Kinder- und Jugendhilfe
Rechtsanspruch nicht zu Lasten von Kindern und Erzieherinnen umsetzen
Hart geht die Bildungsgewerkschaft GEW mit Vorschlägen des Deutschen Städte- und Gemeindebundes ins Gericht. Der will Kita-Gruppen vergrößern, um so den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige zu erfüllen. Dem setzt die GEW ein klares Nein entgegen. Auch den Einsatz von nicht-qualifizierten Freiwilligen lehnt sie ab.
Bundesregierung gibt Musterbeispiel für Ausgaben am falschen Ende
Kiel – „In den Kindertagesstätten fehlt das Geld hinten und vorne, um für Kinder und Beschäftigte gute Bedingungen zu schaffen. Und die Bundesregierung hat nichts Besseres zu tun als zwei Milliarden Euro für die Herdprämie rauszuhauen", sagte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn am 5.11.2012 in Kiel zu den Berliner Beschlüssen vom Vorabend. Er appellierte an die schleswig-holsteinischen Bundestagsabgeordneten im Bundestag gegen das Betreuungsgeld zu stimmen.
Auf dem 18. GEW-ErzieherInnentag geht es um den Spagat zwischen Anforderungen und Rahmenbedingungen
Die Stimmung unter den Erzieherinnen in den Kitas ist nicht gut. Denn viele befürchten, dass die Fixierung der Politik auf den U-3-Ausbau zu ihren Lasten gehen wird. Alles dreht sich nur noch darum, ob und wie der Rechtsanspruch von Eltern für die Betreuung von U-3-Kindern bis zum 1.8.2013 umgesetzt werden kann. Dabei droht die Bildungsqualität auf der Strecke zu bleiben. Das wurde auch auf dem GEW-Erzieherinnentag am 27.10.2012 in der IGS Neumünster deutlich.
27. Oktober 2012: GEW-Fachtagung für ErzieherInnen und SozialpädagogInnen
Unter dem Titel "Gute Bildung, Erziehung und Betreuung - der Spagat zwischen Anforderungen und Rahmenbedingungen in Kindertagesstätten" findet am 27. Oktober 2012 in der Gemeinschaftschule Neumünster-Brachenfeld die 18. GEW-Fachtagung für ErzieherInnen und SozialpädagogInnen statt. Das Hauptreferat hält Frau Prof. Dr. Susanne Viernickel von der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin. Norbert Hocke vom GEW-Hauptvorstand gibt darüber hinaus Informationen über die aktuellen Entwicklungen im Kita-Bereich. Nach der Eröffnungsveranstaltung finden über 20 Arbeitsgruppen zu verschiedenen pädagogischen Themen statt.
Schriftliche Anmeldung unbedingt erforderlich!
Kiel – Schlecker-Frauen in die Kitas! Der Plan der Bundesministerinnen von der Leyen und Schröder löst bei der Bildungsgewerkschaft GEW Kopfschütteln aus. „Die Kolleginnen von Schlecker haben unsere volle Solidarität bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen. Aber der Vorschlag ist unseriös. Er erweckt den Eindruck, der Beruf der Erzieherin lasse sich mit einer kurzen Umschulung von jedermann oder jederfrau erlernen. Dem ist aber nicht so, weil die Bildung und Erziehung kleiner Kinder immer komplexer wird und höhere Anforderungen an den Erzieherinnenberuf stellt“, sagte GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer am Freitag, 8. Juni 2012 in Kiel.
Ja zu echter Wahlfreiheit!
Das Betreuungsgeld ist schädlich.
Das Betreuungsgeld ist teuer.
Das Betreuungsgeld will niemand – außer der CSU.
Als Bündnis über Parteigrenzen hinweg machen wir uns dafür stark, dass Eltern ein gutes und verlässliches Betreuungsangebot für Kinder haben. Damit alle Kinder in ihrer Entwicklung gefördert werden. Damit Mütter und Väter ihr Leben, Familie und Beruf, so organisieren können, wie sie es für richtig halten. Das gibt es nicht umsonst. Dafür werden die Milliarden gebraucht, die für das Betreuungsgeld vorgesehen sind.
Der Ausbau der Krippenplätze und der Arbeitsmarkt der Erzieherinnen hängen zusammen
Laut einer Medieninformation des Ministeriums für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein vom 26.
Thesen zur Diskussion
Der Kooperationsverbund Schulsozialarbeit gibt mit diesen Thesen Anregungen zur Diskussion von Grundlagen, Zielen und Aufgaben von Schulsozialarbeit in einem inklusiven Bildungswesen.
Vorschläge und Kritik sind ausdrücklich erwünscht!
Viele Untersuchungen zeigen, dass die wachsenden Anforderungen an Kinderteagesstätten klar zu Lasten der Gesundheit der Beschäftigten gehen. Immer weiter auseinander klafft die Schere zwischen Anforderungen und Rahmenbedingungen. ErzieherInnen sollen Kinder fundiert in ihrer Sprachentwicklung fördern und gleichzeitig Zweijährige pflegen.






