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Tarifrunde Bund und Kommunen: GEW ruft zu Warnstreiks auf

Kiel – Für den morgigen Dienstag, 20. März 2018 ruft auch die Bildungsgewerkschaft GEW ihre Mitglieder in Kiel, Flensburg und Neumünster zum Warnstreik auf. Der Schwerpunkt liegt bei den städtischen Kindertagesstätten.

 

20.03.2018

Bisher kein Angebot der Arbeitgeber
In der bundesweiten Tarifrunde verhandeln die Gewerkschaften ver.di und GEW mit dem Bund und den kommunalen Arbeitgebern über eine gerechtere Bezahlung. In der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen hatten die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Deshalb weiten die Gewerkschaften nun die Warnstreiks aus.

Steigende Einkommen auch im Sozial- und Erziehungsdienst wichtig
„Auch die Einkommen der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst müssen kräftig steigen. Wann, wenn nicht jetzt? Die öffentliche Hand hat im vergangenen Jahr einen Rekordüberschuss von 38,4 Milliarden Euro eingefahren. Die Beschäftigten haben dafür mit ihrer Arbeit die Voraussetzungen geschaffen. Da ist es nur recht und billig, dass sie nun auch an dieser Entwicklung beteiligt werden“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Montag, 19. März 2018 in Kiel. Sie betonte, dass die Gehälter im öffentlichen Dienst seit 2000 weniger stark gestiegen seien als in der Gesamtwirtschaft. Die Lücke von rund vier Prozent gelte es jetzt zu schließen. Steigende Reallöhne seien wichtig, um die Binnenkonjunktur weiter anzukurbeln.

Info:
Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro. Zudem erwarten sie, dass die Jahressonderzahlung für das Tarifgebiet Ost auch für den kommunalen Bereich an das West-Niveau angeglichen wird. Fast 30 Jahre nach der deutschen Einheit zahlen die Kommunen im Tarifgebiet Ost nur 75 Prozent der Sonderzahlung West.

 

 

 

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