonderer Bedeutung sei dabei eine „sozialindizierte Ressourcensteuerung, die den bedürftigen Schulen zusätzliche Lehrerstellen und finanzielle Mittel als Nachteilsausgleich zur Verfügung stellt, um Fördermöglichkeiten zu erweitern und schulspezifische Entwicklungsprozesse in Gang zu setzen“.

Stimmen aus der Praxis kommen zu Wort
Wie schwierig und herausfordernd die Arbeit in den betroffenen Schulen ist, stellten aus ihrer Sicht Matthias Isecke-Vogelsang, Schulleiter einer Schule mit besonderen Herausforderungen in Lübeck, und Jan Schmid, Schulsozialarbeiter aus Kiel, dar. Die Moderation der Diskussion lag bei Kathrin Fischer, Pressesprecherin der Europa-Universität Flensburg.

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Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Schule Thema Gesellschaftspolitik Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Inklusion Gute Arbeit Presse Schleswig-Holstein
news-14091 Fri, 27 Apr 2018 14:39:48 +0200 GEW-Proteste haben für A13 gesorgt https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-proteste-haben-fuer-a13-gesorgt/ A13 für GrundschullehrerInnen in Schleswig-Holstein kommt. Dafür haben GEW-Proteste gesorgt. Jetzt muss der langwieirge Zeitplan der Landesregierung beschleunigt werden. Zur heutigen (27.04.2018) Debatte im Landtag zur Besoldung von Grundschullehrerinnen und Grundschullehrern nach der Besoldungsgruppe A13 sagte Astrid Henke, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Kiel:

„A13 ist nicht vom Himmel gefallen. Seit vielen Jahren macht sich die GEW für die Besoldung von Grundschullehrerinnen und –lehrern nach A13 stark. Unsere Kolleginnen und Kollegen waren bei Wind und Wetter auf Demos und Protestaktionen für A13, und zwar gegen CDU-geführte und SPD- geführte Landesregierungen. Jetzt ist endlich der Durchbruch erreicht. Die Landesregierung erkennt zum ersten Mal die Gleichwertigkeit der Arbeit von Grundschullehrkräften an. Das ist wirklich gut. Die schrittweise Anhebung der Besoldung dauert jedoch viel zu lange. Damit das schneller geht, werden wir weiterhin massiv Druck machen. Der langwierige Zeitplan verhindert übrigens auch, dass sich Schleswig-Holstein gegenüber anderen Bundesländern eine gute Ausgangsposition im Wettbewerb um Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer verschafft, der sich wegen des Mangels an ausgebildeten Grundschullehrkräften noch verschärfen wird.“  

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news-13963 Tue, 17 Apr 2018 17:53:00 +0200 Großer Erfolg: A13 für Grundschullehrerinnen - GEW für schnellere Umsetzung https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/grosser-erfolg-a13-fuer-grundschullehrerinnen-gew-fuer-schnellere-umsetzung-1/ Bis zum Jahr 2026 sollen die GrundschullehrerInnen in Schleswig-Holstein schrittweise nach A13 bezahlt werden. Für die GEW ist das ein großer Erfolg. Die Umsetzung muss aber schneller über die Bühne gehen. „Das ist ein großer GEW-Erfolg, aber die Umsetzung muss viel schneller über die Bühne gehen“, sagte die schleswig-holsteinische GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zu den heute (17.04.2018) vorgestellten Plänen der Landesregierung, Grundschullehrkräfte in Schleswig-Holstein bis 2026 schrittweise nach A13 zu bezahlen.

Gleichwertigkeit der Arbeit endlich anerkannt
„Die Arbeit der Lehrkräfte an allen Schulformen ist gleichwertig. Die Ausbildung aller Lehrkräfte ist gleich lang und gleich anspruchsvoll. Die Arbeit einer Grundschullehrerin ist also genauso viel wert wie die eines Gymnasiallehrers. Dass die Landesregierung das jetzt endlich im Grundsatz anerkennt ist ein gewaltiger Fortschritt“, betonte die GEW-Landesvorsitzende. „Darauf können die GEW und alle Kolleginnen und Kollegen stolz sein, die sich seit vielen Jahren mit vielfältigen Aktionen und auf Demonstrationen dafür eingesetzt haben.“

Es dauert zu lange – Landesregierung muss nachbessern
Aus Sicht der GEW-Landesvorsitzenden  hat die Sache allerdings noch einen großen Haken: „Die Landesregierung will sich für die Umsetzung viel zu viel Zeit lassen. Acht Jahre bis zum endgültigen Erreichen von A13 geht gar nicht. Dieser lange Zeitraum relativiert die gute Absicht ganz beträchtlich. Keine Grundschullehrerin und kein Grundschullehrer kann sich damit zufrieden geben, so lange zu warten. Da wird die Landesregierung noch nachbessern müssen. Wir werden ihr den erforderlichen Druck machen.“

Berlin, Brandenburg und Sachsen können es auch schneller
Astrid Henke wies darauf hin, dass der lange Zeitraum auch insofern unverständlich sei, weil gerade in den kommenden Jahren der Beruf der Grundschullehrerin und der des Grundschullehrers für junge Leute attraktiver gemacht werden müsse. Sonst drohe nämlich ein erheblicher Lehrkräftemangel an den Grundschullehrkräften. „Auch gegenüber Bundesländern wie Berlin, Brandenburg und Sachsen, die schon jetzt oder im kommenden Jahr A13 zahlen, bleibt Schleswig-Holstein dann im Wettbewerb um Grundschullehrerinnen und –lehrer zurück“, befürchtete die GEW-Landesvorsitzende.   

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news-13953 Tue, 17 Apr 2018 17:30:00 +0200 Lehrkräftebildungsgesetz: „Rückwärts!“ lautet die Devise https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/lehrkraeftebildungsgesetz-rueckwaerts-lautet-die-devise/ Wie schon bei der Grundschulpädagogik lautet auch beim Lehrkräftebildungsgesetz die Devise der Landesregierung: „Rückwärts!“. Mit dieser Richtung ist die Bildungsgewerkschaft GEW in keiner Weise einverstanden. GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zum heute (17.04.2018) zum von Bildungsministerin Karin Prien vorgestellten Entwurf für ein Lehrkräftebildungsgesetz folgendes Statement ab:

„Sowohl Lehrerinnen und Lehrer an den Gymnasien, als auch Lehrkräfte an den Gemeinschaftsschulen sollen Schülerinnen und Schüler zum Abitur führen. Da ist es nur logisch die Lehrkräfte so auszubilden, dass sie gut an beiden Schularten unterrichten können. Deshalb passt die vorgesehene Trennung zwischen einem Lehramt für die Schulart Gemeinschaftsschulen und einem Lehramt für die Schulart Gymnasien nicht zur schulischen Realität. Dies umso weniger, weil wegen der Einstellungssituation in den kommenden Jahren sehr viele der in Zukunft dann wieder ausgebildeten „reinen“ Gymnasiallehrerinnen und –lehrer an Gemeinschaftsschulen unterrichten werden.“

 

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news-13905 Thu, 12 Apr 2018 15:20:42 +0200 Landesweiter Warnstreik TVöD: 4.000 Streikende in Kiel https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/landesweiter-warnstreik-tvoed-4000-streikende-in-kiel/ Eine klare Ansage an die öffentlichen Arbeitgeber: Gut 4.000 streikende Beschäftigte von Bund und Kommunen zogen am Donnerstag, 12. April 2018 durch die Kieler Innenstadt, darunter auch hunderte Beschäftigte aus dem Sozial- und Erziehungsdienst. Sie folgten alle einem landesweiten Aufruf zum Warnstreik der Gewerkschaften ver.di und GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft). Zahlreiche Kindertagesstätten blieben geschlossen.

Auf der Abschlusskundgebung auf dem Platz der Kieler Matrosen ging die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke hart mit den Arbeitgebern ins Gericht: „Seit 53 Tagen gibt es kein Angebot der Arbeitgeber. Sendepause, obwohl die Steuereinnahmen bei Bund, Ländern und Kommunen sprudeln. Verweigerung, obwohl Fachkräfte fehlen – egal in welchem Beruf.“

In Hinblick auf die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst sagte Astrid Henke: „Ihr habt es nicht nur verdient, fremde Kinder in Kitas und Krippe zu bilden, zu erziehen und zu betreuen, sondern eure eigenen Kinder auch ohne finanzielle Sorge groß werden zu lassen. Darum streiken wir. Wir wollen unseren gerechten Anteil! 6 Prozent mehr – mindestens 200 Euro. Ihr habt es verdient!“

Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 26. Februar 2018 mit dem Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten. In zwei Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 15. und 16. April in Potsdam statt.

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news-13814 Fri, 23 Mar 2018 10:31:33 +0100 Grundschule: Kinderschutzbund und GEW gegen unnötigen Kurswechsel https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/grundschule-kinderschutzbund-und-gew-gegen-unnoetigen-kurswechsel/ Der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein und die GEW Schleswig-Holstein kritisieren gemeinsam die geplante Wiedereinführung von Notenzeugnissen und schriftlichen Schulübergangsempfehlungen in Klasse 4. KIEL -  Der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein und die GEW Schleswig-Holstein kritisieren gemeinsam die geplanten Änderungen schulrechtlicher Verordnungen durch das Bildungsministerium, die als Umkehr der bisher geltenden Regelung Notenzeugnisse wieder als Normalfall deklarieren und schriftliche Schulübergangsempfehlungen in Klasse 4 erneut einführen sollen.

Ziffernnoten beeinträchtigen Leistungsmotivation
„Die Annahme, Kinder würden ohne Ziffernnoten nicht ausreichend lernen, ist längst überholt“, mahnt die Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes Irene Johns. „Im Gegenteil - Studien belegen, dass gerade in der Grundschule Ziffernnoten die Leistungsmotivation beeinträchtigen – und das nicht nur bei leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern. Sie verstärken Leistungsängste und verringern die Lernfreude“, bemängelt Johns das Vorhaben.

Geplante Veränderungen stören Schulfrieden
Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW argumentiert: „Die geplanten Veränderungen stören den Schulfrieden. Alte, überflüssige und nur Kraft kostende Diskussionen brechen wieder auf. Wer individuelle Förderung und Inklusion ernst nimmt, darf die Schülerinnen und Schüler nicht über einen Kamm scheren. Das geschieht aber bei der Vergabe von Ziffernnoten. Individuelle Rückmeldungen und Förderhinweise eignen sich daher viel besser als Instrumente der Leistungsbewertung.“

Fachfremde Gesichtspunkte spielen Rolle bei Notenvergabe
Die Vorsitzende des DKSB-SH Irene Johns führt weiter aus, dass Ziffernnoten den nötigen Gütekriterien für Messverfahren oft nicht gerecht würden und empirische Erhebungen bewiesen, dass nicht selten fachfremde Gesichtspunkte, wie der Leistungsstand der Klasse, der Bildungs- und Migrationshintergrund und das Geschlecht, bei der Notenvergabe eine wichtige Rolle spielten.

Keine nachvollziehbare Begründung für schriftliche Empfehlungen
„Genauso gibt es keine nachvollziehbare Begründung für die Wiedereinführung von schriftlichen Empfehlungen zum Besuch der Schularten Gemeinschaftsschule oder  Gymnasium, auch wenn diese keine bindende Wirkung haben sollen“, moniert Irene Johns. „Die aktuelle Verordnung bietet Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, den für sie adäquaten Bildungsweg zu verfolgen. Eine schriftliche Schulübergangsempfehlung hingegen droht benachteiligten Kindern, den Zugang zu Gymnasien wieder zu erschweren – das wäre ein Rückschritt in Sachen Bildungsgerechtigkeit“, warnt Johns.

Beratungsgespräche reichen aus
Auch die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke hält die Wiedereinführung von schriftlichen Empfehlungen für einen falschen Weg. „Aus unserer Sicht reichen die bisherigen Beratungsgespräche von Lehrkräften, die den Bildungsweg der Kinder über vier Jahre begleitet haben, völlig aus. Studien belegen, dass trotz größter Gewissenhaftigkeit der Grundschullehrkräfte viele Schulartenempfehlungen daneben liegen. Bei gleicher Leistungsfähigkeit der Kinder, erhalten Kinder von studierten Eltern noch immer deutlich häufiger eine gute Empfehlung als Kinder von Eltern, die nicht studiert haben.“ 

Unnötiger Kurswechsel
Die beiden Landesvorsitzenden stimmen darin überein, dass sich die geplanten Änderungen der schulrechtlicher Verordnungen vor dem Hintergrund der erfreulichen Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2015 und 2016 für Schleswig-Holstein nicht nachvollziehen ließen. Die geltenden Regelungen hätten sich als förderlich für die Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler erwiesen. So eine insgesamt erfolgsversprechende Entwicklung sollte nicht durch erwiesenermaßen unnötige Kurswechsel gefährdet werden, so Johns und Henke.


Ansprechpartnerin für die Pressearbeit des Deutschen Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein e.V.
Mobil 0179-5975062
Mail  breuer(at)jokerpictures(dot)de

Ansprechpartner GEW: Bernd Schauer
0431-5195-1595
schauer(at)gew-sh(dot)de

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Bildungsbereiche Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungsqualität Bildungssystem Inklusion Presse Schleswig-Holstein
news-13792 Tue, 20 Mar 2018 13:10:34 +0100 Warnstreiks: Auch Beschäftigte aus dem Sozial- und Erziehungsdienst machen Druck https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/warnstreiks-auch-beschaeftigte-aus-dem-sozial-und-erziehungsdienst-machen-druck/ Geschlossen blieben heute viele Kindertagesstätten in der Landeshauptstadt Kiel. Andere arbeiteten nur noch mit einer Notbesetzung. In Flensburg und Neumünster bot sich ein ähnliches Bild. GEW und verdi hatten die Beschäftigten von Bund und Kommunen zum Warnstreik aufgerufen, an dem sich auch die Beschäftigten aus dem Sozial- und Erziehungsdienst beteiligten.

In Kiel zogen rund 1.000 Streikende, darunter mehrere hundert Beschäftigte aus Kindertagesstätten, in einem Demonstrationszug vom Gewerkschaftshaus zum Rathaus. GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer zeigte sich mit der Resonanz mehr als zufrieden. „Das war ein Super-Auftakt. Die Beschäftigten haben an die Arbeitgeber das spürbare Signal gesendet, dass sie keine Lust mehr haben, bei den Einkommenssteigerungen hinter der Gesamtwirtschaft zurück zu bleiben“, sagte er am Rande der Demonstration.  

„Beim nächsten Mal werden wir noch eine Schippe drauf packen. Nur wenn der öffentliche Dienst bei den Einkommen mithält, wird es in Zukunft angesichts des Fachkräftemangels gelingen, gute und motivierte junge Leute für den öffentlichen Dienst zu finden. Auch das sollten die Arbeitgeber nicht vergessen.“ 

 

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Schulsozialarbeit Kita Gute Arbeit Tarif TVöD Presse Schleswig-Holstein
news-13765 Fri, 16 Mar 2018 10:49:02 +0100 GEW: A13 für alle Lehrkräfte! - Bildungsgewerkschaft zum Equal Pay Day https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-a13-fuer-alle-lehrkraefte-bildungsgewerkschaft-zum-equal-pay-day/ Die GEW macht mit Blick auf den Equal Pay Day am kommenden Sonntag weiter Druck. Sie will endlich für GrundschullehrerInnen auch in Schleswig-Holstein eine Bezahlung nach A13 (Beamte) bzw. nach E13 (Angestellte) erreichen. 216.000 € weniger
Bisher erhalten Lehrkräfte an Grundschulen eine Besoldungsgruppe weniger, was im Monat einen Unterschied von rund 450 € ausmacht. Auf die Lebensarbeitszeit bezogen summiert sich das auf einen Unterschied von etwa 216.000 €.

Andere Bundesländer machen es vor
„JA13 lautet unser Motto! Die Arbeit der Lehrkräfte an allen Schulformen ist gleichwertig. Das muss sich endlich auch in der Bezahlung widerspiegeln. Unverbindliche Ankündigungen wie von Finanzministerin Monika Heinold in dieser Woche reichen uns nicht. Wir erwarten die konkrete Einführung von A13 für Grundschullehrerinnen und –lehrer zum kommenden Schuljahr“, betonte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke  am Freitag in Kiel. Gerade ist bundesweit ein dritter Dominostein gefallen. Nach Berlin und Brandenburg will jetzt auch Sachsen die Grundschullehrkräfte nach A13 bezahlen.

Mittelbare Diskriminierung von Frauen
Astrid Henke stellte fest, dass die schlechtere Bezahlung an Grundschulen Frauen mittelbar diskriminiere. Der Frauenanteil an Grundschulen liege bei über 90 Prozent. „Das ist nicht mit unserer Verfassung zu vereinbaren. Mit dieser Diskriminierung muss endlich Schluss sein“, unterstrich die GEW-Landesvorsitzende. Von der frühen Kindheit bis zum Schulabschluss und darüber hinaus müsse in gute Bildung investiert werden. Nur so gelinge es, den Menschen bessere Lebens- und Arbeitsperspektiven zu eröffnen, ihnen Teilhabe zu ermöglichen und damit den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken. Gute Lernbedingungen für Kinder und Jugendliche und gute Arbeitsbedingungen der Pädagoginnen und Pädagogen seien zwei Seiten einer Medaille.

Info:
Der Equal Pay Day am 18. März markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Das entspricht in Deutschland - bezogen auf alle Arbeitsplätze - einem Abstand von 21 Prozent oder 77 Tagen. Ziel des Equal Pay Day ist es, die Debatte über die Gründe der unterschiedlichen Bezahlung von Männern und Frauen in Deutschland öffentlich zu diskutieren, zu sensibilisieren und Druck auf Arbeitgeber zu machen, damit sich die Lohnschere schließt.

 

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Bildungsbereiche Schule Bildung weiter denken GEW Gesellschaftspolitik Gute Arbeit Gleichstellung Presse Schleswig-Holstein
news-13679 Wed, 07 Mar 2018 17:40:57 +0100 Je höher die Besoldung in den Schulen, desto weniger Frauen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/je-hoeher-die-besoldung-in-den-schulen-desto-weniger-frauen/ Zum Internationalen Weltfrauentag am 8. März stellt die GEW fest: Was die Gleichberechtigung der Geschlechter betrifft, liegt auch im Bildungsbereich noch vieles im Argen. Die Benachteiligung der Frauen zeigt sich in vielfältiger Weise. Viele Defizite
An den Hochschulen ist der Frauenanteil unter den Hochschullehrkräften mit bundesweit 23,4 Prozent immer noch katastrophal niedrig. Die Beschäftigten in den Kindertagesstätten leiden trotz durch Streik erkämpfter Verbesserungen in den vergangenen Jahren immer noch unter einer unangemessen niedrigen Bezahlung. In den Schulen sinkt der Anteil der Frauen mit der Höhe der Besoldung.

Arbeit von Frauen aufwerten
„Wir brauchen eine Aufwertung der Arbeit von Frauen. Das geht von einer besseren Bezahlung in den Kindertagesstätten über eine Besoldung der Grundschullehrerinnen nach A13 bis zur Berufung von mehr Frauen auf die Lehrstühle in den Hochschulen“, zog Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW am Mittwoch, 7. März 2018 die einzig logische Konsequenz aus den beschriebenen Missständen. Anlass ist der Internationale Weltfrauentag am morgigen 8. März.

Bei A16 liegt der Frauenanteil nur noch bei 26,5 Prozent
Genauer hatte sich die Gewerkschafterin die Situation an den Schulen in Schleswig-Holstein vorgenommen. Ergebnis: „Je höher die Besoldung, desto kleiner wird der Frauenanteil.“ In der niedrigsten Besoldungsgruppe für Lehrkräfte A12 (Lehrkräfte an Grundschulen) liege der Frauenanteil bei 92,9 Prozent, in der höchsten A16 (Schulleiter/-innen an Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe) bei gerade noch 26,5 Prozent. Mit jeder höheren Besoldungsgruppe schwinde der Frauenanteil. Bei A13 seien es noch 68,3 Prozent, bei A14 reduziere sich der Anteil dann auf 52,3 Prozent, bei A15 auf 39,0 Prozent.

Frauenförderplan und gezielte Fördermaßnahmen
Astrid Henke: „Diese Zahlen belegen eindeutig, dass Frauen bei der Vergabe von Führungspositionen in den Schulen immer noch viel zu kurz kommen. Deshalb brauchen wir einen Frauenförderplan und mehr gezielte Fördermaßnahmen, wie zum Beispiel die Erleichterung der Wahrnehmung von Führungsaufgaben in Teilzeit.“   

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Presse Schleswig-Holstein
news-13678 Wed, 07 Mar 2018 17:19:32 +0100 Nicht bis 2019 warten - Schulen mit besonderen Herausforderungen unterstützen https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/nicht-bis-2019-warten-schulen-mit-besonderen-herausforderungen-unterstuetzen/ Die Probleme an den Schulen mit besonderen Herausforderungen in Schleswig-Holstein nehmen zu. In einem Interview kündigt Bildungsministerin Karin Prien Hilfe für diese Schulen an – aber erst ab dem Jahr 2019. Zunächst bleibt alles beim Alten. Warum mit Unterstützung bis 2019 warten?
„Prima, dass die Bildungsministerin die Schulen mit besonderen Herausforderungen in den kommenden Jahren besser unterstützen will. Aber warum bis 2019 warten? Schülerinnen und Schüler, aber auch die bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit belasteten Lehrkräfte brauchen jetzt mehr Hilfe“, sagte Katja Coordes, stellvertretende Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW am Mittwoch, 7. März 2018 in Kiel zum Interview der Bildungsministerin.

DaZ-Stellen nicht mit Gießkanne verteilten
Katja Coordes präsentierte auch eine Alternative, um den betreffenden Schulen schon ab kommendem Schuljahr zu helfen: „Statt mit der Gießkanne die für kommendes Schuljahr geplanten DaZ-Stellen zu verteilen, wäre es viel sinnvoller, einen Teil der Stellen an die Schulen zu geben, die es am dringlichsten brauchen. Schließlich haben viele Schulen mit besonderen Herausforderungen auch einen besonders hohen den Bedarf im DaZ-Bereich. Sie könnten dann viel früher gestärkt werden.“ 

Entlastung statt Fortbildung
Ratloses Schulterzucken ruft bei der stellvertretenden GEW-Landesvorsitzenden der Vorschlag der Bildungsministerin hervor, bessere Fortbildungsangebote für die Lehrkräfte an den Schulen mit besonderen Herausforderungen anzubieten. „Soziale Probleme lassen sich nicht durch Fortbildungen für Lehrkräfte lösen. Die betroffenen Lehrkräfte müssen in erster Linie entlastet und nicht fortgebildet werden. Was sollen das denn für Fortbildungen sein? Das ist zunächst mehr Arbeit nachmittags und am Wochenende und hilft den Kolleginnen und Kollegen überhaupt nicht“, so Katja Coordes.

Gemeinschaftsschulen brauchen genauso Unterstützung wie Grundschulen
Auf genauso wenig Zustimmung stößt bei ihr die Schwerpunktsetzung der Bildungsministerin auf die Grundschulen „Warum soll der Schwerpunkt auf den Grundschulen liegen?“,  fragte sie. „Gemeinschaftsschulen haben Hilfe und Entlastung genauso nötig.“

 

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Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungssystem Presse Schleswig-Holstein
news-13611 Tue, 27 Feb 2018 15:19:10 +0100 A13 für GrundschullehrerInnen: GEW fordert Gesetzentwurf anstatt Rhetorik https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/a13-fuer-grundschullehrerinnen-gew-fordert-gesetzentwurf-anstatt-rhetorik/ Koalitionspolitiker haben sich grundsätzlich positiv zu A13 für GrundschullehrerInnen geäußert. Der GEW reicht das nicht. Sie fordert einen Gesetzentwurf. Zeit reif für A13
„Jetzt ist die Zeit reif für A13! Statt Woche für Woche neue unkonkrete Ankündigungen von Koalitionspolitikern brauchen wir einen konkreten Gesetzentwurf, damit wir den guten Absichten auch Glauben schenken können. Wenn die finanzpolitischen Armenhäuser Berlin und Brandenburg allen ihren Grundschullehrerinnen und –lehrern ab dem 1. Januar 2019 A13 zahlen können, müsste auch Schleswig-Holstein dazu in der Lage sein“, äußerte sich Astrid Henke, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Dienstag, 27. Februar 2018 in Kiel zu Überlegungen von Koalitionspolitikern zur Besoldung von Grundlehrkräften.

A13 Gebot der Gerechtigkeit
Für die GEW ist eine Erhöhung der Besoldung für die Lehrkräfte an den Grundschulen ein Gebot der Gerechtigkeit. „Die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen an den Grundschulen verdient die gleiche Wertschätzung wie die Arbeit der Lehrkräfte an den übrigen Schularten. Arbeit an den Grundschulen ist nicht weniger Wert, bloß weil die Kinder jünger sind!“, argumentierte Astrid Henke. Aus ihrer Sicht gibt es keine stichhaltigen Argumente mehr, die Grundschullehrerinnen und –lehrer schlechter zu bezahlen als ihre Kolleginnen und Kollegen an den anderen allgemeinbildenden Schulen. Das Studium sei gleichlang, der Vorbereitungsdienst habe mit 18 Monaten denselben Umfang.

A13 hilft gegen LehrerInnenmangel
Vor dem Hintergrund des immer stärker werdenden bundesweiten Lehrkräftemangels täte Schleswig-Holstein obendrein gut daran, so Astrid Henke, mit der Besoldung nach A13 nicht zu lange zu warten, bis weitere Bundesländer diesen Schritt vollzögen. „Eine Besoldung nach A13 kann ein sehr wirksames Instrument gegen den immer stärker werdenden Lehrkräftemangel sein!“

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news-13486 Thu, 15 Feb 2018 13:46:00 +0100 A13 für GrundschullehrerInnen - Jetzt zählen nur noch Taten https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/a13-fuer-grundschullehrerinnen-jetzt-zaehlen-nur-noch-taten/ "Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Taten sehn!" Mit diesem Goethe-Zitat brachte GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zum Ausdruck, dass sie von der JAMAIKA-Koalitionjetzt konkrete Schritte zu A13 erwarte. Nur rhetorische Unterstützung durch JAMAIKA
Über mangelnde rhetorische Unterstützung für ihre Forderung nach A13 für Grundschullehrkräfte kann sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kaum noch beklagen. Ministerpräsident Daniel Günther schon vor der Landtagswahl, Bildungsministerin Karin Prien bei mehrfacher Gelegenheit, die FDP in ihrem Wahlprogramm und nun ganz aktuell auch die grüne Fraktionschefin Eka von Kalben: Im Grundsatz sprechen sie sich alle für eine Besoldung der Grundschullehrkräfte nach der Besoldungsgruppe A13 aus. Aber eben bloß im Grundsatz. Passiert ist bislang nichts.

Nur Unkonkretes
„Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Taten sehn!“ Die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke bemühte am Dienstag, 13. Februar 2018 in Kiel Goethe, um das Ende ihrer Geduld mit unkonkreten Ankündigungen seitens der Regierungsparteien zum Thema A13 auszudrücken.

„Für die Grundschullehrerinnen und –lehrer geht es um den Wert ihrer pädagogischen Arbeit. Mit schönen Absichtserklärungen  nach dem Motto ‚Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann‘ ist ihnen nicht geholfen. Wir werden die Landesregierung an ihren Taten und nicht an ihren vermeintlich oder tatsächlich guten Absichten messen“, kündigte die GEW-Landesvorsitzende an.

Haushaltsberatungen wären Chance für A13
In der kommenden Woche will die JAMAIKA-Koalition ihren ersten gemeinsam zu verantwortenden Landeshaushalt verabschieden. Für die GEW-Landesvorsitzende  wäre das „ein ausgesprochen günstiger Zeitpunkt, um ein konkretes Signal bei A13 für Grundschullehrkräfte und eine entsprechende Erhöhung für Grundschulleitungen zu setzen“. Was in Berlin und Brandenburg möglich sei, müsse auch in Schleswig-Holstein möglich sein.

Aus ihrer Sicht gebe es keine stichhaltigen Argumente mehr, die Grundschullehrerinnen und –lehrer schlechter zu bezahlen als ihre Kolleginnen und Kollegen an den anderen allgemeinbildenden Schulen. Das Studium sei gleichlang, der Vorbereitungsdienst habe denselben Umfang und die Tätigkeit an den Schulen sei gleichwertig trotz der Unterschiede im Alter der Kinder, bei den Schulformen und Fächern.

 

Verantwortlich:
Bernd Schauer, 13.02.2018

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news-13363 Wed, 31 Jan 2018 15:00:04 +0100 Mangel an Grundschullehrerinnen und –lehrern wird dramatisch https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/mangel-an-grundschullehrerinnen-und-lehrern-wird-dramatisch/ Der Mangel an Grundschullehrerinnen und – lehrern in Schleswig-Holstein wird krasser als bislang angenommen. Das ergeben Zahlen einer Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Danach werden bis zum Jahr 2025 bundesweit 35.000 Lehrkräfte fehlen. Das Fehl in Schleswig-Holstein dürfte nach Überschlagsrechnungen der GEW bei um die 1.500 Grundschullehrerinnen und -lehrern liegen.

„Das sind alarmierende Zahlen. Wenn ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer fehlen,  geht das ganz klar zu Lasten von Schülerinnen und Schüler sowie zu Lasten der vorhandenen Lehrkräfte“, kommentierte Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW am Mittwoch, 31.01.2018 in Kiel die Ergebnisse.

Sie verwies darauf, dass der Mangel an ausgebildeten Lehrkräften an den Grundschulen aber keineswegs ein Zukunftsproblem sei. „Vor allem im Hamburger Umland beobachten wir, dass die Grundschulen in immer stärkerem Maße auf nicht ausgebildete Lehrkräfte zurückgreifen. Das ist für die Qualität des Unterrichts sicherlich nicht förderlich.“

Astrid Henke hob hervor, dass der Einsatz nicht qualifizierter Lehrkräfte nicht allein die Grundschulen betreffe. „Die Mangelsituation trifft alle Schulformen, Grundschulen aber am stärksten. Nach Zahlen des Bildungsministeriums wird an den allgemeinbildenden Schulen Unterricht im Umfang von rund 700 Stellen durch nicht ausgebildete Lehrkräfte erteilt.“ 

Um dem Mangel zu begegnen, schlägt die GEW vor, die Attraktivität des Berufs der Grundschullehrerin und des Grundschullehrers u.a. dadurch zu steigern, dass auch sie endlich nach A13 (Beamte) und E13 (Angestellte) bezahlt werden. Außerdem sollten die Zahl der Studienplätze und der Plätze im Vorbereitungsdienst erhöht werden.

Als Notmaßnahmen für die vom aktuellen Lehrkräftemangel betroffenen Schulen forderte Astrid Henke:

  • Qualifikationen für alle nicht voll ausgebildeten Lehrkräfte
  • Zeitressourcen für das Kollegium zur Unterstützung bzw. für das Mentoring
  • Intensivierung von Quereinsteigerprogrammen in ausgewählten Fächern/Lehrämtern

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 31.01.2018

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news-13281 Mon, 22 Jan 2018 15:54:20 +0100 Schulen mit besonderen Herausforderungen jetzt besser ausstatten https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/schulen-mit-besonderen-herausforderungen-jetzt-besser-ausstatten/ „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“ Diesem alten Sprichwort folgend empfiehlt die GEW Bildungsministerin Karin Prien, bereits jetzt die Schulen mit besonderen Herausforderungen personell besser auszustatten. Nicht bis zum Jahr 2019 warten
„Es gibt keinen Grund mit einer besseren personellen Ausstattung bis zum Jahr 2019 zu warten. Je länger das Bildungsministerium damit zögert, desto länger werden Kinder und Jugendliche um Bildungschancen gebracht und Lehrkräfte weiterhin weit über ihre Kräfte hinaus beansprucht“, nahm die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Montag, 22. Januar 2018 in Kiel zu Plänen der Bildungsministerin Stellung. 

Arbeit oberhalb der Belastungsgrenze
Sie verwies darauf, dass die Lehrkräfte überall, aber ganz besonders an den Schulen mit besonderen Herausforderungen in ihrer Arbeit über die Belastungsgrenzen hinausgingen. Deshalb müsse in einem ersten Schritt die Arbeitszeit dieser Lehrkräfte gesenkt werden. Aus Sicht der GEW-Landesvorsitzenden bieten sich dafür mehrere Wege an: eine konkrete Pflichtstundensenkung, die Einführung einer Klassenlehrerstunde oder die Einrichtung eines Entlastungspools an Stunden für die gesamte Schule.

Arbeit schwieriger
„Wie auch immer: Es muss auf jeden Fall endlich gehandelt werden! Denn die Arbeit an den Schulen mit besonderen Herausforderungen ist ungleich schwieriger als an den übrigen Schulen. Lehrkräfte benötigen dort viel mehr Zeit für Gespräche mit Eltern, Kindern und Jugendamt. Höheren Aufwand erfordert ebenfalls der differenzierende Unterricht mit einer sehr gemischten Schülerschaft“, sagte Astrid Henke.

Richtig: Mehr gebundene Ganztagsschulen
Zustimmung gibt es von der GEW für die Idee der Bildungsministerin, mehr gebundene Ganztagsschulen einrichten zu wollen. Für die GEW ist das „ein richtiger Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit“.

 

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Presse Schleswig-Holstein
news-13229 Tue, 16 Jan 2018 14:09:25 +0100 Beamtenstreik - Verfassungsgericht verhandelt auch über Fall aus dem Norden https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/beamtenstreik-verfassungsgericht-verhandelt-auch-ueber-fall-aus-dem-norden/ Am Mittwoch, 17. Januar 2018 verhandelt das Bundesverfassungsgericht über das Streikverbot für Beamtinnen und Beamte. Dabei wird auch der Fall einer Grundschullehrerin aus Schleswig-Holstein aufgerufen, die mit Unterstützung der GEW klagt. Rund 2.000 Lehrkräfte streikten
Rund 2.000 verbeamtete Lehrkräfte hatten im Juni 2010 gegen eine Pflichtstundenerhöhung gestreikt. Wegen der Teilnahme an diesem Beamtenstreik erhielten sie vom Bildungsministerium einen Disziplinarverweis. Gegen diesen Verweis erhoben mehrere Kolleginnen und Kollegen stellvertretend für alle anderen Betroffenen mit Unterstützung der GEW Klage. Nach einem langen Weg durch die juristischen Instanzen bleibt davon nun ein Fall vor dem Bundesverfassungsgericht nach.  

Streikrecht ist ein Grundrecht
„Das Streikrecht ist ein Grundrecht. Es gibt keinen Grund dieses elementare Recht den Beamtinnen und Beamten vorzuenthalten. Auch Beamtinnen und Beamte haben ein Recht auf faire Chancen, um mit der Landesregierung auf Augenhöhe die Arbeitsbedingungen aushandeln zu können. Bisher unterliegen sie dem Diktat der Landesregierungen“,  sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am heutigen Dienstag (16. Januar 2018) in Kiel.

Streik letztes Druckmittel
Streikwellen sieht sie nicht auf die Schulen zukommen, falls das Verfassungsgericht im Sinne der GEW urteilen sollte. „Der Streik ist bei allen Gewerkschaften immer nur das letzte Druckmittel. Auch bei angestellten Lehrkräften ist die GEW mit diesem Instrument bisher immer sehr verantwortungsbewusst umgegangen. Insofern wird unser Rechtsstaat es auch überleben, wenn beamtete Lehrerinnen und Lehrer die Arbeit niederlegen, um beispielsweise Arbeitszeitverlängerungen abzuwenden oder für bessere Arbeitsbedingungen zu streiten.“

Deutschland verstößt gegen internationales Recht
Die GEW-Landesvorsitzende verwies darauf, dass Deutschland nach Auffassung der GEW mit dem bisherigen Streikverbot für Beamtinnen und Beamte gegen internationales auch Deutschland bindendes Recht verstoße. „Das Beamtenrecht muss weiterentwickelt und neu interpretiert werden. Wir dürfen nicht bei den sogenannten hergebrachten Grundsätzen des Berufsbeamtentums, die teilweise auf das 19. Jahrhundert zurückgehen, stehenbleiben“, führte Astrid Henke aus. 

 

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 16.01.2018

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news-13230 Fri, 12 Jan 2018 13:41:43 +0100 Wann kommen bessere Arbeitsbedingungen in den Kindertagesstätten? https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/wann-kommen-bessere-arbeitsbedingungen-in-den-kindertagesstaetten-1/ Land und Kommunen haben sich gestern (11. Januar 2018) auf ein umfangreiches Finanzpaket geeinigt. Danach erhalten Städte und Gemeinde mehr Geld zur Finanzierung von Kindertagesstätten. Die GEW bemängelt, dass nicht klar ist, wie sich aus dieser neuen Finanzverteilung bessere Rahmenbedingungen für die Kindertagesstätten erwachsen sollen.

„Wir gönnen Städten und Gemeinden von ganzem Herzen mehr Geld in den Kassen. Für uns stehen aber bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und mehr Bildungsqualität in den Kindertagesstätten an erster Stelle. Die scheinen aber bei diesem Finanzdeal keine Rolle gespielt zu haben“, äußerte sich die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Freitag, 12. Januar 2017 zur Vereinbarung von Land und Kommunen. 

Die Beschäftigten in den Kindertagesstätten litten unter schlechten Arbeitsbedingungen. Überforderungen seien an der Tagesordnung, beschrieb Astrid Henke die gegenwärtige Situation. „Erzieherinnen und Erzieher sowie die anderen sozialpädagogischen Fachkräfte können nicht länger am Limit arbeiten. Wir brauchen endlich einen besseren Fachkraft-Kind-Schlüssel, zum Beispiel durch die Festschreibung von zwei Fachkräften pro Elementargruppe, und zwar am Vormittag genauso wie am Nachmittag. “ Darüber hinaus machte sich die GEW-Landesvorsitzende für mehr Vor- und Nachbereitungszeiten sowie Leitungszeiten stark.

Verantwortlich: Bernd Schauer, 12.01.2018
Bei Nachfragen: 0175-2622987

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news-13185 Fri, 12 Jan 2018 09:02:43 +0100 Keine Ahnung oder gelogen? Ministerium zu nichtausgebildeten Lehrkräften https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/keine-ahnung-oder-gelogen-ministerium-zu-nichtausgebildeten-lehrkraeften/ Tricksereien und Dehnungen der Wahrheit sind bei Antworten der Landesregierung auf Kleine Anfragen nicht unüblich. Jüngste Antworten des Bildungsministeriums zum Unterricht durch nichtausgebildete Lehrkräfte übertreffen aber weit das Normalmaß. Lehrerinnen und Lehrer ohne Ausbildung unterrichten in Schleswig-Holstein im Umfang von mehr als 900 Stellen (Landtagsdrucksache 19/419). Das steht in der Antwort des Bildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Martin Habersaat (SPD). Da diese Personen in der Regel nicht auf vollen Stellen arbeiten, dürften mehr als 2.000 Personen ohne Lehramtsausbildung in den Schulen tätig sein.   

Nichtausgebildete Lehrkräfte müssen absolute Ausnahme bleiben
„Nichtausgebildete Lehrkräfte dürfen in der Schule nur eine absolute Ausnahme bleiben. Sonst droht die Qualität der Bildung in erheblichem Maße zu leiden“, sagte  Astrid Henke, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Donnerstag, 11. Januar 2018 dazu in Kiel.

Nichtausgebildete Lehrkräfte erhalten keine Vorbereitung und Unterstützung
Richtig auf die Palme bringen die GEW-Landesvorsitzende die Antworten der Landesregierung zur Unterstützung der nichtausgebildeten Lehrkräfte in den Schulen: „Was das Bildungsministerium antwortet, hat mit der Realität in den Schulen nichts, aber auch wirklich gar nichts zu tun. Weder gibt es eine Vorbereitung der nicht ausgebildeten Personen, noch gibt es eine Begleitung dieser Personen durch Ausbildungslehrkräfte. Das Ministerium weiß nämlich nicht einmal, ob an den jeweiligen Schulen Ausbildungslehrkräfte arbeiten. Fehlanzeige auch bei der Mentorenschaft in den zu unterrichtenden Fächern“, sagte die Gewerkschafterin.

Notmaßnahmen erforderlich
Statt das Problem abzustreiten und zu verharmlosen, erwartet die GEW von der Bildungsministerin umgehend die Einleitung von Notmaßnahmen. Konkret forderte Astrid Henke:

•          Qualifikationen für alle nicht voll ausgebildeten Lehrkräfte

•          Zeitressourcen für die Kollegien zur Unterstützung bzw. für das Mentoring

•          Intensivierung von Quereinsteigerprogrammen in ausgewählten Fächern/Lehrämtern

Beruf muss attraktiver werden
„Notmaßnahmen reichen aber allein nicht aus“, so die GEW-Landesvorsitzende. „Der Beruf der Lehrerin und des Lehrers muss einfach wieder attraktiver werden, zum Beispiel durch eine Absenkung der Arbeitsbelastung und eine Anhebung der Besoldung für Grundschullehrkräfte auf A13.“


Verantwortlich: Bernd Schauer, 11.01.2018
 

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news-13115 Tue, 19 Dec 2017 12:44:09 +0100 Berufliche Bildung: Schlechte Chancen für Schleswig-Holsteins Jugendliche https://www.gew-sh.de/presse/detailseite/neuigkeiten/berufliche-bildung-schlechte-chancen-fuer-schleswig-holsteins-jugendliche/ Ausbildungsplatzsuche ist für Jugendliche in Schleswig-Holstein schwerer als woanders. Das zeigt der Ländermonitor Berufliche Bildung der Bertelsmann-Stiftung. Die GEW appelliert an Arbeitgeber ihrer Verantwortung gerecht zu werden. 2.000 Ausbildungsplätze seit 2008 abgebaut
Jugendliche auf Ausbildungsplatzsuche haben in Schleswig-Holstein schlechtere Karten als in anderen Bundesländern. 2.000 Ausbildungsplätze haben die Arbeitgeber im nördlichsten Bundesland seit dem Jahre 2008 abgebaut. Obwohl die Wirtschaft boomt, stieg der Anteil erfolgloser Ausbildungsplatznachfragen bei uns im Norden von 14 Prozent auf 17 Prozent. Im gleichen Zeitraum sank er im Bundesdurchschnitt von 17 Prozent auf 13 Prozent.

GEW für mehr Ausbildungsplätze in Zukunftsberufen
„Die jungen Menschen in Schleswig-Holstein brauchen mehr Ausbildungsplätze, am besten in Zukunftsberufen. Unsere Gesellschaft ist auf hochqualifizierte Fachkräfte angewiesen. Weder aus sozialen noch aus ökonomischen Gründen können wir es uns erlauben, jungen Leuten die Chance auf eine Ausbildung zu verwehren“, nahm Astrid Henke, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, am Dienstag, 19. Dezember 2017 zu den Ergebnissen des Ländermonitor Berufliche Bildung von der Bertelsmann-Stiftung Stellung.  

Arbeitgeber müssen ihrer Verantwortung stärker gerecht werden
„Die Arbeitgeber müssen endlich ihrer Verantwortung in stärkerem Maße gerecht werden. Obwohl sie stets den Eindruck eines „Ausbildungsparadieses“ erwecken und vor Fachkräftemangel warnen, nutzten sie die gute wirtschaftliche Lage nicht, um ein deutliches Plus an Ausbildungsplätzen zu schaffen. Das geht gar nicht“, so die Gewerkschafterin. „Stattdessen dürfen wir uns immer wieder die Litanei von angeblich nicht ausbildungsreifen und ausbildungswilligen Jugendlichen anhören. Dabei wird doch niemand im Ernst behaupten, dass die Jugendliche in Schleswig-Holstein dümmer und desinteressierter als in anderen Bundesländern sind.“

Politik mit sich selbst beschäftigt
Nach Auffassung der GEW-Landesvorsitzenden strandeten immer noch zu viele Jugendliche im sogenannten Übergangssystem. „Statt aber dieses Problem energisch anzugehen, reißt die Landesregierung  die Verantwortung für die Berufliche Bildung auseinander. Weder der Transfer der Beruflichen Bildung vom Bildungs-  ins Wirtschaftsministerium noch die nicht zu Ende gedachte Gründung des sogenannten SHIBBs (Schleswig-Holsteinisches Institut für Berufliche Bildung) bringt Jugendliche in Ausbildung.“

 

    

 

 

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