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24. ErzieherInnentagGEW-Fachtagung für sozialpädagogische Fachkräfte

„Wertschätzung braucht Profis – Profis brauchen Wertschätzung“. So lautet das Motto unserer 24. Fachtagung für Sozialpädagogische Berufe am 10. November in Neumünster.

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28.09.2018

Am 10. November 2018 findet in der Gemeinschaftsschule Brachenfeld in Neumünster die 24. GEW-Fachtagung  für ErzieherInnen und SozialpädagogInnen statt. Die Fachtagung ist eine besondere Veranstaltung für Beschäftigte aus allen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern. In rund 20 Workshops holen sie sich praxistaugliche Ideen für den beruflichen Alltag und die pädagogische Arbeit mit Kindern.

„Wertschätzung braucht Profis – Profis brauchen Wertschätzung“

So lautet das Motto unserer 24. Fachtagung für Sozialpädagogische Berufe am 10. November in Neumünster. Hauptreferentin ist in diesem Jahr Frau Dr. Ursula Wollasch, Geschäftsführerin des Landesverbandes Katholischer Kindertagesstätten, Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V.

Für Personen, die  in sozialen Berufen arbeiten, ist es eine zentrale Herausforderung, die Individualität des einzelnen Kindes oder des einzelnen Jugendlichen zu achten und wertzuschätzen. Dies ist ihnen aber nur möglich, wenn es ihnen gelingt, das Kind oder den Jugendlichen in seiner ganzen Individualität wahrzunehmen, sich einzufühlen und zu verstehen.

Im Kindesalter verläuft diese Wertschätzung vermehrt über Gestik und Mimik, die Stimme oder die ganze Körperhaltung. Bei älteren Kindern oder Jugendlichen erhält die Sprache und Kommunikation eine immer bedeutendere Rolle. Doch letztendlich ist es von Anfang an ein Zusammenspiel aller dieser genannten Faktoren. Und dieses muss Wertschätzung erlernt werden: in den entsprechenden Ausbildungen der pädagogischen Fachkräften: Wertschätzung braucht Profis.

Doch damit pädagogische Fachkräfte diese Wertschätzung auch in der Praxis umsetzen können, brauchen sie entsprechende Rahmenbedingungen. Wertschätzendes Verhalten ist schwierig, wenn Gruppen zu groß sind, es nicht genügend Zeit gibt, es dauerhaft zu wenig Personal gibt, die Arbeitsbelastung dauerhaft zu hoch ist  und sich die Beschäftigten deshalb permanent überfordert und gestresst fühlen.

Deshalb müssen die Arbeitsbedingungen dringend verbessert werden: in Krippen, Kitas, Horten und Jugendhilfeeinrichtungen. Dazu gehören eine auskömmliche Finanzierung der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen und Arbeitsbedingungen, die es den Beschäftigten ermöglichen, die an sie gestellten Aufgaben auch zu erfüllen und wertschätzend zu agieren: Profis brauchen Wertschätzung!

Zurzeit finden Verhandlungen über ein neues Kindertagesstättengesetz in Schleswig-Holstein statt. In diesem Gesetz werden die Finanzierung des Kindertageseinrichtungen und die zukünftigen Arbeitsbedingungen der Beschäftigten festgeschrieben: Qualifikation des pädagogischen Personals, Gruppengrößen, Vor- und Nachbereitungszeiten, Leitungsfreistellungen, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten u.v.m.

Beteiligt an diesen Verhandlungen/Gesprächen mit der Landesregierung sind die Kommunen, die Träger der freien Wohlfahrtspflege und die Eltern. Wer fehlt sind die Interessenvertretungen der Beschäftigten. Sie wurden nicht eingeladen, sich am Prozess zu beteiligen, obwohl es gerade die Beschäftigten sind, die die Qualität von Kindertageseinrichtungen ausmachen. Obwohl wir nicht direkt beteiligt sind, wird es uns aber nicht davon abhalten, uns mit Nachdruck und großem Engagement in den Gesetzgebungsprozess einzumischen. 

Nach der Eröffnungsveranstaltung finden wieder viele interessante Arbeitsgruppen statt. Das Angebot reicht in diesem Jahr von „Resilienz“, „Empathie und Herzverbindung durch gewaltfreie Kommunikation“ oder  „Entspannung – Konzentration – Wahrnehmung – Übungen für die eigene Gesundheit“ über „Wertschätzende Kommunikation mit Eltern“ bis hin zu „Freies Malen mit Kindern“.

Wir würden uns freuen, Sie am 10. November in Neumünster begrüßen zu dürfen.

Weitere Informationen und Online-Anmeldung hier.

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