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Unter diesen Arbeitsbedingungen:
Können sich Lehrkräfte noch über Wasser halten?

Machten den Rettungsring-Test: Lübecker GEW-KollegInnen

Die Bedingungen an Lübecks Schulen haben sich zu diesem Schuljahr noch einmal entschieden verschlechtert. Durch die Kürzung um 36 Planstellen fehlen an vielen Grund-, Regional- und Gemeinschaftsschulen Lehrerstunden.

Die Folgen sind vielfältig, so mussten z. B. Differenzierungsstunden gekürzt werden, Klassen in einigen Fällen dauerhaft mit doppelter Klassenstärke Sport treiben und Grundschulklassen im Krankheitsfall von Lehrkräften auf andere Klassen aufgeteilt werden – die so kaschierten fehlenden Unterrichtsstunden tauchen in den Statistiken nicht auf. An den Schulen der Sekundarstufe I und II sowie den Berufsschulen fallen ebenfalls vermehrt Stunden aus. Einige Lehrangebote im Bereich des Wahlpflichtunterrichts können nicht länger angeboten werden. Es gibt durch die erhöhte Arbeitsbelastung einen hohen Krankenstand und erhöhte Dienstunfähigkeit und Frühpensionierungen bei den Lehrkräften.

Landesweit gab es Kürzungen um 300 Planstellen an den Grund-, Regional- und Gemeinschaftsschulen. In den kommenden Jahren werden weitere Planstellen im Lehramt eingespart. Der Rückgang der Planstellen für Lehrkräfte ist dabei überproportional zum Rückgang der Schülerzahlen. Die Regierung plant bis 2020 ganze 3650 Lehrerstellen zu streichen, das sind 750 Stellen mehr, als durch den Schülerrückgang überhaupt frei werden. Dieses Jahr gab es statt der prognostizierten 298.600 für das jetzt begonnene Schuljahr 301.100 Schülerinnen und Schüler. Zudem gibt es mehr Abiturienten, die natürlich die Schule länger besuchen und daher auch mehr Lehrkräfte benötigen.

Trotzdem wandern viele junge, motivierte, in Schleswig-Holstein ausgebildete Lehrkräfte in andere Bundesländer ab, weil sie hier nicht mit einer Einstellung rechnen können. Spätestens, wenn sich der Lehrkräftemangel, der für die nächsten Jahren prognostiziert ist, bemerkbar macht, wird sich diese Haltung des Ministeriums rächen.

Am 21.09.2011, machte die GEW Lübeck den Test: Können sich die Lehrkräfte noch über Wasser halten und warf symbolisch den Rettungsring. Auf dem Gelände des Lübecker Kanu Clubs trafen sich mehr als 30 Lübecker Lehrkräfte zum (Gedankenaustausch,) Kajak/ Kanu fahren und grillen, um demonstrativ etwas für ihre Gesunderhaltung zu tun und sich auszutauschen.

Katja Godowski
GEW Lübeck


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15.3. Diskussion - Zukunft der Grundschule
15.3. Seminar Cybermobbing - Aktion Kinder- und Jugendschutz
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