|
Kiel – Matthias Heidn bleibt an der Spitze der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Schleswig-Holstein. Auf der am vergangenen Freitag zu Ende gegangenen 41. GEW-Landesdelegiertenversammlung in Weissenhäuser Strand stimmten 137 von 139 Delegierten für den 63-jährigen Lehrer aus dem Kreis Segeberg. Heidn steht seit 2006 an der Spitze der Bildungsgewerkschaft. Die GEW vertritt in Schleswig-Holstein die Interessen von gut 9800 Mitgliedern aus Schulen, Kindertagesstätten, Universitäten und Weiterbildungseinrichtungen.
Nach seiner Wahl sagte Matthias Heidn: „Die GEW wird sich weiterhin mit großem Schwung für bessere Arbeitsbedingungen und bessere Lernbedingungen in allen Bildungseinrichtungen einsetzen. Wir werden den Politikerinnen und Politikern im Landtagswahlkampf auf die Finger klopfen, um zu verhindern, dass Schleswig-Holstein zum bildungspolitischen Armenhaus im Norden wird. An den Schulen darf es keine Stellenstreichungen geben. Kindertagesstätten und Universitäten müssen endlich auskömmlich finanziert werden.“
Wiedergewählt wurde auch die 1. stellvertretende Landesvorsitzende Astrid Henke (50), Sonderschullehrerin aus Kiel. Als 2. stellvertretende Landesvorsitzende gehört jetzt Blanka Knudsen (38) aus Husum, die an einer Grund- und Regionalschule unterrichtet, der GEW-Spitze an.
Neben der Beratung über eine neue Satzung ging es bei der Antragsberatung um Fragen der Arbeitsbedingungen in Kitas, Schulen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen sowie die zukünftige Ausrichtung des Bildungssystems. Eine besondere Rolle spielten dabei Forderungen der GEW an eine neue Landesregierung. Am 23.11.2011 diskutierte darüber auch eine "bildungspolitische Elefantenrunde" mit Jost de Jager (CDU), Ralf Stegner (SPD) und Robert Habeck (Bündnis 90 / Die Grünen). Grußworte sprachen am 25.11.2011 die SSW-Fraktionsvorsitzende Anke Spoorendonk, der stellvertretende FDP-Landesvorsitzende Christopher Vogt, Janine Menger-Hamilton von der Linken und der DGB-Landesbezirksvorsitzende Uwe Polkaehn zu den Delegierten.
Verantwortlich: Bernd Schauer, 28.11.2011
|