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Bildungsfinanzierung. Weiter denken: Wachstum, Inklusion und Demokratie

Seminar mit Tobias Kaphegyi

Alle Verbesserungen im Bildungsbereich kosten Geld. Auf nahezu jede unserer Forderungen kommt aus der Politik die Antwort: Dafür ist kein Geld da! Wir müssen die Schuldenbremse einhalten! Wir müssen uns deshalb mit der Frage auseinandersetzen, warum die politischen Parteien nicht so handeln, wie es objektiv notwendig ist. Wenn wir dies verstehen, wird es uns leichter fallen, Mittel und Wege zu finden, eine „vernünftige“ Bildungsfinanzierung durchzusetzen.

Warum führen wir diese Veranstaltung durch?
Alle Verbesserungen im Bildungsbereich, seien es kleinere Gruppen- und Klassengrößen, moderne
Räume oder die digitale Ausstattung, aber auch die Arbeitsbedingungen und das Einkommen
der Beschäftigten, kosten Geld. Auf nahezu jede unserer Forderungen kommt aus der Politik
die Antwort: Dafür ist kein Geld da! Wir müssen die Schuldenbremse einhalten! Die GEW
bleibt jedoch dabei, dass eine „vernünftige“ Finanzierung und Ausstattung des Bildungswesens
eine zwingende Voraussetzung für eine demokratische, inklusive, soziale und auch wirtschaftlich
prosperierende Gesellschaft in unserem Lande ist. Diese Voraussetzung ist weiterhin nicht gegeben.
Wir müssen uns deshalb mit der Frage auseinandersetzen, warum die politischen Parteien nicht
so handeln, wie es objektiv notwendig ist. Wenn wir dies verstehen, wird es uns leichter fallen,
Mittel und Wege zu finden, eine „vernünftige“ Bildungsfinanzierung durchzusetzen.


Ziele der Veranstaltung
Zu dieser Thematik hat Tobias Kaphegyi (freiberuflicher Wissenschaftler und Dozent, Mitglied
der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik) im Auftrag der GEW die Studie „Bildungsfinanzierung.
Weiter denken: Wachstum, Inklusion und Demokratie.“ vorgelegt, in der er den Zusammenhang
zwischen der Wirtschafts- und Steuerpolitik der letzten Jahrzehnte, der Bildungsfinanzierung
und der gesellschaftlichen Entwicklung darstellt. Sie kann bei der GEW (info@gew-sh.de)
bestellt werden oder von der GEW-Homepage (https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/
gew-studie-wider-dem-neoliberalismus/) herunter geladen werden.
In einem ersten Seminar im März 2017 wurden die Hintergründe dafür untersucht, warum in
Schulen, Kindergärten, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen seit langem widersprüchliche
Erfahrungen gemacht werden. Von Seiten der „Politik“ und in den Medien wird seit
dem sogenannten "PISA-Schock" – auch im Bundestags- und Landtagswahlkampf - viel über die
Wichtigkeit eines guten Bildungssystems geredet. Der Alltag ist aber geprägt durch vordergründigen
Reform-Aktivismus bei gleichzeitigem Erleben eines konstanten Mangels an Personal- und
Finanzressourcen.
In diesem Seminar soll einleitend auf die zwei Grundursachen der chronisch erfahrbaren Unterfinanzierung
des deutschen Bildungssystems eingegangen werden. In der Folge soll – ausgehend
von den aus der international vergleichenden Politikwissenschaft stammenden wohlfahrtsstaatlichen
Grundtypen - vergleichend betrachtet werden, in welchen Ländern Personalressourcen im
öffentlichen Dienst als auch die Bildungsfinanzierung im Ganzen weniger beschädigt werden als
bei uns in Deutschland. Wo liegen die Ursachen dafür? Wie schafft es der Neoliberalismus (oder
auch nicht), in die herrschende Politik einzudringen? Wir wollen aus diesem internationalen Vergleich
heraus versuchen, Strategien und Ansatzpunkte zu entwickeln, um eine Bildungsreform
im Sinne einer „unteilbaren demokratischen Vernunft“ anzustreben. Was gehört dazu und was
nicht? Wie können wir eine solche Reform beginnen und Mehrheiten dafür finden?

Vorrangig teilnahmeberechtigt sind GEW-Mitglieder. Für sie trägt die GEW alle Kosten.
Nicht-Mitglieder zahlen eine Teilnahmegebühr von 45 Euro.
 

Termin
04.11.2017, 10:30 - 15:30 Uhr
Veranstaltungsort
Hotel "Altes Stahlwerk"
Rendsburger St. 81
24537 Neumünster
Anmeldeschluss
27.10.2017
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GEW Landesverband Schleswig-Holstein
Legienstr. 22
24103 Kiel

www.gew-sh.de
0431-51951550