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Kita-VerordnungenGEW und Beschäftigte dürfen nicht mitreden

Für die GEW – und damit auch für die Beschäftigten in den Kitas - heißt es wieder einmal: Wir müssen draußen bleiben! Wie schon beim Kita-Gesetz will sich das Sozialministerium auch bei der Vorbereitung der Verordnungen nicht in die Suppe spucken lassen.

20.02.2020 - Bernd Schauer

Für die GEW – und damit auch für die Beschäftigten in den Kitas - heißt es wieder einmal: Wir müssen draußen bleiben! Wie schon beim Kita-Gesetz will sich das Sozialministerium auch bei der Vorbereitung der Kita-Verordnungen nicht von Menschen in die Suppe spucken lassen, die die Interessen der Beschäftigten in den Kitas vertreten.
Es geht zum Beispiel um die Frage, welche Qualifikationen die Fachkräfte in den Kitas mitbringen müssen. Das Sozialministerium will hier gravierende Abstriche vornehmen. Obwohl die Arbeit in den Kitas immer anspruchsvoller wird, will es der Deprofessionalisierung Tür und Tor öffnen, zu Lasten der Bildungsqualität, der Kinder und der Beschäftigten.
Dabei wissen alle: Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte, keine not-ausgebildeten pädagogischen Hilfskräfte. Solche Sichtweisen scheinen im Sozialministerium aber zu stören. Es legt nur Wert auf die Expertise von VertreterInnen von Trägern, Eltern, Kommunen und seiner eigenen Leute. Das sind aus seiner Sicht die „zukünftig vorrangig von den Regelungen der Verordnungen Betroffenen“ (Zitat aus einem Antwortbrief des Staatssekretärs an die GEW). Die KollegInnen in den Kitas und die GEW als ihre Interessenvertretung sind also nur nachrangig Betroffene. Vorrangig sie dürfen dann später aber ausbaden, was ihnen von Politik und Bürokratie eingebrockt wird.