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Vorlesetag: AfDler haben in Kitas und Schulen nichts zu suchen

08.11.2017 - Bernd Schauer

Geht 's noch? Die Stiftung Lesen lädt AfD-Abgeordnete zur Teilnahme am Vorlesetag in Kindertagesstätten und Schulen ein. Da scheint diese verdienstvolle Stiftung die politische Orientierung verlassen zu haben.

 

Stiftung Lesen tut Gutes
Die Stiftung Lesen tut viel Gutes. Ihr Ziel ist laut Satzung „die umfassende Förderung des Lesens in allen Bevölkerungskreisen sowie die Pflege und Erhaltung einer zeitgemäßen Lese- und Sprachkultur“. Das ist sehr zu begrüßen. Wer weiß das mehr zu schätzen als ein Vater von zwei erwachsenen Söhnen, die Bücher für kontaminierte Gegenstände halten, die man auf keinen Fall anfassen sollte.

AfDler zum Mitmachen eingeladen
Nun hat sich die Stiftung aber selbst ins Knie geschossen, wenn uns dieser etwas brutale Ausdruck ausnahmsweise einmal gestattet wird. Die Stiftung für ihren bundesweiten Vorlesetag am 17. November auch alle AfD-Landtagsabgeordneten persönlich zur Teilnahme eingeladen. Sie sollen beim „größten Vorlesefest zwischen der Nordseeküste und den Alpen“ mitzumachen und in Kitas, Schulen und Bibliotheken vorlesen.

Vorlesetipps für AfD-Abgeordnete
Wir empfehlen den AfD-Abgeordneten hier ein paar passende Buchtitel:
für Alice Weidel: Der kleine Rassist
für Björn Höcke: Das Geheimnis des Mahnmals der Schande in Berlin
für Beatrix von Storch: Der dunkle Grenzbezirk – Mit der Waffe auf der Pirsch gegen Flüchtlinge
für Jörg Nobis: Auf Kaperfahrt gegen Flüchtlinge

Gute Nachtricht: Niemand muss AfDler einladen
fBevor wir uns nun weiter in Brass schreiben, zum Schluss die gute Nachricht: Glücklicherweise ist keine Kita und keine Schule gezwungen, AfD-VertreterInnen mit ihren rassistischen Vorstellungen zum Vorlesetag einzuladen. Wer partout niemanden zum Vorlesen findet, kann auch gerne beim GEW-Landesgeschäftsführer anrufen.

 

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