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GEW-Aktionstag in Elmshorn:
Klugs Bildungspolitik als Luftnummer

Schwarz auf Weiß in der Fußgängerzone: Die Probleme in der Bildungspolitik
Die öffentlich geäußerte Zufriedenheit des Bildungsministers Dr. Klug passt nicht zur Schulrealität. »Zurzeit haben wir für die Normalaufgaben der Schulen 1.500 Lehrkräfte zu wenig«, betonte der Landesvorsitzende der GEW Schleswig-Holstein Matthias Heidn am Samstag während einer Aktion der GEW Kreis Pinneberg in Elmshorn.

Weiter verdeutlichte er die Situation: »Schulen können die vorgesehene Unterrichtsmenge nicht erfüllen, es mussten Förderangebote gestrichen werden, es fällt weiter Unterricht aus oder die Kinder werden auf mehrere Klassen verteilt. Das ist dann kein guter Unterricht mehr und das ist auch keine gute Förderung der Schülerinnen und Schüler.« Bei den Gesprächen mit den MitbürgerInnen während der Aktion erfuhren die GewerkschafterInnen eine einvernehmliche Zustimmung der Forderungen: mehr Lehrerstunden für die Schulen, Zurücknahme der Kürzungen und langfristige Berufsperspektiven für junge ausgebildete Lehrkräfte.

Anschaulich ließen wir Luftballons mit Suchanzeigen für mehr Lehrkräfte in die Luft steigen. Von den LehrerInnen, die zum neuen Schuljahr eingestellt wurden, sind 80 Prozent mit einem befristeten Vertrag in den Schulen Schleswig-Holsteins. Die Unruhe durch Wechsel der Lehrkräfte, Verlust der Bezugspersonen und kurzfristige Planungsperspektiven in den Kollegien spüren auch Schulen und Eltern im Kreis Pinneberg. Die Bildungspolitik ist nicht nachhaltig und langfristig planbar. Eltern und SchülerInnen müssen sich immer wieder auf neue Situationen einstellen.

Für nicht ausgebildete Lehrkräfte heißt das, so Heidn »unsichere Arbeitsverhältnisse und schlechte Bezahlung«. Eltern haben Angst um die Zukunft ihrer Kinder, denn »wer heute an Bildung spart, wird später doppelt und dreifach zahlen. Kinder und Jugendliche, die möglichst in jungem Alter, also schon in der KiTa, nicht optimal gefördert werden, werden für die Gesellschaft später viel teurer.
Wenn wir zu viele Jugendliche ohne Abschluss haben, dann werden sie Probleme haben, gut ausgebildet zu werden«, so Heidn. Eine unzureichende schulische Bildung bestraft die SchülerInnen, die ein Recht auf eine individuelle Förderung ihrer Möglichkeiten haben. Wir können auf keinen Jugendlichen verzichten. Schulen brauchen Lehrkräfte mit ausreichend Zeit und Gesundheit, um die Verantwortung für die jungen Menschen zu tragen und den Bildungsauftrag zu gewährleisten.
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