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Pflichtstunden senkenSchon 2600 Unterschriften für GEW-Petition in den ersten Tagen

Die GEW hat eine öffentliche Petition beim Landtag gestartet. Ziel: Senkung der Pflichtstunden für Lehkräfte sowie mehr Ausgleichs- und Entlastungsstunden, zum Beispiel für Korrekturen sowie für Klassenlehrkräfte.

01.04.2019

Die geforderte Hürde von 2.000 Unterschriften hat die Bildungsgewerkschaft schon nach 3 Tagen übersprungen. Der Petitionsausschuss muss sich jetzt also mit dem Thema befassen. Um aber ihrer Forderung noch mehr Nachdruck zu verleihen, will die GEW weiterhin für ihre Petition werben.

„Es ist Zeit für mehr Zeit“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zum Start der Petition am Montag, 1. April 2019 in Kiel. „Lehrerinnen und Lehrer brauchen mehr Zeit für guten Unterricht, Klassenleitung, Schulleitungs- und Koordinierungsaufgaben sowie Korrekturen und eigene Fortbildung. So, wie es ist, geht es jedenfalls nicht mehr weiter. Die Landespolitik muss sich endlich um die Arbeitsbelastungen der Lehrkräfte kümmern.“

Massive Zunahme an außerunterrichtlichen Tätigkeiten, ständig neue Aufgaben, wachsender Zeitdruck, heterogenere Schülerschaft: die Arbeitsbelastungen für Lehrerinnen und Lehrer seien in den vergangenen Jahren ständig gewachsen, ohne dass es dafür einen irgendwie gearteten Ausgleich gegeben habe. Astrid Henke: „Viele Lehrerinnen und Lehrer wissen nicht mehr ein noch aus, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen, ohne ihre Gesundheit zu gefährden.“ Wie sehr die Lehrkräfte unter ihrer schwierigen Arbeitssituation litten, habe in Schleswig-Holstein die Statuserhebung zur Lehrkräftegesundheit gezeigt.

Die wachsenden Belastungen führten jedoch nicht nur zur Gesundheitsgefährdung für die Lehrkräfte, führte die Gewerkschafterin aus. Auch die Qualität von Unterricht und pädagogischer Arbeit litte darunter. „Wer gute Bildung will, muss die Arbeitsbelastungen der Lehrkräfte senken!“, forderte Astrid Henke.

Sie wies außerdem darauf hin, dass die tatsächlichen Arbeitszeiten der Lehrerinnen und Lehrer im Vergleich zu anderen Beamtinnen und Beamten wesentlich höher lägen. Selbst unter Berücksichtigung der Ferien seien sie im Durchschnitt um bis zu 3 Stunden über dem Soll einer Beamtin oder eines Beamten. Die damit verbundenen Belastungen ließen sich wissenschaftlich belegen.

www.landtag.ltsh.de/oepetition/petitionsliste

Verantwortlich: Bernd Schauer, 01.04.2019

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