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Schwachpunkten in Neumünsteraner Schulen springen jedem Beobachter schnell ins Auge. Mangelhafte Ausstattung, vernachlässigte Gebäude, unzureichendesRaumangebot – vieles ließe sich berichten. Die Stadtverwaltung hat durchaus manches in die Wege geleitet. Aber es gibt noch großen Nachholbedarf.
Ein dringliches Problem ist und bleibt die fehlende Sportstätte für eine der größten Schulen des Landes, die Theodor-Litt-Schule (RBZ). Die Schule verfügt nicht über eine eigene Sportstätte, sie ist darauf angewiesen, dass ihr Hallenzeiten in anderen Schulen zugewiesen werden, leider geschieht das nicht im nötigen Umfang und zudem immer nur in Randstunden. Viel Zeit, z.T. die Hälfte der Sportunterrichtszeit, geht durch die lange Anreise bzw. Abreise verloren. Aus diesem Anlass haben Schülerinnen und Schüler sowie Eltern schon einmal (vor einem Jahr) demonstriert.
Da aber seitdem nur kleine Verbesserungen erreicht wurden, ist der GEW-Kreisvorstand aktiv geworden. Schnell haben sich Kollegen bereit erklärt, ihren Sportunterricht erneut unter freiem Himmel, nämlich auf dem Marktplatz der Stadt, dem Großflecken, durchzuführen. Und so wurden dann kleine Geräte (Seile, Hula Hoop Reifen) und Bälle mitgebracht und gymnastische Übungen in der Öffentlichkeit durchgeführt.
Ein anderer beklagenswerter Zustand erreichte den Vorstand im Gespräch mit Kolleginnen aus der Uker Grundschule. Diese Schule verfügte noch vor einiger Zeit über gute Möglichkeiten für den Neigungsbereich. Durch Stundenkürzungen wurden nun Mangelsituationen überdeutlich. Die Schule würde gern allen interessierten Kindern den Zugang zum Sambaunterricht ermöglichen, tatsächlich aber verfügt sie nur über 45 Minuten pro Woche – für 86 Kinder. Klare Folge: eine Absage an die meisten der Kinder. So gibt es nur noch eine Anfängergruppe, die Fortgeschrittenen bleiben ohne Unterrichtsangebot. Gleiches gilt übrigens auch für die Tanz AG und die Theater AG der Schule, die große Einschränkungen hinnehmen mussten. Wir nahmen das zum Anlass, auch die Übungsstunden der Sambagruppe auf den Großflecken zu verlegen.
Ein besonderer Dank gilt den beteiligten KollegInnen, den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern, die ihre Sambakids begleiteten. Unser Landesvorsitzender Matthias Heidn unterstrich in seinem Redebeitrag die Bedeutung der musischen, sportlichen und ästhetischen Erziehung und beklagte die mangelhafte Lehrerversorgung, auf die wir mit unserer Aktion hinweisen wollten. Die Presse würdigte die Veranstaltung in ausführlichen Berichten, die Bevölkerung nahm teil und freute sich an den Sambaklängen der Kleinen.
Gunter Fleischmann GEW Neumünster
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