GEW Schleswig-Holstein - Website https://www.gew-sh.de GEW Schleswig-Holstein - Website de-DE GEW Schleswig-Holstein - Website Mon, 11 Dec 2017 18:02:39 +0100 Mon, 11 Dec 2017 18:02:39 +0100 TYPO3 EXT:news news-12984 Tue, 05 Dec 2017 08:45:15 +0100 GEW-Aktion gegen Lehrkräftemangel in Itzehoe https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-aktion-gegen-lehrkraeftemangel-in-itzehoe/ Auch in Itzehoe hat die GEW mit Pappkameradinnen und -kameraden in der Innenstadt auf den in Schleswig-Holstein herrschenden Mangel an qualifizierten Lehrkräften aufmerksam gemacht. Mit einer erfolgreichen Aktion hat der GEW-Kreisverband Steinburg in Itzehoe am 1. Dezember darauf aufmerksam gemacht, dass auch in den Schulen in Steinburg ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer fehlen.

Vor diesem Hintergrund fordert die GEW bessere Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte und A13 in den Grundschulen. Der LehrerInnenberuf muss wieder attraktiver werden, damit mehr junge Menschen als bisher Lehrerin oder Lehrer werden wollen.

Mit den Pappkameradinnen und -kameraden und beschrifteten Laternen war die Aktion ein Blickfang und es kamen viele interessante Gespräche zustande. Die Positionen und Forderungen der GEW stießen dabei auf breite Zustimmung.

Weitere Informationen und Hintergründe gibt es bei dem Bericht zu der GEW-Aktion vor dem Kieler Bildungsministerium.

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Schule Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem LehrerInnenbildung Gute Arbeit Artikel Schleswig-Holstein
news-12779 Tue, 21 Nov 2017 16:23:00 +0100 GEW: Forderung nach Weihnachtsgeld für Beamtinnen und Beamte bekräftigt https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-forderung-nach-weihnachtsgeld-fuer-beamtinnen-und-beamte-bekraeftigt/ Angesichts der aktuellen Diskussion bekräftigt die GEW ihre Forderung nach Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes für alle Beamtinnen und Beamte in Schleswig-Holstein. Der Staatsdienst muss gute Einkommen bieten, inklusive Weihnachtsgeld. Schlichtweg ungerecht
Es ist nach wie vor ungerecht, Lehrerinnen und Lehrer (auch Lehrkräfte an Hochschulen) durch eine beliebig gezogene Einkommensgrenze vom Bezug von Weihnachtsgeld auszuschließen (Ausnahme: Sonderbetrag für Kinder). Mag diese Kürzung im Jahre 2006 noch mit der schlechten finanziellen Lage des Landes vielleicht zu begründen gewesen sein, so ist die Nichtzahlung des Weihnachtsgeldes jetzt angesichts gut gefüllter Landeskassen nicht mehr zu vertreten.
      
Weihnachtsgeld bei Finanzministerin Heinold angesprochen
Wieder und wieder hatte die GEW gemeinsam mit DGB, ver.di, GdP und IG Bau gegenüber den jeweiligen Landesregierungen die Sonderzuwendungen thematisiert. Zuletzt im Oktober bei einem Gespräch mit Finanzministerin Monika Heinold zu Verbesserungen bei der Besoldung.

GEW führt Musterprozesse
Außerdem führt die GEW seit nunmehr rund zehn Jahren für einige Mitglieder Musterprozesse vor dem Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht betreffend die Zahlung von Sonderzuwendungen nach der „alten“ Rechtslage von 2006. Ausgang ungewiss.

Info
Bis zum Jahre 2006 zahlte das Land den Beamtinnen und Beamten eine jährliche Sonderzahlung, gemeinhin „Weihnachtsgeld“ genannt. Trotz heftiger gewerkschaftlicher Proteste strich die damalige Große Koalition aus CDU und SPD den meisten Beamtinnen und Beamten diese Sonderzuwendung. Die GEW hatte daraufhin ihre Mitglieder aufgefordert, Anträge auf Zahlung/Weiterzahlung zu stellen.

Weitere Informationen dazu und das aktuelle Antragsformular für die Sonderzuwendung 2017 gibt es hier.

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news-12849 Fri, 17 Nov 2017 13:44:12 +0100 Frischer Wind für die LehrerInnenbildung https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=cc3b5937644978cd5c60bea851cbc964d5b9efde&jumpurl=https%3A%2F%2Fwww.gew.de%2Faktuelles%2Fdetailseite%2Fneuigkeiten%2Falles-auf-los%2F Mit einer Fachtagung endet die Arbeit des Zukunftsforums Lehrer_innenbildung der GEW. Jetzt geht es an die Umsetzung der Ideen. Und das vor dem Hintergrund des Lehrerkräftemangels. Wissenschaft Schule LehrerInnenbildung Inklusion Artikel Schleswig-Holstein news-12794 Wed, 08 Nov 2017 16:13:00 +0100 Vorlesetag: AfDler haben in Kitas und Schulen nichts zu suchen https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/vorlesetag-afdler-haben-in-kitas-und-schulen-nichts-zu-suchen/ Geht 's noch? Die Stiftung Lesen lädt AfD-Abgeordnete zur Teilnahme am Vorlesetag in Kindertagesstätten und Schulen ein. Da scheint diese verdienstvolle Stiftung die politische Orientierung verlassen zu haben. Stiftung Lesen tut Gutes
Die Stiftung Lesen tut viel Gutes. Ihr Ziel ist laut Satzung „die umfassende Förderung des Lesens in allen Bevölkerungskreisen sowie die Pflege und Erhaltung einer zeitgemäßen Lese- und Sprachkultur“. Das ist sehr zu begrüßen. Wer weiß das mehr zu schätzen als ein Vater von zwei erwachsenen Söhnen, die Bücher für kontaminierte Gegenstände halten, die man auf keinen Fall anfassen sollte.

AfDler zum Mitmachen eingeladen
Nun hat sich die Stiftung aber selbst ins Knie geschossen, wenn uns dieser etwas brutale Ausdruck ausnahmsweise einmal gestattet wird. Die Stiftung für ihren bundesweiten Vorlesetag am 17. November auch alle AfD-Landtagsabgeordneten persönlich zur Teilnahme eingeladen. Sie sollen beim „größten Vorlesefest zwischen der Nordseeküste und den Alpen“ mitzumachen und in Kitas, Schulen und Bibliotheken vorlesen.

Vorlesetipps für AfD-Abgeordnete
Wir empfehlen den AfD-Abgeordneten hier ein paar passende Buchtitel:
für Alice Weidel: Der kleine Rassist
für Björn Höcke: Das Geheimnis des Mahnmals der Schande in Berlin
für Beatrix von Storch: Der dunkle Grenzbezirk – Mit der Waffe auf der Pirsch gegen Flüchtlinge
für Jörg Nobis: Auf Kaperfahrt gegen Flüchtlinge

Gute Nachtricht: Niemand muss AfDler einladen
fBevor wir uns nun weiter in Brass schreiben, zum Schluss die gute Nachricht: Glücklicherweise ist keine Kita und keine Schule gezwungen, AfD-VertreterInnen mit ihren rassistischen Vorstellungen zum Vorlesetag einzuladen. Wer partout niemanden zum Vorlesen findet, kann auch gerne beim GEW-Landesgeschäftsführer anrufen.

 

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news-12738 Mon, 06 Nov 2017 13:24:35 +0100 Die Exodus-Affäre - Jüdisches Museum in Rendsburg mit Programm für Schulklassen https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/die-exodus-affaere-juedisches-museum-in-rendsburg-mit-programm-fuer-schulklassen/ Die Ausstellung zur "Exodus-Affäre" im Jüdischen Museum Rendsburg führt 70 Jahre zurück in die Zeit direkt nach dem Zweiten Weltkrieg: 4.500 jüdische Überlebende des Holocaust versuchten an Bord eines schrottreifen Schiffes nach Palästina zu kommen. Große internationale Empörung
Auf hoher See wurden sie von der britischen Armee abgefangen und zwangsweise nach Deutschland verschifft. In der Nähe von Lübeck landeten sie in Internierungslagern hinter Stacheldraht. Die internationale Empörung darüber war groß – und die Gründung eines jüdischen Staates rückte auf die Tagesordnung der Weltpolitik. Die einheimische Bevölkerung Schleswig-Holsteins hatte damals allerdings kaum wahrgenommen, dass sich vor ihrer Haustür Ereignisse mit weltgeschichtlichen Konsequenzen abspielten.
Im Jüdischen Museum Rendsburg ist die bundesweit einmalige Ausstellung noch bis zum 3. Juni 2018 zu sehen. Sie greift ein Kapitel unserer Landesgeschichte auf, das bei der Gründung des Staates Israel vor nahezu 70 Jahren eine bedeutende Rolle gespielt hat.

Kinder und Jugendliche wissen zu wenig über den Holocaust
Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Körber-Stiftung wissen nur 59 Prozent der befragten SchülerInnen, dass Auschwitz-Birkenau ein Konzentrations- und Vernichtungslager der Nazis im Zweiten Weltkrieg war. Bei den 14- bis 16-Jährigen sind es sogar nur 47 Prozent – und das obwohl die Schülerinnen in der der Umfrage mehrheitlich ein ausgeprägtes Interesse an geschichtlichen Themen für sich beanspruchten. Um Kinder und Jugendliche anzusprechen und ihre Offenheit für historische Zusammenhänge zu nutzen, hat das Jüdische Museum Rendsburg für seine aktuelle Sonderausstellung „Die Exodus-Affäre“ Lernwerkstätten entwickelt, die den Unterricht interdisziplinär ergänzen. Die Angebote eignen sich nicht nur für den Geschichtsunterricht, sondern bieten auch Ansätze für die Fächer Kunst, Deutsch, Wirtschaft/Politik.

Lernwerkstatt - Ein Bild schreibt Geschichte
Das Schiff mit dem Namen „Exodus 1947“ kaum noch seetüchtig, mit mehr als 4.500 Menschen an Bord, die nicht an Land gelassen werden: Dieses Bild geht damals um die Welt und empört die internationale Öffentlichkeit. Heute ist dasselbe Bild überall in Schleswig-Holstein auf Plakaten, Flyern und in den Medien zu sehen. Doch, was zeigt es eigentlich? Worauf lenkt es den Blick und was bleibt unsichtbar?
Die zweistündige Lernwerkstatt richtet sich an Neun- und Zehntklässler und beschäftigt sich am Beispiel der historischen Ereignisse rund um die Exodus mit zentralen Fragen der Berichterstattung und der Entstehung von Bildikonen. Die Schüler lernen Sachverhalte und deren Darstellung kritisch zu hinterfragen.

Lernwerkstatt - Geschichte kontrovers
Die Exodus war eines von mehr als 140 Schiffen, die seit 1934 jüdische Emigranten nach Palästina brachten. Die Odyssee der mehr als 4.500 Passagiere wird dokumentiert von hunderten Fotos, die Eingang in eine breite Erinnerungskultur gefunden haben. Die Fahrten der anderen Auswandererschiffe sind in der Öffentlichkeit dagegen wenig bekannt. Wieso ist das so? Wovon ist abhängig, welche Geschichten erzählt werden und ins kollektive Gedächtnis eingehen? Wer erinnert mit welcher Intention? Die zweistündige Lernwerkstatt ist für die Klassenstufe 11 bis 13 geeignet.

Interessantes Begleitprogramm
Das Museum hat daneben ein interessantes Begleitprogramm aufgelegt sowie einen Katalog zur Ausstellung herausgegeben. Für Schulen wichtig zu wissen: Die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten fördert Schulexkursionen zu Gedenkstätten wie dem Jüdischen Museum Rendsburg und zeitgeschichtlichen Erinnerungsorten. Details zur Antragstellung und die Unterlagen gibt es im Internet unter: www.gedenkstaetten-sh.de.
Weitere Informationen zur Ausstellung: www.schloss-gottorf.de/juedisches-museum

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Schule Artikel Schleswig-Holstein
news-12741 Mon, 06 Nov 2017 11:48:25 +0100 Jamaika und Kita: Kommen jetzt auch bessere Arbeitsbedingungen? https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/jamaika-und-kita-kommen-jetzt-auch-bessere-arbeitsbedingungen/ Die Jamaika-Koalition benennt die Frühkindliche Bildung als einen wichtigen zukünftigen Schwerpunkt ihrer Arbeit. Was erwartet also die Beschäftigten? Die GEW wirft einen kritischen Blick auf die Vorhaben der Jamaika-Koalition. Dauerbaustelle Kita

Seit Jahren erscheint den Beschäftigten der sozialpädagogischen Arbeit in Kindertagesstätten ihr Arbeitsplatz als Dauerbaustelle. Real werden Gruppengebäude geplant und gebaut, alte Gebäude werden saniert und energetisch renoviert, es wird abgerissen und aufgebaut, gestrichen und tapeziert. Als Ausweichalternativen entstehen Wald-, Strand und Wiesengruppen, um mit Hilfe von Bauwagen z.B. die Rechtsansprüche der Eltern auf einen Kindertagesstättenplatz zu erfüllen und dadurch den Eltern die Berufstätigkeit und den Kindern den Bildungsanspruch zu ermöglichen.

Diese Baustellen sind Ausdruck der realen Bedarfe an Plätzen  und die KiTa–Träger schauen mit gemischten Gefühlen auf diese Lage: Es wird Beton – Gold generiert und es entstehen Gebäude, die multifunktional sind und vielfache Nutzungsmöglichkeiten beinhalten. Allerdings nutzen die besten Häuser nichts, wenn die Aufgaben, die darin erfüllt werden sollen, nicht gewährleistet werden können: die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern ab dem ersten Lebensjahr.

Der Fachkräftemangel nimmt stetig zu

Die Anzahl der Beschäftigten ist in den letzten Jahren aber bei weitem nicht in dem Maße angestiegen wie die tatsächlichen Bedarfe sich gegenwärtig abzeichnen. Der Fachkräftemangel nimmt stetig zu. Vielerorts finden die Kita-Träger keine sozialpädagogischen Fachkräfte mehr. Stellen bleiben unbesetzt, Krankheitsvertretungen sind nicht zu organisieren, was wiederum zu einem erhöhten Krankenstand führt. Dies zeigt unter anderem die im letzten Jahr vom Kita-Aktionsbündnis in Auftrag gegebene Studie zu Personalausfällen in Kindertagesstätten. Danach arbeiten viele Kindertagesstätten unterhalb der gesetzlichen Mindeststandards, der Krankenstand ist mit durchschnittlich 17,2 Tagen / Jahr überproportional hoch.  Die Beschäftigten in den Kitas arbeiten am Limit.

Und die Anforderungen steigen

Zudem haben die Veränderungen in der Arbeitswelt für ErzieherInnen die Tätigkeit nicht einfacher gemacht. Im Gegenteil.  In den letzten Jahren sind neben der  generellen Erfüllung der qualitativer Standards von Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen auf die Beschäftigten hinzugekommen, so z.B.  verschiedenste Formen der Dokumentation des pädagogischen Alltags, verpflichtende Begleitung der Eltern, Wahrnehmung des Wächteramts in Fragen des Kindeswohls, gezielte Sprachförderung.  

Diese Baustellen sind lange bekannt. Seit Juni  2017 steht nun die Jamaika-Koalition (CDU, FDP, Grüne) vor der Aufgabe, diese Baustellen zu Schlaustellen zu machen. Schlaustelle meint hier, dass das Handeln der neuen Regierung von dem Streben geprägt sein soll, dass die o.g. Herausforderungen schlau zu Gunsten der Kinder, ihrer Eltern und der Beschäftigten gelöst werden müssen.

Deswegen soll an dieser Stelle einige Punkte aus dem Koalitionsvertrag näher beleuchtet werden.

Bereich der Kindertagesstätten bleibt im Sozialministerium und soll finanziell besser ausgestattet werden

Zunächst einmal positiv bewertet die GEW, dass der Bereich der Kindertagesstätten auch in Zukunft im Sozialministerium verbleibt, geführt vom Freien Demokraten Dr. Heiner Garg. Im Koalitionsvertrag und in der Regierungserklärung sind viele  wichtige Felder der zukünftigen Sozialpolitik benannt worden. Die GEW begrüßt die Bereitstellung von insgesamt 170 Millionen Euro für den Bereich der frühkindlichen Bildung. Laut Landesregierung sollen dabei bis zum 2022 jeweils 50 Millionen Euro zur Entlastung der Eltern und Kommunen eingesetzt werden, die Investitionen in die Qualität sollen um 70 Millionen steigen. Das hört sich zunächst einmal gut an. Dabei beschreibt die neue Landesregierung  eine Reihe von Maßnahmen, die sie in den nächsten fünf Jahren  umsetzen möchte. Allerdings bleiben viele Dinge aus unserer Sicht noch zu unklar und müssen in nächster Zeit inhaltlich konkretisiert werden.

Verbesserungen der Arbeitsbedingungen noch nicht konkret

Den größten Handlungsbedarf sieht die GEW an erster Stelle bei den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den Kindertagesstätten. Kindertagesstätten müssen endlich grundlegend auskömmlich finanziert werden, der Fachkraft-Kind-Schlüssel muss deutlich verbessert werden. Nur bei einem fachgerechten Fachkraft-Kind-Schlüssel können die Beschäftigten die an sie gestellten Aufgaben auch erfüllen. Deswegen reicht die im Koalitionsvertrag angestrebte Festschreibung der zweiten Fachkraft für die Nachmittagsbetreuung bei weitem nicht aus. Aus Sicht der GEW sollten generell zwei ständige Fachkräfte ganztägig in den Elementargruppen eingesetzt werden.

Gerade in Zeiten des immer stärker werdenden Fachkräftemangels benötigen wir deutliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, und zwar damit sich mehr Personen für den Beruf der Erzieherin oder des Erziehers entscheiden, aber auch  damit die Beschäftigten länger im Beruf bleiben. Zu besseren Arbeitsbedingungen gehören neben der verbesserten Personalbemessung vor allem auch angemessene Leitungsfreistellungen, eine ausreichende Zahl an Fort- und Weiterbildungstagen sowie eine Berücksichtigung der Vor- und Nachbereitungszeiten. Die GEW begrüßt daher ausdrücklich die Ankündigung der Landesregierung, die Vor- und Nachbereitungszeiten sowie die Leitungszeiten verbindlich zu verbessern. Allerdings fehlt uns hier noch die Konkretisierung. Aus Sicht der GEW sind 25  Prozent der Arbeitszeit als mittelbare Arbeitszeit anzurechnen.

Die Ankündigung der Landesregierung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern und für die Eltern die Angebote vor Ort passgenau organisieren  und ausreichend Ganztags- und Randzeitenangebote schaffen zu wollen, erachten wir zunächst einmal als positiv. Denn bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf hapert es mancherorts, gerade in ländlichen Gebieten, doch noch sehr. Doch auch „Randzeiten“ müssen personell abgedeckt werden und entsprechend  im Stellenplan mit ausgebildetem Personal berücksichtigt werden.  

Kritisch betrachtet wird das Vorhaben der Landesregierung, das letzte Kita-Jahr zu einem „Startchancenjahr“ zu entwickeln, in dem eine Vorbereitung auf den Schulalltag enthalten soll. Schon jetzt werden Kinder in Kitas „auf Schule vorbereitet“ (nicht nur im letzten Jahr des Kita-Besuchs), dazu braucht es kein neues Programm. Vorschule war gestern.

Die Qualität der Ausbildung darf nicht abgesenkt werden

Auf Ablehnung stößt bei der GEW die geplante Einführung einer dualen Ausbildung. Die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Anforderungen an die Beschäftigten in Kindertagesstätten  müssen sich auch in der Qualität der Ausbildung widerspiegeln. Dieses sehen wir in der bewährten ErzieherInnen-Ausbildung am ehesten gewährleistet. Darüber hinaus würde ein duales Ausbildungssystem de facto auch das Ende der Einstufung im deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) Stufe 6 bedeuten (duale Ausbildungen werden in DQR 4 eingestuft). Auch besteht die Gefahr, dass eine duale Ausbildung bei einem Anstellungsträger mit nur einem sozialpädagogischen Arbeitsfeld (z.B. ausschließlich Kita) für die Beschäftigten zu einem Sackgassenberuf wird.  Auf mittlere Sicht sollte die Ausbildung der Kita-Fachkräfte sogar auf Hochschulniveau stattfinden, um den pädagogischen Anforderungen auf Dauer gerecht werden zu können. 

Am 4. Juli 2017 brachten die drei Regierungsparteien einen „Antrag zur Neuordnung der Kitagesetzgebung“ in den Landtag ein. In diesem wird die Landesregierung aufgefordert, bis April 2018 Eckpunkte für eine Reform des Kita-Systems zu entwickeln. Diese betrifft sowohl  die Finanzierung als auch qualitative Standards. Zur Frage, wer an der Erarbeitung der  Reform beteiligt sein soll, heißt es in dem Antrag: „Dies kann nur im Gespräch mit allen beteiligten Akteuren geschehen“. Da es bei der Reform neben der reinen Finanzierung eben auch um die Qualität der Kindertagesstätten geht, gehen wir davon aus, dass auch die GEW an diesem Prozess aktiv beteiligt wird. Denn es sind die Beschäftigten, deren Arbeit hauptsächlich die Qualität von Einrichtungen prägen.

Aus Sicht der GEW liegen viele Schwierigkeiten im Detail, die von den Verantwortlichen gelöst werden müssen. Die GEW wird die nächsten Schritte genau beobachten.

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news-12724 Fri, 03 Nov 2017 11:08:00 +0100 Besoldung: JA 13 – Gleichwertigkeit der Lehrkräftearbeit anerkennen! https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/besoldung-ja-13-gleichwertigkeit-der-lehrkraeftearbeit-anerkennen/ JA13 kommt an! Der Kampf der GEW um die Aufwertung der Tätigkeit an Grundschulen und in der Sekundarstufe I ist eine Erfolgsgeschichte. Die Arbeit einer Lehrkraft, egal an welcher Schulform, ist gleichwertig und muss gleich bezahlt werden. Den aktiven Kolleginnen und Kollegen in Fachgruppen und Landesvorständen ist es zu verdanken, dass sich in immer mehr Ländern ein Konsens herauskristallisiert: Wenn der Zusammenhalt der Gesellschaft nicht zerbrechen soll, muss in Bildung investiert werden – von der frühen Kindheit bis zum Schulabschluss und darüber hinaus. Gefordert ist nicht nur fachliche Exzellenz in der höheren Bildung. Gefordert ist vor allem pädagogisches Handeln, das die Basis legt für ein selbstbestimmtes Leben und eine demokratische Grundhaltung. Das fordert Lehrkräften viel pädagogische Kompetenz ab. Ihre Arbeit, egal an welcher Schulform, ist gleichwertig und muss gleich bezahlt werden.

Auf dem Weg zu JA 13 hat die GEW schon viel erreicht. In Berlin ist inzwischen A13/E13 an Grundschulen erreicht, mit einigen Einschränkungen. In Brandenburg wurden zunächst 6.000 Lehrkräfte auf A 13 angehoben. In Nordrhein-Westfalen hat die Kultusministerin A 13 für alle angekündigt. In Schleswig-Holstein geht die Auseinandersetzung um JA 13 auch nach dem Regierungswechsel weiter. In Baden-Württemberg können sich 5.000 Lehrkräfte an Hauptschulen weiterqualifizieren, um nach A13 höhergruppiert zu werden. In Rheinland-Pfalz wird ein solches Angebot insgesamt 1.200 Hauptschullehrkräften gemacht. In einigen Ländern wurden die Arbeitsbedingungen von Schulleitungen, vor allem die Freistellung und die Bezahlung verbessert. In vielen Ländern wurden Stellenstreichungen zurückgenommen oder neue Stellen ausgewiesen. Nicht zuletzt wurde das Tarifergebnis weitgehend ohne Einschränkung in die Beamtenbesoldung übernommen. Und diese Liste ist bei weitem nicht vollständig.

Mit einem zweiten bundesweiten Aktionszeitraum JA 13 macht die GEW nun weiter Druck. Denn es wäre naiv zu hoffen, dass jede Landesregierung mit einem Strich alle betroffenen Lehrkräfte auf A13/E13 anhebt. Dafür ist der Primat der Schuldenbremse in den Landeshaushalten zu mächtig. Allerorten suchen Finanzpolitiker*innen Schlupflöcher, um doch nicht alle gleich bezahlen zu müssen.

Erschwerend kommt hinzu, dass das Beamtenrecht Bezugspunkt der Forderung JA13 ist, auch wenn es in einigen Ländern nur wenige beamtete Lehrkräfte gibt. Das Beamtenrecht ist von Hierarchien, von Laufbahnen mit dem Nachweis formaler Abschlüsse und Prüfungen und von strengen Regularien geprägt. Wer in diesem Rahmen Erfolge erzielen will, muss sich auf diese Spielregeln einlassen. Auch deswegen benötigen wir einen langen Atem.

Als Gewerkschaft stehen wir für Entgeltgleichheit, dafür, dass Grundschullehrkräfte nicht deshalb schlechter bezahlt werden als andere, weil in diesem Feld ganz überwiegend Frauen arbeiten. Und wir stehen dafür, dass gleichwertige Arbeit auch gleich bezahlt wird, deshalb streiten wir nicht nur mit Grundschullehrkräften, sondern auch mit den Kolleg*innen in der Sekundarstufe 1.Das Berufsfeld Schule ist sehr heterogen. Ausbildung und Zusammensetzung der Kollegien sind, historisch bedingt, sehr unterschiedlich. Im Osten gibt es unter den Älteren noch Diplomlehrkräfte mit nur einem Schulfach, Lehrkräfte unterer Klassen, Erzieher*innen mit Lehrbefähigung in der Primarstufe. Doch auch im Westen ist die Ausbildung nicht überall gleich, vor allem dort, wo angehende Lehrkräfte noch nicht nach einem Bachelor- und Master-Abschluss ins Referendariat gehen, gibt es Unterschiede bei der Studiendauer. Es ist ein Unding, dass sie für die Arbeit an denselben Schulen unterschiedlich bezahlt werden. Für sie alle müssen Wege nach JA 13 eröffnet werden, die einerseits die Fähigkeiten und Berufserfahrung anerkennen, andererseits aber auch die beamtenrechtlichen Spielregeln beachten. Das ist bisweilen eine Gratwanderung.

In einigen Ländern kämpft die GEW noch um den Grundkonsens: die Anerkennung der Gleichwertigkeit der Arbeit in allen Schulformen. Doch in anderen stehen die Mühen der Ebene an: das vermeintliche und doch so wichtige Kleinklein, Lösungen für alle Lehrkräftegruppen zu finden. Wichtig ist, die symbolträchtigen Pflöcke einzuschlagen. Vor allem in Berlin und Brandenburg ist das gelungen und in Nordrhein-Westfalen steht es nun an. Das ist ein Anfang der zeigt: Dranbleiben lohnt sich. Deshalb gehen wir zuversichtlich in den zweiten Aktionszeitraum JA 13 der GEW-Initiative „Bildung. Weiter denken!“

 

Frauke Gützkow
Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstands der GEW

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news-12749 Tue, 31 Oct 2017 15:47:00 +0100 Was hat die Jamaika-Koalition mit den Grundschulen im Sinn? https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/was-hat-die-jamaika-koalition-mit-den-grundschulen-im-sinn/ Nach dem ausgehandelten Koalitionsvertrag der Jamaika-Koalition, wird sich auch an den schleswig-holsteinischen Grundschulen einiges ändern. Wir werfen einen kritischen Blick auf die Vorhaben der neuen Landesregierung. Was bedeutet das im Einzelnen?

Die erste und die zweite Klasse sollen schrittweise jeweils eine Stunde mehr Unterricht bekommen. Dazu werden dann auch jeweils 40 neue Planstellen geschaffen. 40 Stellen reichen jeweils rein rechnerisch aus, bedacht wurde dabei aber offensichtlich nicht, dass in der Eingangsstufe mehr Kinder sind, weil ja ein Teil der Kinder ein drittes Jahr in der Eingangsstufe verbleibt. Das würde dann zu größeren Klassen führen. Wenn man davon ausgeht, dass auch diese Stunden unter die Verlässlichkeit fallen, so ist keine Vertretungsreserve berücksichtigt, um diese Stunden auch vertreten zu können. Mehr Unterricht in der Eingangsstufe ist zu begrüßen, aber dieser muss auch im Vertretungsfall als Unterricht gegeben werden können und nicht zu noch mehr Stunden führen, in denen die Kinder mit einer Aufgabe im Gruppenraum sitzen oder eine Kollegin zwei Klassen beaufsichtigt. Dann nützt auch die eine Stunde mehr nichts. Ob dieses Vorhaben überhaupt umgesetzt werden kann, bleibt abzuwarten, da ja auch Grundschullehrkräfte in vielen Kreisen schon Mangelware sind. Die Unterrichtsversorgung soll im Laufe der Wahlperiode auf 100 % angehoben werden. Das ist in den Grundschulen fast erreicht, geht aber in einigen Kreisen auch nur mit nicht ausgebildeten Lehrkräften. Als Anreiz, mehr ausgebildete Lehrkräfte zu gewinnen, hätte vielleicht die Einlösung des Wahlversprechens der CDU zur Anhebung der Grundschulgehälter auf A13 geholfen, so wie es Berlin und Brandenburg jetzt vormachen. In Schleswig-Holstein hat man sich aber darauf geeinigt, sich für eine „bundesweite einheitliche Regelung“ einzusetzen. Wahlversprechen vertagt auf unbestimmte Zeit!

Kleine Grundschulstandorte sollen erhalten bleiben, notfalls soll es einen „Sicherstellungszuschlag“ geben. Angaben zu Schulgrößen finden sich nicht. Die GEW sieht aber zu kleine Standorte unter 60-80 SchülerInnen sehr kritisch, da die Belastung der dort tätigen Lehrkräfte durch Aufsichten, Vertretung, Aufrechterhaltung der Verlässlichkeit enorm ist.

Zurückstellung vom Schulbesuch – bisher fast unmöglich, soll wieder möglich werden. Das sollen Eltern, Kinder- und Jugendärzte mit den Kitas zusammen dann befürworten. In Einzelfällen kann das richtig sein, zu befürchten ist aber, dass das häufigen Zurückstellungen Tür und Tor öffnet. Sinnvoller wäre eine bessere Ausstattung der Grundschulen, damit die „nicht schulreifen“ Kinder besser betreut und gefördert werden können.

Die Grundschulempfehlung (entweder Gemeinschaftsschule/Gymnasium oder Gymnasium) soll wieder (nach baden-württembergischen Modell) schriftlich erfolgen, sie ist bei der Anmeldung vorzulegen, aber das Entscheidungsrecht der Eltern bleibt.  Die Auswirkungen könnten sich also auch lediglich auf die Mehrarbeit für die Grundschullehrkräfte beschränken.

Sehr vage bleibt der Absatz über das richtige Schreiben: „Grundschülerinnen und -schüler werden zukünftig wieder verpflichtend eine verbundene Schreibschrift erlernen. Richtig zu schreiben, werden wir an den Grundschulen wieder von Anfang an vermitteln.“ Was damit gemeint ist, bleibt abzuwarten. Hier werden wir auf die dann kommenden Erlasse achten und dafür eintreten, dass die Freiheit der Methode für die einzelne Lehrkraft erhalten bleibt.

Zukünftig will man nur Lehrkräfte an Grundschulen einstellen, die entweder Deutsch oder Mathematik studiert haben. Die MINT- Fächer sollen dadurch gestärkt und fachfremder Unterricht reduziert werden. Besonders Mädchen will man für die MINT- Fächer begeistern. Das finden wir richtig und erstrebenswert. Wie dieses Vorhaben erreicht werden soll, bleibt ebenfalls abzuwarten, da man ja im Moment froh sein muss, wenn man überhaupt genügend ausgebildete Lehrkräfte für Grundschulen findet.

Und auch hier: Rückwärtsgang

„In allen Grund- und Gemeinschaftsschulen werden ab der dritten Klasse wieder standardisierte Notenzeugnisse mit einem Kompetenzraster eingeführt. Die Schulkonferenzen dieser Schulen können im bisher zulässigen Rahmen entscheiden, ob sie statt oder ergänzend zu den Notenzeugnissen erweiterte Kompetenzraster und/oder Entwicklungsberichte erteilen wollen.“

Das bedeutet, dass es auch zulässig wäre, durch einen Schulkonferenzbeschluss (bei dem die Mehrheit der Lehrkräfte auf jeden Fall dafür sein müsste!) auf Noten zu verzichten und stattdessen erweiterte Kompetenzraster zu erteilen. Aber ohne Schulkonferenzbeschluss gäbe es dann wieder Ziffernnoten. Es wäre also genau umgekehrt wie zurzeit. Die Schulen, die sich in ihrem Konzept für Notenfreiheit entschieden haben, könnten das auch weiterhin tun. Diese Möglichkeit begrüßt die GEW. Im Ergebnis könnte also das Gleiche dabei herauskommen wie bisher.

Eine Klassenwiederholung soll wieder möglich sein. Das „Sitzenbleiben“, und darum handelt es sich hier, hat nachgewiesenermaßen nur wenig Erfolg, stigmatisiert Kinder aber unnötig und hat deshalb in der Grundschule nichts zu suchen. Wir werden darauf achten, wie sich das dann in der Grundschulordnung niederschlägt. Eine verlängerte Eingangsphase bei jahrgangsgemischten Klassen verhindert eine frühzeitige Entmutigung von leistungsschwächeren SchülerInnen.

Alle diese Vorhaben, die im Koalitionsvertrag vereinbart wurden, müssen in Erlassen, Verordnungen und im Schulgesetz umgesetzt werden. Die GEW wird zu den geplanten Änderungen entsprechende Stellungnahmen abgeben.

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Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungsqualität Bildungssystem Artikel Schleswig-Holstein
news-12554 Tue, 10 Oct 2017 15:32:09 +0200 HPR(W) legt Rahmenkodex „Gute Beschäftigungsbedingungen“ vor https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/hprw-legt-rahmenkodex-gute-beschaeftigungsbedingungen-vor/ Der Rahmenkodex „Gute Beschäftigungsbedingungen“ enthält wichtige Bausteine und Rahmenthemen, um die einzelnen Hochschulen in der Erstellung ihrer Kodizes als umfassender Leitfaden zu dienen. Er wurde im Juli 2017 vom HPR-W beschlossen. Wissenschaft Bildungssystem Gute Arbeit Recht Mitbestimmung Artikel Schleswig-Holstein news-12515 Wed, 04 Oct 2017 13:21:31 +0200 Neu: GEW-Broschüre zu Mehrarbeit https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/neu-gew-broschuere-zu-mehrarbeit/ Bei kaum einem anderen Thema gibt es mehr Unklarheiten, Halbwahrheiten und Märchen. Bei kaum einer anderen Rechtsvorschrift gibt es in den Schulen so viele unterschiedliche Umsetzungen und Anwendungen. Diese Broschüre bringt Klarheit. Schule Gute Arbeit Recht Artikel Schleswig-Holstein news-12477 Thu, 28 Sep 2017 15:45:13 +0200 Berufliche Bildung: GEW-KollegInnen mischen sich ein https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/berufliche-bildung-gew-kolleginnen-mischen-sich-ein/ "Welchen Bildungsgang hätten Sie denn gern?" Mit dieser Frage mischten sich GEW-KollegInnen am 23.09.2017 in Neumünster unter die wahlkämpfenden Parteien, um für den Verbleib der Beruflichen Bildung im Bildungsministerium zu werben. Berufliche Bildung Artikel Schleswig-Holstein news-12345 Mon, 11 Sep 2017 15:40:40 +0200 ABGESAGT! Zweiter GymnasiallehrerInnentag - Gymnasium. Weiter denken! ABGESAGT! https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/abgesagt-zweiter-gymnasiallehrerinnentag-gymnasium-weiter-denken-abgesagt/ Leider musste der GymnasiallehrerInnentag aus organisatorischen Gründen abgesagt werden. Schule Artikel Schleswig-Holstein news-12083 Thu, 10 Aug 2017 15:02:00 +0200 23. ErzieherInnentag https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/23-erzieherinnentag/ Alles eine Frage der Haltung? – Frühkindliche Bildung im Spannungsfeld zwischen professionellem Anspruch und Alltagswirklichkeit“. So lautet das Motto unserer 23. Fachtagung für Sozialpädagogische Berufe am 18. November in Neumünster. Schulsozialarbeit Kita Artikel Schleswig-Holstein news-12187 Thu, 20 Jul 2017 11:29:00 +0200 GEW-Preview: THE CIRCLE https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-preview-the-circle/ Huxleys "Schöne neue Welt" reloaded: Dave Eggers aufsehenerregender Bestsellerroman - eine Abrechnung mit dem Internetzeitalter - wurde für die Kinoleinwand adaptiert. Kostenlos und exklusiv für unsere GEW-Mitglieder zeigen wir den Film als GEW-Preview am Sonntag, 17. September 2017 GEW Artikel Schleswig-Holstein news-12176 Thu, 13 Jul 2017 12:03:00 +0200 Sozialer Tag: Schüler räumen GEW-Keller mit auf https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/sozialer-tag-schueler-raeumen-gew-keller-mit-auf/ Zehntausende Schülerinnen und Schüler setzen heute (13.07.2017) am bundesweiten Sozialen Tag von Schüler Helfen Leben (SHL) ein solidarisches Zeichen. Für einen Tag tauschen die Jugendlichen die Schule gegen einen Arbeitsplatz und spenden ihren Lohn an SHL. Schule GEW Gesellschaftspolitik Internationales Artikel Schleswig-Holstein news-11733 Fri, 16 Jun 2017 10:28:00 +0200 Viel schwarz-gelb in der Bildungspolitik https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/viel-schwarz-gelb-in-der-bildungspolitik/ Trotz positiver Punkte eher rückwärtsgewandtes Gesamtbild: Was im Koalitionsvertrag von CDU, Grünen und FDP zur Bildungspolitik steht und was die GEW sazu sagt. Überhaupt kein Verständnis hat die GEW für den Rückzieher bei der Besoldung der Lehrkräfte an Grundschulen. CDU und FPD sind zwar mit dem Thema „Mehr Gerechtigkeit bei der Besoldung der Grundschullehrerinnen“ in den Wahlkampf gezogen, davon geblieben sind nur leere Worte. Berlin hingegen macht vor, wie es geht: Zum kommenden Schuljahr sollen dort die Grundschullehrerinnen nach der Besoldungsgruppe A13 (Angestellte E13) besoldet werden. „Die Aufwertung der Arbeit von Lehrkräften an Grundschulen ist überfällig, in Schleswig-Holstein genauso wie in Berlin. Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen müssen endlich nach A13 bezahlt werden“,  sagte Astrid Henke.

Bei der politischen Forderung will es die GEW nicht belassen. „Wir werden auch juristisch Druck machen, um gegen die ungerechte Besoldung anzugehen“, kündigte Astrid Henke an. „Mit einigen ausgewählten Kolleginnen und Kollegen werden wir Musterprozesse führen. Anträge auf höhere Besoldung werden von ihnen jetzt beim Bildungsministerium gestellt. Nach einer Ablehnung dieser Anträge wird die Sache dann vor das Verwaltungsgericht gehen.“

Astrid Henke sieht in der besseren Bezahlung auch eine wichtige Maßnahme gegen den sich verstärkt abzeichnenden Lehrkräftemangel besonders auch an Grundschulen.  „Es fehlt eine  Offensive, um viel mehr junge Menschen für den Beruf der Lehrerin oder des Lehrers zu gewinnen, vor allem an Grundschulen.“

Positiv zu beurteilen, sei in dem Koalitionsvertrag die klare Aussage, die Unterrichtsversorgung auf 100% zu bringen und die Bedingungen für das gemeinsame Lernen zu verbessern, in dem die Anzahl der Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen deutlich erhöht wird. Die Bedarfe würden allerdings seitens der GEW noch deutlich höher eingeschätzt, so Astrid Henke. Die Einführung eines Bildungsbonus für Schulen mit besonderen Herausforderungen entspreche einer Forderung der Bildungsgewerkschaft GEW und müsse umgehend umgesetzt werden.

„Mehr abgewinnen können wir auch einigen Teilen zur Kita-Politik. Die Zusage, die Qualität der frühkindlichen Bildung zu verbessern durch eine zweite Fachkraft in den Elementargruppen und auch die Erhöhung der Vor- und Nachbereitungszeiten sowie der Leitungszeiten ist wichtig und richtig“, sagte die Gewerkschafterin.

 

Verantwortlich: Astrid Henke 0170 3341746, 16.06.2017

 

Foto: © Dieter Schütz / pixelio

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Schleswig-Holstein Artikel Gesellschaftspolitik Bildungsfinanzierung Bildungssystem Inklusion Bildungsqualität Gute Arbeit
news-11736 Thu, 08 Jun 2017 11:04:00 +0200 Zusatzversorgung für Tarifbeschäftigte https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/zusatzversorgung-fuer-tarifbeschaeftigte/ Tarifeinigung bei Startgutschriften gut für GEW-Mitglieder: Am 8. Juni 2017 einigten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber auf eine neue Berechnung der Startgutschriften für die Zusatzversorgung. Für wen gilt die neue Regelung? Berechnung der Startgutschriften

Mit den sogenannten Startgutschriften wurden 2001 die Ansprüche aus dem bis dahin geltenden Gesamtversorgungssystem in Versorgungspunkte des neuen Punktesystems überführt. Hierbei wurde zunächst pauschalierend berechnet, welche Rente die Beschäftigten im alten System mit 65 Jahren erhalten hätten ("Voll-Leistung"). Davon wurden je Beschäftigungsjahr 2,25 Prozent als Versorgungspunkte des neuen Systems gutgeschrieben. 2007 entschied der Bundesgerichtshof (BGH) jedoch, diese Berechnung sei "unverbindlich", da sie Akademiker und andere Berufe mit langer Ausbildung benachteilige, weil diese keine Chance hätten, die 100 Prozent zu erreichen. Mit dem gleichen Vorwurf kippte der BGH im März 2016 auch die Korrekturregelung, auf die sich Gewerkschaften und Arbeitgeber 2011 nach dreijährigen, sehr zähen Tarifverhandlungen geeinigt hatten.

Nach der heutigen Einigung soll der Anteil der Voll-Leistung, der pro Jahr gutgeschrieben wird, zwischen 2,25 und 2,5 Prozent liegen. Technisch gesehen werden 100 Prozent durch die "Zeit in Jahren" vom Beginn der Pflichtversicherung bis zur Vollendung des 65. Lebensjahrs geteilt. Wer mit 25 oder später im öffentlichen Dienst angefangen hat, bekommt 2,5 Prozent pro Jahr. Bei allen, die früher angefangen haben, ist der Faktor entsprechend niedriger, mindestens aber wie bisher 2,25 Prozent. Auch im alten System brauchte man 40 Jahre, um die volle Leistung zu bekommen. Da im Osten der "Beginn" die Einführung der Zusatzversorgung im Jahr 1997 ist, profitieren dort fast alle Beschäftigten von der Neuregelung. Bei bereits laufenden Renten werden die neuen Regeln rückwirkend angewendet. Verschlechterungen sind ausgeschlossen, da Zuschläge zu den Startgutschriften, die sich aus der Tarifeinigung von 2011 ergeben hatten, erhalten bleiben.

Für wen gilt die neue Regelung?

Die neuen Regelungen gelten sowohl bei Bund und Ländern als auch bei den Kommunen unabhängig davon, bei welcher Zusatzversorgungskasse die Beschäftigten versichert sind. Auf Arbeitnehmerseite saßen neben Verhandlungsführer ver.di die GEW sowie die dbb Tarifunion am Tisch. Es wurde eine Erklärungsfrist bis Ende November 2017 vereinbart, da die zuständigen Gremien von ver.di und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) erst im Herbst wieder tagen. Danach werden alle "rentenfernen" Startgutschriften durch die Kassen nachgerechnet, ohne dass die Beschäftigten selbst etwas unternehmen müssen. Erhöhungsbeträge aufgrund der rückwirkenden Neuberechnung von Renten werden unaufgefordert nachgezahlt.

In Hamburg gilt die Neuregelung nicht, dort ist die Zusatzversorgung gesetzlich geregelt. In der Vergangenheit wurden dort die tariflichen Regelungen im Länderbereich in der Regel übertragen.

Bei den heutigen Verhandlungen konnte noch ein weiterer Punkt aus der Vergangenheit bereinigt werden: Auch im kommunalen Altersvorsorge-Tarifvertrag ATV-K werden Mutterschutzzeiten, die vor dem 18. Mai 1990 liegen, mit später liegenden Mutterschutzzeiten gleichgestellt. Für den Altersversorgungs-Tarifvertrag, der für die VBL gilt, wurde dies bereits 2011 vereinbart. In der Praxis haben die kommunalen Zusatzversorgungskassen diese Änderung, die durch ein GEW-Verfahren erzwungen wurde, ohnehin schon seit Jahren vorweggenommen.

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Schleswig-Holstein Artikel Tarif TV-L GEW
news-11735 Wed, 24 May 2017 11:01:00 +0200 Jamaika-Koalition: Bildung muss Priorität haben https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/jamaika-koalition-bildung-muss-prioritaet-haben/ Nun also JAMAIKA. Karibik-Feeling mit Reggae und Easy Living mag sich bei der Bildungsgewerkschaft GEW aber nicht einstellen. Zu unklar erscheint die Richtung in wichtigen bildungspolitischen Fragen. Dies sind aus Sicht der GEW die wichtigsten. Entlastungen sind angesagt
Ob Kita, Schulen, Hochschulen, Weiterbildungseinrichtungen: obenan steht für die Bildungsgewerkschaft die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. „Ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Beschäftigten sind in den vergangenen Jahren die Belastungen gestiegen. Nun sind Entlastungen angesagt. Zu guter Bildung gehören auch gute Arbeitsbedingungen“, sagte Astrid Henke.

Verbesserungen der Arbeitsbedingungen
Aus Sicht der GEW gehören folgende Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in einen Koalitionsvertrag, der das Thema Bildung wirklich ernst nimmt:

  • Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels, also mehr Personal für die Arbeit in Kitas und Krippen
  • Verringerung der Pflichtstunden für Lehrkräfte – im ersten Schritt durch Einführung von Stunden für Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, Teamzeiten im gemeinsamen Unterricht, Korrekturzeiten in der Sekundarstufe II und Erhöhung der Leitungszeiten für Schulleitungen
  • Bessere personelle Ausstattung der Inklusion
  • Bessere finanzielle Grundausstattung der Hochschulen und Beenden des Befristungsunwesens
  • Deutliche Erhöhung der Landesmittel für die Weiterbildung.

A13 für alle
Besonders auf den Nägeln brennt der GEW immer noch die ungerechte Besoldung der Grundschullehrerinnen und –lehrer. Astrid Henke: „Es ist überfällig den Grundsatz „Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit“ endlich auch für die Lehrkräfte an Grundschulen umzusetzen. Hier erwarten wir von der neuen Landesregierung, dass sie das Besoldungsgesetz sofort ändert. Das wurde vor der Wahl ja auch in Aussicht gestellt.“ Grundschullehrerinnen absolvierten schließlich eine gleichlange und qualitativ gleichwertige Ausbildung – und die Arbeit an einer Grundschule sei sowieso gleichwertig gegenüber der an anderen Schularten. „Für eine ungleiche Bezahlung gibt es kein einziges stichhaltiges Argument!“ 

Foto: © Katharina Wieland / pixelio

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Schleswig-Holstein Artikel Gesellschaftspolitik Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Inklusion Gute Arbeit
news-11738 Tue, 23 May 2017 11:32:00 +0200 G20 im Unterricht https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/g20-im-unterricht/ Am 7. und 8. Juli dieses Jahres findet der G20-Gipfel in Hamburg statt. Neues Unterrichtsmaterial der Heinrich-Böll-Stiftung leitet zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema an. Vier Arbeitsblätter
Vier Arbeitsblätter für den direkten Einsatz im Unterricht, werden von Impulsen ergänzt, die methodische und inhaltliche Anregungen liefern, wie sich die Lernenden dem Thema nähern können. Handlungsorientiert beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler mit der Kritik an der G20 und mit dem Feld der nachhaltigen Energieversorgung und wie die G20 dazu steht. Auch grundsätzliche Informationen zu Aufbau und Funktion der G20 sind im Unterrichtsmaterial enthalten.

Weiterführende Links
Darüber hinaus enthalten sind weiterführende Links, die es erleichtern, die Schülerinnen und Schüler eigenständig recherchieren zu lassen und das Thema zu vertiefen.

Das 8-seitige Dokument kann direkt als PDF heruntergeladen werden unter:
https://www.boell.de/sites/default/files/unterrichtsmaterial_g20_8-seiter_web.pdf

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Schleswig-Holstein Artikel Gesellschaftspolitik Internationales
news-11739 Tue, 16 May 2017 11:36:00 +0200 Wir brauchen mehr Zeit https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wir-brauchen-mehr-zeit/ Das Video zum GEW-Gewerkschaftstag macht deutlich: Migration muss als gesellschaftliche Normalität und Aufgabe aller wahrgenommen werden. Pädagoginnen und Pädagogen erzählen, worauf es jetzt ankommt. Migration als Normalität anerkennen
Die GEW fordert auf dem Weg zu guter Bildung für alle die Anerkennung von Migration als Normalität sowie den Abbau sozialer Ungleichheit. Dafür setzt sich die Bildungsgewerkschaft auch gesellschaftspolitisch ein und verstärkt ihre Bündnisarbeit. "Gute Bildung soll die ökonomische, politische, rechtliche, soziale und kulturelle Teilhabe aller Menschen ermöglichen und gesellschaftlichen Spaltungen entgegenwirken", heißt es in einem vom Gewerkschaftstag beschlossenen Antrag.

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Schleswig-Holstein Artikel GEW Migration Gesellschaftspolitik
news-11612 Sun, 14 May 2017 15:28:00 +0200 Bildungsbericht: Was fehlt? https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/bildungsbericht-was-fehlt/ Nach fast zehnjähriger Pause hat das Ministerium für Schule und Beruf jüngst wieder einen Bildungsbericht vorgelegt. Unsere Vorstandsmitglieder Christiane Petersen und Birgit Mills haben den Bildungsbericht kritisch unter die Lupe genommen. Schleswig-Holstein Artikel Schule Bildungsqualität Bildungssystem Bildungsfinanzierung news-11613 Sat, 13 May 2017 15:36:00 +0200 Nachhilfe fördert Ungleichheit https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/nachhilfe-foerdert-ungleichheit/ Mit kommerzieller Nachhilfe wird in Deutschland mehr als eine Milliarde umgesetzt. Statt soziale Unterschiede auszubügeln, verstärken die außerschulischen Förderstunden sie eher. Das zeigt eine Untersuchung für die Hans-Böckler-Stiftung. Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungsqualität Inklusion Artikel Schleswig-Holstein news-11682 Fri, 12 May 2017 12:02:00 +0200 GEW-Preview: EIN SACK VOLL MURMELN https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-preview-ein-sack-voll-murmeln/ Am Sonntag, den 9. Juli 2017 ist wieder GEW-Kinozeit im Kieler Studio-Kino am Dreiecksplatz. Um 11.00 Uhr zeigen wir dort als GEW-Preview kostenlos und exklusiv für unsere Mitglieder den französischen Film: EIN SACK VOLL MURMELN. Prädikat "besonders wertvoll"
EIN SACK VOLL MURMELN hat von der Film- und Medienbewertung FBW das Prädikat "besonders wertvoll" erhalten.

Kinostart: 17. August 2017; Filmverleih: Weltkino Filmverleih

FB: www.facebook.com/EinSackVollMurmeln
Filmwebsite: www.EinSackVollMurmeln-Film.de

Mit der GEW-Filmpreview wollen wir unseren Mitgliedern für ihre Fächer und Altersstufen interessante Filme präsentieren, die sich gut für den Einsatz im Unterricht eignen. Zumeist werden auch Materialien zu den Filmen wie Pressehefte und Unterrichtsblätter bereitgestellt.

Wie komme ich an eine Karte?
Der kostenlose Kinobesuch setzt nur die Aufnahme in eine Gästeliste voraus. Um eine Kartenreservierung zu erhalten, muss ich bis spätestens 5. Juli 2017 eine E-Mail an info(at)gew-sh(dot)deinfo(at)gew-sh(dot)de schicken. Das Angebot richtet sich ausschließlich an GEW-Mitglieder. Jedes GEW-Mitglied kann eine weitere Person mitbringen, sich also zwei Karten (nicht mehr!) reservieren lassen. Im Kino liegt eine Gästeliste aus. Der GEW-Ausweis muss nicht mitgebracht werden. Eine Reservierungsbestätigung wird nicht verschickt. Keine Rückmeldung heißt: Die Plätze sind reserviert.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Bernd Schauer

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Schleswig-Holstein Artikel GEW
news-11614 Wed, 10 May 2017 15:40:00 +0200 Schulentwicklung: Schulisches "Niemandsland" https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/schulentwicklung-schulisches-niemandsland/ Der Weg der schleswig-holsteinischen Schulen in die „konsequente Zweigliedrigkeit“ mit nur noch zwei Schularten in der Sekundarstufe I droht auf halbem Wege stehenzubleiben. Grund dafür sind Disparitäten in der landesweiten Verteilung von Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen. Schleswig-Holstein Artikel Schule Bildungssystem Bildungsgerechtigkeit news-11740 Tue, 09 May 2017 11:45:00 +0200 Kita-Qualität. Weiter denken! https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/kita-qualitaet-weiter-denken/ Video: Kita-Qualität per Gesetz verbessern! In Kitas fehlen zunehmend Fachkräfte, so dass immer mehr Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger mit teils nur kurzer Ausbildung dort arbeiten. Kita Bildung weiter denken GEW Bildungsqualität Gute Arbeit Artikel Schleswig-Holstein news-11527 Mon, 08 May 2017 14:52:00 +0200 Marlis Tepe wiedergewählt https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/marlis-tepe-wiedergewaehlt/ Marlis Tepe aus Hüttblek (Kreis Segeberg) bleibt an der Spitze der GEW. Mit deutlicher Mehrheit hat der GEW-Gewerkschaftstag am 8. Mai 2017 in Freiburg die Schleswig-Holsteinerin als GEW-Vorsitzende mit 71,3 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Internationale Arbeit
Tepe betonte, dass sie die internationale Arbeit fortführen und sich um Bildung in der Migrationsgesellschaft kümmern werde – letzteres ein Thema, das 2013 so noch nicht absehbar war: "Die Stärkung der Rechtspopulisten weltweit hat die Gewerkschaften wieder wach geküsst", sagte Tepe. Die GEW bekenne sich zur UN-Menschenrechtskonvention: "Zu diesem unserem Ziel stehe ich, dafür werde ich mich stark machen."

Generationenwechsel
Einen Generationenwechsel in der GEW begleite sie gerne, betonte Tepe. Sie versprach, die GEWolution – die Konferenz junger Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter –, die ihr sehr wichtig sei, zu unterstützen und dafür Gelder zu beschaffen. Zum Thema Nachfolge machte sie, an die Delegierten gewandt, klar: "Ich würde mich daran beteiligen, eine Nachfolge zu finden. Aber Personen auszuwählen, das ist eure Aufgabe."  

Info:
Marlis Tepe ist bereits im Alter von 22 Jahren in die GEW eingetreten. Sie arbeitete bis zu ihrer Wahl zur Vorsitzenden der Bildungsgewerkschaft im Juni 2013 als Grund- und Hauptschullehrerin in Schleswig-Holstein. Von 1995 bis 2013 war sie Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des Landesverbands Schleswig-Holstein und von 2006 bis 2013 Vorsitzende des Hauptpersonalrats (L) im nördlichsten Bundesland.

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Schleswig-Holstein Artikel GEW Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung
news-11528 Tue, 02 May 2017 15:02:00 +0200 Landtagswahl: Das Wort zum Sonntag https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/landtagswahl-das-wort-zum-sonntag/ Am kommenden Sonntag, 7. Mai. 2017 wird in Schleswig-Holstein ein neuer Landtag gewählt. Die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zieht eine Bilanz der abgelaufende Wahlperiode. Was lief gut, was schlecht bei den Themen Besoldung, Arbeitsbedingungen, Stellenstreichungen, Unterrichtsversorgung? Wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen
Unabhängig von der Regierungskonstellation nach der Wahl steht außer Frage: Uns, den Beschäftigten im Bildungsbereich, wird auch in Zukunft nichts geschenkt werden! Wir müssen uns weiterhin selbst für unsere eigenen Interessen einsetzen. Wir müssen die Politik überzeugen, etwas oder besser noch etwas mehr für gute Bildung zu tun. Und erst recht müssen wir der Politik deutlich machen: Die Beschäftigte im Bildungsbereich brauchen bessere Arbeitsbedingungen, damit Bildung gelingen kann. Sie brauchen auch bessere Arbeitsbedingungen, damit sie gesund bleiben und nicht aus dem Beruf getrieben werden.

100 Prozent Unterrichtsversorgung und gut ist?
Wird es um mehr Bildungsgerechtigkeit gehen? Oder wird es heißen: „100 Prozent Unterrichtsversorgung ist das Ziel und gut ist?“ Wird es darüber hinaus Ressourcen geben für Unterricht und Entlastung?  Auch gerade dort, wo die Kolleginnen und Kollegen Kinder und Jugendliche unterrichten, die aufgrund ihrer Herkunft sehr viel schlechtere Startbedingungen haben? Wird der DaZ-Unterricht gut ausgestattet? Werden die Lehrkräfte und ErzieherInnen entlastet? Bekommen die Kitas einen besseren Fachkraft-Kind-Schlüssel? Werden die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen verbessert? Jeder und jede von uns hat die Wahl, sich zu engagieren, sich einzumischen und aktiv für die eigenen Belange eintreten! In und mit der GEW: Nutzt sie!

Weniger Stellenstreichungen als von Vorgängerregierung geplant

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ist der Hinweis der Ministerin auf die Stellenbilanz im Schulbereich in einem Brief an die Schulen unlautere Wahlwerbung? Auf jeden Fall ist es eine Tatsache. Die Stellensituation unterscheidet sich gravierend von dem Plan der Vorgängerregierung: statt 20754 Stellen werden nun 22816 Stellen im Haushalt bereitgestellt.

Zum 01.08.2017, also zum neuen Schuljahr, stehen mehr Stellen im Haushalt bereit als zu Beginn der Wahlperiode. Ist das jetzt Wahlwerbung meinerseits?  Sicher nicht! Es ist doch völlig klar: Das ist kein Luxus, sondern dringend nötig. Es fehlen weitere Stellen für die Erfüllung der Stundentafel, für die Ausstattung von Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen, für die Ausstattung der Inklusion, für eine gute Ausstattung des DaZ-Unterrichts,  für Vertretungslehrkräfte … und besonders auch für eine Senkung der Belastungen der Beschäftigten! Mehr Geld für Bildung tut Not. Die rote Laterne bei der Bildungsfinanzierung darf nicht länger in Schleswig-Holstein leuchten. Denn es ist viel zu tun, um die Bildung in Kita, Schule und Hochschule besser auszustatten und die Arbeitsbedingungen zu verbessern!

Kämpfen für mehr Geld für Bildung
Um mehr Geld für Bildung in Schleswig-Holstein und bundesweit locker zu machen, bedarf es einer anderen Sicht auf die finanziellen Notwendigkeiten für gute Bildung. Eine andere Politik muss her! Dafür setzen wir mit der bundesweiten Initiative „Bildung! Weiter denken!“ ein.

Es wird nicht gehen ohne eine andere Steuer- und Bildungsfinanzierung, nicht ohne Aufhebung des Kooperationsverbotes. Dafür werden wir weiter engagiert kämpfen!

Bei Landtags- und Bundestagswahlen - und auf der Straße!

Astrid Henke

 

Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Schleswig-Holstein Artikel Gesellschaftspolitik Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Gute Arbeit
news-11742 Sat, 29 Apr 2017 12:09:00 +0200 GEW-Preview: IN ZEITEN DES ABNEHMENDEN LICHTS https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-preview-in-zeiten-des-abnehmenden-lichts/ Wir zeigen den Film nach dem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman von Eugen Ruge als GEW-Preview kostenlos und exklusiv für unsere Mitglieder am Sonntag, 21. Mai 2017 um 11.00 Uhr im Kieler Studio-Kino am Dreiecksplatz. Kostenloses Begleitmaterial
Begleitmaterial wird kostenlos vom Filmverleiher auf der Filmwebseite sowie auf unserer GEW-Homepage zur Verfügung gestellt. Vorstellungen für Schulklassen sind ab Kinostart möglich. Der Film eignet sich insbesondere für die Fächer Geschichte, WiPo, Philosophie, Ethik, Deutsch sowie für fächerübergreifende Projekte, Schulprojekte und AGs.

Kinostart: 1. Juni 2017
Filmwebsite: www.x-verleih.de/inzeitendesabnehmendenlichts
FB: https://de-de.facebook.com/inzeitendesabnehmendenlichts/ Filmverleih: X Verleih

Mit der GEW-Filmpreview wollen wir unseren Mitgliedern für ihre Fächer und Altersstufen interessante Filme präsentieren, die sich gut für den Einsatz im Unterricht eignen. Zumeist werden auch Materialien zu den Filmen wie Pressehefte und Unterrichtsblätter bereitgestellt.

Wie komme ich an eine Karte? Der kostenlose Kinobesuch setzt nur die Aufnahme in eine Gästeliste voraus. Um eine Kartenreservierung zu erhalten, muss ich bis spätestens  17. Mai 2017, eine E-Mail an info(at)gew-sh(dot)deinfo(at)gew-sh(dot)de schicken. Das Angebot richtet sich ausschließlich an GEW-Mitglieder. Jedes GEW-Mitglied kann eine weitere Person mitbringen, sich also 2 Karten(nicht mehr!) reservieren lassen. Im Kino liegt eine Gästeliste aus, der GEW-Ausweis muss nicht mitgebracht werden. Eine Reservierungsbestätigung wird nicht verschickt. Keine Rückmeldung heißt: Die Plätze sind reserviert.

Bernd Schauer

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Schleswig-Holstein Artikel GEW
news-11235 Thu, 27 Apr 2017 15:52:00 +0200 Kita-BotschafterInnen gewonnen https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/kita-botschafterinnen-gewonnen/ Am Rande eines Kinderfestes auf dem Gelände des Evangelischen Familienzentrums Ruthenberger Rasselbande in Neumünster brachte das Kita-Aktionsbündnis heute in einer Expertenrunde mit LandtagskandidatInnen die Herausforderungen des Kitabereichs zur Sprache. Schleswig-Holstein Artikel Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Gute Arbeit Kita news-11744 Thu, 27 Apr 2017 12:20:00 +0200 Landtagswahl: Nachgefragt https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/landtagswahl-nachgefragt/ Wir haben CDU, SPD, GRÜNE, FDP, PIRATEN, SSW und LINKE zu zehn zentralen bildungspolitischen Themen befragt. Hier sind die Antworten der Parteien im Einzelnen zu lesen, erweitert um die Position der GEW. Schleswig-Holstein Artikel GEW Gesellschaftspolitik Bildungsqualität Bildungssystem Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Inklusion Gute Arbeit