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Digitalisierung an Schulen

19.09.2017

Schulen sollen Schülerinnen und Schüler auf die aktuelle Welt vorbereiten. Die altersgerechte Nutzung digitaler Medien im Unterricht ist da nur folgerichtig. Dafür müssen die Schulen aber viel besser ausgestattet sein.

„Digitale Medien erweitern die Unterrichtsmethoden. Idealerweise bringen sie mehr und bessere Möglichkeiten zu lehren und zu lernen. Wir sollten aber bei der ganzen Diskussion um die Digitalisierung nicht vergessen, dass für guten Unterricht immer noch gute Lehrerinnen und Lehrer an erster Stelle stehen“,  sagte GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am 15.09.2017 in Kiel zur Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Digitalisierung in Schulen.

Schulen sollten Schülerinnen und Schüler auf die aktuelle Welt vorbereiten, so die Gewerkschafterin. Da sei die altersgerechte Nutzung digitaler Medien im Unterricht nur folgerichtig. Dafür müssten die Schulen aber auch gut ausgestattet sein.

„Gerade daran hapert es aber oft. Die technische Ausstattung ist vielerorts nicht zeitgemäß. Je nach Finanzkraft der Schulträger gibt es gut ausgestattete und schlecht ausgestattete Schulen. Auch ein W-LAN-Anschluss ist für die Schulen in Schleswig-Holstein leider keine Selbstverständlichkeit“, beschrieb Astrid Henke die Situation im Lande.

Als besonderes Ärgernis für die Lehrkräfte nannte sie Einrichtung und Wartung der Technik. „Es ist nicht die Aufgabe von Lehrkräften, an den Schulen Computer einzurichten und an ihnen rumzuschrauben. Sie sollen sich auf die pädagogischen und didaktischen Aspekte des Umgangs mit den Geräten konzentrieren. Die technische Wartung und Pflege muss professionell durch die Schulträger oder durch sie beauftragte Firmen erfolgen.“

Für die Qualifizierung der Lehrkräfte durch Aus- und Fortbildung erwartet die GEW-Landesvorsitzende mehr und attraktivere Angebote, „und zwar während der Unterrichtszeit.“ Bisher sei die Fortbildung völlig unterfinanziert. Es fehle an Zeit und Ressourcen. „Neues lernen aber auch Lehrkräfte nicht einfach so zwischendurch.“

Verantwortlich: Bernd Schauer, 15.09.2017

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