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Nachhilfe fördert Ungleichheit

Mit kommerzieller Nachhilfe wird in Deutschland mehr als eine Milliarde umgesetzt. Statt soziale Unterschiede auszubügeln, verstärken die außerschulischen Förderstunden sie eher. Das zeigt eine Untersuchung für die Hans-Böckler-Stiftung.

13.05.2017 - Webredaktion

Mit kommerzieller Nachhilfe wird in Deutschland mehr als eine Milliarde umgesetzt. Statt soziale Unterschiede auszubügeln, verstärken die außerschulischen Förderstunden sie eher.

Mit der Verbreitung öffentlicher Schulen in der Neuzeit wurden Privatlehrer zum kuriosen Randphänomen. Seit einiger Zeit erlebt der Privatunterricht in Form der Nachhilfe abseits staatlicher Aufsicht allerdings ein Comeback: in Form von Nachhilfestunden, zuletzt befeuert durch den sogenannten Pisa-Schock. Die meiste Nachhilfe bekommt der Nachwuchs höherer Schichten – deren Angehörige häufig von Abstiegsängsten geplagt sind, die sie auf ihre Kinder projizieren. Das zeigt eine Untersuchung der Bildungsforscher Klaus Birkelbach sowie Rolf und Birte Dobischat für die Hans-Böckler-Stiftung. Die Wissenschaftler haben eine Vielzahl von Forschungsarbeiten ausgewertet sowie eine Umfrage unter Nachhilfefirmen durchgeführt. Weiterlesen

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