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Kiel – Erstes Opfer des schwarz-gelben Bildungsabbaus ist die Kostenlos-Kita für Kinder im letzten Kindergartenjahr. Ohne Anhörung wollen CDU und FDP die Änderung des Kita-Gesetzes noch in dieser Woche durchpauken.
„Wenn die Landesregierung mit ihrer unsozialen und bildungsfeindlichen Politik so weitermacht, wird es in Zukunft öffentliche Terminpläne für die Demos vor dem Landeshaus geben müssen, damit sich die Demonstranten nicht in die Quere kommen“, sagte dazu Bernd Schauer, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Mittwoch, 16. Juni 2010 in Kiel.
Kindern müsse unabhängig vom Portemonnaie der Eltern Zugang zu Bildung gewährt werden, forderte der Gewerkschafter. Die Streichung des beitragsfreien Kita-Jahres treffe vor allem junge Familien, die geringfügig über der Sozialstaffel lägen. Es sei zu befürchten, dass die Streichung Abmeldungen aus den Kitas nach sich zöge oder Eltern ihre Kinder nur noch halbtags statt ganztags anmeldeten. Leidtragende seien die Kinder, die wichtige Bildungsangebote nicht mehr wahrnehmen könnten.
Bernd Schauer wies auf die völlig unzureichende Finanzierung der Kindertagesstätten in Schleswig-Holstein hin. „Statt genügend Geld locker zu machen, zum Beispiel durch den Einsatz für Steuererhöhungen auf der Bundesebene, versucht die Landesregierung Beschäftigte, Träger und Eltern gegeneinander auszuspielen. 35 Millionen werden den Eltern genommen, 10 Millionen davon sollen zur Verbesserung der Kita-Finanzierung dienen. Dabei ist allen Beteiligten klar, dass das hinten und vorne nicht reicht!“
Nach Berechnungen von Trägern bräuchten die Kitas zusätzlich mindestens 28 Millionen Euro, um Umfang und Qualität der Arbeit auf dem Stand des Jahres 2004 zu gewährleisten. „Dringend erforderliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und der Standards sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt“, so der GEW-Landesgeschäftsführer.
Verantwortlich: Bernd Schauer, 16.06.2010 Bei Rückfragen: 0174-1622326 Tel. 0431-5195-1595
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