GEW Schleswig-Holstein
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Erwachsenenbildung

Wir vertreten die Interessen der pädagogischen MitarbeiterInnen in der Erwachsenen- und Weiterbildung an qualifikationsadäquater Bezahlung und sozial abgesicherten Arbeitsverträgen und die Interessen aller Erwachsenen an einer bedarfsgerechten und qualifizierten Weiterbildung.

Wir setzen uns ein

  • für den Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur und eine gesicherte Finanzierung der gesetzlich geregelten Weiterbildung in Schleswig-Holstein! Die Landesregierung gehört zu den Schlusslichtern bei der Finanzierung der Volkshochschulen und der freien Träger der Weiterbildung. Die Beteiligung an Weiterbildung ist auf einem niedrigen Niveau, insbesondere Geringverdienende und Geringqualifizierte werden benachteiligt und profitieren kaum von den Förderprogrammen. Beratung, ein wichtiges Instrument, um den Zugang zu Weiterbildung zu erleichtern, wurde zurückgefahren und kann so den Bedarf bei weitem nicht decken. Wir fordern daher von der Landesregierung, mindestens 1 % des Bildungsetats jährlich für die Weiterbildung einzusetzen und die Förderung und Infrastruktur bedarfsgerecht auszubauen.
  • für eine angemessene Bezahlung und soziale Absicherung der pädagogischen Fachkräfte in der Weiterbildung! Mehr als die Hälfte aller Beschäftigungsverhältnissen in der Weiterbildung bestehen auf Basis kurzfristiger Honorarverträge, fast 90 % sind es allein an den Volkshochschulen. Neueinstellungen sind überwiegend befristet. Die Einkommenssituation vieler hauptberuflich tätiger Honorarkräfte, liegt in der Nähe von Hartz IV Regelsätzen. Wir fordern: Bund, Länder und Kommunen stellen in der öffentlich finanzierten Weiterbildung eine qualifikationsadäquate und vorrangig sozialversicherungspflichtige Beschäftigung der Lehrkräfte und pädagogischen Fachkräfte sicher.
  • für den Ausbau der Weiterbildung arbeitsloser Menschen und für angemessene Arbeitsbedingungen der pädagogischen Fachkräfte in den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Die anhaltende Politik der Kürzungen der arbeitsmarktorientierten Weiterbildung durch die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter behindert den zügigen Abbau von Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit. Bei der Vergabe von Maßnahmen müssen Jobcenter und Arbeitsagenturen die Einhaltung des von ver.di und GEW erkämpften Mindestlohntarifvertrags für alle Träger und alle Maßnahmen ohne Ausnahme einfordern. Der ruinöse Wettbewerb auf dem Rücken von Ausbildern und Lehrkräften muss gestoppt werden.

Warum du bei uns mitmachen solltest

Wenn es Dir ein Anliegen ist, dass jedem Erwachsenen das Recht auf Weiterbildung zusteht und Deine Arbeitsbedingungen dem Prinzip guter Arbeit entsprechen sollten, dann bist Du herzlich eingeladen. Die Weiterbildung ist vielfältig und daher brauchen wir jede Hand, um die verschiedenen Felder zu vertreten und mitzugestalten.
 

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