GEW Schleswig-Holstein
Du bist hier:

Schulen mit besonderen HerausforderungenBleiben Schulen auf Rechnungen sitzen? Bildungsministerium gefordert

So hatten Schulen mit besonderen Herausforderungen sich den „Bildungsbonus“ nicht vorgestellt. Statt, wie versprochen, unbürokratisch Gelder für pädagogische Zwecke ausgeben zu können, kämpfen nun manche darum, dass ihre Rechnungen bezahlt werden.

05.09.2019

Bleiben Schulen auf Rechnungen sitzen?
Bildungsministerium muss Klarheit schaffen

Kiel – So hatten manche Schulen mit besonderen Herausforderungen sich den sogenannten „Bildungsbonus“ nicht vorgestellt. Statt, wie versprochen, unbürokratisch Fördergelder für pädagogische Zwecke ausgeben zu können, müssen sie nun darum kämpfen, dass ihre Rechnungen bezahlt werden. 

„Das Bildungsministerium muss unverzüglich für Klarheit sorgen. Die betroffenen Schulen wollen mit der pädagogischen Arbeit loslegen und sich nicht im Netz der Bürokratie verheddern. Darf die Schule Möbel kaufen? Darf sie die digitale Ausstattung verbessern? Wer zahlt die Wartung? Wer ersetzt kaputte Geräte? Lauter Fragen, über die es offensichtlich keinen ausreichenden Austausch zwischen Land und Kommunen gegeben hat“, bemängelte die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Katja Coordes am Donnerstag, 5. September 2019 in Kiel. Dadurch werde ein unnötiger Schatten auf die sinnvolle Maßnahme geworfen, zwanzig Schulen mit besonderen Herausforderungen mit Extra-Geld auszustatten.

Dabei klang am Anfang alles so schön und einfach. Noch im April sagte Bildungsministerin Karin Prien: „Generell können die PerspektivSchulen die Mittel für neue Projekte, Kooperationen und Personal sowie für bereits laufende Aktivitäten der Schulen verwenden. Wir lassen den Schulen dabei eine möglichst breite Wahlmöglichkeit, um ihren Anforderungen gerecht werden zu können.“ (Pressemitteilung vom 23.04.2019)

Die Realität ist mancherorts eine andere. Im Augenblick scheint es nur dort reibungslos zu funktionieren, wo das Land direkt für die Kosten zuständig ist, also bei zusätzlichen Lehrkräften. Wenn das Land eigentlich nicht zuständig ist, wie bei der sächlichen Ausstattung der Schulen, gibt es Probleme. „Statt Aufbruchstimmung macht sich so Frust breit. Die Kolleginnen und Kollegen haben mit viel Aufwand Konzepte erarbeitet. Sie wollen für ihre Schülerinnen und Schüler bessere Lernbedingungen schaffen, ihre Schulen so gestalten, dass sie besser mit ihren schwierigen Aufgaben in einem besonderen sozialen Umfeld klar kommen.“

Zurück