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Kiel - Überrascht, aber nicht zufrieden reagierte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf die Ankündigung von Bildungsminister Klug, die „Bewährungszeit für Streikende“ vom 3. Juni 2010 zu verkürzen. „Wenn Klug ein gutes Werk tun wollte, würde er die Bewährungszeit am heutigen Tag enden lassen. Dann könnten zum Beispiel betroffene Bewerberinnen und Bewerber für Beförderungsstellen problemlos in Bewerbungsverfahren einsteigen“, sagte GEW-Landesvorsitzender Matthias Heidn am Montag, 7. November 2011 in Kiel. So wirke das Ganze doch nur wie ein Ablenkungsmanöver von seiner verfehlten Politik. Die Auswirkungen dürften darüber hinaus gleich null sein, weil mit der Landtagswahl im Mai sicherlich auch Klugs Amtszeit enden werde und zumindest die bisherigen Oppositionsparteien sowieso für einen anderen Kurs stünden.
Kopfschütteln löste beim GEW-Landesvorsitzenden die Begründung des Bildungsministers aus, mit der er jetzt die Bewährungszeit verkürzt: …“in der Mehrheit hätten sich die betroffenen Beamtinnen und Beamten zuvor nie etwas zu Schulden kommen lassen.“ „Genau mit diesem Argument haben wir seit 17 Monaten erfolglos versucht, den Bildungsminister von seinem unheilvollen Kurs der Disziplinierung abzubringen. Schön, dass er es jetzt scheinbar endlich einzusehen scheint.“
Verantwortlich: Bernd Schauer, 7.11.2011
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