GEW Schleswig-Holstein - Website https://www.gew-sh.de GEW Schleswig-Holstein - Website de-DE GEW Schleswig-Holstein - Website Mon, 20 May 2019 18:54:22 +0200 Mon, 20 May 2019 18:54:22 +0200 TYPO3 EXT:news news-16761 Mon, 20 May 2019 13:43:35 +0200 GEW behauptet ihre Mehrheit https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-behauptet-ihre-mehrheit/ Nach Auszählung der Stimmen an den rund 800 Schulen ist klar: Die GEW bleibt mit Abstand stärkste Kraft im Hauptpersonalrat der Lehrkräfte. Auch in allen Bezirkspersonalräten konnte die GEW ihre Mehrheiten behaupten. Schule GEW Mitbestimmung Artikel Schleswig-Holstein news-16589 Thu, 02 May 2019 11:09:50 +0200 Für gute Perspektiven und gute Arbeit in der Wissenschaft https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/fuer-gute-perspektiven-und-gute-arbeit-in-der-wissenschaft/ Am 21. Mai 2019 wählen die Beschäftigten an Hochschulen ihre Interessenvertretung auf Landesebene. Der Hauptpersonalrat Wissenschaft ist ein landesweites Gremium und für alle Beschäftigten an Hochschulen zuständig. Wissenschaft GEW Mitbestimmung TV-L Beamte Artikel Schleswig-Holstein news-16429 Wed, 10 Apr 2019 15:00:11 +0200 „Wir haben nichts zu verlieren außer unseren Kettenverträgen“ https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=c86b9c1037ff723ecf5354d89f2e7faa08189148&jumpurl=https%3A%2F%2Fwww.gew.de%2Faktuelles%2Fdetailseite%2Fneuigkeiten%2Fwir-haben-nichts-zu-verlieren-ausser-unseren-kettenvertraegen%2F Das Bündnis „Frist ist Frust“ hat am 5. April 2019 vor dem Dienstsitz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Berlin für die Weiterentwicklung des Hochschulpakts zu einem „Entfristungspakt“ demonstriert. Wissenschaft Gute Arbeit TV-L Artikel Schleswig-Holstein news-16411 Tue, 09 Apr 2019 09:32:51 +0200 Licht und Schatten https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=6ec82164a7c49c09d0ba2ce756f53857256c3376&jumpurl=https%3A%2F%2Fwww.gew.de%2Faktuelles%2Fdetailseite%2Fneuigkeiten%2Flicht-und-schatten%2F Für alle im öffentlichen Dienst der Länder Beschäftigten gibt es kräftige Reallohnsteigerungen. Ihre Forderung nach der vollständigen Einführung der Paralleltabelle hat die GEW derweil nicht durchsetzen können. Kita Schule Gute Arbeit TV-L Beamte Artikel Schleswig-Holstein news-16392 Fri, 05 Apr 2019 15:02:45 +0200 Schule kein Ort für Wehrdienstberatung https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/schule-kein-ort-fuer-wehrdienstberatung/ Diskussionen über die Bundeswehr und ihren Auftrag gehören auch in die Schulen. Jugendoffiziere können gerne eingeladen werden, aber eben auch Vertreter der Friedensbewegung. Für Wehrdienstberatung ist die Schule der falsche Platz. Bildungsbereiche Schule Thema Gesellschaftspolitik Artikel Schleswig-Holstein news-16366 Wed, 03 Apr 2019 13:33:21 +0200 Flutopfer in Afrika benötigen dringend Hilfe https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=4688a27bf46d941d33f044f696017ea6ec76335a&jumpurl=https%3A%2F%2Fwww.gew.de%2Faktuelles%2Fdetailseite%2Fneuigkeiten%2Fflutopfer-in-afrika-benoetigen-dringend-hilfe%2F Der Zyklon Idai hat Mitte März weite Teile Südostafrikas überschwemmt und mehr als 600 Menschenleben gefordert. Der Heinrich Rodenstein Fonds ruft zu Spenden für die Opfer auf. GEW Gesellschaftspolitik Internationales Artikel Schleswig-Holstein news-16265 Mon, 25 Mar 2019 16:55:33 +0100 Am 19. Juni 2019 ist Sozialer Tag – Macht eure Schule auch mit? https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/am-19-juni-2019-ist-sozialer-tag-macht-eure-schule-auch-mit/ Am Sozialen Tag am 19. Juni 2019 tauschen SchülerInnen wieder Schulbank gegen Arbeitsplatz. Ihren Lohn spenden sie z.B. für Bildungsprojekte von Jugendlichen auf dem Balkan. Schüler Helfen Leben organisiert den Tag. Für die GEW eine tolle Aktion. Deutschlandweit setzen einmal im Jahr über 70.000 Schülerinnen und Schüler ein Zeichen für ein solidarisches Miteinander: Für einen Tag tauschen sie die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz und spenden ihren Lohn für gleichaltrige Kinder und Jugendliche. Der Aktionstag wird jedes Jahr von der Jugendorganisation Schüler Helfen Leben organisiert, die sich für die Rechte und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Sie fördert und betreibt Jugend- und Bildungsprojekte in Südosteuropa, Jordanien und Deutschland mit den Themenschwerpunkten Antidiskriminierung, Jugendengagement und der Unterstützung von Geflüchteten. Beim Sozialen Tag kommt jährlich eine Spendensumme von rund 1,3 Millionen Euro zusammen. Die GEW Schleswig-Holstein unterstützt den Sozialen Tag schon seit vielen Jahren. Sie appelliert auch in diesem Jahr wieder an Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler auf den Sozialen Tag aufmerksam zu und ihnen ggf. hilfreich zur Seite zu stehen.   

Gelebte Solidarität
Schülerinnen und Schüler erleben durch den Sozialen Tag, wie viel sie an nur einem Tag erreichen können, wenn alle gemeinsam für den guten Zweck anpacken. Ziel ist es, die Teilnehmenden durch diesen aktionsbasierten Zugang an Engagement heranzuführen. Die unmittelbare Wirksamkeit ihres eigenen Handelns wird durch dieses einfache Credo sichtbar. Für viele Schülerinnen und Schüler ist es auch erster Berührungspunkt mit sozialen Engagement. Ihren Job suchen sie sich selbstständig, wodurch im Kontakt mit potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern wichtige soziale Kompetenzen gefördert werden. So erleben sie auch erste spannende Einblicke in die Berufswelt und können in ihren Lieblingsberuf schnuppern.
Werden auch Sie zum Vorbild für andere Schulen und etablieren Sie gelebte Solidarität als Teil der Lernkultur!

Die Projekte
Schüler Helfen Leben unterstützt Projekte für Kinder und Jugendliche und motiviert Jugendliche in Nachkriegsgesellschaften dazu, sich für Demokratie, Gleichberechtigung und Frieden einzusetzen. Derzeit werden 20 Partnerprojekte in den Ländern Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Jordanien im Bereich Jugendpartizipation, Inklusion von gesellschaftlichen Minderheiten und Unterstützung von Geflüchteten gefördert. Zudem bietet Schüler Helfen Leben auch Jugend- und Bildungsangebote in Deutschland an. Diese finden in Form von Seminaren statt, fördern das Engagement der Jugendlichen und setzen ein Zeichen gegen Rassismus und für Solidarität.

Bildungsangebote zum Sozialen Tag
Bildungsangebote zum Sozialen Tag bietet das Sozialer Tag-Mobil, um Schülerinnen und Schüler bundesweit über den Sozialen Tag zu informieren. Fragen wie „Wie kann ich mitmachen? Welche Projekte werden unterstützt? Mit welchen Themen befassen sich die Projekte?“ werden hierbei beantwortet. Die Workshops bieten auch die Möglichkeit, sich mit vielen verschiedenen Fragen und Themen auseinanderzusetzen, die jeden Tag Kinder und Jugendliche aus Südosteuropa und Jordanien beschäftigen. Die Freiwilligen aus dem Büro Neumünster fahren mit dem Sozialer Tag-Mobil an die Schulen und haben neben Infos und Eindrücken aus den Projekten auch Ideen für Engagementmöglichkeiten am Sozialen Tag für Schülerinnen und Schülern im Gepäck. All diese Workshops lassen sich einfach in den Unterricht integriere

Zeichen für ein solidarisches Miteinander
Schüler Helfen Leben und der Soziale Tag treffen auf zahlreiche Unterstützung aus der Politik. So zählen beispielsweise Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Franziska Giffey zu den Schirmherren des Sozialen Tages. Die Motivation drückt Frau Giffey so aus: „Ist es nicht ein tolles Zeichen, wenn junge Menschen für einander einstehen und sich gegenseitig unterstützen, auch über Landesgrenzen hinweg?“

Setzen Sie mit Ihrer Schule durch die Teilnahme am Sozialen Tag ein Zeichen für ein solidarisches Miteinander und zeigen Sie, dass junge Menschen gemeinsam etwas Großes erreichen können. Weiterführende Informationen zu Schüler Helfen Leben und zum Sozialen Tag finden Sie unter www.sozialertag.de.

Jael Keck, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail:
jael.keck(at)schueler-helfen-leben(dot)de | Telefon: 04321 48906-71
www.schueler-helfen-leben.de

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Bildungsbereiche Berufliche Bildung Schule Thema Bildung weiter denken Gesellschaftspolitik Internationales Artikel Schleswig-Holstein
news-16243 Fri, 22 Mar 2019 11:02:00 +0100 „Es wird Zeit, auf die Zeit zu schauen“ https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/es-wird-zeit-auf-die-zeit-zu-schauen/ Lehrkräfte leisten weit mehr als ihr Soll, besonders Teilzeitkräfte sind betroffen! 77 Stunden Arbeit pro Woche. Was klingt wie die Mehr-Work-als-Life-Balance eines Managers, ist in Wahrheit der Stundenzettel einer Lehrkraft. Schule GEW Gute Arbeit Artikel Schleswig-Holstein news-16212 Tue, 19 Mar 2019 10:54:14 +0100 Beitragsbescheinigung herunterladen https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=6b45ba5dbcbabbd168d86663cf907411bc454acd&jumpurl=https%3A%2F%2Fwww.gew.de%2Fbeitragsbescheinigung%2F Die Bestätigung über die Mitgliedsbeiträge, die du 2018 an die GEW gezahlt hast, gibt es jetzt online zum Herunterladen! Die Beitragsbescheinigung dient der Vorlage beim Finanzamt für deine Steuererklärung. GEW Artikel Schleswig-Holstein news-16175 Tue, 12 Mar 2019 18:29:40 +0100 GEW fordert Mindeststandards für Lernen in der digitalen Welt https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-fordert-mindeststandards-fuer-lernen-in-der-digitalen-welt/ Die GEW fordert die schleswig-holsteinische Landesregierung auf, Mindeststandards an Schulen für das Lernen in der digitalen Welt festzulegen. Das sei notwendig, um die Mittel aus dem Digitalpakt sinnvoll und gerecht einzusetzen. Die GEW Schleswig-Holstein begrüßt die Lockerung des Kooperationsverbotes und die dadurch bereitstehenden Bundesmittel für den Digitalpakt.

Festzustellen ist, dass die digitale Ausstattung der Schulen des Landes Schleswig-Holstein äußerst heterogen ist. Dies führt zu unterschiedlichen Lehr- und Lernbedingungen, aber auch zu einem unterschiedlichen Bedarf an Ausstattung für das Lernen und Lehren unter den Bedingungen der Digitalität.

Das Land und die Schulträger sind in der Pflicht Schulen und Lehrkräfte so auszustatten, dass die Umsetzung der Fachanforderungen an allen Schulen möglich ist. So ist beispielsweise in den Fachanforderungen für Mathematik vom Einsatz digitaler mathematischer Werkzeuge und in den Fachanforderungen für das Fach Deutsch unter anderem von digitalen Präsentationsformen, digitalen Nachschlagewerken und der Untersuchung des Sprachgebrauchs in digitalen Medien die Rede. Die Mittel aus dem Digitalpakt müssen merkbar bei Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern ankommen.

Aus Sicht der GEW ist die flächendeckende Ausstattung mit Glasfaser und W-LAN Grundvoraussetzung für weitere Überlegungen. Auch die fachkundige Wartung bzw. die Administration muss in die Hände der Schulträger gegeben werden. Dies ist keine Aufgabe für Lehrkräfte.

Darüber hinaus müssen alle an Schule Beteiligten in die Lage versetzt werden, datenschutzkonform digital kommunizieren zu können. Die GEW hält dafür die Einrichtung von Dienst-Emailadressen, aber auch die Ausstattung mit Dienst-Geräten für erforderlich. Dies beinhaltet auch die Ausstattung mit lizenzierter und geprüfter Software – z.B. Schreib- und Lernprogramme. Darüber hinaus ist es aus Sicht der GEW notwendig Schulungen zum Thema Datenschutz in allen Regionen des Landes anzubieten.

Die GEW fordert die Landesregierung auf, Mindeststandards für das Lernen in der digitalen Welt an Schulen festzulegen. Die GEW hält es für richtig den größten Teil der Mittel aus dem „Digitalpakt Schule“ den Schulen zur Verfügung zu stellen, die über keine oder eine geringe Ausstattung mit digitalen Medien verfügen, damit diese die Mindeststandards erfüllen können. Aber auch Schulen der Schulträger, die sich schon auf den Weg gemacht haben, um die Schulen gut für das Lernen in der digitalen Welt auszustatten, müssen angemessen berücksichtigt werden, damit sie sich weiterentwickeln können. Die Schulträger dürfen aus ihrer Pflicht zur Ausstattung von Schulen auch über die fünf Jahre hinaus nicht entlassen werden.

Die GEW begrüßt die Idee der Medienentwicklungsplanung der Schulträger. Für eine sinnvolle Verteilung der Mittel sind sowohl die technischen Konzepte der Schulträger (Sicherstellung der Wartung, Ansprechpartner für Schulen, Vernetzung, kompatible Geräte) als auch pädagogische Konzepte der Schulen zum Einsatz digitaler Medien erforderlich. Dabei ist aber auch das Land in der Pflicht. Es müssen ausreichend Fortbildungen für den Umgang mit Hardware und den Einsatz von digitalen Medien im Fach angeboten werden. Insbesondere müssen aber auch Schulen bei der Entwicklung ihrer individuellen Konzepte begleitet, beraten und entlastet werden.

Diese Position wurde vom GEW-Landesvorstand am 9. März 2019 beschlossen.

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Bildungsbereiche Schule Bildung weiter denken Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Artikel Schleswig-Holstein
news-16174 Tue, 12 Mar 2019 18:16:06 +0100 Gemeinschaftsschulen stärken – aber keine Rolle rückwärts! https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gemeinschaftsschulen-staerken-aber-keine-rolle-rueckwaerts/ Dem schleswig-holsteinischen Landtag liegt ein Gesetzentwurf zur Einführung von abschlussbezogenen Klassen in den Gemeinschaftsschulen vor. "Nein!", sagt dazu die GEW, weil das dem gemeinsamen Lernen entgegen steht. Alle Jahre wieder … werden Vorschläge zu einer Schulgesetznovelle von Abgeordneten oder Regierungen in den bildungspolitischen Äther geblasen. Jetzt neu der Vorschlag der AFD, an den Gemeinschaftsschulen abschlussbezogene Klassen zu ermöglichen. Damit haben sie einen Konfliktpunkt in der Jamaika-Koalition aufgegriffen und versuchen, daraus Kapital zu schlagen. 

Es sind die vielfältigen Herausforderungen und die für diese Aufgaben schlechte Ausstattung, die die Kolleginnen und Kollegen an den Gemeinschaftsschulen auf dem Zahnfleisch gehen lässt. Es sind diese schlechten Bedingungen, die manche Kollegin oder manchen Kollegen vermutlich „Oh, ja“ rufen lässt. Eine eigene Klasse für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, für Kinder mit Migrationshintergrund, für die mit psychischen Störungen, für die mit schlechten Startbedingungen, die mit dem Berufsziel Hartz 4 zur Schule gehen … Aber es ist wie mit dem Wetter: immer Sommer ist ganz schön, aber nicht gesund und auf Dauer schädlich!

Die GEW lehnt den mit der Drucksache 19/1107 vorgelegten Gesetzentwurf zur Änderung des Schulgesetzes und der Änderung des § 43 Schulgesetz, um die Möglichkeit zur Einrichtung abschlussbezogener Klassenverbände zu schaffen, klar ab.

Die Einrichtung abschlussbezogener Klassen widerspricht den Zielen der Gemeinschaftsschule. Die Gemeinschaftsschule hat das Ziel, durch das längere gemeinsame Lernen jede Schülerin bzw. jeden Schüler zu den individuell erreichbaren Schulabschlüssen zu führen. Es kann verwiesen werden auf die Ergebnisse diverser wissenschaftlicher Studien, die eine frühe Selektion für das international auffällige schichtspezifische Auseinanderklaffen der Testleistungen deutscher Schülerinnen und Schüler verantwortlich machen.[1] Sie verhindert breit angelegte Bildungszugänge und damit eine Steigerung der Anzahl höherer Bildungsabschlüsse.

Der Bildungsforscher Hattie hat in seiner 2009 veröffentlichten Studie die Wirkung einer leistungsorientierten Aufteilung der Schüler*innenschaft untersucht (Ability tracking) und lediglich minimale Effekte auf die Lernergebnisse festgestellt, jedoch große Auswirkungen hinsichtlich der Bildungsgerechtigkeit. Wenn überhaupt positive Effekte nachgewiesen wurden, dann für die leistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler, während für leistungsschwächere Schüler nachteilige Effekte erkennbar wurden.[2] Abschlussbezogene Klassen stellen daher genau keine Möglichkeit dar, auf die unterschiedlichen Leistungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Sie manifestieren Unterschiede und verhindern Bildungsgerechtigkeit.

Nach Auffassung der GEW muss die Differenzierung in allen Klassenstufen an den Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler ansetzen und nicht an vermeintlich anzustrebenden Schulabschlüssen. Dies würde eine Reduzierung der angebotenen Lerninhalte für vermeintlich schwächere Schüler*innen zur Folge haben. Dieses schränke die Rechte der Kinder auf Bildung unzulässig ein und wird von der GEW abgelehnt.

Die Entscheidungen der Schulträger und der Schulen zur Einrichtung der Gemeinschaftsschulen entstand nach einem langen Diskussions- und Beteiligungsprozess. Schulträger haben sich entschieden für die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen, um den Kindern und Jugendlichen in allen Regionen bessere Zugänge zum mittleren Schulabschluss und zur Hochschulreife zu ermöglichen.  Diese würden durch die Gesetzesänderung konterkariert. Erste positive Effekte in Bezug auf die Bildungsabschlüsse sind dem Bildungsbericht der Landesregierung 2017 zu entnehmen.[3] Weitere Untersuchungen zu den Effekten der Gemeinschaftsschule in Schleswig-Holstein sollten umgehend angepackt werden.
Außerdem würden die Schulen erneut in langwierige Strukturdiskussion gestoßen, die die Arbeitszeit der Lehrkräfte in Konferenzen bindet anstatt sie für pädagogische Arbeit zu nutzen. Eine erneute Schulstrukturdiskussion ist überflüssig. Die aktuelle gesetzliche Regelung bietet den Schulen verschiedene Möglichkeiten der Differenzierung.

Es fehlt aus Sicht der GEW nicht an gesetzlichen oder rechtlichen Änderungen, sondern an einer ausreichenden Ausstattung der Schulen, damit die Lehrkräfte die Schüler*innen hinreichend individuell fördern können. Es fehlt an der notwendigen Ausstattung, die die Schulen für die Umsetzung der erarbeiteten Konzepte benötigen.

Deshalb fordern wir die Wiederrückgewährung der sechsten Differenzierungsstunde, die Reduzierung der Pflichtstunden der Lehrkräfte, um den Kindern und Jugendlichen besser gerecht zu werden, die Verringerung der Klassengrößen.

Die Gemeinschaftsschulen bedürfen einer deutlich besseren Ausstattung, um im Zweisäulenmodell ein Standing als attraktive Alternative zum Gymnasium zu entwickeln. Stetig neue Aufgaben im Hinblick auf Inklusion, auf den Unterricht von geflüchteten Kindern und Jugendlichen, die deutlich höhere Pflichtstundenzahl als an Gesamtschulen anderer Bundesländer oder an Gymnasien, die Integration von Rückläufern oder schrägversetzten Gymnasialschüler*innen – all dieses erschwert die Arbeit an Gemeinschaftsschulen – aber all dieses wird nicht gelöst durch abschlussbezogene Klassen, sondern nur durch eine bessere Ausstattung der Gemeinschaftsschulen.

Statt einer Rolle rückwärts brauchen wir attraktive und gute Arbeits- und Lernbedingungen, um Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte  für die Gemeinschaftsschulen zu begeistern. Dafür müssen die erforderlichen Ressourcen bereitgestellt werden.

Astrid Henke

 


[1] Deutsches PISA-Konsortium (Hrsg.) 2001: PISA 2000. Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich, S. 360

[2] Hattie, J. A. C. (2009). Visible learning: a synthesis of meta-analyses relating to achievement. New York: Routledge.

[3] Ministerium für Schule und Berufsbildung 2017: Schulische Bildung in Schleswig-Holstein 2017

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Bildungsbereiche Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungsqualität Bildungssystem Artikel Schleswig-Holstein
news-16173 Tue, 12 Mar 2019 17:58:56 +0100 GewerkschafterInnen machen Druck vor Finanzministerium https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gewerkschafterinnen-machen-druck-vor-finanzministerium/ Übernahme des Tarifergebnisses für die Beamtinnen - Mit dieser Forderung konfrontierten rund 40 GewerkschafterInnnen von GEW, GdP und ver.di am 07.03.2019 vor dem Kieler Finanzministerium Finanzministerin Monika Heinold. Die KollegInnen von GEW, GdP und ver.di untermauerten damit die Forderung der DGB-Gewerkschaften an Finanzministerin Monika Heinold (Grüne), den Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes auf die BeamtInnen und Versorgungsempfängerinnen zu übertragen. Anlass für die Aktion war ein Gespräch der Gewerkschaften mit der Finanzministerin.

Dem steht die Finanzministerin vom Grundsatz her durchaus aufgeschlossen gegenüber. Aber wie so oft steckt der Teufel im Detail. Für die DGB-Gewerkschaften ist klar: Der Tarifabschluss muss im vollen Umfang zeit- und wirkungsgleich auf die Besoldung der Beamtinnen und Beamten übertragen werden, und zwar zügig. In dem Gespräch wurden verschiedenen Möglichkeiten der Übertragung erörtert. Dieser Dialog mit der Landesregierung soll kurzfristig fortgesetzt werden. (Bei Redaktionsschluss liegen die Ergebnisse noch nicht vor.)

Die Frage nach Strukturverbesserungen in der Besoldung wollen die Gewerkschaften unabhängig vom Tarifergebnis betrachten. In diesem Zusammenhang spielt die gewerkschaftliche Forderung nach Weihnachtsgeld eine wichtige Rolle. Die Gewerkschaften erwarten, dass die Landesregierung für das Besoldungsstrukturgesetz zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellt.

 

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Artikel Schleswig-Holstein
news-16135 Tue, 05 Mar 2019 16:43:42 +0100 Lasst uns feiern! Dieses Jahr insbesondere 100 Jahre Frauenwahlrecht! https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/lasst-uns-feiern-dieses-jahr-insbesondere-100-jahre-frauenwahlrecht/ Durch den Einsatz von Generationen von Frauen wurde schon viel erreicht. Packen wir’s gemeinsam an, die nächsten Ziele zu erkämpfen!!! Liebe Kolleginnen,
im Jahr 2019 ist bereits – dem Einsatz von Generationen von Frauen sei Dank! – schon vieles erreicht, das uns und vor allem jüngeren selbstverständlich erscheint. Auch wir selbst haben in unserem bisherigen Leben für vieles gekämpft.
Es gibt aber auch im Jahr 2019 noch eine Menge zu tun, um alte Forderungen endlich durchzusetzen, neue Forderungen aufzustellen und dafür zu kämpfen – und mit dafür zu sorgen, dass Vorhandenes nicht zunichte gemacht wird!
Um es kurz zu sagen:
Lasst uns feiern! Dieses Jahr insbesondere 100 Jahre Frauenwahlrecht!
Und dann packen wir’s gemeinsam an, die nächsten Ziele zu erkämpfen!!!
Mit solidarischen Grüßen
Swaantje Heeren
Landesfrauenausschuss

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Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Thema Bildung & Geschlecht GEW Gesellschaftspolitik Gleichstellung Artikel Schleswig-Holstein
news-16133 Tue, 05 Mar 2019 13:16:03 +0100 LehrerInnen dürfen gar nicht neutral sein - Jetzt anmelden zum GEW-Bildungstag! https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=9f97ef4da1d437af3ada91547b2ec57d34c453fa&jumpurl=veranstaltungen%2Fdetailseite%2Fschule-braucht-demokratie-braucht-schule%2F "Schule braucht Demokratie braucht Schule" lautet das Motto des GEW-Bildungstages am Freitag, 22. März 2019 in Bad Segberg. Auf dem Programm stehen ein Vortrag zu politischer Parteilichkeit in der Schule sowie verschiedene Workshops. Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Berufliche Bildung Schule Gesellschaftspolitik Bildungsgerechtigkeit Artikel Schleswig-Holstein news-16121 Mon, 04 Mar 2019 09:34:36 +0100 Insgesamt 8 Prozent mehr in den kommenden 33 Monaten https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=436237ad02a45e4fdee1f5d5f788220dae559993&jumpurl=https%3A%2F%2Fwww.gew.de%2Faktuelles%2Fdetailseite%2Fneuigkeiten%2Finsgesamt-8-prozent-mit-verbesserungen-fuer-lehrkraefte-und-erzieherinnen%2F Drei Tage zähe Verhandlungen. Aber am Ende kann sich das Ergebnis sehen lassen: insgesamt 8 Prozent mehr bei einer Laufzeit von 33 Monaten. Verbesserungen gibt es auch für Lehrkräfte und ErzieherInnen. GEW Tarif Artikel Schleswig-Holstein news-15957 Mon, 11 Feb 2019 10:19:30 +0100 Arbeitgeber legen kein Angebot vor - GEW bereitet Warnstreiks vor https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=90a8ee869700c3e28ca495d49c2faf4e09f1af6b&jumpurl=https%3A%2F%2Fwww.gew.de%2Faktuelles%2Fdetailseite%2Fneuigkeiten%2Fstreik%2F In der zweiten Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt und blocken in zentralen Themen. Für die GEW und die Beschäftigten heißt das: Streik! Schule Gute Arbeit TV-L Artikel Schleswig-Holstein news-15941 Thu, 07 Feb 2019 12:20:18 +0100 GEW-Bildungstag 2019 - Abgesagt https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-bildungstag-2019-abgesagt/ Leider mussten wir die Veranstaltung aufgrund zu niedriger Anmeldungen absagen! Schule GEW Gesellschaftspolitik Bildungssystem LehrerInnenbildung Mitbestimmung Artikel Schleswig-Holstein news-15778 Tue, 22 Jan 2019 10:06:43 +0100 „Wann, wenn nicht jetzt?“ https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=f2c73ea4c1f9f46abaa7893f46c0b85e23c419ec&jumpurl=https%3A%2F%2Fwww.gew.de%2Faktuelles%2Fdetailseite%2Fneuigkeiten%2Fwann-wenn-nicht-jetzt-2%2F Zum Auftakt der Tarif- und Besoldungsrunde der Länder haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. „Es muss eine kräftige Erhöhung der Gehälter geben“, forderte dagegen GEW-Chefin Marlis Tepe. Artikel Schleswig-Holstein news-15715 Mon, 14 Jan 2019 13:06:11 +0100 Weiterhin Probleme bei Gehaltszahlungen vom Land https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/weiterhin-probleme-bei-gehaltszahlungen-vom-land/ Immer noch gibt es viele Probleme bei den Gehaltszahlungen für Tarifbeschäftigte in Schleswig-Holstein. Auch wenn das Land mit Hochdruck an der Lösung der Probleme arbeitet, stellt die Situation viele Beschäftigte vor Probleme. Aus Sicht der GEW ist die Situation für die Beschäftigten nicht akzeptabel.

Die GEW fordert deshalb trotz der schwierigen Lage im Dienstleistungszentrum Personal (DLZP) vor allem eine umfassende und transparente Information der betroffenen Beschäftigten.

Die GEW hat sich in einem Brief an die Finanzministerin Monika Heinold gewandt und um eine Klarstellung gebeten, dass keine Ausschlussfristen oder Widerspruchsfristen verstreichen, solange die Probleme beim DLZP weiter bestehen, unabhängig davon, ob Entgeltansprüche dem DLZP durch die personalverwaltenden Dienststellen gemeldet worden sind oder nicht.

Probleme gibt es aber auch nach wie vor bei den besonderen Härtefällen, für die ein gesondertes Verfahren vereinbart wurde. GEW-Kolleginnen und Kollegen sollten sich bei besonderen Härtefällen trotzdem an die GEW-Geschäftsstelle wenden.

Im Moment kann die GEW leider nicht viel mehr machen. Wir werden unsere Mitglieder aber selbstverständlich auch im Nachklang der Probleme bei der Umsetzung ihrer Ansprüche unterstützen.

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Artikel Schleswig-Holstein
news-15682 Fri, 04 Jan 2019 10:48:33 +0100 Das ändert sich 2019 für Arbeitnehmer und Versicherte https://www.dgb.de/themen/++co++8d26ce9a-c632-11e8-beec-52540088cada Am 1. Januar 2019 treten neue Gesetze und Regelungen in Kraft. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat auf seiner Website eine Übersicht erstellt, was sich für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Versicherte verändert. Bildungsbereiche Gute Arbeit Artikel Schleswig-Holstein news-15654 Fri, 21 Dec 2018 09:57:38 +0100 GEW fordert sechs Prozent mehr Gehalt – mindestens 200 Euro https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=eb3688473a63a091808d44171d87e7ebabd1ed39&jumpurl=https%3A%2F%2Fwww.gew.de%2Faktuelles%2Fdetailseite%2Fneuigkeiten%2Fgew-fordert-sechs-prozent-mehr-gehalt-mindestens-jedoch-200-euro%2F Die Gewerkschaften gehen mit einer Forderung von sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro, in die Tarifrunde 2019. Die GEW verlangt auch Verbesserungen für Lehrkräfte und den Sozial- und Erziehungsdienst der Länder. Kita Schule Gute Arbeit TV-L Artikel Schleswig-Holstein news-15619 Mon, 17 Dec 2018 15:46:40 +0100 Jetzt für Seminare in 2019 anmelden https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/jetzt-fuer-seminare-in-2019-anmelden/ Gesundheitsschutz, Teamwork, Stimmtraining - oder doch eine Kanutour? Wir freuen uns ab sofort über eure Anmeldungen zu dem Seminaren der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit! GEW Artikel Schleswig-Holstein news-15584 Mon, 17 Dec 2018 14:20:00 +0100 Weihnachtswunsch für Gute Arbeit und Gute Bildung! https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/weihnachtswunsch-fuer-gute-arbeit-und-gute-bildung/ Was ist euer Weihnachtswunsch für gute Arbeit und gute Bildung? Wir wollen eure Wünsche auf unseren GEW-Weihnachtszettel setzen. Mehr zur Aktion und eine Auswahl der eingegangenen Wünsche findet ihr hier! GEW Artikel Schleswig-Holstein news-15621 Thu, 13 Dec 2018 16:28:00 +0100 Ortsvereins Brunsbüttel mobilisiert gegen den Lehrkräftemangel https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/ortsvereins-brunsbuettel-mobilisiert-gegen-den-lehrkraeftemangel/ Bei schaurigem Wetter, bei Regen und Gegenwind standen hartgesottene Mitglieder des GEW-Ortsvereins Brunsbüttel am 2. Adventssamstag in der Haupteinkaufsstraße, um auf den Lehrkräftemangel in Dithmarschen aufmerksam zu machen. Schule Gute Arbeit Artikel Schleswig-Holstein news-15568 Wed, 12 Dec 2018 14:15:59 +0100 Her mit unserem Weihnachtsgeld! https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/her-mit-unserem-weihnachtsgeld/ Weihnachtsmänner und Weihnachtslieder umrahmten eine Aktion der Gewerkschaften GdP und GEW am Mittwoch, 12.12.2018 vor dem Landeshaus. Das Motto „Schluss mit selbstgestrickten Pullis zu Weihnachten, her mit unserem Weihnachtsgeld!“ Schule GEW Beamte Artikel Schleswig-Holstein news-15497 Tue, 04 Dec 2018 11:16:50 +0100 Ab 1.1.2019 monatlich 60 Euro mehr für LiV https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/ab-112019-monatlich-60-euro-mehr-fuer-liv/ Ein schöner Erfolg für die GEW und für LiV in Schleswig-Holstein! Seit Jahren kämpfen wir für eine Erhöhung der Bezüge - nun ist es endlich soweit. Ab dem 1. Januar bekommen Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst monatlich 60 Euro mehr. Schule Bildung weiter denken GEW Bildungsfinanzierung LehrerInnenbildung Gute Arbeit Beamte Artikel Schleswig-Holstein news-15500 Thu, 29 Nov 2018 12:53:00 +0100 Wer die AfD einlädt, muss mit Kritik rechnen https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wer-die-afd-einlaedt-muss-mit-kritik-rechnen/ Die AfD vertritt rassistische Inhalte. Wer diese Partei zu sich einlädt, darf sich daher über Kritik nicht wundern. Ein Beitrag der schleswig-holsteinischen GEW-Landesvorsitzenden Astrid Henke. Nachdem der Philologenverband ein kritisches GEW-Flugblatt zu seinem Umgang mit der AfD zum Anlass genommen hat, mit dem Thema an die Presse zu gehen, stellt die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke in diesem Beitrag einige Dinge klar.

Es geht der GEW nicht darum, den Philologenverband in die Nähe der AfD zu rücken. Unsere Kritik am Philologenverband bezieht sich vielmehr darauf, dass er die AfD durch sein Verhalten salonfähig macht, indem er die AfD wie jede andere Partei behandelt. Die AfD ist jedoch keine Partei wie jede andere! Sie vertritt eindeutig rassistische Inhalte, wie wir sie in unserem Flugblatt zitiert haben.

Der Philologenverband hat den AfD-Landtagsabgeordneten Dr. Frank Brodehl in jüngster Vergangenheit einmal um ein Grußwort gebeten und ihn dann wie Abgeordnete der anderen Landtagsparteien zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Hier nachzulesen:
https://phv-sh.de/2018/10/30/lehrerbildung-ist-ein-zentrales-anliegen-der-schulleiter-an-gymnasien
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https://phv-sh.de/wp-content/uploads/2018/05/2018_03_21-Gymnasium-heute-web.pdf

Herr Dr. Brodehl steht als AfD-Landtagsabgeordneter genauso für die von uns im Flugblatt zitierten üblen Inhalte der AfD wie die Herren Gauland und Höcke sowie Frau Weidel. Wer den Landtagsabgeordneten Dr. Brodehl zu einer Diskussion zur Lehrkräftebildung einlädt, dem muss klar sein, dass er den Landtagsabgeordneten einer rassistischen Partei einlädt. Und das übrigens auch noch genau zu dem Zeitpunkt, als die AFD in mehreren Bundesländern Denunziationsportale installierte, um kritische Lehrkräfte im Internet denunzieren zu lassen und einzuschüchtern.

Ein Blick in die Geschichte und in andere Länder reicht, um zu erkennen, dass nicht alle Parteien, die in Parlamente gewählt wurden, demokratische Werte vertraten oder vertreten. Vor diesem Hintergrund ist es geradezu eine Verpflichtung für Gewerkschaften oder Lehrerorganisationen, Farbe zu bekennen. Auf keinen Fall sollten sie Parteien wie der AfD, die in ihren Äußerungen die Würde des Menschen immer wieder mit Füßen tritt, ein Forum zur Verbreitung ihrer politischen Ideen bieten.

Die GEW ist nicht neutral. Auch Lehrerinnen und Lehrer dürfen nicht neutral sein. Sie sind nämlich durch ihren Eid auf das Grundgesetz immer zur Parteinahme für Menschenrechte und Bürgerrechte verpflichtet.

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Bildungsbereiche Studium Schule Bildung weiter denken GEW Gesellschaftspolitik Artikel Schleswig-Holstein
news-15370 Thu, 15 Nov 2018 18:24:21 +0100 Rechten Drohungen nicht nachgeben - "Wildes Herz" schnell zeigen https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/rechten-drohungen-nicht-nachgeben-wildes-herz-schnell-zeigen/ Sicherheit von SchülerInnen muss Vorrang haben. Trotzdem ist die Absage einer Filmvorführung bei der SchulKinoWoche nach rechtsextremistischen Drohungen ein schlimmes Signal. Im Rahmen der SchulKinoWoche sollte der Film Wildes Herz in Bad Schwartau gezeigt werden. In dem Film wird die Politpunkband Feine Sahne Fischfilet portraitiert. Regie führte der bekannte Schauspieler Charly Hübner. Massive Drohungen aus der rechtsextremen Ecke haben nun für eine vorläufige Absage der Kinovorführung gesorgt.

Der schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Karin Prien ist uneingeschränkt zuzustimmen, wenn sie sagt: „Es ist nicht hinnehmbar, dass eine pluralistische Gesellschaft vor extremistischen Drohungen in die Knie geht und sich in ihren Freiheiten beschneiden lässt.“ Das sollte sie so im Kabinett auch noch einmal ihrem Kollegen Innenminister sagen, der für die innere Sicherheit verantwortlich ist.

Denn für mich stellt sich die Frage: Sollte es in einem freiheitlichen Rechtsstaat nicht eine Selbstverständlichkeit sein, dass dieser Staat in der Lage ist, eine Kinovorführung zu schützen? Gibt es für solche Fälle nicht die Polizei? Für jedes Drittliga-Spiel beim Fußball steht sie doch auch zur Verfügung. Oder bei der Kieler Woche. Oder bei GEW-Demonstrationen. Oder in Tausender-Stärke gar, um Demonstranten aus dem Hambacher Forst zu vertreiben. Lassen sich da nicht genügend PolizistInnen und vielleicht auch noch ein Spürhund abzweigen, um eine sichere Kino-Vorstellung zu gewährleisten? Der Film muss so schnell wie möglich in einer sicheren Umgebung für die SchülerInnen gezeigt werden.

Eine üble Rolle spielt übrigens wieder einmal auch die AfD. Über Facebook hat sie massiv gegen die Kinovorführung gehetzt.

Foto: Sven Mandel, cc-Lizenz

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Artikel Schleswig-Holstein
news-15164 Fri, 26 Oct 2018 12:58:44 +0200 Den Mutigen gehört die Welt https://www.gew-sh.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/den-mutigen-gehoert-die-welt/ Vor 100 Jahren machten Matrosen, Soldaten und Arbeiter der Monarchie ein Ende. Aus dem Kieler Matrosenaufstand wurde eine Revolution, an deren Ende die Republik stand. Die GEW Schleswig-Holstein beleuchtet das Thema ausführlich. Bildungsbereiche Studium Wissenschaft Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Gesellschaftspolitik Artikel Schleswig-Holstein news-15151 Wed, 24 Oct 2018 14:42:04 +0200 Plumpe Einschüchterungsversuche https://www.gew-sh.de/rss-news/?juHash=b5574ea935fe80d95b5dd4d1517e89a0d68783d5&jumpurl=https%3A%2F%2Fwww.gew.de%2Faktuelles%2Fdetailseite%2Fneuigkeiten%2Fplumpe-einschuechterungsversuche%2F In Hamburg, Baden-Württemberg und Sachsen hat die AfD Portale ins Netz gestellt, über die Lehrkräfte denunziert werden sollen, die kritisch über die Rechtsaußen-Partei sprechen. Andere AfD-Landesverbände wollen nachziehen. Artikel Schleswig-Holstein