GEW Schleswig-Holstein - Website https://www.gew-sh.de GEW Schleswig-Holstein - Website de-DE GEW Schleswig-Holstein - Website Fri, 20 Jul 2018 17:52:46 +0200 Fri, 20 Jul 2018 17:52:46 +0200 TYPO3 EXT:news news-14545 Thu, 19 Jul 2018 14:31:29 +0200 Neue Datenbank für Gewalt und Mobbing an Schulen https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/neue-datenbank-fuer-gewalt-und-mobbing-an-schulen/ Bildunsministerin Karin Prien hat die Einführung einer Datenbank zur Erfassung von Übergriffen an Schulen angekündigt. Für uns steht fest: Leider lösen Statistiken keine Probleme in den Schulen! Die geplante Datenbank soll alle Fälle sammeln, in denen eine Ordnungsmaßnahme in Form eines Verweises ausgesprochen wurde. Gleichzeitig hat sie das erklärte Ziel auch die jeweiligen Konfliktursachen aufzuschlüsseln. Für wichtiger als die Erhebung von Zahlenmaterial mit begrenzter Aussagekraft halten wir den Ausbau von Präventionsmaßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel auch Konflikt- und Kommunikationstrainings in den Schulklassen sowie eine Intensivierung von Schulsozialarbeit.

Prävention und Aktion sind das A&O im Umgang mit Gewalt. Dafür brauchen Lehrkräfte mehr Zeit. Nur dann können sie intensiv Konflikte bearbeiten und Gespräche mit dem Jugendamt, Eltern oder Schulsozialarbeiterinnen und –arbeitern  führen. Eine elementare Rolle spielen hier die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer. Für sie fordern wir eine Ausgleichsstunde, damit sie auch in der Aufarbeitung von Konflikten ihrer Aufgabe gerecht werden können. Stattdessen wird hier mit der Datenbank ein Instrument geschaffen, das zusätzliche Verwaltungsarbeit schafft.

Konflikte entstehen zu meist im Kleinen. Erst spät führen sie zu Ordnungsmaßnahmen nach dem Schulgesetz. Ursachen und Motive genau zuzuordnen dürfte für die Lehrkräfte in der Praxis nur schwerlich möglich sein und so unnötige Energie binden.

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Schule Artikel Schleswig-Holstein
news-14523 Mon, 09 Jul 2018 10:52:15 +0200 Öffentlicher Dienst: Gewerkschaften reden mit Ministerpräsident Daniel Günther https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/oeffentlicher-dienst-gewerkschaften-reden-mit-ministerpraesident-daniel-guenther/ Am 29. Juni 2018 trafen sich VertreterInnen des DGB und der Gewerkschaften GdP, GEW und ver.di mit dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther. Im Gespräch ging es um Fragen des öffentlichen Dienstes. Die Gewerkschaften sprachen dabei folgende Themen an: die Arbeitszeit der Beamtinnen und Beamten, Fragen der Besoldung und Versorgung, die sachgrundlosen Befristungen und Fragen der gewerkschaftlichen Beteiligung. Die GEW-Landesvorsitzende brachte auch das Thema A13 für GrundschullehrerInnen zur Sprache. Aus Sicht der GEW darf es nicht bis zum Jahr 2025 dauern, bis die GrundschullehrerInnen vollständig auf dem Niveau von A13 besoldet werden. Astrid Henke hält es für erforderlich, dass in weiteren Gesprächen über die zu hohe Arbeitsbelastung der Lehrkräfte gesprochen wird.

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Bildungsbereiche Schule Gute Arbeit Beamte Artikel Schleswig-Holstein
news-14514 Thu, 05 Jul 2018 15:15:44 +0200 Statusabfrage Lehrkräfte: Gesund und arbeitsfähig? https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/statusabfrage-lehrkraefte-gesund-und-arbeitsfaehig/ Wie steht es eigentlich um die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein? Das hat eine Statuserhebung der Landesregierung jetzt untersucht. Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse für euch zusammengefasst. Bei besagte Studie handelt es sich erstmal um eine grobe Erhebung des Status. Handlungsbedarf wird in den Belastungsfaktoren angenommen, wenn über 30% der befragten Lehrkräfte die ungünstigste Kategorie ausgewählt haben. Neben den Belastungsfaktoren hat die Studie auch sogenannte Schutzfaktoren analysiert und folgende Zusammenhänge beobachtet.

  • Arbeitsfähigkeit und Gesundheit steigen, wenn Belastungen dauerhaft sinken.
  • Arbeitszufriedenheit steigt, wenn Schutzfaktoren dauerhaft steigen.
  • Hoch ausgeprägte Schutzfaktoren puffern Belastungen, was wiederum Arbeitsfähigkeit und Gesundheit fördert.“

Von fast allen Lehrkräften wird ihre Arbeit, als bedeutsam erlebt und es werden große Handlungsspielräume gesehen. Das ist für Lehrkräfte ein großes Plus zu vielen anderen Berufsgruppen. Hier liegt wahrscheinlich auch der Schlüssel, warum so viele noch gern zur Schule gehen und mit großem Engagement arbeiten.

Belastungsfaktoren

Bei den Belastungen wurden sehr hohe Werte erreicht bei

  • Termin/Leistungsdruck (63 % häufig, 33 % manchmal)
  • neue Aufgaben (51 % häufig, 44 % manchmal)
  • zusätzliche Aufgaben (62 % häufig, 33 % manchmal)
  • Störungen (61 % häufig, 23 % manchmal)
  • Konflikt Arbeit- Privates (40 % häufig, 44 % manchmal)

 

Die Studie stellt fest, dass in diesen Bereichen großer Handlungsbedarf besteht und Feinanalysen erfolgen müssen, da viele Merkmale mit nur einer Frage abgesichert sind. Hier erwarten wir, dass das zügig in Angriff genommen wird, und ebenso zügig entsprechende Maßnahmen erfolgen.

Mehrarbeit

In allen Schularten sind viele zusätzliche Aufgaben mit der Klassenlehrer*innentätigkeit verbunden. Die Anzahl der Gespräche mit Eltern, außerschulischen Institutionen, Anfertigung von umfangreicheren Zeugnissen, Lernplänen usw. haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Hier sind Ausgleichsstunden für die Klassenlehrer*innentätigkeit notwendig. Aber auch wer keine Klasse führt, verfügt nicht über zu viel Freizeit. Deshalb muss die Unterrichtsverpflichtung an allen Schularten für alle Lehrkräfte runter.

Belastende Bedingungen: Lärm und Ausstattung

An erster Stelle der belastenden Umgebungsbedingungen steht der Lärm. 70 % erleben Lärm häufig, 20 % manchmal als belastend. Aber auch Arbeitsmittel und IT-Verfahren sind ein Problem (41% häufig, 40 % manchmal). Um die Lärmbelastung zu senken, müssen Nachhallzeiten an allen Schulen gemessen werden, in denen das noch nicht im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen erfolgte. Räume müssen so ausgestattet sein, dass sie nicht die Gesundheit der Lehrkräfte und Schüler*innen gefährden. Es braucht modern ausgestatteten Räume, Lärmschutz, geringere Gruppengrößen und Differenzierungsräume. Es braucht eine ausreichende sächliche Ausstattung der Schulen durch die Schulträger und IT-Experten, die für Warten und Aktualisieren der Computer zuständig sind.

Präsentismus

Der Präsentismus beschreibt, dass jemand auch bei Krankheit zur Arbeit geht. Diese Zusatzfrage wurde vom Hauptpersonalrat eingefordert. Es gibt deshalb keine Vergleichswerte zu anderen Ressorts und Berufsgruppen. Der Gesamtwert liegt bei 25% (und löst deshalb keinen Handlungsbedarf aus), in der zweitungünstigsten Kategorie (die diejenigen angegeben haben, die immerhin 2-5mal im vergangenen Jahr krank zur Arbeit gingen) 48%. Das ist sehr viel. Und ob man da bei der 30%-Schwelle bleiben kann, ist in meinen Augen fraglich.

Handlungsbedarf laut Statusabfrage

Auch wenn wir deutlich mehr Handlungsbedarf sehen, im Abfragebericht wird der Handlungsbedarf für die Gesamtheit der Lehrkräfte in folgenden Bereichen deutlich.

  • Termin-/Leistungsdruck
  • neue Aufgaben
  • zusätzliche Aufgaben
  • Störungen
  • gefühlsmäßige Belastung (ohne berufliche Schulen)
  • Konflikte Arbeit-Privates (ohne Förderzentren)
  • Handlungsspielraum Pause (ohne Gymnasien)
  • Arbeitsmittel, IT-Verfahren (ohne Grundschulen und Förderzentren)
  • Lärm, Geräusche

Zusätzlich:

  • Präsentismus (nur Grundschule)
  • Möbel (nur Grundschule)
  • Beleuchtung/Lichtverhältnisse (nur Grundschule)
  • Informationsmangel (Förderzentren, Gemeinschaftsschulen)
  • Aufgabenunklarheit (nur Förderzentren)

Zusammenfassende Ergebnisse

Die Statuserhebung zeigt im Vergleich zu anderen Berufsgruppen, dass die Arbeitsbedingungen aus gesundheitlicher Sicht ungünstiger sind. Hier spielen vor allem „gefühlsmäßige Belastung“, der „Handlungsspielraum Pause“ und der „Informationsmangel eine große Rolle“. Die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit der Lehrkräfte ist ähnlich ausgeprägt wie bei anderen Vergleichsgruppen, die Arbeitszufriedenheit ist geringer.

Von der Vereinbarung zum Gesundheitsmanagement bis zu diesem Bericht hat es drei Jahre gedauert. Wir können nicht bei jedem Schritt solange warten. Es muss jetzt Schwung ins Gesundheitsmanagement für Lehrkräfte kommen. Die GEW wird weiterhin das Thema ansprechen und entsprechende Maßnahmen einfordern.

Es handelt sich um einen gekürzten Artikel der stellvertretenden Vorsitzenden Birgit Mills. Der Artikel ist in voller Länge als pdf zum Download am rechten Bildrand verfügbar und in der Juni Ausgabe der E&W.

 

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Schule Gesundheit Artikel Schleswig-Holstein
news-14359 Wed, 13 Jun 2018 13:32:14 +0200 Absturz bei den Mathe-Noten zum mittleren Schulabschluss https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/absturz-bei-den-mathe-noten-zum-mittleren-schulabschluss/ In den Abschlussarbeiten zum mittleren Schulabschluss ist in Schleswig-Holstein die Durchschnittsnote um eine halbe Note auf 3,9 abgesackt. Die Erklärungsnot ist groß. Was sind die Gründe? Bildungsministerin Prien ist schnell mit einer Antwort bei der Hand: Lehrkräfte sollen die SchülerInnen besser vorbereiten, sie sollen sich besser fortbilden. Der Wirtschaftsminister Buchholz ist auch mit starken Worten dabei, die Lehrkräfte müssen attraktiver und interessanter unterrichten. Den Lehrkräften in den Schulen geht der Hut hoch, neben dem eigenen Frust und dem der SchülerInnen stehen haufenweise zusätzliche Prüfungen an. Wenn in einer Klasse bei 25 bis 30 % der SchülerInnen die Noten der Arbeit um 2 Noten nach "unten" von den Vornoten abweichen, verschlechtert sich die Vornote um eine Note oder es findet eine mündliche Prüfung statt. Nun sind diese Lehrkräfte durch mündliche Prüfungen zusätzlich belastet! Darüber hinaus bekommen sie die Verantwortung in die Schuhe geschoben.

Was sind nun die Gründe:

Sind die Arbeiten schwerer als das Vorbereitungsheft? Schwerer als die Probearbeit?

Viele Lehrkräfte haben den Eindruck! Oft waren die Aufgaben so komplex, dass den SchülerInnen die Zeit zur Bearbeitung fehlte, selbst die Kurzaufgaben konnten oft kaum bearbeitet werden. Abschlussarbeiten müssen dem Niveau von Vorbereitungsheft, Probearbeit und Unterricht entsprechen, damit die SchülerInnen eine reelle Chance haben.

Entspricht das Unterrichtsniveau den Bildungsstandards?

Wenn nicht, dann stellt sich die Frage, wie man die Anforderungen hochschraubt. Sicher nicht, indem einfach die Anforderungen in der Prüfungsarbeit erhöht werden. Wichtig sind dann zusätzliche Differenzierungsstunden und Ressourcen. Vor allem müssen erstere erteilt werden. Viel zu oft fallen diese Stunden und die individuelle Förderung der Krankheitsvertretung zum Opfer. So haben weder Lehrkräfte noch SchülerInnen eine Chance.

Gibt es genügend qualifizierte Lehrkräfte?

Es fehlen Fachlehrkräfte für Mathematik und viele andere Fächer. Es ist absehbar, dass das Unterrichtsniveau eher weiter sinken wird, da von der Grundschule bis zur Sekundarstufe viele nicht vollausgebildete Lehrkräfte ohne zusätzliche Qualifizierung und Unterstützung den Unterricht erteilen. Das lässt sich nicht durch die Postulierung von Leistungsansprüchen beheben. Fortbildungen am Nachmittag und Wochenende sind sicher nicht zuträglich Abhilfe zu schaffen.

Braucht es mehr Unterstützung für DaZ-SchülerInnen bei den Abschlussarbeiten?

„Unbedingt“ lautet die Antwort vieler Lehrkräfte! Wortlisten des Ministeriums die nicht im Kontext zu den Aufgaben stehen, seien für die Prüfung eine Katastrophe. Statt der Wortlisten könnten Übersetzungen der gesamten Aufgaben dazu beitragen wirklich das Fachwissen zu prüfen, um so DaZ-SchülerInnen eine Chance zu geben, die Prüfung mit guten Ergebnissen zu bewältigen.

Deshalb fordern wir konkret Maßnahmen der Ministerin:

  • Differenzierungsstunden und Stunden zur sonderpädagogischen Förderung dürfen nicht für Vertretungsunterricht verwendet werden
  • Qualifizierung und Mentoring von nicht vollausgebildeten Lehrkräften
  • Nachhaltige Fortbildungsangebote für fachfremd unterrichtende Lehrkräfte innerhalb der regulären Arbeitszeit
  • Übersetzungen oder spezielle Wortlisten um Daz-SchülerInnen eine Chance zu geben ihr Fachwissen anzuwenden
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Schule GEW Artikel Schleswig-Holstein
news-14343 Tue, 12 Jun 2018 10:20:00 +0200 GEW-Kritik am Landesrechnungshof: Oberstufen wichtig https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-kritik-am-landesrechnungshof-oberstufen-wichtig/ Die GEW weist die pauschale Kritik an den Oberstufen der Gemeinschaftsschulen scharf zurück. Ein vielfältiges Bildungsangebot schafft mehr Bildungsgerechtigkeit in Schleswig-Holstein. Oberstufen an Gemeinschaftsschulen unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten und abzulehnen, wird der komplexen und regional sehr unterschiedlichen Situation in der Schleswig-Holsteinischen Bildungslandschaft ganz und gar nicht gerecht. „Eine zukunftsfähige Bildungspolitik lässt sich nicht mit dem kleinen Einmaleins ausrechnen. Nur vielfältige Bildungsangebote sichern Zukunftschancen für alle Schülerinnen und Schüler.“, sagte dazu GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke.

Schaut man nach Kiel, Stormarn oder Flensburg dann sieht man, dass die Anzahl der SchülerInnen mit Abitur in diesen Regionen mit dem höchsten Angebot an Oberstufen an Gemeinschaftsschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen deutlich höher ist als in den Regionen, in denen es ein geringeres Angebot gibt oder nur den Weg über Gymnasien und berufsbildende Schulen gibt.

Ein gutes Bildungsangebot ist deshalb auch eine Frage der Bildungsgerechtigkeit und darf nicht finanziellen Gesichtspunkten untergeordnet werden. „Warum sollen nicht die jungen Menschen gemeinsam mit ihren Eltern selbst entscheiden, ob sie eine gute Ausbildungsstelle annehmen oder die allgemeine Hochschulreife erwerben wollen, um ihre Allgemeinbildung oder ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern?“, führte Henke aus.

Die Existenz kleiner Oberstufen ist  dabei nicht nur ein Thema für Gemeinschaftsschulen – es gibt sie genauso an Gymnasien. Um in Regionen mit geringerer Bevölkerungsdichte ein gutes und umfangreiches Oberstufenangebot machen zu können, solle nach Meinung der GEW deshalb über die Bildung von Oberstufenzentren diskutiert werden. Natürlich kann es nicht das Ziel sein, dass jede Gemeinschaftsschule eine eigene Oberstufe hat, aber aus Sicht der GEW muss an klarer geregelt werden, wo Schülerinnen und Schüler ihren Bildungsweg fortsetzen können.

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Schule Bildung weiter denken Bildungsgerechtigkeit Bildungsqualität Bildungssystem Inklusion Artikel Schleswig-Holstein
news-14336 Mon, 11 Jun 2018 14:28:37 +0200 „Aktionswoche Schulgebäude“ GEW-Vorsitzende zu Besuch in Neumünster https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/aktionswoche-schulgebaeude-gew-vorsitzende-zu-besuch-in-neumuenster/ Es braucht mehr Investitionen in Bildung! GEW-Vorsitzende Marlis Tepe besuchte am 07. Juni mit der Landesvorsitzenden der GEW Astrid Henke eine GemS in Neumünster. Anschließend fand ein Gespräch mit dem Stadtrat Carsten Hillgruber statt.  Der Besuch stand im Zeichen der GEW Bundesinitiative „Bildung. Weiter denken!“. Die Freiherr-vom-Stein Schule zeichnet sich insbesondere durch ihr digitales Lernkonzept aus, für das die Schule 2016 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde. Die Schulleitung und das Kollegium haben gemeinsam eine Online Lernplattform entwickelt, auf der digitale Unterrichtseinheiten für die Schülerinnen und Schüler über ihre eigenen mobilen Endgeräte abrufbar sind. Dabei verfolgt die Schule den sogenannten „Bring your own device“- Ansatz, bei dem die Anschaffung für die Geräte durch die Schülerschaft und ihre Eltern erfolgt. In der Praxis ist das schwierig in Neumünster der Stadt mit der landesweit höchsten Kinderarmut. „Es ist auch eine Frage der Bildungsgerechtigkeit, dass nicht nur den Lehrkräften sondern auch allen Schülerinnen und Schülern digitale Endgeräte zur Verfügung gestellt werden.“, so Astrid Henke. Ein wichtiger Schritt wäre es Tablets als Lernmittel anzuerkennen und dadurch die Anschaffung der Geräte für Kinder aus sozial schwachen Familien zu gewährleisten.

Während des Besuchs zeigte sich auch, dass das 10 Jahre alte Schulgebäude, das nach dem Flurschul-Prinzip gebaut wurde, nicht auf die Bedürfnisse neuer Lehr- und Lernkonzepte ausgerichtet ist. So fehlt es unter anderem an Rückzugsräumen für die Schülerinnen und Schüler und auch die Ausstattung mit den benötigten Stromquellen ist nicht gegeben. Im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen wurde klar, dass auch die Lehrkräfte mehr Unterstützung brauchen. Service und Administration der unterschiedlichen technischen Geräte, die eingesetzt werden, nehmen viel extra Zeit in Anspruch. Das wirkt sich auch auf die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte aus und vermindert ihre Ruhephasen. Vielfach wurde der Wunsch geäußert, mehr Unterstützung von der Stadt Neumünster zu erhalten - auch durch die Finanzierung eines IT-Supports an der Schule. Im gesamten Kreis Neumünster sind derzeit 4 Stellen mit der Betreuung aller IT-Fragen der Stadt Neumünster beschäftigt.

 

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Schule GEW Artikel Schleswig-Holstein
news-14296 Mon, 04 Jun 2018 10:24:04 +0200 Achtung! Neue Telefonnummer der Landesgeschäftsstelle! https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/achtung-neue-telefonnummer-der-landesgeschaeftsstelle/ Die GEW Schleswig-Holstein hat eine neue Telefonanlage bekommen. Die neue Nummer der Zentrale lautet 0431 5195-150. Die Umstellung verlief nicht ohne Pannen, aber nun sind wir wieder erreichbar! GEW Artikel Schleswig-Holstein news-14260 Mon, 28 May 2018 16:12:58 +0200 Kita-Bündnis: Neue Bertelsmann-Studie stützt eigene Forderungen https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/kita-buendnis-neue-bertelsmann-studie-stuetzt-eigene-forderungen/ Landesweite Angleichung der Gebühren und verbeserte Qualität - Diese Forderungen sieht das Kita-Aktionsbündnis Schleswig-Holstein durch eine neue Bertelsmann-Studie bestätigt. Im Norden müssen die Familien am meisten für die Kinderbetreuung zahlen. Höchster Wert im Norden
Das Ergebnis der Studie „ElternZOOM“, für die bundesweit 10.491 Eltern befragt wurden, zeigt: Eltern müssen in Schleswig-Holstein im Schnitt neun Prozent ihres Nettoeinkommens für die Kita-Betreuung ausgeben.Im bundesweiten Vergleich ist das der höchste Wert.

Kita-Bündnis für grundlegende Reform der Kita-Finanzierung
Seit langem fordert das Kita-Aktionsbündnis Schleswig-Holstein eine grundlegende Reform des unübersichtlichen und unausgewogenen Kita-Finanzierungssystems. „Das Ergebnis der Studie bestätigt unsere langjährigen Forderungen und unterstreicht nochmals, wie dringend eine Kita-Reform in Schleswig-Holstein nötig ist. Die Elternbeiträge für eine bedarfsgerechte, frühkindliche Bildung müssen landesweit gleich und gedeckelt sein. Mittelfristig bei null!“, sagt Axel Briege, der Vorsitzende der Landeselternvertretung der Kitas.

Eltern ist Qualität in den Kitas sehr wichtig
Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass den Eltern in Schleswig-Holstein die Qualität in den Kindertageseinrichtungen sehr wichtig ist. „Wir sehen uns bestätigt in unserer Einschätzung, dass die Elternbeiträge in Schleswig-Holstein im Bundesvergleich zu hoch sind und dass Eltern hier dringend entlastet werden müssen. Dennoch darf darunter nicht die Qualität leiden. Hier steht eine stetige Verbesserung immer noch im Fokus - laut der Studie entspricht das genau dem Wunsch der Eltern der Kita-Kinder“, sagt Markus Potten, Geschäftsführer des Verbandes Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein e.V. (VEK) und Sprecher des Kita-Aktionsbündnisses.

Auch Träger drängen auf Verbesserungen
Aber nicht nur die Eltern wollen gute Qualitätsstandards in den Kindertageseinrichtungen sondern auch die Träger der Kindertagesstätten in Schleswig-Holstein. Aus diesem Grund diskutiert das Kita-Aktionsbündnis bereits seit Beginn des Jahres mit der Landesregierung über die erfolgreiche Entwicklung der Kita-Reform, um die dringend notwendigen Verbesserungen der Qualität in den Kindertageseinrichtungen im Land umzusetzen und für ein gerechtes Kita-Finanzierungssystem zu sorgen.

Arbeitsbedingungen in den Kitas nicht vergessen
„In diesen Diskussionen dürfen die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen in den Kindertagesstätten nicht zu kurz kommen. Jede Debatte um eine Qualitätsverbesserung der frühkindlichen Bildung läuft ins Leere, wenn die Arbeitsbedingungen in den Kitas nicht endlich verbessert werden“, sagt GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer. Dazu gehöre in erster Linie eine Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels. Das heiße konkret: auf eine Erzieherin oder einen Erzieher müssten in Zukunft weniger Kinder kommen. „Nur so lässt sich erreichen, dass Erzieherinnen länger im Beruf bleiben und sich nicht oft schon nach kurzer Zeit zu einem Berufswechsel entschließen“, so Schauer.

Kita-Aktionsbündnis „Unsere Kinder – unsere Zukunft“
Das Kita-Aktionsbündnis „Unsere Kinder – unsere Zukunft“ besteht aus der Landeselternvertretung für Kindertageseinrichtungen, den Gewerkschaften GEW, Ver.di und Kirchengewerkschaft sowie den Freien Wohlfahrtsverbänden und dem Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein e.V.

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Bildungsbereiche Kita Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Gute Arbeit Artikel Schleswig-Holstein
news-14160 Wed, 09 May 2018 16:46:54 +0200 Lehrkräftemangel: Die Not wird größer https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/lehrkraeftemangel-die-not-wird-groesser/ Bald dürfte die Zahl 1.000 erreicht sein. Im Moment sind es 882 Stellen, die das Bildungsministerium mit Lehrkräften ohne vollständige Ausbildung als Lehrerin oder Lehrer besetzt. Drei Viertel ohne jegliche Lehramtsausbildung
Auf mehr als drei Viertel dieser Stellen befinden sich sogar Personen, denen jegliche Lehramtsausbildung fehlt. (Die Zahlen stammen aus einer Antwort des Bildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Martin Habersaat.) Da die meisten Aushilfslehrkräfte in Teilzeit arbeiten, liegt die Zahl der Personen insgesamt wahrscheinlich bei knapp 2.000.

Überstunden durch Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst
„Die Not wird größer. Das lässt sich auch daran ablesen, dass das Bildungsministerium zunehmend Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst zum Vertretungsunterricht heranzieht. Immerhin leisten jetzt schon 111 junge Lehrkräfte bezahlte Überstunden, um an ihren Schulen die Unterrichtsversorgung aufrecht zu erhalten“, erläuterte Astrid Henke, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Mittwoch, 9. Mai 2018 die sich zuspitzende Situation.

Ausbildung statt Überstunden
Für die Gewerkschafterin ist das eine sehr bedenkliche Entwicklung: „Die jungen Lehrerinnen und Lehrer befinden sich noch in der zweiten Phase ihrer Ausbildung. Sie sollten sich auf einen erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung konzentrieren und ihn nicht durch Überstunden gefährden. Die Mehrarbeit dürfte höchstens nach der Prüfung zugelassen werden. Generell sollte das Land Lehramtsanwärterinnen und –anwärter so gut bezahlen, dass sie nicht auf bezahlte Überstunden angewiesen sind.“

Mentorenstunde“ und attraktivere Arbeitsbedingungen
Der Lehrkräftemangel zeigt sich besonders krass  im Süden des Landes sowie in Neumünster und Kiel, und zwar vor allem an Grund- und Gemeinschaftsschulen. Um  diejenigen Lehrkräfte zu unterstützen, die Vertretungslehrkräfte in den Schulen beraten, plädierte die GEW-Landesvorsitzende für die Einführung einer Art „Mentorenstunde“. Auf Dauer müsse aber der Beruf der Lehrerin oder des Lehrers attraktiver gemacht werden. „A13 für Grundschullehrerinnen und –lehrer ist ein gutes Signal, muss aber von der Landesregierung viel schneller umgesetzt werden.“ Die Anzahl der Ausbildungsstellen, auch für Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen an Grundschulen, sollte ebenfalls weiter angehoben werden.

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Schule Bildungsqualität LehrerInnenbildung Gute Arbeit Artikel Schleswig-Holstein
news-14109 Wed, 02 May 2018 11:06:26 +0200 Beihilfe - Kein Buch mit sieben Siegeln! https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/beihilfe-kein-buch-mit-sieben-siegeln/ Immer wieder erreichen uns in der Rechtsschutzstelle Fragen rund um das Thema Beihilfe. Wie ihr euch direkt beim „Dienstleistungszentrum Personal des Landes Schleswig-Holstein“ (DLZP) über verschiedene Fragestellungen kundig macht: Habe ich während einer Beurlaubung ohne Dienstbezüge einen Anspruch auf Beihilfe? Wie sieht es in der Elternzeit aus? Welche Fristen muss ich beachten? Wie lange dauert die Bearbeitung von Beihilfeanträgen? Unter welchen Bedingungen kann ich bei hohen Rechnungsbeträgen eine Abschlagzahlung erhalten?  

Auf alle diese Fragen findet man ohne größeren Aufwand Antworten auf der Homepageseite des DLZP.

 

Wie finde ich im Internet die offiziellen Informationen des DLZP?
Alle relevanten Informationen zum Beihilferecht in Schleswig-Holstein sind hier nachzulesen: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/DLZP/Themen/Beihilfebearbeitung/box_table_Beihilfe.html

 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das DLZP beantwortet dort zu den Oberbegriffen „Anspruch auf Beihilfe“, „Antragstellung“, „Zahnbehandlungen“, „Seh- und Hörhilfen“, „Krankenhaus und Kur“, „Pflege“, „Psychotherapie“, „Heilpraktiker“ und „Ausland“ die am häufigsten gestellten Fragen. Hier einige Beispiele:

 

„Habe ich während einer Beurlaubung ohne Dienstbezüge einen Beihilfeanspruch?

Nein.
Das gilt auch für berücksichtigungsfähige Angehörige.
Ausnahmen gelten gemäß
§ 2 BhVO:
• während einer Elternzeit,
• für alleinerziehende Beamte, die aus Anlass der Betreuung mindestens eines Kindes unter 18 Jahren ohne Bezüge beurlaubt sind,
• aus Anlass der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger ohne Bezüge beurlaubte Beamte für die Dauer von drei Jahren sowie
• bei einer sonstigen Freistellung vom Dienst unter Fortfall der Bezüge bis zu einer Dauer von einem Monat.

 

Habe ich während meiner Elternzeit Anspruch auf Beihilfe?

Ja. Siehe hierzu auch „Habe ich während einer Beurlaubung ohne Dienstbezüge einen Beihilfeanspruch?“.
Hinweis! Sollten Sie sich nach der Elternzeit weiter beurlauben lassen, entfällt in der Regel der Anspruch für Sie und Ihre Kinder.

 

Muss ich beim Beantragen von Beihilfe Fristen beachten?

Beihilfe gewähren wir gemäß § 5 Abs. 3 BhVO nur für Aufwendungen, die weniger als ein Jahr zurückliegen. Der Beihilfeanspruch für ältere Aufwendungen erlischt.
Die Ausschlussfrist beginnt mit dem Datum der Rechnung bzw. mit dem Kaufdatum des Medikaments. Entscheidend ist das Eingangsdatum Ihres Antrags.

 

Sind Abschlagszahlungen möglich?

Abschlagszahlungen auf eine zu erwartende Beihilfe sind gemäß § 5 Abs. 7 BhVO unter bestimmten Voraussetzungen und nur für bestimmte Aufwendungen möglich. Beispielsweise müssen Ihre Aufwendungen über 2.600 Euro liegen. Oder Sie müssen uns nachweisen, dass Ihr Arzt Ihre Behandlung nicht ohne Voraus- oder Abschlagzahlung vornimmt.
Abschlagszahlungen beantragen Sie schriftlich per Vordruck. Diesen können Sie
hier ("Service/Formulare) herunterladen.
Tipp! Wir bearbeiten Ihren Antrag zeitlich bevorzugt, wenn Sie aktuelle Aufwendungen über 3.500 Euro haben. Macht das vielleicht einen Abschlag entbehrlich?“

 

(zitiert von der Homepage des DLZP, Stand: 30.04.2018)

 

Beihilfe-Hotline

Das DLZP hat eine Hotline geschaltet, die von Montag bis Freitag unter 0431-988 9555 jeweils von 09.00 Uhr bis 11:30 Uhr und von 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr angerufen werden kann. Dort werden allgemeine Fragen und Fragen zum Bearbeitungsstand des eingereichten Beihilfeantrages beantwortet.

 

Einführung der eBeihilfe

Das DLZP hat seine Beihilfebearbeitung umgestellt: intern erfolgt die Bearbeitung elektronisch. Noch können die Beihilfeanträge aber nicht digital eingereicht werden. Wichtige Hinweise dazu sind hier nachzulesen: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/DLZP/Kurzmeldungen/richtigeAntragseinreichungBeihilfe.html

 

Bearbeitungsstand

Mit Datum 26.04.2018 informiert das DLZP, dass die Regelbearbeitungszeit aktuell in der Regel sechs Kalendertage beträgt.

 

Beihilfevordrucke

Alle notwendigen Vordrucke lassen sich unter „Antragsvordrucke und Formulare“ bzw. bei den FAQs bei den Fragen zur „Antragstellung“ finden. Zur Antragstellung selbst werden darüber hinaus sachdienliche Hinweise gegeben.

 

Rechtsgrundlage

Ebenso findet man auf dieser Homepage generelle Hinweise zum Beihilferecht sowie im Wortlaut die für alle Beihilfeentscheidungen zugrunde liegende „Landesverordnung über die Gewährung von Beihilfen an Beamtinnen und Beamte in Schleswig-Holstein (Beihilfeverordnung - BhVO) vom 15. November 2016“.

 

Die Beihilfe-Homepage des DLZP ist sehr hilfreich, um sich allgemein und umfassend zu Fragen der Gewährung von Beihilfe zu informieren. Für die Beantwortung von Fragestellungen im Einzelfall steht die Landesrechtsschutzstelle gerne zur Verfügung.

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Schule Recht Beamte Artikel Schleswig-Holstein
news-14081 Thu, 26 Apr 2018 14:27:19 +0200 Raus zum 1. Mai https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/raus-zum-1-mai/ Am 1. Mai demonstrieren die Gewerkschaften wieder für eine solidarische, vielfältige und gerechte Gesellschaft in Deutschland und Europa. Die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke wird auf der Mai-Kundgebung in Neumünster sprechen. Unter dem Motto „Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit“ rufen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Mitgliedsgewerkschaften auf, an den Kundgebungen und Demonstrationen zum 1. Mai 2018, dem „Tag der Arbeit“, teilzunehmen Auch in Schleswig-Holstein finden an vielen Orten Demonstrationen, Kundgebungen und Familienfeste statt.

In seinem Aufruf zum 1. Mai fordert der DGB von der Großen Koalition mehr soziale Gerechtigkeit, mehr solidarische Politik und mehr Förderung der Vielfalt. Wörtlich heißt es: „Solidarität statt gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung, klare Kante gegen Rassismus und extreme Rechte.“

Konkret verlangen die Gewerkschaften außerdem:

  • die Abschaffung von Niedriglöhnen, Mini- und Midijobs
  • die Abschaffung von Überstunden und Überlastung im öffentlichen Dienst durch die Einstellung von mehr Personal
  • mehr Mitbestimmung der Beschäftigten bei ihrer Arbeitszeitplanung
  • mehr Investitionen in bessere Bildung und Infrastruktur
  • die Schließung der Lohnlücke von 21 Prozent bei der Bezahlung von Frauen
  • ein Verbot für Arbeitgeber, aus der Tarifbindung auszusteigen
  • ein gerechtes Steuersystem, in dem Reiche mehr übernehmen als Arme
  • die Stärkung eines sozialen und solidarischen Europas

Der 1. Mai wird als Internationaler Tag der Arbeiterbewegung gefeiert. Seine Anfänge gehen zurück auf das Jahr 1890. Damals begingen erstmals Millionen arbeitender Menschen in Europa und in den USA gleichzeitig den „Weltfeiertag der Arbeit“.

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Thema Bildung weiter denken GEW Gute Arbeit Mitbestimmung Artikel Schleswig-Holstein
news-13956 Wed, 18 Apr 2018 09:07:53 +0200 Tarifabschluss: Im Schnitt rund 7,5 Prozent mehr - Laufzeit von 30 Monaten https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/tarifabschluss-im-schnitt-rund-75-prozent-mehr-laufzeit-von-30-monaten/ Bis zuletzt hatten die Arbeitgeber die Forderungen der Gewerkschaften zurückgewiesen. Am Ende verständigten sich die Tarifparteien auf neue Tabellen. Im Durchschnitt bedeutet das rund 7,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 30 Monaten. Das zentrale Thema der Tarifrunde war die Forderung, dass die Gehälter im öffentlichen Dienst in Zeiten von Wirtschaftswachstum, Fachkräftemangel und Rekordsteuereinnahmen deutlicher steigen sollen als in den Jahren zuvor. Das ist im Kern gelungen.

„Mit dem Abschluss wird der öffentliche Dienst gestärkt und attraktiver.“ (Marlis Tepe)

„Im Schnitt werden die Kolleginnen und Kollegen rund 7,5 Prozent mehr Gehalt in der Tasche haben, bei einer Laufzeit von 30 Monaten des Tarifvertrages. Zugleich haben die Gewerkschaften einen Mindestbetrag von 178 Euro durchgesetzt“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe nach Abschluss der Verhandlungen am Mittwoch in Potsdam. „Mit dem Abschluss wird der öffentliche Dienst gestärkt und attraktiver. Es ist gelungen die Funktions- und Konkurrenzfähigkeit zu verbessern“, sagte Tepe. Auch GEW-Tarifexperte Daniel Merbitz kommentierte das Verhandlungsergebnis in Potsdam: „Wir hätten uns eine kürzere Laufzeit gewünscht, aber das ist unter dem Strich die höchste Steigerung seit Jahren und ein richtig gutes Ergebnis“.

Damit alle Beschäftigten in einem ausgewogenen Verhältnis von der Tariferhöhung profitieren, haben sich die Gewerkschaften mit den Arbeitgebern darauf geeinigt, in dieser Runde alle Tabellenwerte einzeln anzuheben.

Auch bei der Jahressonderzahlung gab es einen Erfolg. Diese werden für die Beschäftigten in den östlichen Bundesländern schrittweise auf das Westniveau angehoben. „30 Jahre nach der deutschen Einheit wird damit endlich eine unfaire Benachteiligung der Beschäftigen in Ostdeutschland beendet“, kommentierte Tepe das Verhandlungsergebnis.

Wie zuvor beim Bund und im Tarifvertrag der Länder (TV-L) wird die Jahressonderzahlung in vier Schritten über den Zeitraum von vier Jahren angehoben, bis sie 2022 vollständig an das Westniveau angeglichen ist. Der erste Schritt erfolgt 2019 mit einer Anhebung auf 82 Prozent des Westniveaus, 2020 auf 88 Prozent, 2021 auf 94 Prozent und 2022 schließlich 100 Prozent.

GEW-Chefin Tepe wies außerdem darauf hin, dass die GEW einen weiteren Erfolg verbucht habe. „Wir haben die Zusage, dass die GEW mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Bayern über eine tarifliche Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte an den kommunalen Schulen verhandeln wird.“ Auf Druck der Bildungsgewerkschaft habe die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) den Weg für Tarifverhandlungen frei gemacht.

Der Tarifabschluss zusammengefasst:

  • Insgesamt 7,5 Prozent bei 30 Monaten Vertragslaufzeit.
  • Mindestens 7,3 Prozent mehr für den Sozial- und Erziehungsdienst.
  • Bis zu 12 Prozent mehr für Einsteigerinnen und Einsteiger (Stufe 1 aller Entgeltgruppen).
  • Deutliche Steigerung für die Entgeltgruppen EG 9 bis EG 13.
  • Rückwirkend zum 1. März 2018: Im Schnitt 3,19 Prozent mehr.
  • Ab 1. April 2019: Im Schnitt 3,09 Prozent mehr.
  • Ab 1. März 2020: Im Schnitt 1,06 Prozent mehr.
  • Zusätzlich gibt es zum 1. März 2018 für die Entgeltgruppen E 1 bis E 6 eine Einmalzahlung in Höhe von 250,- Euro.
  • Angleichung der Jahressonderzahlung Ost in vier Schritten.
  • Zusage für Verhandlungen zur Eingruppierung kommunaler Lehrkräfte.

Die Erhöhungen im ausgehandelten Tarifabschluss können in den Entgelttabellen sehr unterschiedlich ausfallen. Die GEW gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Tarifabschluss. Dort gibt es auch die Möglichkeit, zu kommentieren.

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news-13826 Tue, 27 Mar 2018 14:56:44 +0200 Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Demonstration in Itzehoe https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/warnstreiks-im-oeffentlichen-dienst-demonstration-in-itzehoe/ Die Beschäftigten von Bund und Kommunen machen weiter Druck. Heute beteiligten sich rund 350 Kolleginnen und Kollegen an einem Warnstreik in den Kreisen Pinneberg und Steinburg zu dem die GEW gemeinsam mit ver.di aufgerufen hat. Nachdem letzte Woche schon in verschiedenen Regionen in Schleswig-Holstein die Beschäftigten ihrem Unmut über die Arbeitgeber Luft verliehen haben, beteiligten sich auch heute (27.03.2017) mehrere hundert Kolleginnen und Kollegen an dem gemeinsamen Warnstreik von ver.di und GEW – darunter auch Beschäftigte aus Kindertagesstätten, der Schulsozialarbeit und der offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Die GEW fordert gemeinsam mit ver.di und den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes sechs Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Gehalt für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes. Die Arbeitgeber legten auch in der zweiten Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes kein Angebot vor.  Sie bezeichneten die Forderungen der Gewerkschaften erneut als unbezahlbar und sperrten sich gegen den Mindestbetrag von 200 Euro. Ab Ostern will die GEW flächendeckend streiken. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 15. und 16. April in Potsdam statt.

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Schulsozialarbeit Kita Gute Arbeit Tarif TVöD Artikel Schleswig-Holstein
news-13802 Wed, 21 Mar 2018 17:31:49 +0100 GEW-Erfolg: 60 Euro mehr für LehramtsanwärterInnen https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-erfolg-60-euro-mehr-fuer-lehramtsanwaerterinnen/ 1,500 LehramtsanwärterInnen in Schleswig-Holstein können sich freuen. Ab Januar 2019 sollen sie vom Land Schleswig-Holstein monatlich 60 Euro mehr bekommen. Zähes Ringen
Mit den LehramtsanwärterInnen freut sich die GEW. Denn die GEW hat der Finanzministerin diesen Erfolg in einem langen und zähen Ringen abgerungen.  

Erhöhung reicht nicht
Es ist aber nicht mehr als eine wichtige Etappe. Denn reichen tut diese Erhöhung aus Sicht der GEW noch nicht. Schließlich haben LehramtsanwärterInnen ein fünfjähriges Universitätsstudium (Bachelor plus Master) hinter sich. Da ist ein monatliches Einkommen von knapp 1.400 € bis 1.470 € eher dürftig. Allemal, wenn man die Lebenshaltungskosten inklusive hoher Fahrtkosten mit berücksichtigt.  

Größere finanzielle Wertschätzung erforderlich
Ganz klar: LehramtsanwärterInnen verdienen eine größere finanzielle Wertschätzung. Wir erwarten daher mindestens eine Verdoppelung der Steigerung auf 120 €. So ließe sich auch dem Lehrkräftemangel entgegen wirken, der sich an den Schulen immer mehr bemerkbar macht. Der Beruf der Lehrerin oder des Lehrers scheint zunehmend für viele junge Leute nicht mehr ausreichend attraktiv zu sein. Bei Mangelfächern und im Bereich der Beruflichen Bildung kommt noch hinzu, dass viele AbsolventInnen eines Lehramtsstudiums auch für andere Berufszweige von Interesse sind.

Jetzt aktiv werden in der GEW!
Grundsätzlich strebt die GEW übrigens eine Erhöhung der Bezüge für LehramtsanwärterInnen an auf eine Höhe zwischen 1.750 € und 1.992 € (Hälfte der Eingangsbesoldung für fertig ausgebildete Lehrkräfte).Damit die Finanzministerin sich in diese Richtung bewegt, müssen wir uns weiter intensiv einsetzen – mit euch LehramtsanwärterInnen!
Deshalb: Jetzt aktiv werden in der GEW!

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Bildungsbereiche Studium Berufliche Bildung Schule Bildungsfinanzierung LehrerInnenbildung Gute Arbeit Beamte Artikel Schleswig-Holstein
news-13787 Tue, 20 Mar 2018 08:35:47 +0100 Tarifrunde Bund und Kommunen: GEW ruft zu Warnstreiks auf https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/tarifrunde-bund-und-kommunen-gew-ruft-zu-warnstreiks-auf/ Kiel – Für den morgigen Dienstag, 20. März 2018 ruft auch die Bildungsgewerkschaft GEW ihre Mitglieder in Kiel, Flensburg und Neumünster zum Warnstreik auf. Der Schwerpunkt liegt bei den städtischen Kindertagesstätten. Bisher kein Angebot der Arbeitgeber
In der bundesweiten Tarifrunde verhandeln die Gewerkschaften ver.di und GEW mit dem Bund und den kommunalen Arbeitgebern über eine gerechtere Bezahlung. In der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen hatten die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Deshalb weiten die Gewerkschaften nun die Warnstreiks aus.

Steigende Einkommen auch im Sozial- und Erziehungsdienst wichtig
„Auch die Einkommen der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst müssen kräftig steigen. Wann, wenn nicht jetzt? Die öffentliche Hand hat im vergangenen Jahr einen Rekordüberschuss von 38,4 Milliarden Euro eingefahren. Die Beschäftigten haben dafür mit ihrer Arbeit die Voraussetzungen geschaffen. Da ist es nur recht und billig, dass sie nun auch an dieser Entwicklung beteiligt werden“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Montag, 19. März 2018 in Kiel. Sie betonte, dass die Gehälter im öffentlichen Dienst seit 2000 weniger stark gestiegen seien als in der Gesamtwirtschaft. Die Lücke von rund vier Prozent gelte es jetzt zu schließen. Steigende Reallöhne seien wichtig, um die Binnenkonjunktur weiter anzukurbeln.

Info:
Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro. Zudem erwarten sie, dass die Jahressonderzahlung für das Tarifgebiet Ost auch für den kommunalen Bereich an das West-Niveau angeglichen wird. Fast 30 Jahre nach der deutschen Einheit zahlen die Kommunen im Tarifgebiet Ost nur 75 Prozent der Sonderzahlung West.

 

 

 

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Bildungsbereiche Kita Tarif TVöD Artikel Schleswig-Holstein
news-13746 Wed, 14 Mar 2018 15:32:28 +0100 Tarifrunde: Wieder kein Angebot – Warnstreiks in Schleswig-Holstein https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/tarifrunde-wieder-kein-angebot-warnstreiks-in-schleswig-holstein/ Auch in der zweiten Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes Bund und Kommunen provozierten die Arbeitgeber, indem sie erneut kein Angebot vorlegten. Auch in Schleswig-Holstein kommt es deshalb ab nächster Woche zu Warnstreiks. Auch in der zweiten Verhandlungsrunde zum TVöD, die am Dienstag in Potsdam zu Ende ging, haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Erneut bezeichneten sie die Forderungen der Gewerkschaften als unbezahlbar und sperrten sich vehement gegen den Mindestbetrag von 200 Euro. Die GEW kündigte an, auf diese Provokation mit Warnstreiks zu antworten. „Jetzt geht es richtig los“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Dienstag in Potsdam.

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes hatten noch einmal ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro bekräftigt. Zudem erwarten sie, dass die Jahressonderzahlung für das Tarifgebiet Ost auch für den kommunalen Bereich an das West-Niveau angeglichen wird. Fast 30 Jahre nach der deutschen Einheit zahlen die Kommunen im Tarifgebiet Ost nur 75 Prozent der Sonderzahlung West.

Tepe erklärte, dass „die Gehälter im öffentlichen Dienst seit 2000 weniger stark gestiegen sind als in der Gesamtwirtschaft. Die Lücke beträgt rund vier Prozent und muss schrittweise geschlossen werden“. Steigende Reallöhne seien wichtig, um die Binnenkonjunktur weiter anzukurbeln.“ Zudem habe die öffentliche Hand im vergangenen Jahr einen Rekordüberschuss von 38,4 Milliarden Euro eingefahren. „Dafür haben die Beschäftigten mit ihrer Arbeit die Voraussetzungen geschaffen, nun müssen sie an dieser Entwicklung beteiligt werden“, so Tepe.

Nun muss eine deutliche Antwort von den Kolleginnen und Kollegen kommen, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Die GEW wird die Tarifbeschäftigten in den städtischen Kitas, an den kommunalen Schulen und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen zu ganztägigen Warnstreiks aufrufen.

Auch in Schleswig-Holstein ruft die GEW ab kommender Woche gemeinsam mit ver.di zu Warnstreiks auf. Informationen zu den Warnstreiks gibt es hier.

Die dritte Verhandlungsrunde findet am 15. und 16. April in Potsdam statt. Es wird für rund 2,3 Millionen bei Bund und Kommunen Beschäftigte verhandelt.

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Schulsozialarbeit Kita Tarif TVöD Artikel Schleswig-Holstein
news-13652 Fri, 02 Mar 2018 13:34:00 +0100 GEW fordert Verbesserungen bei der Entgeltordnung für Lehrkräfte https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=76a95da4d5b13c466f811983fb2282dc825f3c57&jumpurl=https%3A%2F%2Fwww.gew.de%2Faktuelles%2Fdetailseite%2Fneuigkeiten%2Fgew-fordert-verbesserungen-bei-der-entgeltordnung-fuer-lehrkraefte%2F Seit 2017 gilt der Tarifvertrag Entgeltordnung für Lehrkräfte auch für GEW-Mitglieder. Damit wurde vieles besser, aber nicht alles gut. Die GEW fordert jetzt Verbesserungen. Artikel Schleswig-Holstein news-13612 Tue, 27 Feb 2018 15:40:01 +0100 Jetzt bestellen: Dein GEW-Kalender 2018/2019 https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/jetzt-bestellen-dein-gew-kalender-20182019/ Kleiner Lehrer*innenkalender oder großer Schuljahresplaner - egal welchen Kalender du bevorzugst, du kannst ihn jetzt vorbestellen! Schule GEW Artikel Schleswig-Holstein news-13608 Tue, 27 Feb 2018 14:29:04 +0100 Tarifrunde Bund und Kommunen - Kein verhandlungsfähiges Angebot https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=e553ce7e4b3c84607c964a956164bd824684a448&jumpurl=https%3A%2F%2Fwww.gew.de%2Faktuelles%2Fdetailseite%2Fneuigkeiten%2Fkein-verhandlungsfaehiges-angebot%2F Die erste Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst mit Bund und Kommunen endete am 26. Februar ohne verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber. Die GEW bereitet erste Warnstreiks vor. Schulsozialarbeit Kita Gute Arbeit Tarif TVöD Artikel Schleswig-Holstein news-13461 Mon, 26 Feb 2018 14:11:00 +0100 Entlastung bei der Korrektur von Abi-Arbeiten https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/entlastung-bei-der-korrektur-von-abi-arbeiten/ Eine Entlastung der KollegInnen bei der Korrektur von Abi-Arbeiten war überfällig. Das Bildungsministerium setzt jetzt auf das „Staffelmodell zur Sicherung der Abiturkorrektur bei kurzer Korrekturfrist“. Ein Anfang - mehr nicht. Nachdem in den vergangenen Jahren in den Oberstufen im Land immer häufiger der Ruf nach Entlastung der KollegInnen bei der Korrektur von Abiturarbeiten laut geworden war, die Schulen aber immer nur individuelle Lösungen – ohne Unterrichtsausfall – finden durften, wird nun in diesem Jahr zum ersten Mal vom Ministerium per Erlass ein Modell versucht, das für alle Gymnasien und Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe gleich gelten soll.

Anlass ist die Erkenntnis, dass die Korrekturzeiten in den folgenden Jahren immer kürzer werden, da einerseits die Termine für die zentral gestellten Abiturklausuren bundesweit festgelegt sind, andererseits die Sommerferien in Schleswig-Holstein bis einschließlich 2021 immer früher beginnen werden.

Das sogenannte „Staffelmodell“ sieht eine Entlastung durch Korrekturtage in Abhängigkeit von der zur Verfügung stehenden Korrekturzeit sowie von der Anzahl der zu korrigierenden Klausuren vor.

Die Korrekturfrist umfasst den Zeitraum zwischen der Prüfung und dem Abgabetermin der fertig korrigierten Abiturarbeiten.

Die im Erlass vom Ministerium vorgegebenen Richtwerte für Korrekturtage sehen vor:

Korrekturfrist Zahl der Abiturarbeiten, für die ein Korrekturtag gewährt wird
3 Wochen 5 Abiturarbeiten
4 Wochen 7 Abiturarbeiten
5 Wochen 10 Abiturarbeiten
6 Wochen 15 Abiturarbeiten

Der Erlass rechnet hier beispielhaft vor, dass bei der Erstkorrektur von 18 Abiturarbeiten und einer Korrekturfrist von vier Wochen eine Freistellung von der Unterrichtsverpflichtung im Umfang von 2,5 Tagen gewährt werden soll. Diese Freistellung entspricht rechnerisch einer Unterrichtsverpflichtung von 12-13 Unterrichtsstunden. Das heißt auch, dass beispielsweise eine Teilzeitkraft, die an vier Tagen in der Woche jeweils vier Stunden unterrichtet, für mindestens drei Tage freigestellt werden soll.

Die ausfallenden Unterrichtsstunden durch die Abwesenheit des Abiturjahrganges werden gemäß Erlass verrechnet.  Wichtig ist hier der auch im Erlass gegebene Hinweis, dass die durch die Freistellung zur Verfügung stehende Zeit „planbar für die Abiturkorrektur genutzt werden kann“ – es kann also nicht darum gehen, den KollegInnen einzelne Stunden zur Korrektur zur Verfügung zu stellen, sondern es muss um einen sinnvoll zu nutzenden zusammenhängenden Zeitraum gehen.

Den KollegInnen, die die Zweitkorrektur übernehmen, soll eine zusätzliche Freistellung von etwa dem halben Umfang der für die Erstkorrektur vorgesehenen Unterrichtsbefreiung gewährt werden.

Für die örtlichen Personalräte ist wichtig zu wissen, dass die Vergabe der Entlastungsstunden der Mitbestimmung unterliegt – Personalräte und Personalrätinnen sollten also gemeinsam mit den betroffenen KollegInnen darauf achten, dass die jeweiligen Freistellungen hinreichend und sinnvoll zur Korrektur einsetzbar sind.

Grundsätzlich ist das Staffelmodell sicher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung – aber alle betroffenen KollegInnen wissen auch, dass der Zeitumfang für die Korrektur und Begutachtung von Abiturarbeiten ein Vielfaches dessen in Anspruch nimmt, was in diesem Erlass zur Entlastung vorgesehen ist.

Die Tatsache, dass der Umfang der Entlastung für Zweitkorrektoren sich an dem der Erstkorrektoren bemisst, ist schwer nachvollziehbar, da die Zweitkorrektoren naturgemäß viel weniger Zeit zur Verfügung haben. 

Zu befürchten ist darüber hinaus, dass der letzte Absatz des Erlasses, in dem die Entscheidungsgewalt der Schulleitung über die Handhabung des Staffelmodells unter Hinweis auf die „auf das Jahr bezogene Arbeitsleistung“ festgelegt wird,  zu unnötigen Diskussionen führen wird – zumal der Sinn dieses Hinweises nicht erkennbar ist, weil das Ziel des Erlasses doch die Sicherstellung der Qualität von Korrekturen und die Entlastung innerhalb eines eng bemessenen Zeitraums ist.

Ein weiterer Knackpunkt ist natürlich der zusätzliche Vertretungsaufwand, der bei den anderen KollegInnen entstehen wird. Auch hier werden die örtlichen Personalräte gefordert sein!

Nachzulesen ist der vollständige Erlass unter:
www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/III/Presse/PI/PDF/2018/Abitur_Korrektur.pdf

 

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Bildungsbereiche Schule Gute Arbeit Recht Artikel Schleswig-Holstein
news-13455 Thu, 08 Feb 2018 15:55:32 +0100 Gewerkschaften fordern deutlich mehr Gehalt https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gewerkschaften-fordern-deutlich-mehr-gehalt-1/ Am 26. Februar beginnt in Potsdam die Tarifrunde beim Bund und den kommunalen Arbeitgebern. Die GEW hat am Donnerstag gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften die Forderungen bekannt gegeben. Es geht um mehr Geld für über zwei Millionen Beschäftigte. Bei der Tarifrunde geht um mehr Geld für über 2 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen – also auch für die Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes. Das Geld für höhere Löhne ist da: Die Steuereinnahmen stiegen auch 2017 wieder stark –  beim Bund um 4,1 Prozent, bei den Gemeinden um 6,7 Prozent. Zum vierten Mal in Folge erzielte der Staat damit einen Überschuss, im vergangenen Jahr in Höhe von 38,4 Milliarden Euro. Der Arbeitskreis Steuerschätzungen rechnet für die kommenden Jahre mit einer ähnlich dynamischen Entwicklung. Die Beschäftigten profitieren vom Aufschwung jedoch nur bedingt, denn durch die nach oben geschnellte Inflation betrug die Reallohnsteigerung 2017 nur 0,7 Prozent. Der öffentliche Dienst hat ohnehin Nachholbedarf: Dort liegt die Gehaltsentwicklung seit dem Jahr 2000 noch etwa vier Prozent hinter der Entwicklung der Tariflöhne in der Gesamtwirtschaft. Eine bessere Bezahlung im öffentlichen Dienst ist auch mit Blick auf den Wettbewerb um dringend benötigte Fachkräfte notwendig.

Die GEW fordert außerdem, die Jahressonderzahlung im Tarifgebiet Ost des TVöD auf das Niveau der West- Kommunen anzuheben. Fast 30 Jahre nach der deutschen Einheit zahlen die Kommunen im Tarifgebiet Ost nur 75 Prozent der Sonderzahlung West. Bund und Länder vereinbarten für ihre Beschäftigten bereits eine schrittweise Angleichung bis 2020 beziehungsweise 2019. Darüber hinaus verlangt die Bildungsgewerkschaft die tarifliche Eingruppierung für angestellte kommunale Lehrkräfte im Geltungsbereich des TVöD, von denen die meisten an kommunalen Schulen in Bayern beschäftigt sind.

Die Beschäftigten wünschen sich den Gewerkschaften zufolge indes nicht nur eine faire Bezahlung, sondern gute Arbeitsbedingungen: eine aufgabengerechte Personalausstattung, wirksame Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und Entlastungen für ältere Beschäftigte. Nicht alle dieser berechtigten Anliegen können tariflich geregelt werden. Die Themen, die tariflich gelöst werden können, nehmen die Gewerkschaften in die Tarifverhandlungen mit. Einen Überblick über die Forderungen und darüber, was in der Tarifrunde möglich ist gibt es hier: Die Forderungen im Überblick.

Die Verhandlungen beginnen am 26. Februar. An dem Treffen nehmen der Bundesinnenminister, die Spitze der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) sowie auf Arbeitnehmerseite die Verhandlungsführer von ver.di, GEW, GdP, IGBAU und dbb teil. Weitere Verhandlungsrunden sind für den 12./13. März und den 15./16. April geplant.

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Schulsozialarbeit Kita Bildungsfinanzierung Gute Arbeit Tarif TVöD Artikel Schleswig-Holstein
news-13364 Wed, 31 Jan 2018 17:26:47 +0100 Friedhof der Kuschelpädagogik! GEW-Protest gegen Grundschulpädagogik von gestern https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/friedhof-der-kuschelpaedagogik-gew-protest-gegen-grundschulpaedagogik-von-gestern/ Vor dem Landeshaus machte die GEW ihrem Unmut über die bildungspolitischen Vorstellungen von Bildungsministerin Karin Prien zur Grundschule Luft. Anlass war das Grundschulforum der Bildungsministerin am Mittwoch, 31.01.2018. Interview-Äußerungen der Bildungsministerin verärgerten Grundschullehrerinnen und -lehrer
Die Requisiten waren: Kuscheltiere, Grabkerzen und ein Grabstein mit der Aufschrift: „Hier ruhen auf Geheiß von JAMAIKA: Schulfrieden, Vertrauen, Wertschätzung, Zuwendung, Miteinander, Kindorientierung". Das Motto lautete: „JAMAIKAS Friedhof der Kuschelpädagogik! Gegen Rückschritte in der Grundschulpädagogik“. Mit Interview-Äußerungen gegen die vermeintliche Kuschelpädagogik an Schleswig-Holsteins Grundschulen hatte die Bildungsministerin den Ärger von vielen Grundschullehrerinnen und -lehrern auf sich gezogen. Bezeichnenderweise war beim Grundschulforum im Landeshaus auf dem Podium auch nur Platz für Wissenschaftler, eine Schriftstellerin und einen Elternvertreter, aber nicht für Grundschullehrerinnen und –lehrer, die Tag für Tag Grundschulkinder unterrichten.

Signal für kindgerechte und empathische Grundschulpädagogik
„Mit unserer kleinen symbolischen Aktion wollen wir ein klares Signal setzen: für eine kindgerechte und empathische Grundschulpädagogik. Es geht  aber auch um mehr Wertschätzung für die Arbeit von Grundschullehrerinnen und –lehrern“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke bei der Aktion. Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) wolle die Schalter in der Grundschulpädagogik offenbar auf „rückwärts“ umlegen. Das werde die GEW nicht akzeptieren.  

Wo bleibt A13?
„Die Ministerin mokiert sich über eine Lese-Lern-Methode, die von ausgebildeten Grundschullehrerinnen angewandt wird. Gleichzeitig ignoriert sie, dass mehrere hundert Stellen mit nicht ausgebildeten Personen besetzt sind. Die Ministerin mokiert sich über zu geringe Leistungen in den Grundschulen. Gleichzeitig nimmt sie es hin, dass Grundschullehrkräfte über ihr gesundheitliches Limit arbeiten. Die Ministerin mokiert sich über die Arbeit der Grundschullehrerinnen – vieles sei gut gemeint, aber nicht gut. Gleichzeitig nimmt sie es hin, dass Grundschulkräfte immer noch nicht nach A13 bezahlt werden. Wo bleibt die Einlösung des Wahlversprechens von CDU und FDP, die ungerechte Besoldung der Grundschullehrerinnen zu beenden?, fragte die GEW-Landesvorsitzende. 

Bei Leistungsvergleichen mit an der Spitze
Zum Abschluss wies die Gewerkschafterin darauf hin, dass beim letzten bundesweiten Leistungsvergleich die schleswig-holsteinischen Grundschulen mit an der Spitze gestanden hätten. Trotz schwierigerer Bedingungen. Insofern könne die Pädagogik an den schleswig-holsteinischen Grundschulen also nicht so schlecht sein, wie die Bildungsministerin sie sehe.     


Alle Fotos: Ulf Stephan. Arbeiterfotografie Kiel

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Schule Bildung weiter denken Bildungsgerechtigkeit Bildungsqualität Bildungssystem LehrerInnenbildung Inklusion Artikel Schleswig-Holstein
news-13325 Mon, 29 Jan 2018 15:39:34 +0100 Studie belegt erneut: Arbeitszeit der Lehrkräfte ist zu hoch https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=64e3f42fbb466fa2a2ceee44f5fa55c490f58d4f&jumpurl=https%3A%2F%2Fwww.gew.de%2Faktuelles%2Fdetailseite%2Fneuigkeiten%2Fstudie-zur-arbeitszeit-lehrkraefte-sind-hochmotiviert-aber-hochbelastet%2F Lehrkräfte sind hochmotiviert aber hochbelastet. Zu diesem Schluss kommt die heute in Hannover vorgestellte Studie der Georg-August-Universität. Deshalb fordert die GEW auch in Schleswig-Holstein umgehend Entlastung! Schule Gesundheit Gute Arbeit Recht Tarif Beamte Artikel Schleswig-Holstein news-13280 Mon, 22 Jan 2018 15:19:50 +0100 Ein Trip zum Bundesverfassungsgericht – ein subjektiver Eindruck https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/ein-trip-zum-bundesverfassungsgericht-ein-subjektiver-eindruck/ Darf eine Beamtin sich mit einem Streik gegen Arbeitszeiterhöhungen wehren? Oder: Darf ein Beamter mit Streiks für Gehaltserhöhungen eintreten? Diese Fragen verhandelte das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch, den 17.01.2018 in Karlsruhe. Es ging dabei auch um „unseren“ Streik gegen die Pflichtstundenerhöhung im Jahr 2010.

Nach einem langen Weg durch die juristischen Instanzen hatten sechs KollegInnen aus Schleswig-Holstein mit Unterstützung der GEW Verfassungsbeschwerde eingelegt gegen die Verweise, die das Bildungsministerium gegen sie verhängt hatte. Einer dieser Fälle kam nun mit drei Fällen aus anderen Bundesländern zur Verhandlung. Grund genug sich auf den Weg zu machen in den Süden des Landes.

Eigentlich war allen Beteiligten – den Richtern des Bundesverfassungsgerichts, den beklagten Ländern und den KlägerInnen – nach den diversen Urteilen zur nicht Amtsangemessenheit der Besoldung in den vergangen Jahren mehr oder weniger klar:  Es funktioniert nicht mehr so recht mit der Alimentation und der Fürsorge des Staates für die Beamtinnen und Beamten.

Soll es wirklich bei der einzigen Lösung bleiben, dass Beamte ihre Besoldung einklagen? Welche Konsequenzen sind für die Beamtenrechte in Deutschland aus der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) zu ziehen? Klar und deutlich hat der EGMR im Jahr 2009 festgestellt: Auch BeamtInnen kann das Streikrecht und das Recht auf kollektive Vereinbarung der Arbeitsbedingungen als Menschenrecht nicht einfach aberkannt werden.

Beeindruckend wie da gerungen wurde auf Seiten des Bundes und der Länder. Bundesminister de Maiziere, die Bildungsministerin Prien und die VertreterInnen der andern Bundesländer legten sich mächtig ins Zeug. Dank des Streikverbots stünde das öffentliche Schulwesen auf solidem Fundament. Ministerin Prien bemühte sogar den Deichgrafen von Theodor Storm. So wie er die Deiche schütze, so bildeten der Beamtenstatus und das Streikverbot einen ideellen Schutzwall gegen Erosion. Die Schulpflicht und das Recht auf Bildung seien nur durch ein Streikverbot zu gewährleisten.

Ganz so einfach wollten die Richter es sich nicht machen. Der Vorsitzende Richter Voßkuhle befragte die Vertreterin der sächsischen Landesregierung ganz genau. Denn in Sachsen streiken die Lehrkräfte regelmäßig in Tarifrunden, da sie tarifbeschäftigt sind. Von Erosion keine Spur. Trotz der Teilnahme von ca. 50 Prozent der Lehrkräfte an den Streiks sind weder Prüfungen noch die Bildung gefährdet. Die Streiks stehen dem Spitzenplatz bei PISA nicht entgegen.

Gegen eine Differenzierung von BeamtInnen mit unstrittig hoheitlichen Aufgaben, wie zum Beispiel  bei Polizei und Militär und solchen, bei denen die Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben wirklich und wahrhaftig angezweifelt werden darf, wie zum Beispiel   Lehrkräfte, sprach sich nachdrücklich Bundesinnenminister de Maiziere aus. Für ihn sei eine derartige Differenzierung kein Weg. Wer die Vorteile des Beamtenstatus in Anspruch nehmen wolle, müsse dafür auf das Streikrecht verzichten. Man könne ja selbst entscheiden, ob man sich verbeamten lassen wolle. Da stellt sich dann die Frage: Kann das Menschenrecht auf Streik wirklich abgekauft werden? Die VertreterInnen der Gewerkschaften sagten: „Nein, das Streikrecht ist ein Menschenrecht und man kann es sich nicht abkaufen lassen!“

Sowohl die Arbeitgeberseite als auch die Gewerkschaftsseite mit GEW , DGB und verdi hatten ProfessorenInnen, Sachverständige und JuristInnen bemüht um ihre Positionen und Sichtweisen deutlich zu machen.

Ist ein Streik eine versuchte Nötigung? Oder ist es ein demokratisches Mittel um die verschiedenen Interessen von Beschäftigten und Arbeitgebern auszugleichen? Hat die Rechtsprechung des EGMR Bedeutung für unsere Verfassung und unser Beamtenrecht? Wie kann es sein, dass 15 – 20 Prozent der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein als Tarifbeschäftigten ein Streikrecht zuerkannt wird, während den anderen dieses Menschenrecht verwehrt wird?

Auch der Beamtenbund legte sich ins Zeug, und zwar nicht für die Rechte der Beamtinnen und Beamten, sondern um das Streikrecht abzuwenden.

Der Trip Kiel – Karlsruhe und zurück in 33 Stunden war anstrengend, aber sehr spannend. Die Spannung bleibt: Das hohe Gericht berät intern weiter. In einigen Monaten gibt es dann voraussichtlich bekannt, ob es der Auffassung ist, dass das Beamtenrecht weiterentwickelt werden muss oder nicht. Die Richter entscheiden damit auch darüber, ob verbeamtete Lehrkräfte sich gegen Pflichtstundenerhöhungen mit einem Streik zur Wehr setzen dürfen oder ob sie sich die Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes erstreiken dürfen. Sie entscheiden aber auch darüber, ob der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sich noch einmal mit dem Recht der Beamtinnen und Beamten in Schleswig-Holstein befassen muss. Ich wage keine Prognose! Ein Trip nach Straßburg? Ich hoffe nicht, aber sicher auch sehr interessant!

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Schule GEW Gesellschaftspolitik Recht Mitbestimmung Artikel Schleswig-Holstein
news-13180 Thu, 11 Jan 2018 11:19:21 +0100 Tarifrunde bei Bund und Kommunen 2018 https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/tarifrunde-bei-bund-und-kommunen-2018/ Im März 2018 beginnen die Tarifverhandlungen für Beschäftigten bei Bund und Kommunen. Wir wollen von den Beschäftigten wissen: Mit welchen Forderungen sollen wir in die Auseinandersetzung mit den Arbeitegebern gehen? WAS IST UNSERE ARBEIT WERT?

GEW-Forderungsdiskussion zur Tarifrunde 2018
24. Januar, 18 Uhr im Kieler Gewerkschaftshaus

Im März 2018 beginnen die Tarifverhandlungen für Beschäftigten bei Bund und Kommunen. Wir wollen  von den Beschäftigten wissen: Welche Forderungen sind ihnen wichtig?

Bei der diesjährigen Tarifrunde handelt es sich um eine „normale“ Lohnrunde. Sie steht unter dem Eindruck sprudelnder Steuereinnahmen auf der einen Seite und eines gravierenden Fachkräftemangels auf der anderen Seite. Wir wollen dafür sorgen, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von der guten wirtschaftlichen Entwicklung profitieren.

Da die derzeitigen Entgelttabellen zum Ende Februar 2018 kündbar sind, geht es in den Tarifverhandlungen ab März vor allem auch um eine deutliche Gehaltssteigerung. Die Diskussion der Forderungen zur Tarifrunde hat schon begonnen. Auch in Schleswig-Holstein wollen wir mit den betroffenen Kolleginnen und Kollegen gemeinsam über die Forderungen diskutieren und überlegen, wie wir diese dann auch in der Tarifrunde durchsetzen können.

Im Februar werden die Forderungen für die Tarifrunde auf Bundesebene beschlossen. Vorher möchten wir alle betroffenen GEW-Mitglieder herzlich zu einer Diskussion über die Forderungen einladen:

GEW-Forderungsdikussion zur Tarifrunde 2018
24.01., 18 Uhr, Gewerkschaftshaus Kiel.

Für Verpflegung ist gesorgt. Bitte melde dich an unter:
info@gew-sh.de.

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Schulsozialarbeit Kita Gute Arbeit Tarif TVöD Artikel Schleswig-Holstein
news-13174 Tue, 09 Jan 2018 11:45:52 +0100 Das ändert sich 2018 für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer http://www.dgb.de/gesetze-steuern-sozialversicherung-rente-das-aendert-sich-2018-fuer-arbeitnehmer-und-versicherte Am 1. Januar 2018 treten neue Gesetze und Regelungen in Kraft. Was ändert sich dadurch für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Versicherte? Der DGB hat auf seiner Website eine Übersicht erstellt. Gute Arbeit Gleichstellung Recht Mitbestimmung Tarif Beamte Artikel Schleswig-Holstein news-13130 Fri, 08 Dec 2017 12:30:00 +0100 Neue Aufgaben für die Berufsfachschule I https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/neue-aufgaben-fuer-die-berufsfachschule-i/ Was ist die Rolle der Berufsfachschule I (BFS I) nach der Schulstrukturreform in Schleswig-Holstein? Dieser Frage geht unser Kollege Sven Lange von der Fachgruppe Berufliche Schulen in seinem Artikel nach. Welche Rolle für die Berufsfachschule I (BFS I)?
In der Diskussion um die Verschlankung des Übergangssystems von der Schule in die Berufswelt ist auch viel über die BFS I geredet und geschrieben worden. Für die einen ist sie Teil dieses Übergangssystems, zu dessen Hauptaufgaben es gehört, Jugendliche nach dem ersten allgemeinen Schulabschluss in Berufsausbildungsverhältnisse zu vermitteln. Für andere ist die BFS I eine Chance, die Perspektiven für junge Menschen mit Startschwierigkeiten zu verbessern, indem man ihnen Gelegenheit gibt, sich über zwei Jahre berufliche und allgemeinbildende Kompetenzen anzueignen, den heutzutage so wichtigen Mittleren Schulabschluss zu erlangen und so ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt und an weiterführenden Schulen zu verbessern.

Unterricht muss individuell auf Jugendliche eingehen
Als diese Schulform vor der Schulstrukturreform in Schleswig-Holstein ausschließlich von Absolventen der Hauptschulen besucht wurde, waren die Klassen leistungsheterogen aus Hauptschulabsolventen mit unterschiedlichem Leistungsvermögen zusammengesetzt. Heute besuchen in erster Linie Jugendliche die BFS I, die aus verschiedensten Gründen nicht den Übergang in die zehnte Klasse ihrer allgemeinbildenden Schule geschafft haben. Schülerinnen und Schüler mit einem guten ESA sind in den Klassen der BFS I selten geworden, da diese an ihren allgemeinbildenden Schulen höhere Abschlüsse anstreben. Dadurch sind die Klassen der BFS I vor allem heterogen bezüglich der Gründe, die zur Beendigung der Karrieren dieser Jugendlichen an den allgemeinbildenden Schulen geführt haben: Krankheiten, soziale Probleme im Freundes- oder Familienkreis, Migrationshintergrund, Flüchtlingsschicksal, physische oder psychische Beeinträchtigungen u.a. Diese Situation hat Konsequenzen für das pädagogische Handeln. Die Jugendliche benötigen viel und intensive Aufmerksamkeit und Zuwendung. Der Unterricht muss individuell auf den einzelnen Jugendlichen eingehen können um jedem gerecht zu werden. Meine Erfahrung als zuständiger Abteilungsleiter für Berufsfachschulen ist es, dass die Kolleginnen und Kollegen, die diese Aufgaben erfüllen, hoch motiviert sind. Gleichzeitig sind sie sehr stark pädagogisch gefordert (worin für viele der Reiz an dieser Arbeit besteht) und ihr Alltag verlangt ihnen ein hohes Maß an Flexibilität ab.

Klassenteiler muss gesenkt werden
Insbesondere der Klassenteiler muss gesenkt werden, wenn man in diesen anspruchsvollen Klassen die Zielsetzung der Vergangenheit (berufliche Grundbildung, Erwerb eines höheren Schulabschlusses, Erwerb von Kompetenzen zur allgemeinen Lebensbewältigung) weiterhin auf hohem Niveau erfüllen will. Es muss die Aufgabe dieser Schulform sein, diesen Jugendlichen einen Abschluss zu ermöglichen, der den Einstieg in eine berufliche Ausbildung und weitere höhere Abschlüsse möglich macht. Diese Abschlüsse werden sie brauchen, um ihren Platz in der Gesellschaft zu finden, um vorbereitet zu sein auf die Veränderungen, die sich durch technisch/soziale Entwicklungen ergeben (Stichwort: Industrie 4.0) und um flexibel zu sein, wenn sich die gegenwärtig positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt einmal wieder verändern wird.

Gründe für Abbrüche müssten erforscht werden
Immer wieder wird auch die Statistik bemüht, um den Erfolg dieser Schulform zu messen, wie zuletzt im Gutachten des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen für das Land Schleswig-Holstein, das eine Erfolgsquote von 52 % feststellte und diese Quote als „bescheidene Bilanz“ bewertete[1].  Derartige Analysen müssten m.E. viel genauer nach den Gründen für die Abbrüche forschen und Bildungspolitik müsste daraus Schlüsse ziehen und präventive Maßnahmen ergreifen, die wahrscheinlich die Zeit vor dem ESA beträfen. Aber auch wenn  52 % (an unserer Schule liegt die Quote in dem Bereich deutlich höher) der Schülerinnen und Schüler den mittleren Bildungsabschluss erreichen und ihnen sich eine Perspektive auf eine Berufsausbildung oder eine weiterführende Schule eröffnet, ist das bei der schwierigen Ausgangslage für jeden Jugendlichen ein persönlicher Erfolg.

Fazit
Die BFS I ist in erster Linie eine Schule die, - auch wenn es Schnittmengen gibt -  nicht zum Übergangssystem gehört, sondern über die Integration in den Arbeitsmarkt hinaus auch einen höheren Bildungsabschluss ermöglicht und die Vermittlung von allgemeinen Kompetenzen leistet, die zu einer selbstbestimmten Lebensführung ermächtigen. Richtig aufgestellt löst diese Schulform gesellschaftliche Probleme durch Bildung und berufliche Grundbildung. Hierfür bedarf es gut ausgebildeter Lehrkräfte, sozialpädagogischer Experten, kleinerer Klassen und gesellschaftlicher Anerkennung.

Sven Lange
GEW Fachgruppe Berufliche Bildung


[1]Vgl.  M. Baethge, Klaus-Peter Buss, Maria Richter: Gutachten zum Übergang Schule-Beruf für das Land Schleswig-Holstein – unter besonderer Berücksichtigung der Inklusion von Menschen mit Benachteiligungen und Behinderungen; Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen an der Ernst-August-Universität; Seiten 31 ff.

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Bildungsbereiche Berufliche Bildung Bildungssystem Artikel Schleswig-Holstein
news-12984 Tue, 05 Dec 2017 08:45:15 +0100 GEW-Aktion gegen Lehrkräftemangel in Itzehoe https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-aktion-gegen-lehrkraeftemangel-in-itzehoe/ Auch in Itzehoe hat die GEW mit Pappkameradinnen und -kameraden in der Innenstadt auf den in Schleswig-Holstein herrschenden Mangel an qualifizierten Lehrkräften aufmerksam gemacht. Mit einer erfolgreichen Aktion hat der GEW-Kreisverband Steinburg in Itzehoe am 1. Dezember darauf aufmerksam gemacht, dass auch in den Schulen in Steinburg ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer fehlen.

Vor diesem Hintergrund fordert die GEW bessere Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte und A13 in den Grundschulen. Der LehrerInnenberuf muss wieder attraktiver werden, damit mehr junge Menschen als bisher Lehrerin oder Lehrer werden wollen.

Mit den Pappkameradinnen und -kameraden und beschrifteten Laternen war die Aktion ein Blickfang und es kamen viele interessante Gespräche zustande. Die Positionen und Forderungen der GEW stießen dabei auf breite Zustimmung.

Weitere Informationen und Hintergründe gibt es bei dem Bericht zu der GEW-Aktion vor dem Kieler Bildungsministerium.

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Schule Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem LehrerInnenbildung Gute Arbeit Artikel Schleswig-Holstein
news-13134 Fri, 01 Dec 2017 14:22:00 +0100 Gegen Rückschritte in der Grundschulbildung https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gegen-rueckschritte-in-der-grundschulbildung/ „Eine gute Grundschule ist von entscheidender Bedeutung für die gesamte Lernentwicklung und die Bildungskarriere ...“ In diesem Punkt folgt die GEW-Landesfachgruppe Grundschulen Bildungsministerin Karin Prien. Ansonsten gibt es deutliche Kritik. Schreiben der Bildungsministerin wird zum Teil sehr kritisch gesehen
Das Schreiben der Bildungsministerin an die Schulleitungen des Landes ist uns als Kolleginnen und Kollegen an den Grundschulen und als Mitglieder der Fachgruppe Grundschulen der GEW zugegangen. Wir freuen uns, dass sie unsere Arbeit an den Schulen als „engagiert und kompetent“[1] einstuft, wenn auch an mehreren Textstellen ein starkes Misstrauen in unsere Kompetenz erkennbar ist. Auch wir sind der Auffassung, dass „eine gute Grundschule … von entscheidender Bedeutung für die gesamte Lernentwicklung und die Bildungskarriere unserer Schülerinnen und Schüler“ ist. Erfreulich also, dass „die Verbesserung der Grundschulbildung in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt“ in der bildungspolitischen Arbeit sein soll – hoffentlich mit der entsprechenden Berücksichtigung im zuständigen Ministerium. Wir sehen einige Punkte in den ministeriellen Ausführungen kritisch:

Gute Wissens- und Kompetenzbasis
So bedauern wir es, dass die bereits erschienenen und in Fortbildungen eingeführten Fachanforderungen zurückgezogen wurden. Darin steckte viel Kompetenz und Arbeit, die nun wenig wertgeschätzt wurde. In einigen Schulen und im Bereich der Lehrkräfte-ausbildung wurde bereits seit einem Jahr damit gearbeitet. Wir erwarten, dass die Arbeit an den nochmals neuen Fachanforderungen nun zügig, verlässlich und auch in Absprache mit kompetenten Lehrkräften des Landes fortgesetzt wird.

Kinder haben auch bisher das „richtige“ Schreiben gelernt
Die Kinder an unseren Grundschulen haben auch bisher von Anfang an das „richtige“ Schreiben gelernt. Dabei wurden selbstverständlich Grundsätze eines zeitgemäßen Anfangsunterrichtes berücksichtigt und Lesen und Schreiben als individuell bedeutsam und als sich ergänzend erfahrbar gemacht. In einem fachdidaktisch zeitgemäßen Deutschunterricht werden dafür auch Lauttabellen genutzt, die heute zu jedem Lehrwerk gehören. Arbeit mit einer Lauttabelle heißt nicht, willkürlich zu schreiben. Der Kompetenzbereich Schreiben ist sehr komplex und umfasst mehr als nur den Bereich „Richtig schreiben“. Wir erwarten, dass dieser Aspekt in den neuen Fachanforderungen unbedingt Berücksichtigung findet.

Arbeit mit Grundwortschätzen wird kontrovers diskutiert
Es „wird unter anderem ein Grundwortschatz von rund 800 Wörtern eingeführt, den jedes Kind am Ende der Grundschulzeit beherrschen soll.“ Die Arbeit mit Grundwortschätzen wird in der Fachdidaktik kontrovers diskutiert. Wir fragen uns, wie er aussehen soll, wer ihn festlegen wird und welche Unterstützungsangebote es zur Grundwortschatzarbeit für Lehrerinnen und Lehrer geben wird. Außerdem merken wir sehr kritisch an, wie in einer inklusiven Schule jedes Kind diesen Wortschatz am Ende von Klasse 4 beherrschen soll.

Was versteht die Bildungsministerin unter verpflichtendem Erlernen der verbundenen Schreibschrift?
„Das Erlernen der verbundenen Schreibschrift soll verpflichtend sein.“ Was versteht die Ministerin darunter? Auch bisher lernten Grundschulkinder eine verbundene Handschrift, die fehlende digitale Ausstattung ließ den Schulen gar nicht die Wahl. Auch bei besserer technischer Ausstattung der Grundschulen wird Handschrift nicht abgeschafft werden. In den weiteren Ausführungen wird auf die Vereinfachte Ausgangsschrift verwiesen. Auch die Grundschrift, die mittlerweile an sehr vielen Grundschulen des Landes verwendet wird, führt zu einer verbundenen individuellen Handschrift. Wir gehen davon aus, dass auch die Grundschrift in den neuen Fachanforderungen ihre Berechtigung finden wird.

Mehr Unterricht
In Bezug auf Arbeit am Grundwortschatz und Arbeit an der Schrift weisen wir nachdrücklich darauf hin, dass dafür den Schulen, den Lehrkräften und vor allem den Kindern Zeit zur Verfügung gestellt werden muss, und zwar mehr Zeit, als die angekündigte Stunde für die Klassenstufen der Eingangsphase. Wenn wirklich die Unterrichtsqualität erhöht werden soll, braucht man mindestens eine Stunde pro Klassenstufe sofort, außerdem Zeit zum Besprechen und Fortbilden für Lehrkräfte.

Gute Werbung für den Beruf und A13 sind notwendig
Und gute Werbung für den Beruf der Grundschullehrerin, damit wir künftig ausreichend Menschen an den Schulen haben, die wirklich dafür qualifiziert sind. Dazu gehört auch eine angemessene Bezahlung nach A13! Aktuell ist die Zeit der Kinder in der Schule nicht automatisch auch Unterricht. Und die jetzt zunehmend eingesetzten Gymnasiallehrkräfte werden wohl korrekt bezahlt und haben sicher auch eine gute Handschrift. Mit Fächern wie Latein und Geschichte hilft man uns aber wenig zur Unterrichtsqualität beim Schreibenlehren oder Üben und Festigen in Mathematik.

Notenzeugnisse und Übergänge
Die Einführung von Notenzeugnissen ist rückschrittig für eine inklusive Grundschule mit pädagogischer Leistungskultur. Auch der Sinn einer Übergangsempfehlung in der genannten Form erschließt sich uns nicht.

Hoffen auf Dialog
Wir freuen uns auf den angekündigten Grundschulkongress im Frühjahr und hoffen, mit der Ministerin ins Gespräch zu kommen für eine kind- und zeitgemäße gute Grundschulbildung, denn „eine gute Grundschule ist von entscheidender Bedeutung für die gesamte Lernentwicklung und die Bildungskarriere unserer Schülerinnen und Schüler.“

GEW- Landesfachgruppe Grundschulen


[1] Alle zitierten Stellen entstammen dem Grundschulbrief der schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Karin Prien an die Schulleitungen vom Oktober 2017.

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Bildungsbereiche Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungsqualität Bildungssystem Inklusion Artikel Schleswig-Holstein
news-12779 Tue, 21 Nov 2017 16:23:00 +0100 GEW: Forderung nach Weihnachtsgeld für Beamtinnen und Beamte bekräftigt https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-forderung-nach-weihnachtsgeld-fuer-beamtinnen-und-beamte-bekraeftigt/ Angesichts der aktuellen Diskussion bekräftigt die GEW ihre Forderung nach Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes für alle Beamtinnen und Beamte in Schleswig-Holstein. Der Staatsdienst muss gute Einkommen bieten, inklusive Weihnachtsgeld. Schlichtweg ungerecht
Es ist nach wie vor ungerecht, Lehrerinnen und Lehrer (auch Lehrkräfte an Hochschulen) durch eine beliebig gezogene Einkommensgrenze vom Bezug von Weihnachtsgeld auszuschließen (Ausnahme: Sonderbetrag für Kinder). Mag diese Kürzung im Jahre 2006 noch mit der schlechten finanziellen Lage des Landes vielleicht zu begründen gewesen sein, so ist die Nichtzahlung des Weihnachtsgeldes jetzt angesichts gut gefüllter Landeskassen nicht mehr zu vertreten.
      
Weihnachtsgeld bei Finanzministerin Heinold angesprochen
Wieder und wieder hatte die GEW gemeinsam mit DGB, ver.di, GdP und IG Bau gegenüber den jeweiligen Landesregierungen die Sonderzuwendungen thematisiert. Zuletzt im Oktober bei einem Gespräch mit Finanzministerin Monika Heinold zu Verbesserungen bei der Besoldung.

GEW führt Musterprozesse
Außerdem führt die GEW seit nunmehr rund zehn Jahren für einige Mitglieder Musterprozesse vor dem Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht betreffend die Zahlung von Sonderzuwendungen nach der „alten“ Rechtslage von 2006. Ausgang ungewiss.

Info
Bis zum Jahre 2006 zahlte das Land den Beamtinnen und Beamten eine jährliche Sonderzahlung, gemeinhin „Weihnachtsgeld“ genannt. Trotz heftiger gewerkschaftlicher Proteste strich die damalige Große Koalition aus CDU und SPD den meisten Beamtinnen und Beamten diese Sonderzuwendung. Die GEW hatte daraufhin ihre Mitglieder aufgefordert, Anträge auf Zahlung/Weiterzahlung zu stellen.

Weitere Informationen dazu und das aktuelle Antragsformular für die Sonderzuwendung 2017 gibt es hier.

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