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GEW-UnterschriftensammlungKnapp 6.000 Unterschriften für ein besseres Kita-Gesetz

Knapp 6.000 Unterschriften innerhalb von nur drei Wochen: Das ist ein klarer Beleg dafür, wie sehr die Forderungen der Bildungsgewerkschaft GEW für ein besseres Kita-Gesetz den Nerv der Beschäftigten treffen.

26.11.2019

Konkret fordert die GEW: mehr Verfügungszeiten für die Erzieherinnen, mehr Leitungsfreistellung sowie eine bessere Fachkraft-Kind-Relation in den Kindertagesstätten.

„Die große Beteiligung an unserer Unterschriftenaktion zeigt, wie groß der Druck im Kessel ist. Die Jamaika-Koalition muss bei den Arbeitsbedingungen dringend nachsteuern. Sonst bleibt die Kita-Reform auf halbem Wege stecken. Ohne gute Arbeit gibt es keine guten Kitas!“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Dienstag, 26. November 2019 in Kiel. Die Unterschriften sollen den Jamaika-Koalitionären noch vor Verabschiedung des Kita-Gesetzes überreicht werden.

„Nur wenn es uns gelingt, die Abwanderung von Erzieherinnen aus ihrem Beruf zu stoppen und junge Leute für den Beruf zu gewinnen, können wir den Fachkräftemangel wenigstens begrenzen. Ohne vernünftige Arbeitsbedingungen wird das aber nichts“, bemerkte Astrid Henke. Die festgeschriebenen Verfügungszeiten für die Erzieherinnen und die Freistellungen für Kita-Leitungen reichten aus GEW-Sicht nicht aus. Die Etablierung einer zweiten Fachkraft für alle Gruppen sei hingegen ein richtiger und wichtiger Schritt. Dennoch bleibe der Fachkraft-Kind-Schlüssel immer noch weit hinter wissenschaftlichen Empfehlungen zurück. Die Wissenschaft empfehle zum Beispiel für Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren einen Fachkraft-Kind-Schlüssel von 1:3 und 1:8 für Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren.

Kritische Worte richtete die GEW-Landesvorsitzende auch an die Kommunen: „Das neue Kita-Gesetz darf nicht zur Spardose von Städten und Gemeinden werden. Die Gelder, die die Kommunen bekommen, müssen in bessere Qualität und bessere Arbeitsbedingungen in den Kindertagesstätten gesteckt werden.“   

 

Verantwortlich: Bernd Schauer, 26.11.2019

 

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