GEW Schleswig-Holstein
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Krippengeld keine Lösung

Stattdessen plädiert das Kita-Bündnis für ein besseres Finanzierungssystem und bessere Rahmenbedingungen. Am Donnerstag soll das sogenannte „Familienstärkungsgesetz“ vom Schleswig-Holsteinischen Landtag verabschiedet werden.

20.09.2016 - Webredaktion

„Das Kita-System ist hochgradig einsturzgefährdet. Das Krippengeld bringt uns hier nicht weiter. Denn es sorgt weder für eine auskömmliche Finanzierung noch für einen fachgerechten Fachkraft-Kind-Schlüssel. Das ist aber das, was wir im Land brauchen“, erklärte Markus Potten, VEK-Geschäftsführer und zugleich Sprecher des Kita-Aktionsbündnisses am Dienstag, 20.09.2016 in Kiel. Diesem Bündnis gehört auch die GEW neben Wohlfahrtsverbände, ver.di, der Landeselternvertretung und dem Verband evangelischer Kindertagesstätten (VEK) an.

„Unsere wichtigsten Großbaustellen sind die gesamte Kita-Finanzierung und die Rahmenbedingungen für Kinder und Beschäftigte. Wenn wir hier nicht endlich grundlegend etwas verändern, bricht uns das Ganze wie ein Kartenhaus zusammen“, warnte Markus Potten. Am Donnerstag soll das sogenannte „Familienstärkungsgesetz“ vom Schleswig-Holsteinischen Landtag verabschiedet werden. Wichtigster Bestandteil dieses Gesetzes ist das „Krippengeld“.

An die Landtagsabgeordneten appellierte Potten im Namen des Kita-Aktionsbündnisses: „Setzen Sie die Prioritäten richtig! Verzichten Sie auf das Krippengeld! Was wir im Lande vor allem brauchen, ist eine einheitliche, auskömmliche, flächendeckende Kitafinanzierung und gute Rahmenbedingungen in den Kitas. Das kommt dann auch allen Familien zugute.“

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